Deeper Connection – weniger Smalltalk, mehr Deeptalk


Bei dem vorliegenden Spiel "Deeper ConnetionCards" ist alles völlig anders!

Es ist nicht mal kooperativ, und trotzdem gewinnt JEDER!

Ich habe mindestens schon über 100 Prototypen vorab bekommen und im Vorfeld mit den Autoren angespielt, getestet, und auch manchmal ein wenig mitgewirkt. Nach ein paar tausend, unterschiedlichen gespielten Spielen, erkennt man aber irgendwann doch immer ähnliche Mechaniken und die 5-6 Standardthemen. Mal Wikinger, mal Zombies, mal im Weltall, ständig sammelt man etwas, multipliziert es zu Siegpunkten, oder man würfelt, kämpft und nimmt dem Mitspielern etwas weg.

Gewonnen hat dann nahezu immer der, der am Ende die meisten Siegpunkte hat. Man freut sich kurz, hat mal wieder eines von zigtausenden Spielen gespielt, man hatte Spaß mit seinen Mitspielern, und nachdem der letzte gegangen ist, ist der Sieg schon wieder verblasst. Ist halt nur ein Spiel.


Worum gehts es?

Deeper Connetion Cards spielt sich wie eine Partnertherapie in Kartenform. Man deckt gemeinsam eine Karte auf, und nimmt sich die Zeit, die Frage gemeinsam und gegenseitig zu beantworten.

Ich hatte das Spiel schon vor längerer Zeit, noch in der Entwicklungsphase, ein paar mal getestet. Da ist ständig Prototypen teste, die kleine Schachtel so handlich war, hatte ich sie für die nächste, sich bietende Spielrunde einfach in der Hosentasche.

Und so kam es, dass ich es zuallererst mit einer  mir völlig unbekanten  Person spielte. Ich hatte die wirklich sehr attraktive junge Dame kurz vorher erst kennen gelernt und war bei Ihr Zuhause, um nen harmlosen Kaffee zu trinken. Als Eisbrecher krame ich also in meiner Hosentasche und schlage das testen eines mir selbst noch unbekannten Spieles vor. Interesse war sofort vorhanden, die Spielregeln muss man nicht mal erklären, diese passen sogar auf nur eine einzige Karte und kann sofort mit dem Vorlesen der ersten Frage beginnen. Also legten wir los.

Die Runde entwickelte sich sofort mit der ersten Karte zu einem riesigen Vorschußvertrauen, da die Fragen wirklich die intimsten Bereiche des Lebens betreffen. Die Autorin hat sich da, auch aufgrund Ihrer eigenen Ausbildung und Qualifikation, einige Gedanken bei den Fragen gemacht.

Ich habe noch nie auf diese Art und Weise einen Menschen so schnell und so intim kennengelernt!
Nach nur wenigen Minuten kannte ich nicht nur Ihre sexuellen Vorlieben, sondern auch die aktuellen Probleme in Ihrer Partnerschaft. Jede einzelne Karte initierte ein mindestens 10 minütiges Gespräch, an mancher Karte diskutierten wir jeweils über eine halbe Stunde und erzählen uns gegenseitig unsere Lebenserfahrungen.

Der Prototyp hatte damals nur ca. die Hälfte der Karten, nach den 30 Karten haben wir uns dann gegenseitig einfach weitere eigene Fragen ausgedacht und weiter "gespielt".

Wir haben kein Spiel gespielt, sondern wurden durch das Spiel gespielt.

JUMANJI! :-)

Was blieb war eine recht vertrauensvolle Freundschaft, die direkt von 0 auf 100 in nur wenigen Minuten entstand.

So etwas Besonderes hatte ich bei einem Spiel noch nie!

Ich musste zum allerersten Mal den Verlauf eines Prototypentests meiner eigenen Freundin beichten. Die wiederum war nicht eifersüchtig, dass ich so etwas intimes allein mit einer fremden Frau spielte, sondern war brennend neugierig auf das Spiel! :-)

Unsere gemeinsame, folgende Testrunde war aber dann recht brisant, Manches birgt auch die Gefahr eines Konfliktes oder bei realen Problemen kann dies zur Frustation führen. Aber auch dafür haben die Spielregeln etwas.

Man kann sich auch nur eine einzelne Karte nehmen und sich gemeinsam nur diese Karte als Wochenaufgabe vornehmen, um diesen Punkt gemeinsam anzugehen und zu verbessern. Besseres kann man aus dieser neuen und oft überraschenden Erkenntnis gar nicht machen. Da kommt auch nach Jahren einer soliden Beziehung oft Unausgesprochenes zum Vorschein. Telweise dachte ich, ich kenne meine eigene Partnerin kaum. :-)

Um es deutlich zu sagen: manche Karten sind ganz klar gedacht für Paare in einer Beziehung und ich hatte das Spiel entgegen seiner eigentlichen Bestimmung mibraucht.

Und es war wunderbar!
Der Spielautorin Verena hatte ich damas noch Ihren Feedbackbogen ausgefüllt und wir hatten noch telefoniert. Es entspannte sich folgender Dialog.:

"Ich freue mich drauf das mal mit dir zu spielen!"

"Mit mir?
 Das wäre mir zu intim!"


