Die liebe Sarah Hartmann hatte zu sich in Ihre Praxis eingeladen, wir haben reichlich Tüten mit kindertauglichem Gespiel angeschleppt. Dabei war die Praxis bereits gut gefüllt mit passenden Spielen und es wurde alles ausgiebig genutzt. Auch der engelsgleichgeduldigen Maren Humme vielen Dank für den Sonntag. Die Kids fanden es toll, sogar mein eigener 10 jähriger Brettspielhasser wollte nicht mehr nach Hause! Gaaanz wichtig.... ich habe den bis dahin ungeschlagenen Nils(6) bei dem Autorennen-Schnipp-Spiel geschlagen!!! :-) Wie heißt das Spiel genau und von wem war es?


Also zwei Dinge benötigt die gute Birgit Schneider nicht, Taktiktips, und leere Drohungen! Das wusste der stets höffliche Nikolaj Hagemeister aber noch nicht, und baute erst mal eine riesige Drohkulisse auf, in der er ausmalte, wie chancenlos Birgit in einem Kampf doch sei. Es klang so, als würde er das selbst glauben, sahen die dicken Pötte von Niko doch um einiges imposanter aus, als die winzigen Schiffchen von Birgit. Nur das Birgit ein Alienartefakt der Ältesten nicht nur gefunden, sondern in ihre kleinste Schiffsklasse verbaut hatte. Damit waren diese Schiffe VIERFACH gepanzert und bis zum Spielende hin, die am besten geschützten Schiffe im All. Runde um Runde rüsstete Birgit dann zuerst bessere Waffen nach, um in die vollgepanzerten Dinger dann auch noch Missiles nachzurüsten. Davon baute sie dann auch noch die volle Anzahl von 8 Stück! Niedlich und unscheinbar sahen sie aus, ich tat das einzig sinnvolle was mir blieb, und lieferte Birgit meinen Diplomaten aus, in der Hoffnung das ich nicht nur seine subatomaren Reste zurück bekam. Aber Birgit war gut gelaunt, und ließ mich und Bine Di gewähren und wir durften teilhaben, wie sie Nikos Flotte aus dicken Pötten mit nur zweimal würfeln aus der Galaxie fegte. Ich höre Birgits donnerndes Lachen immer noch... mit meinem zweiten Platz konnte ich diesmal zufrieden sein, ich hab das beste aus meinen 5 Leerplaneten gemacht. :-) Im Januar dann die Revanche, immer mit einem Spieler mehr, immer mit einer Erweiterung dazu, bis dann mal alle Erweiterungen auf dem Tisch liegen und mit maximaler Anzahl von 9 Spielern die Galaxie gerockt wird! Genre: Strategie (Science Fiction) Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Lautapelit.fi / Asmodee Autor: Touko Tahkokallio Spieleranzahl: 2 bis 9 Alter: ab 14 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min. pro Spieler







Eins der bekanntesten Weltraum 4x Spiele und bis gestern hatte ichs noch nie gespielt. Diese Lücke musste geschlossen werden. Dazu gab sich mir gestern die Gelegenheit, die ich auch direkt am Schopf packte. Und was für ein Tag das gestern dann wurde. Um 12 kam Michael vorbei um ein paar Sachen zu besprechen und Eclipse durchzugehen...stellt sich heraus, das er das noch nicht ausgepöppelt hat und das das gar nicht wenig Arbeit ist.

Bei dem Spiel ist schonmal ne Menge Material dabei. Token bis zum abwinken, Tiles um das Spielbrett zusammenzustellen, ein paar Würfel zum kämpfen, die "Standard-Schiffe" wie man sie aus zig Space-4x Spielen kennt (Galactic Emperor, Eminent Domain, etc.) und dann noch Holzklötzchen und -scheiben in großer Zahl. Das war alles eher zweckmäßig als hübsch, aber dabei wenigstens ordentlich designed und detaillierter als die Tokenschlachten ala Virgin Queen oder Twilight Struggle. Die Player Boards sind allerdings ein graus. Vollgepackt mit Tokens die da nur rumliegen und stößt einer gegen den Tisch weiß keiner mehr wer wieviel von was produzierte.

Dann haben wir uns später im Brettspielcafe getroffen, Tische gerückt, alles um 18 Uhr aufgebaut...und bis 20 Uhr gewartet bis der letzte Mitspieler da war. Beim Warten haben wir schonmal ne Einführungsrunde gespielt, so dass die Regeln saßen. ...mehr oder weniger zumindest, denn Michael sagte zwar, dass er die Regeln erklären kann, er hat aber für das Grundspiel alle Regeln mit irgendwelchen Sachen aus den nicht gespielten Erweiterungen durcheinandergeworfen, so dass ständig irgendwas nochmal nachgeschaut und korrigiert werden musste.

Spielerisch gibt das Spiel ne Menge her aus gar nicht all zu schwierigen Regeln. Aktionsauswahl mit nicht-konkurrierendem Worker Placement, wohl bekannte Bewegungs- und Kampfregeln und eine interessante Forschungsmechanik wo jede Runde ein paar Forschungen gezogen werden und wenn irgendwer die erforscht haben die anderen Pech...außer wenn sie nochmal gezogen werden.

Das fand ich auf der einen Seite gut, weil jeder sich so anders entwickeln MUSSTE und irgendwie das beste aus dem machte was bei ihm von der Forschung noch übrig war. Auf der anderen Seite fand ich das ganze unglaublich umständlich, weil jede tiefere Entwicklungs-Strategie durch Ziehglück und Wegschnappen quasi unmöglich war. Und mit den ganzen Token rumzuhantieren war auch mehr Aufwand als es wirklich Spaß gebracht hat meiner Meinung nach.

Die Forschungen geben dann auch teilweise Schiffs-Upgrades frei für den Erforscher und da kommen nochmal zig Plättchen zum Einsatz die die meiste Zeit in der Bank wohlgestapelt rumgammeln. Die Schiffe kann man scheinbar sehr frei bestücken...aber halt auch nur scheinbar, denn eine Waffe braucht das Schiff ja auf jeden Fall, ne Energiequelle und einen Antrieb auch...da bleibt nicht mehr viel Platz zum umrüsten.

Und die Kämpfe erst. Man trifft auf einer 6 bei W6. Und die meisten Schiffe haben nur 1 Kanone. Das kann schon mal 5-6 Runden dauern bis zwei Schiffe mit nur einem Würfel und einem Lebenspunkt zu einer Entscheidung kommen. Ganz zu schweigen von Schildkrötenschiffen mit 5-6 Lebenspunkten und nur einer Knifte. Da kann man zwar auch ne +1 oder gar +2 auf den Wurf "einbauen", aber an dem Slot könnte man auch nen zweiten Würfel kriegen. Vom Glücksfaktor die 6 zu treffen mal ganz zu schweigen.

