Posts mit dem Label Gastautor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gastautor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Von Andreas "DasHü" Sprickmann


Hyperborea (2014)
Ein Bag-Builder, bei dem die Schachtel und das Brett nach dem totalen Krieg aussieht, ist es aber gar nicht. Eher wie Scythe und Brazil Imperial mit ein bisschen Krieg am Rande. Bunte Würfel werden zu unterschiedlichsten Aktionen kombiniert um am Ende durch Area Control, Entwicklung und mehr bunte Würfel die meisten Punkte hat. Bis 6 Spieler mit unterschiedlichen Fraktionen, man kommt schnell rein und kann auch recht schnell runtergespielt werden. 8/10

Hyperborea: Light&Shadow (2016)
Das Addon bringt Jokerwürfel und Würfel für mehr Würfel, sowie Relikte, neue Fraktionsfähigkeiten und neue Siegbedingungen. Das Spiel funktioniert auch ohne das Addon, ich möchte es aber nicht mehr missen und es ist schnell erklärt und integriert. 8/10

Dragonsgate College (2017)
Würfel Drafting Spiel bei dem man die Hausleiter einer magischen Akademie spielt. Studenten und Professoren müssen angeworben werden, der Akademiedungeon gemeistert und Studenten erfolgreich ihren Abschluss machen. Kurzweilig und überhaupt nicht an Hogwarts angelehnt (;D) aber braucht überraschend viel Platz auf dem Tisch und ist dann doch etwas flach für die Menge an Kram den man machen kann. 6/10

Nemesis (2018)
Charaktere wachen auf einem von Aliens infiltrierten Raumschiff auf und müssen jetzt schauen, ob noch alles in Ordnung ist, um lebendig auf der Erde anzukommen, bevor es wieder in den Hyperschlaf geht. Extrem nah an den Alien Film angelehnt, ohne die Lizenz zu besitzen. Quasi kooperativ, bockeschwer aber es erzeugt einfach tolle Spielmomente die einem lange im Gedächtnis bleiben. 7/10

Qwantum (2018)
Ein Roll-and-Write bei dem man durch interessante Mechanismen Glück und Gier gegeneinander abwägen muss um mit bunten Würfeln möglichst hohe “zweitniedrigste Werte in einer Spalte” zu erreichen.Hat länger gedauert als es am Anfang den Anschein machte, war aber die ganze Zeit über kurzweilig und spannend bis zum Schluss. 7/10

Fairy Land (2012)
Nettes Kartenspiel bei dem man dem zurückkehrenden Elfenkönig versucht einen möglichst tollen Empfang zu bereiten. Interessante Mechanik mit Aktionswerten auf den Karten die man auf der Hand hat und man muss auskommen mit was man hat. Wenn man das öfter spielt, wirds vermutlich sehr strategisch: 8/10

Wildlands (2018)
Miniaturenscharmützel mit interessantem Karten-Aktivierungssystem und sehr unterschiedlichen Charakteren. Hat mich sehr an Arcadia Quest erinnert, ist aber ein bißchen schneller/kürzer. Gute Optik und Produktionsqualität, wobei man an der Unterscheidbarkeit der Charaktere noch arbeiten könnte. Hat Spaß gemacht: 8/10

Underwater Cities (2018)
Sehr cooles Worker Placement Spiel mit Mechaniken die gut ineinandergreifen, tollem Artwork und einem frischen Thema. Die Produktionsqualität dagegen ist wie bei Terraforming Mars: Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht 😕 Trotzdem ein absoluter Brainburner so wie ich sie mag: 9/10



Ein Spielbericht von David Haupt
wohin wird sich unser Volk entwickeln?

Seit Jahrhunderten vertrauen wir auf die Fähigkeiten unserer Alchemisten. Generation auf Generation bringt neue, immer geschicktere und erfolgreichere ihrer Zunft hervor.

Doch wir sind zu abhängig vom Erfolg der Alchemisten, wir müssen uns auch in anderen Feldern weiter entwickeln um gegenüber den anderen Völkern nicht an Boden zu verlieren.
Wir müssen neue Technologien erfinden und voran treiben, in Wissenschaft investieren, neue Länder erkunden..... und dabei unser Militär nicht vernachlässigen.

Aber was ist die perfekte Mischung? Sollen wir expandieren, neue Länder erkunden und erobern.... aber darüber die Wissenschaft vernachlässigen?

Und wir müssen neue Technologien erfinden um diese weiter zu entwickeln und uns so wertvolle Entwicklungen zu sichern. Bei all dem darf nicht außer Acht geraten, dass wir dazu Arbeiter und Rohstoffe benötigen. Unser Volk will ernährt werden, damit es sich entwickeln kann..... wir müssen in Kultur investieren, Geld wird benötigt...

Und über allem steht unsere Hauptstadt als zentraler Punkt unseres Reiches. Nach außen hin muss sie sichtbar erstrahlen damit unser Volk Hoffnung schöpft und nicht verzagt auf dem langen steinigen Weg zum Erfolg.... und die Gegner Respekt vor uns haben.

Tapestry ist ein Zivilisationsentwickkungsspiel für 1 bis 5 Spieler von Jamey Stegmeier mit Illustrationen von Andrew Bosley und Miniaturen von Rom Brown. Die Spieldauer ist mit 90-120 Minuten angegeben und saß Alter mit 12+

In Tapestry verkörpern wir eine Zivilisation und müssen diese im Laufe des Spieles über vier Fortschrittsleisten weiter entwickeln.

Der Ablauf ist einfach. Wenn wir am Zug sind, schreiten wir mit einem unserer Marker auf einer der vier Fortschrittsleisten voran. Oder wir gehen in die nächste von maximal 5 Epochen und generieren Einkommen (bekommen Rohstoffe, erhalten Siegpunkte, nutzen Fähigkeiten....).
Für das Voranschreiten auf den Leisten bezahlen wir mit Rohstoffen um dann Belohnungen zu erhalten. Neben Belohnungen gibt es auch noch die Möglichkeit Boni zu erhalten.... wenn wir dies möchten und bezahlen können.

So entwickelt sich ein spannendes, kurzweiliges (trotz längerer Spieldauer) Punktewettrennen.
Dabei sind die Fortschritte gut miteinander verzahnt und man muss seine Entwicklung schon gut planen und vorantreiben um bei der Vergabe des Sieges ein Wörtchen mit zu reden.
Durch die Zivilisationstableaus ergibt sich eine große Variabilität, so dass man das Spiel immer wieder von neuem mit einer etwas anderen Ausrichtung angehen kann.

Das Material finde ich persönlich einfach klasse. Das gilt für die Zivilisationstableaus, den Spielplan, die Spielsteine aber insbesondere für die Wahrzeichen. Ein echter Hingucker!
Ich habe es jetzt zweimal gespielt, einmal zu zweit und einmal zu viert. In beiden Konstellationen hat es mir sehr gut gefallen.

Ich hoffe, ich werde es noch häufig auf den Tisch bringen und noch weiter viel Spaß mit diesem tollen Spiel haben.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2841681149287796/




Ein Spielbericht von Ranjit

Ich habe mir gedacht, ich schreibe ein paar Sachen über Spiele meines liebsten Verlags: Splotter.

Ich habe nicht sehr viele Spiele von Jeroen Doumen und Joris Wiersinga, den Gründern und Leitern von Splotter Spellen, gespielt aber jedes einzelne war einzigartig und toll. Leider sind die meisten Spiele die aus diesem Haus kommen vergriffen und/oder sehr teuer, vieles bleibt also leider ein Traum (Indonesia mal live zu spielen zum Beispiel).
Den Anfang macht das bekannteste der Splotter Spiele: Food Chain Magnate (FCM). Neben dem Bekanntheitsgrad ist das Spiel auch das von mir meistgespielte Spiel von J&J.