Wie ist jetzt mein Fazit zu dem Spiel? Gutes Spiel aber zu umständlich und lang. Als direkten Konkurrenten gibts das 1 Jahr jüngere Exodus: Proxima Centaury, das einige unnötige Verwaltung weniger hat und immer noch mein Favorit ist was Forschungsbäume angeht. Dazu ist es noch ne gute Ecke zügiger, selbst mit Anfängern. Wir haben bei Eclipse 1-2 Runden früher Schluss gemacht, waren 4 1/2 Stunden beschäftigt und das mit 6 Leuten, d.h. für die ganze Partie hätten wir durchaus 6h brauchen können. Da hat man mit der selben Spielerzahl vermutlich zwei Partien Exodus durch. Und Exodus ist auch etwas weniger glücksabhängig was die Erfoschung des Weltraums angeht, denn wenn man in Eclipse am Anfang auf 1-2 neutrale Gegner stößt oder "nur" einen Schatz findet ist das einfach so viel schlechter als z.B. zwei freie Planeten oder ein Planet und einen Schatz.
Michael meinte Eclipse würde mit den Erweiterungen noch viel toller und besser...wird Exodus aber auch. Ich bin gespannt, denn Eclipse mit Erweiterungen schau ich mir definitiv nochmal an.

Fürs Grundspiel gibts von mir 7/10


Zuallererst der Preis, nur 10 Euro pro Nacht bei 20 Leuten!

Es hatte den Charme einer Jugendherberge, es war wohl mal ein Nonnenerholungsheim, aber dafür mit 42 Betten, auf 3 Etagen, mit 2 Küchen, 2 Bädern, 20 Zimmern, 3 Gruppenräumen, mehreren Seminarräumen, und jede Menge Tische und Stühle für uns Ideal. Ausgerufen war ein besinnliches Spielewochenende im Advent, mit selbstbekochen, spielen, wandern, spielen, lesen, spielen, musizieren, spielen, kickern, unterhalten, tischtennis und neue Leute kennenlernen. Und man hatte uns Schnee versprochen, aber danach sah es Abends bei der Ankunft noch nicht aus. Dafür weckten uns dann die Kinder, wollten schon um 7 Uhr Morgens sofort raus, das weiße Zeug anfassen. Also nach dem Frühstück erst mal Schneemann und Schneefrau bauen, selbstverständlich mit mehreren Schneeballschlachten.


Gespielt wurde eigentlich von Morgens bis Abends, meist in größeren Gruppen, zum aufwärmen erst mal Activity, sich zum Clown machen, dann meine bisher größte Runden Spyfall und das Psychologenspiel, Secret Hitler, Anno Domini, Malefitz, Rummy, ich konnte nicht alles filmen, irgendwie waren die Tage, obwohl wir nur spielten, kochten und aßen, recht kurz. Die Duschen waren im übrigen geiler als sie aussahen, ich hab noch nie unter drei Duschköpfen GLEICHZEITIG aus drei Richtungen angestrahlt geduscht! Das war nun das erste Haus das ich angetestet habe, dort würde ich für den Spotpreis jederzeit wieder hinfahren. Im Sommer gibts da mehrere überdachte Terrassen, und einen großen Garten mit Grill.

Ich werde weitere Häuser bespielen!
Wer hätte grundsätzlich Interesse mal bei sowas mitzufahren?

http://www.jugendgaestehaus-marienhof.de/documents/raum.htm





Yeah!
Freie Termine angefragt!

https://www.gruppenhaus.de
https://www.gruppenunterkuenfte



Bis 7.Januar zu unserer Neujahrsfeier, bleibt das Kölner Spielcafe noch zu, aber ab und an seh ich da doch die eine oder andere Funzel brennen und man erkennt das eine oder andere bekannte Gesicht...
Dicker, so ein raffinierter Hut! 
Stephan Willis und Leif Langsdorf wir hatten auch Möpse am Set! 


Polis ist ein Brett- und Strategiespiel des amerikanischen Spieleautors Fran Diaz. Das Spiel für genau zwei Personen ab Zwölf Jahren. Polis wurde im Jahr 2010 ursprünglich in einer Versionen zum selbst ausdrucken angeboten, ab 2012 in einer professionellen Version zuerst in englisch und spanisch, später auch in deutsch, von den Verlagen Asylum Games, Mercury Games und Pegasus Spiele herausgebracht.

Das Spiel handelt von den Poleis, den griechischen Stadtstaaten, 5. Jahrhundert vor Christus, in der die beiden größten griechischen Poleis, Athen und Sparta, in den Peloponnesischen Kriegen um die Vorherrschaft kämpften. Im Spiel spielt einer Seite Athens, der andere Spartas um Handel, Ressourcen, Expansion durch militärische Stärke oder durch Diplomatie, vor allem aber um Prestige.
Ich hatte Polis nur gekauft, weil Chris sein ganzes von Anna bewilligtest Budget in allerlei Kram von Firefly und Eclipse verballert hatte, und er Polis lt. seiner Regierung nicht kaufen durfte. Aber Polis scheint für die 9 Euro nicht nur ein Schnäppchen, sondern eine kleine Perle zu sein. Sogar "BastiLama SpieLama ist mehr als nur euphorisch. :-)

Die beiden Spieler bekommen je eine Fraktion zugelost, jeder erhält zum Start drei Poleis, inkl. Bürger, Hopliten, Galeeren, Handelsschiffe und Ressourcen, Wein, Oliven, Holz, Eisen, Silber und Prestigepunkte. Gespielt wird abwechselnd, auf einem Spielplan welcher Griechenland zeigt. Zu Beginn einer Runde kommt es immer zu einem Ereignis welches einzeln pro Fraktion ausgespielt wird. Die Spieler besitzen jeweils drei Städte, und müssen weitere Städte, entweder durch Eroberung oder durch Diplomatie, in Ihren Verbund bringen, Ressourcen in den Regionen sammeln und mit diesen Handel treiben. Um so mehr Städte, Bürger, und fertiggestellte Projekte, um so mehr Prestige erhält man.

Jeder Spieler spielt zwei Aktionen nacheinander, aus einer Auswahl von 12 Aktionen, muss aber zwei unterschiedliche Aktionen in seinem Zug machen, oder mit einer seiner Aktionen passen. Passen beide Spieler, ist eine von 4 Runden beendet.
Das Spiel endet vorzeitig, sobald ein Spieler am Ende einer Runde kein Prestige mehr besitzt, oder seine Hauptstadt nicht mehr ernähren kann. Nach der vierten Runde endet das Spiel regulär. Der Spieler mit den meisten Prestigepunkten gewinnt.
Die Regeln nicht zu komplex, das Spielmaterial aus stabiler Pappe und Holz, das Artwork ist gut, es hat einige gute Mechaniken, Ressourcenmanagement, einen dynamischen Markt, es gibt einen W4 Würfel, aber man kann sich aussuchen welches Risiko man eingeht, muss oft gar nicht erst würfeln, die Kampfkarten kann man auch so geschickt ausspielen, das man zumindest nicht verliert, man hat keine Sekunde Langeweile, es gibt nahezu keine Downtimes. Beide Seiten spielen sich unterschiedlich, es gibt Ereignisse und Projekte, die jede Partie anders machen. Kurz... wie finde ich es?

Ich könnt es sofort nochmal spielen, und dieses Gefühl hab ich nach 4,5 Stunden spielen nur sehr selten bei einem Spiel. Eine Perle in meinem Regal. Nach anfänglicher Skepsis ob das Ersteindruck überhaupt mit der Spielmechanik und den Spielspaß mithalten kann, wurden meine hohen Erwartungen an das Spiel sogar noch übertroffen. Es ist zwar komplex aber nicht kompliziert. Es wirkt auf mich perfekt ausbalanciert.

Das Bewegunsgsystem ist toll... die Kombination aus Ressourcenmanagment, Aufbau und Kriegsspiel ist gut und der Übergang ist fließend. Auch das
kleine Kampfkartenspiel ist überragend und nicht so zufällig als es auf den ersten Blick scheint. Insgesamt liegt ein derart gutes 2 Spieler Spiel vor was im Grunde so perfekt ist, dass man kaum glauben mag, dass es das Erstlingswerk des Verlags ist und erst das zweite des Autors ist.
Polis ist ein anspruchsvolles, reizvolles, ausgewogenes thematisch stimmiges Spiel. Es ist trotz Eroberung und einem Kampfsystem kein typisches Kriegsspiel, sondern mit den Elementen von Bevölkerungs- und Kulturaufbau, Bewegung auf einer Landkarte, und Handel, ein strategisches und taktisches Meisterwerk. Für Abwechslung ist durch die unterschiedlichen Projekte, als auch die Ereignisskarten, und auch die verschiedenen Szenarios gesorgt.
Bevor ich nun genauso megagigaüberschwenglich werde wie der Spielelama-Ben, schließe mich der Bewertung der Spieler hier an:
"Hut ab!!! Ich hatte mir das Spiel gekauft, und dabei hatte ich das Glück, eine von nur 100 verfügbaren deutschsprachigen Anleitungen zu erhalten. Aber das Spiel ist der Wahnsinn!

Nur für zwei Spieler konzeptioniert schließt es die Lücke, die zwischen CIVILIZATION (Francis Tresham) und anderen Entwicklungsspielen vorhanden war. Das hat POLIS hat es mit Bravour gemeistert. Also für mich definitiv eines der besten 2-Spieler-Spiele der letzten Jahre...


Nach anfänglicher Skepsis ob das Ersteindruck überhaupt mit der Spielmechanik und den Spielspaß mithalten kann, wurden meine hohen Erwartungen an das Spiel sogar noch übertroffen.

Das beste 2-Personenspiel, dass ich bisher gespielt habe. Tolles Zivilisationsspiel, welches sehr abwechslungsreich und herausfordernd ist. Ein überaus interessantes, cleveres, anspruchsvolles, reizvolles, schönes, ausgewogenes, strategisches und taktisches Meisterwerk mit Suchtpotenzial!

Für mich ein echter Strategiehammer für 2 Spieler (mit hoher Einstiegshürde) • Viele Entscheidungsmöglichkeiten, aber nur 2 Siegpunktquellen, die für den Gegner klar sichtbar sind.

• Ein echter Brainer
• Thematisch sehr stimmig
• Elemente von Bevölkerungs- und Kulturaufbau

Bewegung auf einer Landkarte
Handel Kampf

Spieldauer beim ersten Spiel geht klar gegen 4 Stunden. Ich jedenfalls bin immer wieder gerne dabei!


+++

Am 1. Februar 2017 wollt ich mit Thomas Heinz Bach nen ruhigen Abend machen und wir wollten das 2er Spiel Polis spielen. Wurde aber nichts draus, da kurz nach dem Aufbau unerwartet noch zwei weitere Spieler und Rinnen in meine Küche dazu kamen. Nun 10,5 Monate später klammheimlich nochmal getroffen und die versprochene Runde Polis, nicht mehr ganz regelfest, nachgeholt.
Ich finds immer noch eines der besten Zweispieler Strategiespiele, welches viel zu selten auf den Tisch kommt. Thomas fand es einen Hauch dööfer als ich, er hatte bei 19:13 aufgegeben, so sind se halt, kennt man ja, die wimmernden Spartaner! Die ersten 300 waren ok, Thommes war wohl der 301te. Thommes wollte kämpfen, ich als Athener hab, anders als die Geschichte lehrt, mit Handel und Diplomatie gewonnen!
Das Spiel hat im übrigen mehrere Szenarios, und das langweiligste ist das was wir bisher immer spielten, dies dient nur dazu die Regeln zu verstehen.
+++
Diesmal war ich fleissig und hab ein Youtube Video, einen Wikipediaartikel, eine Rezension auf www.BrettspieleN.Koeln, als auch eine Übersetzung zu einer Regelerweiterung direkt vom Spielautor erstellt:  https://de.wikipedia.org/wiki/Polis_(Brettspiel)
Rezensionen:

5,9 von 6.0 Punkte, hat man selten für ein verramschtes Spiel.https://www.hall9000.de/html/spiel/polis_fight_for_the_hegemony
https://www.spielkult.de/polis.htm
https://www.brettspiele-report.de/polis/


Kostenfrei spielbare digitale Version auf Yucata.de
https://www.yucata.de/de/Invite/Polis?numplayers=0

Regelerklärungen mit dem begeistersten Fazit das ich kenne. :-)
https://www.youtube.com/watch?v=2UmvELx67GQ
https://vimeo.com/51390841
https://www.youtube.com/watch?v=ZfI5qNguQSo


Facebookthreads
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1406681356121123/https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/937864356336161/
+++

Vom Spielautor gibts eine Variante der Belagerung, welche ohne das Glück/Pech der Würfel auskommt,

"
Die belagerten Polis müssen neutral sein oder dem Gegner gehören. Ein Spieler kann eine neutrale Polis nicht belagern, wenn sie bereits vom Gegner belagert wird. Der Spieler muss so viele (oder mehr) Hopliten auf dem Territorium der Polis haben, wie sein Festungswert, um ihn zu belagern. Es ist nicht notwendig, das Territorium zu kontrollieren. Wenn ein Spieler bereits gepasst hat, darf der andere (verbleibende) Spieler während der restlichen Runde keine neue Belagerung beginnen. Es ist ihm jedoch erlaubt, seine eigenen laufenden Belagerungen fortzusetzen (siehe unten). 