Optisch macht das Spiel nicht viel her, aber einige Leute auf BGG sagen nicht umsonst dass das Splotter Motto "Of course our games are great, have you seen them?!" sein sollte. Wer sich optisch verwöhnen lassen will ist hier generell falsch, aber FCM ist eine Innovation in vielerlei Hinsicht.

Als erstes mal ein kleiner Überblick um was es überhaupt geht: Jeder Spieler spielt ein Klischee Fast-Food Unternehmen im Amerika der 50er Jahre. Man bemüht sich Geld zu verdienen, denn wer das meiste Geld gesammelt hat gewinnt man Ende!

Der wichtigste Schritt zum Geld ist das Anstellen von Angestellten (ein recht merkwürdiger Satz). Nach ein Paar Runden hat man genug um eine echte Firmenstruktur aufzubauen und die wirft man jede Runde wieder über den Haufen und baut direkt eine Neue auf. Das machen alle Leute gleichzeitig und dies sorgt dafür, dass die Down-Time in diesem Spiel eine sehr merkwürdige Aufteilung hat.

Um aber Nahrungsmittel an Kunden zu verkaufen, und somit Geld zu verdienen, muss man in erster Linie Nahrung produzieren. Dafür stellt man Köche und Getränkefahrer ein die Essen machen (Pizza/Burger) oder Getränke holen (Softdrinks/Limonade/Bier). Diese Leute arbeiten alle gratis für dein Unternehmen, bis sie die erste Schulung hinter sich haben. Warum das genau so abläuft kann ich nicht sagen, aber meine Theorie ist die Angst um die eigene Familie oder vor körperlicher Gewalt.
Wie im echten Leben kommen die Kunden aber nur(!) Burger essen wenn man auch Werbung für Burger macht....und derjenige der billigere Burger anbietet darf dann auch welche verkaufen.

Hier ist exakt der Knackpunkt an diesem Spiel: Nur wenn Produkte beworben werden, kann man Produkte verkaufen. Das muss aber nicht unbedingt die selbe Person sein! Je nachdem wie viele und welche Mitspieler man hat, kann dieses Spiel sehr sehr schnell zu einem strategischen Kampf um Territorien werden. Es ist gemein, es wird dreckig und keiner spielt wirklich fair, aber wenn man genug Kellnerinnen hat kommen alle Leute zu dir, statt zur Konkurrenz. #Hooters

Neben den großartigen Innovationen die über die Jahre von Splotter auf den Markt geworfen wurden, wie zum Beispiel Workerplacement, ist Food Chain Magnate nach seiner Veröffentlichung 2015 direkt in die Top 100 Spiele bei BGG gefahren und sitzt dort auf Platz 28. Ich kenne viele Leute die die aggressive Natur, die Abwesenheit von Glücksspiel und das Kalkül hinter diesem Spiel sehr mögen und es ist absolut eins meiner Lieblingsspiele.

Aber auch hier gibt es wie immer berechtigte Kritik. Wer Spiele mit einem extremen Schneeballeffekt ohne Möglichkeit aufzuholen nicht mag, der wird FCM nicht toll finden. Das geht sogar soweit, dass die einzige Erweiterung für das Spiel „The Ketchup mechanism and other ideas“ eine Anspielung auf das Fehlen eines Catch-Up-Mechanism ist und besagter Ketchup es sogar noch verschlimmert! Alles in Allem darf man diese Spiele nicht zu ernst nehmen.

Ein anderer sehr wichtiger Kritikpunkt ist der Preis. Das Spiel selbst kostet zwischen 75 und 90€ neu. Die Erweiterung kostet nochmal 75-90€...also 100% vom Original Preis und die Box ist ebenso groß wie das Spiel selbst. Ich habe die Erweiterung noch nicht, aber ich werde mir das wohl als erste große Ausgabe nach Corona vornehmen.

Zu guter Letzt muss man noch den Anspruch an die Spieler ansprechen. In einem Spiel in dem der erste Zug über Sieg und Niederlage entscheiden kann, muss man das Spiel schon hinreichend viel gespielt haben um auch wirklich Spaß daran zu haben. Es ist ein anspruchsvolles, komplexes und schwierig zu meisterndes Spiel, welches aber am Ende eine tolle Belohnung bereit hält. Für mal so nebenbei ist dieses Spiel definitiv nichts und man sollte Leute haben mit denen man es regelmäßig spielen kann und will!

Ich würde niemandem empfehlen blind Spiele zu kaufen und auch hier kann man nur davon abraten mal ebenso 80€ oder mehr in ein Spiel zu investieren ohne es getestet zu haben, aber testen sollte es wirklich jeder. Ich kenne kaum ein Spiel welches die selben Ideen verarbeitet und dabei noch so interaktiv und gemein ist. Eine wirklich einmalige Erfahrung die man mal gemacht haben muss.
So, nun noch ein paar Links die es interessant machen:

Ein Zitat der letzten Tage, welches mich immer noch fasziniert und so gut zu FCM passt, weil es von den Designern selber kommt:

„We think that it is important that every single turn should matter. If you cannot lose the game on the first turn, then the first turn should not be played."
-- Joris Wiersinga, Splotter Spellen
Shut Up & Sit Down review:


https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2825074647615113/
Ein Bericht von David Haupt

Filmproduzent... das ist es, was ich schon immer sein wollte. Einen Blockbuster mit großen Stars produzieren in den die Menschen weltweit zu Scharen strömen.... oder ein Arthouse Filmwerk schaffen, was unzählige Preise auf diversen Festivals abräumt.... kann ja alles so schwer nicht sein...
Also, mal sehen. Um mich gegen meine Konkurrenten durchzusetzen und Nachfolger des legendären Filmproduzenten Mr. Grumpy zu werden, muss ich meine Assistenten geschickt einsetzen. Gut, dass diese für einen Hungerlohn und die Aussicht auf späteren Ruhm für mich arbeiten 😁.... denn mit dem geringen Startkapital und dem doch etwas dürftigen ersten Drehbuch dürfte es schwer werden Stars für meinen ersten Film zu gewinnen.

Also, besorge ich erst einmal etwas Geld um mein Budget aufzubessern. Aber was will ich überhaupt drehen um meinen ersten produzierten Film erfolgreich in den USA, Europa oder China zur Premiere zu bringen? Einen Action Reißer? Ein Drama oder eine Komödie? Aktuell liegen ja Dramen im Trend..... aber am Horizont ist schon erkennbar, dass sich das ändern wird und bald wieder Komödien gefragt sind.

Also, fahre ich halt zweigleisig und produziere eine Komödie und ein Drama... ach Mist, das geht ja erst, wenn ich mich bei dem alten Sack Grumpy so richtig eingeschleimt habe.... hhhmmmm... ich könnte aber auch mit schwarzen Akten meinen Konkurrenten einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen....oder einfach dadurch, dass ich für meinen nächsten Film Jakob Schlachtenmacher anheur. Der ist zwar etwas in die Jahre gekommen, bei Action Reißern und Komödien zieht er aber immer noch massenweise Zuschauer ins Kino. Und mit ihm könnte ich auch den Film "Little Monsters" zur Premiere bringen.... das würde passen.


 Klingt nach einem guten Plan..... wäre da nicht diese vermaledeite Konkurrenz...

MOVIE EMPIRES ist Spiel für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahre und dauert 60-120 Minuten. Der Verlag ist Stimulus Games und das Spiel kostet so um die 40 EUR.

I'm Kern ist das Spiel zunächst mal ein Workerplacement Spiel. Das Spiel geht über 10 Runden und jedem Spieler stehen pro Runde 4 Assistenten zur Verfügung. Wobei das Einsetzen der ersten beiden Assistenten kostenlos ist. Der dritte kostet dann 3 Münzen, der 4. sogar vier.