Wenn es in einem Gebiet zwei Poleis gibt, können beide jederzeit während des Spiels belagert werden, auch wenn der andere bereits belagert ist. Dies kann zu zwei unterschiedlichen Situationen führen:
1. Zwei Spieler belagern eine andere Polis im selben Gebiet.
Das ist möglich, aber wenn die Gesamtzahl der Hopliten das Maximum (8) überschreitet, führt das zu einer Schlacht (wie üblich). Als Folge kann eine Belagerung scheitern (siehe unten), und alle Bemühungen wären vergeblich gewesen. Es ist ein riskantes Unterfangen, also nutzen Sie es nur, wenn sich die Belohnung lohnt.
2. Ein Spieler belagert beide Poleis desselben Territoriums.
Dies geschieht durch die Verwendung DER GLEICHEN Hopliten, die im Territorium stationiert sind. Beispiel: Wenn Sie 4 Hopliten in Sikelia haben, können Sie sie benutzen, um sowohl Syrakousai als auch Gela zu belagern. Es handelt sich jedoch um zwei getrennte Belagerungen. Sie müssen beide Belagerungen separat starten und auch beide Belagerungen separat vorantreiben.

Legen Sie als Aktion  eine "Belagerungsscheibe" (eine Scheibe Ihrer Farbe) neben die Polis auf dem Brett. Wenn es sich um die erste solche Scheibe handelt, wird die Belagerung eingeleitet. Wenn sich neben der Polis bereits eine Scheibe Ihrer Farbe befindet, legen Sie eine weitere auf die Polis (d.h. Sie schieben die Belagerung vor). 
Sie müssen Prestige nicht bezahlen, um eine Belagerung zu initiieren oder voranzutreiben!

Wenn nach dem Einlegen einer Scheibe so viele "Belagerungsscheiben" gestapelt sind, wie der Wert der Befestigung der Polis, ist die Belagerung erfolgreich. Der Spieler muss nun 1 Prestige-Punkt (nicht an den anderen Spieler) zahlen und übernimmt die Polis mit seiner aktuellen (wenn sie zum Feind gehörte) oder Basisbevölkerung (wenn sie neutral war). 

Zusätzlich kann er sich dafür entscheiden, eine seiner belagerten Hopliten in der Polis zu platzieren - die so genannte "Garnisonsaufstellung". Dies ist nur mit Poleis möglich, die weniger Einwohner haben als ihre Grundgesamtheit.

Schließlich erhält der Spieler so viel Prestige wie der Wert der von ihm belagerten Polis, entfernt alle "Belagerungsscheiben" und legt wie üblich eine Scheibe auf die Polis auf dem Brett (ggf. die gegnerische Scheibe ersetzen).

Wenn der Spieler, der eine Polis belagert, nicht genügend Hopliten im verwandten Territorium hat (aufgrund einer Bewegung oder nach einem Kampf), um mit der Belagerung fortzufahren, muss er alle "Belagerungsscheiben" entfernen, die bereits neben der Polis gestapelt sind.

Am Ende einer Spielrunde werden alle "Belagerungsscheiben" beider Spieler (d.h. diejenigen, die nicht zu einer erfolgreichen Invasion der Polis geführt haben) vom Brett entfernt.

Zooloretto Exotic Addon

Zooloretto selbst ist ein sehr familientaugliches Spiel, da die Regeln nicht zu komplex und das Thema ungewöhnlich und nett ist. Vor nicht all zu langer Zeit hab ich das mal mit Sparbuch, Eingewöhnungsgehege, Streichelzoo und den Mini-Erweiterungen Langer Hans, Eisbär und Tapir mit Rosalie (6), Julia und Sascha gespielt. Das ging super und hat auch Spaß gemacht.

Jetzt kamen zur SPIEL Löwen und Kaninchen, sowie das Weihnachtsgeschenk dazu und bei Thalia gabs auf Addons nochmal Rabatt und da war dann Exotic dabei.

Einfach alles mit dazu (und zwei anderen Tiere statt der Löwen und Kaninchen raus) und losgespielt...funktioniert immer noch tadellos selbst für Rosalie. Die ganzen Addons bringen immer nur super wenige Regeln mit und so bleibt eigentlich alles überschaubar. Für die exotischen Tiere gibts nen neuen Bereich mit neuen Regeln, dazu kommen noch Besucher die durch den Park schlendern. Fügt sich prima ins Spiel ein, macht es aber noch ein bißchen interessanter.

Alles weiterhin 7/10


Kling Klang Klunker

Mit ner Spitzhacke Edelsteine aus nem Turm schlagen, dabei besonders vorsichtig sein, dass nix umfällt. Nettes kleines Geschicklichkeitsspiel ala Jenga mit enthaltenem Nachteil für Erwachsene wenn sie gegen Kinder spielen.

Gut für ne Runde mit Kindern, könnte vllt. auch als Trinspiel taugen 6/10


7 Wonder Cities Addon

Mit Stephan und Gaara auf Wunsch was einsteigerfreundliches rausgeholt...7 Wonders geht immer. Und ich hab ja jetzt Cities, Leaders und Babel neu. Kurz mal geschaut...Leaders und Babel bringen ne Menge neuen Kram...machen wirs einfach, lassen wir das erstmal weg. Nur Cities mit reingepackt und gemerkt, dass die paar Karten mehr doch ne Menge ändern was die Strategien angeht, das Spiel aber nicht wirklich komplexer machen.

Wie bei Zooloretto Exotic fügt sich das Addon nahtlos in das Grundspiel mit ein, weiterhin 8/10


Berge des Wahnsinns

Kooperativ versucht man einen Berg hochzukommen, ein paar Hinweise zu finden und anschließend zu entkommen. Bei jeder Bewegung muss man ne Prüfung machen wo verdeckt Karten auf einen Stapel gespielt werden, die eins von vier Symbolen und Zahlen von 1-6 haben um auf bestimmte Werte oder Wertbereiche pro Symbol zu kommen (z.B. 8-10 Werkzeuge und 11 oder mehr Waffen).