Mit den Assistenten kann ich Drehbücher erwerben (die vorgeben wieviele Produktionskarten welcher Art ich zur Aufführung benötige um die auf der Karte angegebene Punktzahl zu erhalten) , Stars anheuern (die zusätzliche Punkte geben), Produktionskarten kaufen, mein Budget erhöhen, die Konkurrenten ärgern oder auch die Gunst von Mr Gumpy erlangen (was zu mehr Budget und Punkten in der Schmussabrechnung führt). Und ich kann mit einem Assistenten einen Film zur Premiere "anmelden".

Durch das Aufführen der Filme erhält man Punkte und kann auch andere Boni erlangen... wie zb Statuen. Es gewinnt zum Schluss natürlich der Spieler mit den meisten Punkten. Und Punkte gibt es zum Ende des Spieles noch einmal reichlich zu vergeben.... für die meisten aufgeführten Filme, für die meisten aufgeführten Filme in den USA, China, Europa, wenn man in jedem Genre mindestens einen Film zur Aufführung gebracht hat.... und und und...

Für uns war es gestern die erste Partie. Sie hat inkl Erklärung drei Stunden gedauert. Der Spielfluss war ziemlich holprig da die Anleitung in meinen Augen doch sehr kleinteilig ist. Auch gab es die ein oder andere Regel Unklarheit.

Unter diesem gehemmten Spielfluss litt dann auch das Spielerlebnis insbesondere das Thema. Die Karten sind toll gemacht, mit viel Liebe fürs Detail. Man erkennt die Stars und Filme und kommt so auch ab und an dazu sich über den ein oder anderen Film oder Schauspieler auszutauschen. Sicherlich wird dieser Effekt noch stärker eintreten, wenn man im Spiel mechanisch und vom Ablauf richtig drin ist.

Auch sonst ist das Thema, trotz aller Mechanik, gut umgesetzt. Nach einem Drehbuch in die Produktion zu gehen, auf sein Budget zu achten, den Trend nicht aus dem Auge zu verlieren, sich mit dem Produzenten gut zu stellen......

Alles in allem freue ich mich auf eine zweite, dann flüssiger von der Hand gehende Partie.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2788104317978813/


Ein Beitrag von Ranjit

Eigentlich wollte ich warten bis ich diesen Beitrag hier schreibe, aber aufgrund der aktuellen Ereignisse in Amerika werden vom 1.6. bis zum 8.6. alle Einnahmen die durch den Verkauf der PDF eingenommen werden an eine Hilfsorganisation gespendet.

Wichtiges vorab: Dies ist kein Spiel für Kinder und sollte nur von Erwachsenen gespielt werden

First of: https://timhutchings.itch.io/tyov
Jeder der mit mir befreundet ist hat den Link mindestens einmal gesehen und mindestens 2 Mal eine Geschichte darüber gehört. Ich bin so begeistert von diesem System dass ich seit Wochen nichts anderes mache.

Jetzt aber mal zum Bericht ansich:

Thousand Year Old Vampire ist ein Solo RPG in dem man eine Person spielt, die im Laufe ihres sterblichen Lebens zu einem unsterblichen Vampir wird. Von da an geht die Reise durch ein ganzes Jahrtausend oder sogar mehr! Es wird grausam und es wird aufregend und unfair, aber vor allem ist es etwas, worauf man zurückblicken kann.

Den Anfang macht das Erstellen eines Charakters, da wird der Hintergrund etabliert. Du willst unbedingt eine Vampirnonne haben die aus Schwerin im Jahr 1408 kommt? DEAL!
Du willst einen Vampirsamurai der in Edo geboren und dann Japan nach Jahrhunderten in den Zweiten Weltkrieg führt? Kein Thema, wie du willst!!!

Du hättest gerne einen Vampir Space Marine der Orcsblut trinkt? Okay...weird flex, aber wenn du willst kein Thema!

Du willst mit anderen und nicht alleine Spielen? Klar, kann man als Koop Spiel spielen und es ist unfassbar gut!!

Nachdem das Erstellen abgeschlossen wurde geht es schon bei Prompt 1 los und du würfelst mit einem W10 und einem W6. Anschließend noch simple Mathematik: W10-W6+Aktuelle Prompt nummer = neue Promptnummer. Dann ließt man und schreibt die Erfahrungen des Charakters auf indem man sich etwas kreatives ausdenkt. Sollte man auf einer Prompt landen, die man bereits gelesen hat, dann liest man Abschnitt 2, bzw. 3 und selbst wenn man das alles schon gemacht hat, geht man einfach zur nächsten Prompt über. Das spielt man so lange weiter bis das Spiel einem sagt, dass es vorbei ist oder verlangt, dass man etwas opfert, was man nicht opfern kann (resources/skills).
Das Regelwerk ist angenehm geschrieben und hat alles in allem eine überschaubare Länge. Ich kann jedem einen kleinen Versuch ans Herz legen und auch wenn man nichts solo spielt, so wie ich kann das schon sehr viel Freude bereiten, gerade der Journaling Mode, einer der zwei Spielmodi.

Dieses Dokument ist quasi eine Art Richtlinie die man benutzen kann um eine aufregende Geschichte zu erstellen, wie eine kreatives Schreibexperiment. Wie Fog of Love auch kann hier viel mit einer Art Rollenspiel der Spieler gemacht werden indem man aus der Sicht des Vampirs handelt und sich in die Rolle versetzt, es verlangt aber, anders als Fog of Love Null Schauspiel.

Obwohl der Anteil an Kreativität riesig ist, den man hineinstecken kann ist das nicht nur etwas für eingefleischte Rollenspielfans und kann selbst RPG-Muffel wie mich begeistern! Aber gerade diese RPG-Fans sind exakt die richtige Zielgruppe und man sollte sich einfach mal eine ruhige viertel Stunde nehmen um sich einzulesen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das eine super Sache für einen Stream wäre.

Jetzt kommt der Nachteil an der Sache: Es ist nur auf Englisch erhältlich.

Der Vorteil ist dass die Bezahlung optional ist und die PDF gratis verfügbar ist.

Also jeder kann es testen und ich habe sogar das gebundene Buch gekauft und werde dazu was schreiben. Anschließend kann ich noch Leute als Referenz angeben die es mit mir gespielt haben.

Bei Fragen, Tipps oder Anregungen sagt bescheid. Ich werde wohl auch das unvollendete Werk hochladen, damit man mal gucken kann wie das funktioniert.

Sollten auffällige Fehler vorhanden sein, gebt mir Bescheid. Ich hoffe ich habe nichts vergessen und habe mich nicht zu kurz gefasst.
Viel Spaß damit unterstütz was das Zeug hält, Autoren wie dieser sind der Grund warum wir schöne Communities haben können!

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2799491350173443/



















Ein Beitrag von Stefan Lüders

Projekt Tischbau - Ein Rückblick und ausführlicher Bericht der letzten Monate. Im Juni letzten Jahres haben meine Frau und ich darüber nachgedacht uns einen neuen Tisch zu kaufen. Hier war ich sicherlich die treibende Kraft, da ich sehr gerne mein großes Hobby Brettspiele mit einem Ess-/Brettspieltisch erweitern wollte. Tina hatte zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich Lust drauf hunderte von Euro in einen Tisch zu investieren, der unseren Ansprüchen Rechnung tragen sollte. Hier wuchs dann schnell die Idee, dass wir einen Tisch nach unseren Wünschen selber bauen. In einem Gespräch mit meinem Freund Christoph, bot dieser an diesen mit uns zusammen in der Firma seiner Familie zu bauen. Sein Vater hat seit mehreren Jahren das Hobby "Schreinerei" und hat sich im Laufe der Jahre in einem Teil seiner Firma einen Bereich geschaffen, in dem einige hochwertige Geräte und entsprechendes Werkzeug Platz gefunden haben.

So haben wir dann Ende Juni mit den ersten Planungen begonnen. In mehreren Stunden haben meine Frau, Christoph und ich dann im Zeichen- und Konstruktionsprogramm SketchUp einen Tischplan geschaffen, der unseren Vorstellungen entsprach. Die Anforderungen an den Tisch sahen wie folgt aus:
  • Größe: 200 x 120 cm
  • tieferliegende Tischplatte
  • herausnehmbare Abdeckplatten (die mittlere mit versenktem, innenliegenden Magneten)
  • abnehmbare Verkleidungen am Rahmen mit dahinter liegenden Werkzeugleisten, in die Tools wie Ablagebrettchen, Getränkehalter etc. angebracht werden können
  • abnehmbarer Rahmen
  • innenliegende LED-Beleuchtung, die sich in unsere Philips HUE Umgebung einbinden lässt
  • Stromversorgung am / im Tisch
  • Spielmatte im inneren Bereich
Die damalige Planung umfasste die Konstruktion des Gestells und des Rahmens, sowie der Einlagebretter mit Multiplexplatten und Dachbalken als Füße. Unsere preisliche Kalkulation für alle Materialien inklusive Farbe lag damals bei ca. 400 - 500 Euro.

Ende September wurden dann die ersten Einkäufe getätigt. Während des Baus wurde, auch auf Grund von Christophs Vater, klar, dass wir den Rahmen nicht aus Mulitplex machen wollen. Also besorgten wir noch Leimholzplatten aus Buche, aus denen wir die Bretter für den Rahmen und die Einlegeplatten fertigen wollten. Im Rahmen der darauf folgenden Monaten haben wir mal regelmäßig mal unregelmäßig an dem Tisch gearbeitet. Christophs Vater stand uns mit viel Rat aber auch mit Tat zur Seite. Man merkte schnell, dass er selber für dieses Projekt brannte. Nach einigen Monaten des Baus kam dann am Samstag der Tisch in Einzelteilen zu uns und wurde gestrichen, gewachst und Sonntag Abend montiert. Probleme: Während so eines Projekts kommt es natürlich auch zu Problemen, die sich am Anfang nicht absehen lassen. Es ist nicht immer Gold was glänzt.
1. Einlegebretter Während der Bauphase standen wir bei den Einlegebrettern vor dem Problem, dass diese sich geschüsselt haben. Dies bedeutet, dass diese sich je nach Raumtemperatur Luftfeuchtigkeit verbogen haben. Dies haben wir durch T-Profile aus Stahl, die wir auf den Unterseiten der Bretter angebracht haben zum größten Teil in den Griff bekommen. Eins der Bretter liegt nicht zu 100% plan auf. Hier warten wir jetzt ein paar Wochen und schauen, ob es sich noch legt.

2. LED Beleuchtung Für die innenliegende LED Beleuchtung haben wir entsprechende Bänder von Philips besorgt. Hier besteht das Problem, dass es diese nur in 2 Metern oder aber in einer 1-Meter-Verlängerung gibt. Hierzu ist es in unserem Fall erforderlich, dass man von einem Fremdanbieter entsprechende Stecker zur Verbindung besorgt, damit das Licht im Tisch überall gleichmäßig verteilt leuchtet. Da wir noch auf die Steckverbinder warten, steht hier die Montage noch aus. Bilder mit Beleuchtung liefere ich nach.

3. Ölen / Wachsen Als wir begangen das Leimholz des Rahmens und der Einlegebretter, nachdem es mit 240 Körnung geschliffen und anschließend der Staub entfernt wurde, mit Hartwachsöl zu behandeln, stellten wir schnell fest, dass das Holz die Farbpigmente unterschiedlich stark aufnahm. Dies hatte zur Folge, dass wir uns Samstag Abend entschieden noch mal einen Baumarkt aufzusuchen und und Dekorwachs (intensiv und deckend) zu besorgen und damit das Holz zu behandeln. Dies führte dann anschließend zu dem Ergebnis, welches ihr auf den Bildern seht.

4. Oberfläche Die Oberfläche des Rahmens ist unterschiedlich rau. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir die Behandlung draussen vorgenommen haben und eine komplette Staubfreiheit nicht garantieren konnten, hat sich einiger Mist in das Wachs gelegt, was die Oberfläche rau macht. Hier steht noch ein Finish mit einer sehr feinen Körnung aus.

5. Preis Alles in allem haben wir jetzt Rund 900 Euro in den Tisch investiert. Hier rate ich 100 % bei einer Kalkulation aufzuschlagen, da durch Probleme und neue Ideen im Laufe der Konstruktion Situationen entstehen können, die weitere Materialbeschaffungen notwendig macht. Wenn man dann weniger bezahlt dann freut man sich.
Fazit: Ich muss ehrlich gestehen, dass Tina und ich Sonntag Abend ein paar Tränchen vergossen haben. Zum einen weil wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind, zum anderen weil gerade für mich ein wirklich tolles und großes, handwerkliches Projekt zu Ende gegangen ist, welches mir unfassbar viel Spaß gemacht hat. Wer mich kennt, weiß, dass ich absolut kein Handwerker bin. Jedoch habe ich im vergangen Jahr so unfassbar viel über Material und Werkzeuge gelernt, dass ich mir jetzt eher zutrauen würde, Arbeiten im Haus selbst vorzunehmen. Alles in allem ist der Tisch genauso funktional wie einer der großen Hersteller. Sicherlich kann man an der ein oder anderen Stelle sauberer arbeiten bzw. noch etwas verbessern, jedoch erzählt der Tisch jetzt schon eine Geschichte, die für uns wichtig ist. Würden wir etwas anders machen? Mit der Erfahrung und dem Wissen, was wir sammeln konnten, kommen wir auf jeden Fall zu dem Schluss, dass wir den Rahmen und die Einlegebretter nicht aus Vollholz sondern aus Kontruktionsholz, welches dann im Anschluss mit Furnierholz beschichtet wird, bauen würden.

Während des Baus kamen Christoph und ich auf die Idee, dass man bei der Planung noch Lautsprecher mit einem WLAN-/Bluetoothempfänger hätten einbauen können. Dies würde ich tatsächlich zukünftig in Betracht ziehen. Dies ist aber sicherlich Schmuck am Nachthemd.
Und jetzt?

Jetzt werden Christoph und ich uns mit der Planung und Konstruktion der Tools machen. Damit sind wir sicherlich auch noch beschäftigt. Tina hat auch noch Bedarf einem Couchtisch angemeldet, damit dieser besser zum großen Tisch passt. Uns wird bestimmt nicht langweilig. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Christoph und seinen Vater ohne den ein solches Projekt für Tina und mich nicht möglich gewesen wären.
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2760265260762719/
Ein Spielbericht von Denn Netti

Bei Medioevo Universale handelt es sich um ein Zivilisationsentwicklungsspiel, in der man versuchen muss, viele Punkte wie möglich in einer von den Spielern festgelegte Runden- oder Spielzeit zu sammeln oder ggf. nach Erhalt von x Siegpunkten das Spiel sofort beendet wird.

Jede neue Runde setzt sich aus 7 Phasen zusammen, die unterschiedlich lang durchgeführt werden. Bei einigen Phasen kann jeder Spieler gleichzeitig seine Aktionen durchführen, in wenig anderen, aber dafür entscheidenen Phasen muss die Spielerreihenfolge eingehalten werden.

Das Spiel lebt von verschiedenen Aspekten der Technologieentwicklung, Area Control, Handelswaren an x Orten verkaufen und Kaufen etc. Bewegungen mit Truppen oder Waren können nur mit entsprechenden Mobilitätseinheiten durchgeführt werden, da die ländlichen Gegebenheiten unterschiedlich sind und entsprechend unterschiedliche Voraussetzungen in den jeweiligen Regionen herrschen (im Falle einer zusätzlichen Spielvariante von vielen anderen Varianten).

Im Spielverlauf ist die Kampfphase sehr zeitintensiv, da es hier auch wieder unterschiedliche Aspekte zu beachten gilt:

Welche Einheiten habe ich und welche feindlichen Einheiten stehen im Gebiet?

Kann ich ggf. Sonderfähigkeiten meiner Einheiten einsetzen, sofern der Gegner nicht die gleichen Typen besitzt?