Erschwert wird das im Laufe der Zeit dadurch, dass alle "wahnsinnig" werden sprich Wahnsinn-Karten ziehen wo dann eine Anweisung draufsteht die es zu befolgen gilt wie z.B. "nenne keine konkreten Zahlen mehr", "dreh dich vom Spielgeschehehn weg", "lass dir alles nochmal bestätigen", etc.

Puh, überhaupt nicht mein Spiel. Der Grundmechanismus ist ungefähr so spannend wie 5-Minute Dungeon ohne Hektik und die Wahnsinn-Karten nerven mich persönlich einfach nur. Bei Spielen wie Villen des Wahnsinns 2. Edition sind sie eine thematische Erweiterung zu einem ohnehin guten Spiel, hier machen sie eine öde Spielmechanik einfach nur noch frustrierend.

Auf dem Spielbrett und auf den Papp-Plättchen sind dann auch noch die Farben gerne mal vertauscht, was die ohnehin schwierige Kommunikation dann nochmal torpediert. Und man sieht vorher nicht, was für Proben man schaffen muss, steuert also auch gerne mal in etwas, wo keiner von Karten hat.

Ich mag frustrierende Spiele nicht, ich bin bei kooperativen Spielen sehr vorsichtig und von der Spielmechanik her find ich es einfach nur öde: 4/10


Great Western Trail

Eigentlich hatten wir uns zu Battlestar Galactica verabredet, da aber kurzfristig zwei abgesprungen sind, waren wir nur 4 und dann sind wir doch umgeschwenkt. Ich hatte noch Konzil der Vier und Helios dabei, Thomas wollte aber lieber zuerst GWT spielen. Das hab ich in letzter Zeit schon mehrfach gespielt und so richtig gerockt hat es nie, aber von mir aus.

...nope, schlechte Idee. Es wurde viel überlegt, aufgrund von Kartenpech am Anfang hab ich mal ne andere Strategie ausprobieren wollen...funktionierte alles irgendwie nicht. Nach 3 1/2 Stunden (plus Aufbau und Regeln erklären) wars dann endlich vorbei und die Standard-Strategie (Deck ausdünnen, tolle Kühe und auf nach SF) hat haushoch gewonnen. Und als Regelerklärer, der bisher noch nie die Anleitung in der Hand hatte, hab ich mal gemerkt, wie beschissen die Anleitung ist. Hat man eine Regelfrage, sucht man sich erstmal dumm und dusselig bevor man was gefunden hat.

In letzter Zeit wurden die Runden schlechter und schlechter...ich bin kurz davor es abzuwerten: 7/10

Ich schau mir die erste Folge von der mir reichlich empfohlenen TV-Serie "Stranger Things" an, nach der 7ten Sekunde hab ich schon keinen Bock mehr... genau nicht mein Thema. Ich zwinge mich weiter zu schauen.
In der nächsten Szene spielen 4 Kids im Keller irgendwas brettspielmäßiges, ich höre nur "Demogorgon" google und finde Dungeons & Dragons. 
Brettspiele sind bis zu meinem 46 Lebensjahr völlig an mir vor bei gegangen, ich hin in meiner Kindheit noch auf Bäumen, dann am Atari 2600, C64, Amiga, LAN Sessions, bis zum 40ten. So eine Kindheit mit all den Spieleklassiken hätt ich auch gern gehabt, musste mich aber durch die digitale Welt spielen. 
https://www.facebook.com/groups/RetroGamingKoeln/

Nun fast ein halbes Jahrhundert alt hole ich das nach. Das ganzes Wochenende offline, ne Ikeatasche mit Brettspielen und mit 21 Leuten in einem 60 Betten Haus eingeschneit...

Kostete 10 Euro pro Nacht, gesamt nur 400 Euro, reichlich Räume über 3 Stockwerke, Gemeinschaftsräume doppelt so groß wie meine Wohnung, genug Tische und Stühle zum spielen, aber auch um sich mal aus dem Weg zu gehen. Kicker und Tischtennis im Haus, ruhiger Garten mit Grill vorhanden.

Das war mein erster Test nach einem passenden Haus für uns. 




http://strangerthings.wikia.com/wiki/The_Demogorgon

21. April 2017
Besuch von Spielautor Daniel Frese
Daniel brachte wie versprochen sein Spiel mit und wir spielten nach kurzer Einführung das Basisspiel. Auf der Rückseite des Spielplan ist noch eine größere Spielfläche. Daniel war so gut mir/uns/euch kostenfrei ein Rezensionsexemplar zu überlassen, und das Spiel hat mich sofort angefixt.
Daniel stellte sein Spiel vor mit "Kennste Master of Orion?", klaro wer kennt das nicht. Die Mutter aller 4X Spiele, und Intervention sei seine Interpretation davon. Ist es auch, und es erinnert mich etwas an eines meiner Lieblingsspiele "Startrek Fleet Captains", nur das dieses sündhaft teuer ist, sehr textlastig und und nur in english zu haben ist. Daniels Spiel kommt aber nahezu ohne Sprache aus, wenn man vom Flavortext auf den Ereignis und Forschungskarten mal absieht.
Die Spielvorführung verlief dann für mich dann auch eher in einem Interview, in dem Daniel mir für mein Kreuzverhör bereitwillig, so neben seinen Erklärungen und eigenem Spiel, alles beantwortete.
Wie viele haste davon produzieren lassen?
Wie hoch waren die Kosten?
Wie haste das finanziert?
Wie viele haste schon verkauft?
Wie viele haste noch?
Wie lange dauerte die Entwicklung?
Wer hat es illustriert?
Waren die Neodynmagnete und die magnetische Spielmatte nicht viel zu teuer?
Gibts die lackierten Neodynmagnete schon fertig so?
Gibts das auch in englisch für den internationalen Markt?
Wird das gekickstartet?
Wie sind deine Erfahrungen mit den Abzockern in der Spielebranche?
Gibts ne Erweiterung?
Gibts noch weitere Spiele?
Ich konnte ihm Löcher in den Bauch fragen, er beantwortete gelassen alles und zeigte mir noch seine per Hand gemachten Prototypen der Erweiterung und erklärte mir auch dazu die Regeln.
Nebenbei erzählte Daniel uns noch etwas zu den Grafiken des Spiels, das dies nämlich keine Illustrationen sind, sondern ECHTE Bilder aus dem All, und wie der an die Lizenzen gekommen ist diese nutzen zu dürfen, und auch noch einen Easteregg, der Nasa, oder Esa, oder.... ich weiß es nicht mehr. 
Ich konnte mich gerade noch so beherschen seine Prototypen der Erweiterung zu fotografieren, obwohl es mich nach den ersten paar Zügen des Spieles schon nach der Erweiterung giert.
Lt. Aussage von Daniel verwandelt die geplante Erweiterung das Spiel von familientauglichen "Gesellschaftsspiel" zu einem sehr viel taktischeren Spiel, weil die Bewegungen u.a. sehr viel planbarer sind.
Daniel Frese, wenn die Erweiterung gekickstartet wird, oder ich beim betatesten helfen darf, her damit! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen! 
Ich hab eben mal meine Raumschiffe mit transparenten Standfüßen auf die Raumschiffmarker gestellt. Die passen nicht nur, und sind dann sogar noch lesbar, mit Miniaturen sieht das schon mal noch nen ganzen Tacken geiler aus.
Auch wenn ich mit meiner Kriegerrasse einen Fehlstart hinlegte, ich werde das Spiel mögen! 
Fürs zeigen, Gespräch, Rezensionsexemplar, und das Promo herzlichen Danke, wenn ich das nächste mal in deiner Nähe bin klingle ich kurz an. 