Inwiefern soll oder kann ich Schaden machen, wenn ich Katapulte oder andere Geschossen entsprechend mit Soldaten besetze, um x Schaden zu machen?

Wodurch habe ich ggf. als Angreifer doch eher schlechte Karten aufgrund des negativen Attributwertes durch die Spielerreihenfolge bedingt?

Wie viel e Einheiten muss ich ggf. opfern, um doch das Land halten zu können oder Schaden aufhalten, um Einheiten zu schonen etc etc.?

Nach ca. 35 min war dann die erste Kampfhandlung durch und es wird dann so lange weiter gekämpft bis ggf. einer flüchten möchte, aufgibt, gefangen genommen wird (was auch nicht einfach ist) oder bis zum bitteren Ende in einer Schlacht mit Barbaren, die eh durch die Lande schleifen und herumwüten. Nicht nur dies kann im Fokus des Spiels stehen, sondern auch Diplomatieverträge, geheime Verträge oder Karten, die verschiede Ereignisse/Dinge aktivieren können, beeinflussen das ganze Spiel so sehr.

Ich habe die Spielanleitung auf englisch gelesen, dann mit der deutschen Spielanleitung verglichen und viele Dinge sind auch gut beschrieben. Was mich eher daran gestört hat, war die Strukturierung der Anleitung. Man hätte kurz und knapp erstmal in einer Übersicht darstellen können, wie man mit was überhaupt in welchen Phasen x Siegpunkte durch die einzelnen Phasen erhalten kann.

Dann zu den verschiedenen Phasen hätte ich mir noch weitere examplarische Beispiele gewünscht, denn wir hatten sehr viel Diskussionsbedarf in der Kampfphase, weil dann wiederum nicht eindeutig klar war, wie denn nun was genau zu beachten bzw. welcher Vorrang welche Figur denn wirklich hat, wenn man x Typen A, y Typen B ... usw in einem Feld hat.

Das Spielmaterial an sich sowie die Münzen sind top, aber das ist nicht alles eben. Einige Abzüge aufgrund der Spielanleitung, denn die Spieldauer wäre ggf. erheblich kürzer, wenn viel mehr Beispiele in der Anleitung dabei gewesen wären, für die Fälle, die es geben kann.

Wir haben um 12:00 Uhr angefangen, haben dann fast ca. 5,5 Stunden Regelstudium knallhart durchgezogen, und dann gerade einmal 3 Spielrunden gespielt und am Ende hieß es auf der Uhr 22:50 Uhr. Ich könnte noch weiter ausholen, aber ich lasse das jetzt mal so stehen.

Das war meine subjektive Sicht auf diese Spielpartie. Vielleicht kann jemand, der es auch hat und auch schon Partien gespielt hat, sich einmal melden für einen Austausch der Spielerfahrungen.

+++
Spielbericht zu Medioevo Universale (Giochix.it) (Teil 2)

Es war wieder soweit. Eine neue Partie zum Spiel „Medioevo Universale“ mit 4 Spielern. Die Vorbereitungen für diese Partie waren groß, denn es mussten vorher einige Regelknifflichkeiten in den verschiedenen Phasen einer Runde geklärt werden. Daher wurden alle Fragen über Boardgamegeek in einem passenden Format gestellt.

Nach einigen Tagen folgte auch eine ausführliche Rückmeldung, die dann am Tag des Zockens erläutert wurden. Die konkreten Ausführungen und Erläuterungen an Beispielen aus dem Forum führten dazu, dass wir nahezu nach ca. 40 Minuten mit dem Spiel beginnen konnten. Spielmaterial wird ausgehändigt und nach Truppeneinheiten sortiert, die schönen, verzierten Metallmünzen an jeden Spieler verteilt und hinterm Sichtschirm gebunkert und eine limitierte Spielzeit für die Partie gesetzt. Zack, keine 10 Minuten und der Aufbau war fertig. Das Inlay dieses großen, monströsen Spiels ist sehr hilfreich, weil die vielen Spielmaterialien in großen und kleinen Fächern sortiert sind und man diese - wie bei einer zentralen Bank - an die jeweiligen Spieler einfach nur aushändigen muss, sofern sie die Materialien benötigen.

Die erste Runde hat es auch direkt in sich:
Welche taktischen Startüberlegungen werde ich machen? Soll ich Startspieler werden?
Welche Einheiten zu Beginn des Spiels sollen schon vorhanden sein?
Will ich mehr Truppen bewegen, um meine Reichsgrenzen zu schützen?
Oder doch eher Gütertransporter?

Kann ich in den späteren Runden noch so viele an Truppen, Transportmittel, Einheiten etc. beschaffen und diese dann auch in den anderen Runden versorgen? Werde ich nicht zu viel Steuern eintreiben und dabei eine Revolte im eigenen Reich entstehen lassen?
Der Spielverlauf wurde durch die Truppenbewegungen in andere Himmelsrichtungen doch sehr spannend, vor allem mit hoheitlichen Verträgen, die zwischen einzelnen Reichen geschmiedet wurden. Dabei war es für sehr aggressiv auftretenden Königreiche schwer abzuschätzen, was wohl passieren würde, wenn man eine Aktion gegen Königreich x mit ggf. y Schaden oder sonstigen Konsequenzen durch andere Aktionen generiert. Manch ein Herrscher wurde dann auch wahnsinnig, was einfach für die Partie insgesamt zu einem großen Spielvergnügen für alle Spieler wurde.

Herrlich!

Der Spielverlauf geht auch deutlich schnell, da die meisten Phasen von allen Spielern gleichzeitig abgewickelt werden. Die Kampfphase hingegen bleibt weiterhin die zeitintensivste Phase, da hier genau überlegt werden muss, was man an Einheiten ggf. opfert oder an Schaden minimieren kann, um die nächsten Kampfhandlungen mit der restlichen Truppenstärke durchführen zu können. Diese Phase ist aber auch eine sehr spannende Phase, da man als gegnerisches Königreich kalkuliert, in der nächsten Runde in ein anderes Königreich einfallen zu wollen, nachdem die Barbarenhorde die gegnerische Armee eines Spielers minimiert hat. Abhängig von entwickelten Technologien hat man im Kampf einige Vorteile, die den Gegner dazu zwingt, Territorien aufzugeben und sich zurückzuziehen. Gebietskontrolle verschafft schließlich ein gutes Polster in Hinblick auf Steuereinnahmen, um große Armeen weiterhin finanzieren zu können.

Aber wehe man hat einen zu hohen Steuersatz gesetzt, dann gibt es Aufstände im eigenen Reich, die einen lange Zeit beschäftigen können, wenn man zudem wenig eigene Truppeneinheiten besitzt oder aus einem vorherigen Kampf übrig hat. Was wir dieses Mal in Kämpfen erleben dürften, war der Einsatz von Kriegswaffen, wie z.B. Katapulte oder Trebuchet, die in der ersten Phase des Kampfes bemannt werden mussten, um x Schaden verteilen zu können. Je nach Technologieentwicklung konnte man sogar die bemannten Truppen sogar noch später zusätzlich im Nahkampf wiederum nutzen, um einen größtmöglichen Kampfschaden zu erhalten. Die Kampfphase ist einfach sehr dynamisch und man kann sich in eine glorreiche, mittelalterliche Schlacht hineinversetzen.

Die Kampfphase ist sehr gut durchdacht und ermöglicht in viele Kriegsstrategien.

Was bei dieser Partie noch gefehlt hat, war die Schlacht auf See. Dazu gab es noch keine Möglichkeiten, dass Barbaren auf Spieler oder Spieler auf Spieler mit ihrer Seeflotte trafen. Mal schauen, vielleicht wird ja dann dieses Mal ein großes Schauspiel auf See ereignen. Nach der Partie ist uns noch als kleines Detail aufgefallen, dass man als Spieler viel näher als Königreich zusammenrückt. Die Konsequenz hieraus ist natürlich noch mehr Interaktion um Güter, Handelswege oder einfach um Territorien.

In unserer Partie waren unsere Königreiche mehr auseinander, so dass wir mehr Spielraum für Entwicklungen hatten und später erst dann richtig bekämpft hatten. Diese Anmerkung war leicht vergessen worden, weil es kurz und knapp auf der ersten Seite stand und deswegen leicht vergessen wurde, da man sich sehr in seinen eigenen Strategien verschanzt und daher sehr leicht dieses kleine Detail übersieht. Es hat dieser Partie aber nicht geschadet, denn der Spielspaß war riesig und alle Spieler freuen sich stets auf eine neue Partie dieses Spiels.

Im letzten Bericht habe ich angemerkt, dass die Regeln nicht ganz so interpretationsklar aufgrund der Übersetzung waren und dabei so manche Spielfehler gemacht wurden. Daher möchte ich an dieser Stelle auch nochmal anmerken, dass ich dankbar für ein Forum wie „Boardgamegeek“ bin, in der begeisterte Menschen mit viel Liebe um dieses Hobby sich sachlich austauschen und gegenseitig helfen. Ohne diese Hilfe würde man sicherlich nicht so dieses doch nun positivere Spielerlebnis erfahren. Man würde eher noch im Dunkeln tappen und am liebsten dieses Spiel in die Tonne kloppen, weil die Regeln nicht glasklar geschrieben sind und zu viel Raum für Interpretationen bietet. Eine solche Spielpartie wäre demnach eher durch hitzige Diskussionen gekennzeichnet und als interessierter Spieler würde man sich von diesem Spiel distanzieren.

Wenn jemand Interesse an einer weiteren Partie hat, so möge man sich auf eine lange Spielzeit einstellen, um die Atmosphäre dieses Mittelalterepos in der Position eines Königreiches nachempfinden zu können.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Spiel ist klasse, nur das Regelheft wurde an vielen Stellen nicht gut kommunikations- und transfermäßig umgesetzt.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2759922760796969/




 Ein Spielbericht von David Haupt

Verdammt...... Elisabeth (jede Ähnlichkeit mit fiktiven oder realen Personen sind rein zufällig und entbehren jeglicher Absicht😉), meine Elisabeth.. und nebenbei noch die Tochter des Gouverneurs.. ist von schädlichen Piraten in der Karibik entführt worden.

Und das Lösegeld, was diese ruchlose Bände für die aufgerufen hat, habe ich nicht beisammen.... noch nicht.

Denn nun gilt es mit dem mir zur Verfügung stehenden Handelsschiff möglichst vor meinen boshaften, unwürdigen Konkurrenten Häfen anzulaufen, Waren aufzuladen und teuer zu verkaufen..... mit meinem Piratenschiff (ja ja.... Doppelmoral) konkurrierende Handelsschiffe aufzubringen und zu berauben... und die Kriegsschiffe des Gouverneurs gegen meine Konkurrenten aufzustacheln.
Wahrlich kein einfaches Unterfangen.... ich muss ständig auf der Hut sein, muss mich weiter entwickeln um schlagkräftiger zu werden..... all das in der Hoffnung als erstes das nötige Kleingeld für das Lösegeld zusammen zu bekommen...

Black Fleet (erschienen 2014) aus dem Verlag "Space Cowboys" ist ein Spiel für 3 bis 4 Spieler und dauert ca 60 bis 90 Minuten.

Hierbei handelt es sich um ein schön gestaltetes Familienspiel. Dabei steuert man bis zu drei Schiffe, neben den beiden eigenen Schiffen (Handelsschiff und Piratenschiff) noch eines der beiden neutralen Kriegsschiffe.


Interaktion wird hier groß geschrieben und macht in meinen Augen den spielerischen Hauptreiz dieses Spieles aus.

Über einen Kartenmechanismus bestimmt man, welche Schiffe man wie bewegt.... schippern so verschiedene Häfen an um Ware aufzuladen (sehr schön die Plastik Modelle der Schiffe die hierfür extra Ladeflächen aufweisen) und man kann im Laufe des Spiels helfende Eigenschaften durch bezahlen frei schalten.

Das Spiel ist leider nicht mehr im Handel erhältlich und soweit ich weiß auch auf dem Gebraucht Markt schwer zu bekommen. Ich bin froh, dass ich es noch in meiner Sammlung habe. Denn gerade bei Wenig- und Familienspielern sorgt es immer für ein a und o wenn ich es auspacke und auf den Tisch bringe.... und auch spielerisch weiß es zu gefallen.

Hier gehts zu einer vollständigen Rezi:

https://www.spielkult.de/blackfleet.htm
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2757178687738043





























Gugong - Ein Spielbericht Von David Haupt

Nun entstamme ich schon einer mächtigen, chinesischen Familie.... und was hat es mir bislang genutzt? Nichts. Der Kaiser nimmt einfach keine Notiz von mir. Aber wie auch.
Er sitzt abgeschirmt in der verbotenen Stadt, auch Gugong ("Kaiserpalast" oder "Ehemaliger Palast" ) genannt. Abgeschirmt durch ein Heer von Beamten.... wen wundert es da, wenn man versucht durch Bestechung diese Abschirmung zu durchbrechen um zum Kaiser vorzudringen und sich sein Wohlwollend zu sichern.

Doch mit der Bestechung ist es so eine Sache. Man ist ja nicht alleine auf die Gunst des Kaisers aus. Ich muss also durch das Land reisen, Beamte beim Bau der Mauer bestechen, Dekret erlassen, wertvolle Jade Steine sammeln, in den Häfen entlang des Kaiserkanals Handel treiben, natürlich Intrigen schmieden.... und zu guter letzt zusehen, dass ich bei all den Anstrengungen überhaupt den Palast erreiche, um beim Kaiser vorgelassen zu werden.
Fürwahr, ein anstrengendes Unterfangen bei dem mir die anderen mächtigen chinesischen Familien versuchen zuvor zu kommen.

Gugong ist ein Spiel für 1 bis 5 Spieler aus dem Jahre 2018. Autor ist Andreas Steding und erschienen ist es im Verlag Game Brewer. Die Spieldauer wird mit ca. 90 Minuten angegeben, das Alter ab dem es gespielt werden kann ab 12 Jahren.

Bei Gugong handelt es sich um Strategie Spiel mit verschiedenen Elementen. Zentrales Element sind die Geschenk Karten, mit denen man die Beamten besticht. Wie ich finde ein sehr schöner Mechanismus: Man startet mit einem Set von Geschenk Karten (diese tragen Nummern von 1 bis 7) auf der Hand. Wenn man am Zug ist muss man eine seiner Karten von der Hand mit einer der sieben Karten auf dem Spielplan austauschen. Die Karten selbst zeigen jeweils eine Aktion, die Karten auf dem Spielplan liegen bei Orten die auch eine Aktion ermöglichen. Ob man die Aktion(en) umsonst ausführen darf hängt davon ab ob man mit einer niedrigeren Karte tauscht.

Durch diese Aktionen kann man sich dann am Bau der Mauer beteiligen, durch das Land reisen, Jade Steine erwerben und und und. Wichtig dabei ist auch nicht auch dem Auge zu verlieren, sich mit seinem Boten Zugang zum Palast und damit zum Kaiser zu verschaffen. Gelingt einem dies nämlich nicht, kann man das Spiel nicht gewinnen.


Im Großen und Ganzen gefällt mir Gugong ganz gut. Es ist kein Uberflieger, die angegeben ca 90 Minuten Spieldauer halte ich ab 4 Spielern für eine Illusion und das Spiel tischt bekanntes gut miteinander verzahnt auf. Wie schon gesagt gefällt mir der zentrale Mechanismus außerordentlich gut. Was aber absolut herausragend ist, ist die Material Qualität. Ich hoffe, das kommt auf den Fotos einigermaßen rüber. Absolut fantastisch ist das Inlay.... so passt dann auch alles in die prall gefüllte Box.... die auch entsprechend schwer ist.