Hier Daniels netter Kommentar und seine Sicht des Besuches:
"Daniel Frese Erstmal: Danke Michael Tabel, für diese sehr nette Zusammenfassung eines wirklich gelungenen Abends und die hoffentlich ehrlich verdienten Lorbeeren;).Facebook macht es einem zum Glück heutzutage leicht Kontakte zu knüpfen. Ich bin ein relativ "neues" Mitglied in der Brettspielszene, Michael hingegen ein alter Hase. Und so kam es, dass er mir in immer mehr Beiträgen positiv auffiel. Nicht unbedingt, weil ich stets seine Meinung teile, sondern vielmehr die Leidenschaft, mit der er seine Standpunkte darlegt und auch eloquent verteidigt. Und so addete ich ihn schließlich. Doch kommen wir einmal zur ganzen Wahrheit....Was bewog mich, am vergangenen eisigen Dienstag den weiten Weg Richtung Köln in Angriff zu nehmen? Und das auch noch zur "Feierabend Zeit"? Nicht nur Wind, Regen, Hagel sondern auch gefühlt halb NRW stellte sich mir auf diesem beschwerlichen Weg in genau eben jenem. 
Nach ein paar Wochen bekam ich mit, dass er nicht nur viel spielt und gerne seine Meinung verbreitet, nein er tut auch aktiv etwas für die Szene. Er organisiert jeden Dienstag (und ab und an auch Sonntags) eine Spielerunde in Köln. Klingt altbacken und Standard....ist es aber nicht. Vielmehr versucht Michael auch ihm unbekannten Menschen die Welt des Brettspielens nahe zu bringen, und das völlig uneigennützig."

Diese tolle Aktion, den freien Brettspieltreff, wollte ich unterstützen und bot ihm daher eines meiner Spiele an. Statt es unkommentiert anzunehmen oder ein kleines Danke aufzubringen lud er mich einfach mal ein, was ich gerne annahm....Und so kommen wir zurück zu dem Tag, wo aus einer 50 minütigen Fahrt eine 90 minütige wurde.....Köln ist für Nicht Kölner ja immer eine Erfahrung wert, und damit meine ich nicht nur den selbstmörderischen Verkehr. Das Cafe in dem Michael seine Spiele unters Volk bringt ist von außen komplett unscheinbar. Es handelt sich um einen Wikipedia Treffpunkt (wie cool ist sowas denn bitte?). Kurz geschluckt und eingetreten, und schon war man umringt von eifrig spielenden Menschen.Zwar wirkte ich anfangs etwas verloren, meine Verspätung führte immerhin dazu, dass alle Spiele schon liefen, aber ich fühlte mich dennoch sofort wohl in der Stimmung vor Ort. In den wenigsten Spielrunden kann man eine spontane 12er Partie zu Beginn beobachten, während nebenan noch mal! noch mal gespielt wurde;). Doch dann war meine Stunde gekommen, ich durfte mein Spiel auspacken (tolle Fotos nebenbei;), auch wenn die bunten Haare mir neu sind). Schnell waren sich drei Mitspieler inklusive Michael gefunden und der Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxie war eröffnet. Während um uns herum Imhotep und weitere Spiele tobten verstrich Minute um Minute. Meine Mitspieler waren eifrig dabei und erstaunlich schnell regelfest mit kleinen Fragen. Auch taktisch war ich sehr gefordert, und so ging mir das von Michael erwähnte Interview glatt durch, bis er es nun als solches enttarnte. Schuft!Kurz vor meinem wahrscheinlich mehr als brillanten Sieg räumte ich meinen Platz zu Gunsten weiterer Interessenten und rotierte schließlich wieder in das Spiel herein, nachdem ein anderer Spieler leider vorab gehen musste. Und so gleich brannte an den Grenzen meines neuen Imperiums die Gefahr auf, als die eigentlich friedlichen Händler meine Verteidigung hinweg fegten und in meinen Raum eindrangen. Schließlich blieb mir nur noch meine neue Heimatwelt, belagert von Schiffen ohne Ende, als vom anderen Ende der Galaxie doch schließlich die Spielerin gewann, die mein ursprüngliches Volk übernahm. Klar, die letzte Raumschlacht über meiner Welt musste noch außerhalb der Wertung gespielt werden und hätte nach einem taktischen Sieg meiner Streitkräfte wohl eine kurze Verschnaufpause bedeutet, doch gegen die Vorherrschaft der Periden Konförderation brachte es mir schließlich ja nichts mehr.
Fazit ist: ein tolles Cafe, ein unterstützungs- würdiges Konzept, ein super netter und aufgeschlossener Gastgeber, eine Menge leidenschaftlicher Spieler mit einem hohen Bereitschaftsgrad für das Ausprobieren von neuen Spielen und ein wirklich erfahrungsreicher Abend. Danke@Köln, wie stets immer eine Reise wert.Und merke liebe Leute: Auch wenn man etwas weiter wohnt, der Weg zum Micha sich stets lohnt!;) (Frei nach Terence Hill) 





PS: Daniel und ich hatten zwischenzeitlich immer mal Kontakt per Chat, uns aber leider mit der Betreuung unserer beiden eigenen Ständen auf der Spielmesse in Essen verpasst. Heute meldete er sich kurz, ob ich ihm bei seiner Webseite helfen könnte. Wir hatten ne Stunde gechattet, ich machte Vorschläge und er setzte sie prompt um. Daniel, wir müssen nochmal was zusammen machen!  :-)

Schaut sie euch an, kauft das Spiel... ich wünsch mir das die Erweiterung noch kommt, welche ich als Prototyp bereits gesehen hatte! Damit wird das familientauglichen Spiel noch sehr viel taktischer. Und ich mein ich hätte da noch etwas gesehen, von dem ich noch nichts erzählen darf. :-)

https://www.spielintervention.de/


#brettspielen.köln in der Dingfabrik
Marvin Voormann machte für uns einen Termin in der Dingfabrik, und Andreas HüttigSilke Beyenburg und ich wurden als Delegation eingeladen, wir wollten dort zuerst nur einen Lasercuter bestaunen.

Was wir allerdings vorfanden waren viele supernette Menschen, in einer nahezu perfekt für unsere Projekte ausgestattete Werkstatt, mit Lasercutter, Schreinerei, Schlosserei, 3D Druckern und Lackierecke!
Und Felix, der für uns eine Führung gemacht hat, hatte bereits mal mit einem eigenen Brettspieltisch begonnen!


Wir sind im Paradies gelandet für unsere künftigen , Brettspieltisch-, Brettspielentwicklung,- Projekte

Das wird was!

Wir halten euch auf dem laufenden!
http://dingfabrik.de/

2-5 Spieler, 30-45 Min  Ab 8 Jahre 
Century: Die Gewürzstraße ist ein Spiel um die Ernte, den Tausch und den Verkauf von Gewürzen. Kurkuma, Safran, Kardamom und Zimt. Diese bilden die würzige Grundlage des Spiels und werden dargeboten in netten Gewürzschälchen, die das Spiel direkt mitbringt.

Überhaupt fällt die liebevolle Gestaltung des Spiels beim Auspacken direkt positiv auf: farbige Holzwürfelchen als Gewürze, handliche Schälchen und große, stabile Karten mit wunderschönen orientalischen Motiven zum Gewürzhandel und dem Transport derselben mit Karawanen aus fernen Ländern. Für die grafische Umsetzung der Motive zuständig war die aus Chile stammende Künstlerin Fernanda Suárez (bekannt u.a. durch ihre Gestaltung von „Winter der Toten“ und „Ashes“), die an diesem Spiel während ihrer Zeit bei Plaid Hat arbeitete, die das Spiel eigentlich zusammen mit Nazca Games, dem Unternehmen des Autoren des Spiels Emerson Matsuuchi, veröffentlichen wollten - doch wie das Leben spielt: Plaid Hat wurde von Z-Man Games gekauft, Z-Man Games von Asmodee geschluckt, und übrig blieb die ehemalige Chefin von Z-.Man mit dem Spiel und einem neuen Kleinverlag in Kanada … aber genug Hintergrund ausgeplaudert, es wird Zeit zu spielen.

Das Spiel

Zu Beginn werden die Gewürzschälchen mit den verschiedenen Gewürzen gefüllt und aufsteigend von Kurkuma (gelb) über Safran (rot) und Kardamom (grün) bis Zimt (braun) aufgestellt. Die Händlerkarten und die Punktekarten kommen in die Tischmitte und von den Händlerkarten werden die ersten sechs, von den Punktekarten die ersten fünf Karten Karten in einer Reihe aufgedeckt. Oberhalb der zweiten Punktekarte werden die Silbermünzen abgelegt, die Goldmünzen kommen über die erste Punktekarte. Beide Kartenstapel werden als Nachziehstapel jeweils hinter die letzte aufgedeckte Karte abgelegt. Jeder Spieler bekommt eine Karawanenkarte sowie zwei Startkarten, abhängig von der Spielreihenfolge erhalten alle Spieler zudem einen Startbestand an Gewürzen. Im Spiel spielen die Mitspieler reihum im Uhrzeigersinn beginnend mit einem Startspieler, der auf der Karawanenkarte ausgewiesen ist. Die Spieler können dabei pro Zug alternativ eine Handkarte ausspielen und die darauf abgebildete Aktion durchführen, eine Händlerkarte erwerben, Rasten bzw. Aussetzen, um alle bereits gespielten Karten wieder auf die Hand zu nehmen oder durch das Einlösen von Gewürzen eine Punktekarte nehmen.

Die Handkarten werden durch die beiden Startkarten und zusätzlich erworbene Händlerkarten gebildet. Diese ermöglichen verschiedene Aktionen, die durch Symbole auf den Karten angezeigt werden. Durch Gewürzkarten, auf denen jeweils Gewürze in einer oder mehreren Farben abgebildet sind, können Gewürze entsprechend der angegebenen Würfel genommen und auf der Karawanenkarte platziert werden. Umwandlungskarten, erkennbar an den farblosen Würfeln und dem nach oben gerichteten Pfeil, ermöglichen es, eine vorgegebene Anzahl von Gewürzen aufzuwerten. Durch Tauschkarten, auf denen farbige Würfel mit einem dazwischenliegenden Pfeil abgebildet sind, können Gewürze entsprechend den Vorgaben umgetauscht werden. Um eine Händlerkarte aus der offenen Auslage zu bekommen, muss diese gekauft werden. Dabei ist ihre Position in der Auslage von Bedeutung: Auf jede Karte vor der gewünschten Karte muss der Spieler zum Kauf eines seiner Gewürze ablegen. Ein Spieler, der die erste Karte nehmen möchte, bezahlt dafür nichts und kann sich evtl. darauf liegende Gewürze nehmen. Die durch den Kauf entstandene Lücke wird durch das Aufschieben der folgenden Karten geschlossen und am Ende wird eine neue Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt.

Punktekarten können erworben werden, wenn ein Spieler die auf der Karte angebene Anzahl Gewürze bezahlt. Dieser kann sich dann die Karte nehmen und, wenn es eine der beiden ersten Karten ist, auch noch jeweils eine der darüber liegenden Münzen. Ist der Goldmünzenstapel auf der ersten Karte aufgebraucht, werden die Silbermünzen dorthin weitergeschoben. Die entstandene Lücke wird durch das Aufschieben der folgenden Karten geschlossen und am Ende wird auch hier eine neue Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt.
Das Spiel endet nach der Runde, in der ein Spieler seine fünfte Punktekarte bzw. bei zwei oder drei Spielern seine sechste Punktekarte genommen hat. Danach zählt jeder Spieler seine Punkte von den Punktekarten zusammen und addiert für jede Silbermünze und für jedes noch auf der Karawane befindliche Gewürz mit Ausnahme von Kurkuma jeweils einen und für jede Goldmünze drei Punkte hinzu. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt, bei einem Gleichstand gewinnt derjenige unter den Höchstplatzierten, der zuletzt dran war.