Gugong ist ein schönes, gutes Spiel. Kein Uberflieger, aber das Material lässt es bei mir auf Dauer ein zuhause finden.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2738577596264819/




Sanctum von David Haupt

Mir reicht's.... ich hab die Schnauze gestrichen voll.... immer mit dieser kleinen Gruppe von Taugenichtsen und Großmäulern gemeinsam in Dungeons ziehen, den anderen laufend den Arsch retten, sich dabei immer wieder dumm anmachen und angrabschen lassen.... und dann zum Schluss noch die Beute teilen und den Ruhm bekommen dieser nichtsnutzige Zwerge, dieser aufbausende Ritter und dieser aufgeblasen Magier.

Damit ist jetzt Schluss! Jetzt ziehe ich alleine los...Ruhm, Ehre und Beute nur für mich alleine. ICH AUCH..... habe ich Ihnen zum Abschied in ihre verdutzten Gesichter geschrien.. ICH AUCH!
Nun bin ich auf dem Weg, um den berüchtigten, gefährlichen Dämonlord Malghazar zu bezwingen und mir unermessliche Reichtum zu sichern..... allerdings wird mir langsam etwas mulmig.... zugegebenermaßen.


Ich bin zwar des Königs ältere Schwester.. aber so ganz alleine auf dem Weg durch dunkle Wälder und kalte, bedrohliche Gebirgswelten ist mir dennoch ab und an ein wenig schauerlich zu Mute.
Gut, dass ich mir in meinen bisherigen Kämpfen die eine oder andere Fähigkeit zugelegt habe.... aber ich werde diese ausbauen müssen. Denn schon auf der ersten Etappe meiner langen und beschwerlichen Reise musste ich mich zweier kleiner fieser Dämonen entledigen.
Und ich werde das Gefühl nicht los, dass außer mir noch jemand unterwegs ist zum Dämonlord.... ich muss mich beeilen und mich wappnen, kräftiger werden um die immer häufiger und stärker werdenden Geschöpfe der Finsternis zu besiegen.

In Sanctum für 2 bis 4 Spieler übernimmt jeder die Rolle eines Helden. Dabei kann man zwischen einer Jägerin, einem Gesetzlosen, einem Unheilstöter und einer Tänzerin wählen.
Jeder der Helden startet mit unterschiedlichen Fähigkeiten die weiter entwickelt können, mit einem Vorrat an Ausdauer, einem sogenannten Fokus Vorrat und natürlich mit einer Anzahl von Lebenspunkten.

Bei Sanctum muss man wissen, dass man Solitär spielt.... Also nicht vereint als Gruppe kämpft. So macht man sich abwechselnd auf den Weg und ist am Zug, um voran zu schreiten und Monster zu bekämpfen. Das voran schreiten erfolgt dabei über Etappen Spielpläne. Erreicht man den V. Etappen Spielplan, erreicht man die Mauern der Stadt Sanctum. Diese müssen eingerissen werden... Anschließend geht es in der VI. Etappe gegen den Dämonlord.


Mir hat die erste Partie gut gefallen. Zwar spielt man Solitär vor sich hin. Für uns war es aber ein spannendes Wettrennen. Und es machte auch Spaß dem anderen zuzuschauen wie er sich im Kampf schlug. Besonders gut gefällt mir das Begabungsverzeichnug und wie man seine Fertigkeiten weiter entwickelt.

Zudem finde ich das Material gelungen.... wenn auch der Preis ein wenig üppig ist.



https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2722629521192960/
Zoom.....es ist der 7. Juli 1991.
Von David Haupt.

Ich finde mich im Finale des bedeutendsten Tennis Turniers der Welt wieder: Wimbledon. Mein Gegner: Boris Becker. Ausgerechnet mein deutscher Rivale, das Aufschlagwunder.
Nach 4 hartumkämpften Sätzen steht es im entscheidenden fünften Satz 2 zu 2 nach Spielen, Vorteil Becker. Ich serviere und Boris hat seinen ersten Matchball.

Natürlich gehe ich beim ersten Aufschlag volles Risiko und spiele auf Ass.... was leider misslingt.
Nun der zweite Aufschlag. Wieviel Risiko soll ich gehen? Spiele ich den Ball einfach mitten ins gegnerische Feld? Oder doch möglichst nah an die Linie oder hinter das Netz? Meine Finger zittern leicht, Nervosität macht sich bemerkbar.

Mein Aufschlag ist gut, geht aber nur genau mittig ins Aufschlagfeld. Dadurch hat Boris jetzt eine gute Position. Er schnippst den Ball lang in eine der beiden Ecken. So bedrängt entscheide ich mich nun Risiko zu gehen und mich aus dieser Bedrängnis zu befreien. Ich schnippse den Ball ebenfalls lang, ganz lang.... fast zu lang. Er bleibt genau auf der Linie liegen....

Set & Match bringt das Tennis Feeling extremst gut rüber. Hier mit wenigen und wirklich sehr einfachen Mitteln ein Spielvergnügen erzeugt, was im Brettspiel Bereich in Bezug auf sportliche Umsetzungen gar nicht oder nicht all zu oft gibt.

Dem Spiel liegen zwei "Bälle" bei. Da hat sich jemand Gedanken gemacht! Denn unter den einen klebt man mitgelieferten Filz. Was diesen "Ball" langsamer macht und man somit entscheiden kann ob man auf schnellem oder langsamen Belag spielen will.

Das Feld ist in Zonen unterteilt und es gilt per schnippen des "Balls" (Holzscheibe) beim Aufschlag in das Aufschlagfeld zu kommen. Dabei ist das Aufschlagfeld in vier bzw fünf Bereiche unterteilt. Je nachdem in welchen Bereich ich meinen Ball platziere schlage ich ein Ass (natürlich das kleinste Feld und am Rande des Aufschlagfeldes, also schwieriger zu Treffer und ein höheres Risiko auf einen Fehler) oder ich erhalte eine unterschiedliche Anzahl von Punkten (0 bis max 2 im Aufschlagfeld). Die Punkte die ich dadurch erhalte treiben einen kleinen Ball voran der sich am Spielfeldrand auf einer Skala von 0 bis 3 bewegt... in meine Richtung und in die Richtung meines Gegenspielers. Wer zuerst die 3 erreicht macht den Punkt.

So entwickelt sich einflottes, rasantes Match. Man versucht natürlich möglichst gut seine Bälle zu platzieren muss aber je nach Spielstand abwägen wieviel Risiko man geht. Und die Situationen, in denen man unter Druck steht und aus dieser Situation heraus einen fantastischen Long Line Ball genau auf die Grundlinie bringt sind klasse und emotional einfach geil.

Vorteil dieses Spieles ist es sicherlich auch, dass es in zwei Minuten aufgebaut ist und man sofort los spielen kann. Auch Doppel sind übrigens möglich und machen eine Menge Spaß.

Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der mal was anderes sucht, emotionsgeladene Duelle mag, einen Faible für Sportspiele hat und Lust an Schnipp Spielen hat

Das Spiel kostet online derzeit ca 30 EUR.... wenn man es denn wo bekommt.



https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2718300281625884/
Spielbericht zu Dice Hospital
von Denn Netti

Als ich das Brett- bzw. Würfelspiel vom Verlag Alley Cat Games das erste mal spielte, war ich von der Thematik des Krankenhauses und der daraus resultierenden Spielmechanik begeistert.

Was ist das Spielziel?
Bei Dice Hospital können maximal vier Spieler sich in die Rolle einer Krankenhausleitung versetzen und versuchen, acht Runden lang ihr Krankenhausmanagement so gut wie möglich auszubauen und zu leiten.

Ziel der Krankenhausleitung ist es, die Patienten so zu versorgen, dass sie zeitnah aus dem Krankenhaus kuriert bzw. entlassen werden können. Damit wird für die anstehenden Runden Bettenkapazität (Plätze für neue Patienten) für die einzelnen Stationen frei.