Wertung

Century kam bereits in unserer ersten Spielrunde am heimischen Familientisch sehr gut an und wurde dort von meinem 13-jährigen Sohn und meiner 10-jährigen Tochter sehr gern gespielt. Da die Kleine gewonnen hat, gab es offensichtlich keinen Altersvorteil für mich und den Großen. Einen Tag später kam das Spiel als Absacker meiner Pandemic: Legacy-Runde auf den Tisch und musste sich der Prüfung durch die ersten Hardcore-Spieler stellen - auch hier mit Bravour gemeistert. Seitdem ist das Spiel regelmässig dabei, wenn es zum Spieledienstag nach Ehrenfeld oder zu andreen Runden geht - und erfreut sich ständiger Beliebtheit.

Immer wieder wird die Qualität und das Design des Spielmaterials gelobt, dazu die sehr einfachen Regeln und die simple Spielmechanik, die jedoch genug Platz für strategische Überlegungen lässt. Karte kaufen, Karte spielen, Aussetzen … werden meine Gegner eventuell schneller fertig als ich, arbeiten wir eventuell auf den gleichen Kauf hinaus? Ja, passt und gefällt, vor allem zum Start oder zum auslaufenden Abend. Einziger Kritikpunkt bisher: Ab einem bestimmten Punkt im Spiel kauft kaum noch jemand Händlerkarten nach, da irgendwie nicht mehr die kommen, die man haben will. Bei 10 möglichen Punkten liege ich hier bei einer soliden 7,5.

P.S.: Übereinstimmungen der Spielbeschreibung mit dem Text in der Wikipedia sind nicht zufällig - der Autor diese Zeilen hat auch den dortigen Artikel verfasst.

Zauberstäbe werden gezückt...
Das letzte Jahr an der Horriblen Hochschule für handfeste Hexerei ist fast vorbei und es wird Zeit für Abschlussexamen. Airbus Schrumpelohr steht hinter dem Schreibtisch und schaut mit wachem Auge über unsere Schultische.


Titel:          Potion Explosion
Verlag:       Heidelberger Spieleverlag
Kategorie: Familie
Spieler:      2 - 4
Dauer:       30 - 45 Minuten

Alter:         8 +


Man sieht und liest direkt die Anspielungen auf den wohl bekanntesten Zauberlehrling unserer Zeit.
Diesem eifern wir bei dem Spiel nach und sind in unserem letzten Jahr an der Zauberschule. Wir sitzen in unserem Klassenraum an unseren Tischen und brauhen dort verschiedene Zaubertränke.

Wir finden das beiligende Material des Spiels  sehr schön und hochwertig. Am Anfang ist es ein wenig fummelig den Zutatenspender auf zu bauen, dass sollte eher ein Erwachsener übernehmen. Die beiligenden Murmeln stellen die Trankzutaten dar und die Tränke selbst, sowie die Arbeitstische sind aus etwas dickerer Pappe. Weiter liegen noch Plätchen dabei die Orden darstellen.

Man stellt den Zutatenspender in die Mitte des Tisches, sodas jeder gut dran kommt. Diesen befüllt man mit den "80 Murmeln". Jeder Mitspieler bekommt einen Arbeitstisch und man mischt die Tränke. Diese legt man in vier oder fünf kleine Stapel neben den Spender.
Je nach Spieleranzahl legt man noch eine bestimmte Menge an Zauberorden dazu und der Aufbau ist abgeschlossen.

Jeder Spieler legt zwei Tränke auf seinen Arbeitstisch. Diese sind in verschiedenen Farben aufgeteilt. Für die Farben zu füllen, benötigt man die gleichfarbige Murmel aus dem Spender. In seinem Zug darf man sich eine Zutat aus dem Spender nehmen und diese auf einen seiner Tränke legen.
Prallen zwei gleichfarbige Zutaten nach dem Herausnehmen aufeinander, ensteht eine Explosion im Spender. In diesem Fall darf man die Kugeln, die bei der Explosion beteiligt waren ebenfalls auf die Hand nehmen. Daher ist es wichtig darauf zu achten wo man bestenfalls die meisten Kugeln in einem Zug erhält. Hat man ganz viel Glück, dann kann man so schon mal eine ganze Reihe Zutaten abräumen.

Hat man alle Kugeln auf den Tränken verteilt, hat man noch einen kleinen Glaskolben in dem man 3 Stück aufbewahren kann, die noch nicht auf die Tränke passen. Alle übrigen wirft man zurück in den Spender und der nächste Spieler ist an der Reihe und zieht eine Zutat aus dem Spender, handelt die enstehenden Explosionen ab und füllt seine Tränke.

Ist ein Trank mit allen Zutaten gefüllt, räumt man die Zutaten wieder in den Spender und darf den Trank umdrehen und neben seinen Arbeitstisch legen. Jeder fertig gebraute Trank bringt dem Spieler Siegpunkte, eine Sonderaktion und erhöht die Chance auf einen Orden, der ebenfalls Siegpunkte einbringt.



Wir würden uns freuen, wenn ihr euch unser kures Video auf Youtube anschaut und eure Meinung drunter schreibt. Emi und ich haben ein kurzes Let´s Play aufgenommen.



Fazit: 85/100 Punkte
Emi ( 12 ) und ich ( 33 ) spielen das Spiel sehr gerne. Es ist gerade für Kinder eine sehr schöne Hintergrundgeschichte dabei und es ist alles sehr lustig geschrieben. Auch die Qualität des Materials ist sehr gut. Die beiligenden Murmeln und die Tränke sind Top. Das zusammenbauen des Zutatenspenders ist was fummelig und kann auch mal auseinander gehen, wenn man ihn wieder aus der Schachtel holt. Wir nehmen die Kugeln jedes mal wieder raus und füllen sie in eine Tüte, dann ist es nicht ganz so schlimm wenn sich mal was lösen sollte. Beim Spielen selbst hält er aber ohne Probleme. Das Regelheft besteht aus ein paar Seiten Aufbauanleitung und ein paar leichten Regeln.
Das Spiel ist schnell erklärt und auch für die Kleinsten leicht zugänglich. Ein Spiel für jedes Alter und hier hat auch jeder eine Chance zu gewinnen. Denn auch die Kleinsten erkennen die Explosionen die entstehen können und mit Hilfe der Tränke kann man sich auch mal eine Explosion im Spender zusammen basteln.