Sollten alle Stationen besetzt sein und neue Patienten im Krankenhaus eintreffen, so können diese nicht ärztlich behandelt werden, sie sterben und werden sofort als Minuspunkte in die Autopsie gebracht.

Wie läuft eine Runde des Spiels ab?
Die Patienten werden durch Würfel dargestellt, deren Augenwert (1-6) anzeigt, wie gesund oder ungesund Patienten gerade sind. Der Augenwert 6 bedeutet sehr gesund und bei einem höheren Wert als 6 gilt man als geheilt und darf das Krankenhaus verlassen.
Die Würfel werden direkt auf das Feld zum Entlassen gelegt.

Umgekehrt gelten Würfel von Patienten mit einem Wert von 1 kurz vorm Exitus bzw. unter 1 als verstorben. Sie landen in der Autopsie und gelten für die Rundenauswertung als Minuspunkte. Man wählt in jeder neuen Runde einen neuen Krankenwagen (aus dem Deluxe-Paket) mit je drei Würfeln und platziert diese in den Stationen des Krankenhauses.

Mit Hilfe der Krankenschwestern können verschieden ärztliche Behandlungen vorgenommen werden, so dass man schnellstmöglich versucht, Patienten entlassen zu können. Dazu kommt auch noch, dass man mit Hilfe von Charakterkarten sowie Stationenplättchen das Management sowie sein Krankenhaus ausbauen kann.


Interaktion im Spiel ist vorhanden und gut, denn im Spiel ergeben sich viele Möglichkeiten, seine Mitspieler böse zu treffen. Wenn man zB.. nur noch die Wahl zwischen mehreren Langzeitpatienten hat und diese ggf. die Stationen zu lange belegen und die Kapazität des Krankenhauses überstrapazieren.

Fazit: Ich finde, dass das Spiel Dice Hospital ein gut gelungenes Spiel ist, und das Thema rund ums Krankenhaus spielerisch gut einfängt. Das Spiel dient auch gut, damit interessierte Personen in die Welt des Brettspiels einsteigen können. Es bietet die Möglichkeit, dass man als Spieler komplexe Strategien entwickeln kann, um bestmöglich sein Management zu optimieren, aber auch andere Spieler daran zu hindern. Das Spielmaterial ist gut und stabil.  Die Symbole sind nicht zu komplex dargestellt, so dass man den Sinn und die Funktion von Spielesymbolen erschließen kann. Insgesamt macht das Spiel Lust auf weitere Partien und hat einen hohen Wiederspielwert.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1996707177118535/



1-4 Spieler, 80-150 Min. ab 12 Jahre
von Andreas Sprickmann
Sehr cooles Worker Placement Spiel mit Mechaniken die gut ineinandergreifen, tollem Artwork und einem frischen Thema.
Die Produktionsqualität dagegen ist wie bei Terraforming Mars: Da wurden Ideen umgesetzt, die toll klangen, aber in der Praxis dann leider doch auf die Nase fallen. Es sind “nur Kleinigkeiten”, aber da müssen rutschige Plastikscheiben gestapelt werden, die Playerboards sind hochglanz so dass alles verrutscht wenn man irgendwie gegen den Tisch kommt, es gibt die Resourcen in 1er und 3er...und die 3er sehen wie drei überlappende 1er aus, was dazu führt, dass man die ständig in der Hand hat wenn man nur 1 will und alles auf einem Haufen liegt. Die Playerboards sind so dünn, dass man das nichtmal wirklich Pappe nennen kann und die Iconographie ist auf der einen Seite leicht zu verwechseln und auf der anderen Seite inkonsistent und/oder überkomplex. Ich hoffe, dass der Verlag der das eindeutscht da nochmal nachbessert.

Foto von Darren Rae
Kurze Spielübersicht: Es gibt 15 Aktionsfelder auf die man in jedem Zug einen seiner drei Arbeiter setzt und dazu spielt man eine von drei Karten die man auf der Hand hat. Passt die Farbe der Karte zur Farbe des Aktionsfeld wird sie ausgeführt. Damit organisiert man sich Resourcen mit denen man ein Tunnelnetzwerk ausbaut, dass zu bauende und auszubauende Unterwasserstädte mit großen Metropolen verbinden soll. Alle paar Runden produzieren die auch noch upgradebaren Ausbauten Resourcen und am nach 10 Runden und drei Produktionsphasen gibts noch eine Endwertung und dann hat der mit den meisten Punkten gewonnen. Komplexer Worker Placement Engine Builder mit Aktionskarten das es eine Freude ist.
Man hat nur 30 Worker. Die Aktionsfelder enthalten üblicherweise 2 Aktionen die miteinander kombiniert doppelt und dreifach vorkommen...aber bei 4 Spielern auch irgendwann weg sind. Vor allem in der Wunschkombination und in der passenden Farbe wozu man noch ne tolle Karte hat. Und ob man ein Aktionsfeld nur halb mit ner unpassenden Karte nutzt oder voll mit Karte sind 200% Unterschied in Effektivität.
Das bedeutet man muss EXTREM viel nachdenken und kombinieren und es dauert etwas bis man versteht wie das alles zusammenhängt und welche Räder ineinandergreifen. Entsprechend haben wir 4 1/2 Stunden an unserer ersten Partie gesessen, nachdem wir mit Aufbau und Regelerklärung durch waren.
2 - 5 Spieler, 60 Min. ab 10 Jahre
Worum geht es?

Ein Gastbeitrag von Denn Netti
Bei Forbidden Sky kommt ein starker Sturm auf die Himmelsstation zu. Die Spieler bzw. übrig gebliebenen Menschen vor Ort müssen gemeinsam versuchen, rechtzeitig von dort zu entkommen, bevor sie vom Wind heruntergeweht oder von Blitzen getroffen werden.

Dabei muss sich das Team gut absprechen und jeder Spieler setzt seine besondere Fähigkeit geschickt ein. Gabi und ich haben uns dieser Herausforderung gestern angenommen und dabei zunächst das Einsteigerlevel gewählt.

Zum Glück!

Als Elektriker und Bergsteiger versuchten wir den Weg zur Plattform zu ebnen und dabei die Oberleitungen für die Rakete, die als Fluchtmittel dienen sollte, so zu legen, dass der Stromkreis geschlossen werden konnte.

Dabei haben uns die Windstöße und die Blitzschläge uns immer kräftig geschädigt und beinahe wäre die Strapazität des Sicherheitsseils über ihre Grenze gewesen. Durch geschicktes Legen haben wir es noch so gerade geschafft die Kurze zu kriegen und stets Sicherheitsabstand zum Abgrund bewahrt.

Dennoch wurde die Gefahr stets größer, da bereits die Sturmstärke auf Gefahrenstufe 4 erhöht wurde. Kompliziert wurde es beim Legen der letzten Oberleitung, weil wir an einer Stelle nicht ganz alles vorausgesehen hatten und uns beinahe die Blitzschläge unser Lebenslimit nahmen. Doch wir haben es so gerade noch geschafft und konnten schließlich mit der Rakete entkommen, da der Stromkreis doch noch sicher zu Ende gelegt werden konnte.

 Fazit: Das Brettspiel Forbidden Sky (Schmidt Spiele) von Matt Leacock fanden wir sehr gut, weil einerseits das Material stabil, handgrifflich und die Details klar zu erkennen waren. Andererseits fanden wir die Mechanik - wie in Pandemie oder anderen Spielen wie bspw. die verbotene Insel - sehr passend, wobei die Verknüpfung mit dem Bau der Oberleitungen der eigentliche Kniff bzw. die Herausforderung war, die das Spiel letztendlich sehr spannend gestaltete. Das Spiel kann man auch vom Schwierigkeitsgrad erhöhen, bei der es vier verschiedene Blaupausen gibt, in der die Mindestanzahl an Bauteilen im Spiel verbaut werden muss.

Originalbeitrag:
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1910307689091818/