Und das von der Autorin des Spieles!  :-)


Von Verenas Webseite kopiert:

Die Karten sind für Menschen, die...
  • Lust und Freude daran haben, durch gute Fragen in eine tiefere Verbindung zu kommen- mit sich selbst und mit dem Gegenüber
  • neugierig sind, Inspirationen zu bekommen, für einen Einstieg in ehrliche Gespräche
  • Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung als Werte in ihrem Leben haben
  • auch mal aus ihrer Komfortzone im Gespräch heraustreten wollen und sich auch mit unangenehmen Gefühlen wohl fühlen
  • manchmal nicht genau wissen, wie sie bestimmte Dinge in zwischenmenschlichen Beziehungen ansprechen sollen
  • direkte, sehr persönliche und tiefe Fragen schätzen und Lust haben, sich mit allem was ist, zu zeigen
Hier gehts es zu einem Interview mit Verena zu Ihrem Spiel:

https://www.ichliebeoldenburg.de/deeper-connection-weniger-smalltalk-mehr-deeptalk/

Zeitungsartikel über Deeper Connection Cards
Wirklich sehr zu empfehlen!
Probiert es aus, es ist mit das Beste, was man aus wenigen Euros machen kann.

Liebe Verena, ich danke Dir für diese wunderbare kleine Schachtel!

Und wie angedroht, ich bin oft bei dir in Oldenburg in der Nähe und wir beide werden dein Spiel mal gemeinsam spielen!


Wir fahren nun mit einem befreundeten Ehepaar in den gemeinsamen Urlaub und ich werde das reine 2er Spiel "Deeper Connection Cards" mal zu viert austesten... 

Verena, ich werde berichten! :-)

deeper-connection.de


Ein Bericht von David Haupt

Filmproduzent... das ist es, was ich schon immer sein wollte. Einen Blockbuster mit großen Stars produzieren in den die Menschen weltweit zu Scharen strömen.... oder ein Arthouse Filmwerk schaffen, was unzählige Preise auf diversen Festivals abräumt.... kann ja alles so schwer nicht sein...
Also, mal sehen. Um mich gegen meine Konkurrenten durchzusetzen und Nachfolger des legendären Filmproduzenten Mr. Grumpy zu werden, muss ich meine Assistenten geschickt einsetzen. Gut, dass diese für einen Hungerlohn und die Aussicht auf späteren Ruhm für mich arbeiten 😁.... denn mit dem geringen Startkapital und dem doch etwas dürftigen ersten Drehbuch dürfte es schwer werden Stars für meinen ersten Film zu gewinnen.

Also, besorge ich erst einmal etwas Geld um mein Budget aufzubessern. Aber was will ich überhaupt drehen um meinen ersten produzierten Film erfolgreich in den USA, Europa oder China zur Premiere zu bringen? Einen Action Reißer? Ein Drama oder eine Komödie? Aktuell liegen ja Dramen im Trend..... aber am Horizont ist schon erkennbar, dass sich das ändern wird und bald wieder Komödien gefragt sind.

Also, fahre ich halt zweigleisig und produziere eine Komödie und ein Drama... ach Mist, das geht ja erst, wenn ich mich bei dem alten Sack Grumpy so richtig eingeschleimt habe.... hhhmmmm... ich könnte aber auch mit schwarzen Akten meinen Konkurrenten einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen....oder einfach dadurch, dass ich für meinen nächsten Film Jakob Schlachtenmacher anheur. Der ist zwar etwas in die Jahre gekommen, bei Action Reißern und Komödien zieht er aber immer noch massenweise Zuschauer ins Kino. Und mit ihm könnte ich auch den Film "Little Monsters" zur Premiere bringen.... das würde passen.


 Klingt nach einem guten Plan..... wäre da nicht diese vermaledeite Konkurrenz...

MOVIE EMPIRES ist Spiel für 2 bis 4 Spieler ab 14 Jahre und dauert 60-120 Minuten. Der Verlag ist Stimulus Games und das Spiel kostet so um die 40 EUR.

I'm Kern ist das Spiel zunächst mal ein Workerplacement Spiel. Das Spiel geht über 10 Runden und jedem Spieler stehen pro Runde 4 Assistenten zur Verfügung. Wobei das Einsetzen der ersten beiden Assistenten kostenlos ist. Der dritte kostet dann 3 Münzen, der 4. sogar vier.

Mit den Assistenten kann ich Drehbücher erwerben (die vorgeben wieviele Produktionskarten welcher Art ich zur Aufführung benötige um die auf der Karte angegebene Punktzahl zu erhalten) , Stars anheuern (die zusätzliche Punkte geben), Produktionskarten kaufen, mein Budget erhöhen, die Konkurrenten ärgern oder auch die Gunst von Mr Gumpy erlangen (was zu mehr Budget und Punkten in der Schmussabrechnung führt). Und ich kann mit einem Assistenten einen Film zur Premiere "anmelden".

Durch das Aufführen der Filme erhält man Punkte und kann auch andere Boni erlangen... wie zb Statuen. Es gewinnt zum Schluss natürlich der Spieler mit den meisten Punkten. Und Punkte gibt es zum Ende des Spieles noch einmal reichlich zu vergeben.... für die meisten aufgeführten Filme, für die meisten aufgeführten Filme in den USA, China, Europa, wenn man in jedem Genre mindestens einen Film zur Aufführung gebracht hat.... und und und...

Für uns war es gestern die erste Partie. Sie hat inkl Erklärung drei Stunden gedauert. Der Spielfluss war ziemlich holprig da die Anleitung in meinen Augen doch sehr kleinteilig ist. Auch gab es die ein oder andere Regel Unklarheit.

Unter diesem gehemmten Spielfluss litt dann auch das Spielerlebnis insbesondere das Thema. Die Karten sind toll gemacht, mit viel Liebe fürs Detail. Man erkennt die Stars und Filme und kommt so auch ab und an dazu sich über den ein oder anderen Film oder Schauspieler auszutauschen. Sicherlich wird dieser Effekt noch stärker eintreten, wenn man im Spiel mechanisch und vom Ablauf richtig drin ist.

Auch sonst ist das Thema, trotz aller Mechanik, gut umgesetzt. Nach einem Drehbuch in die Produktion zu gehen, auf sein Budget zu achten, den Trend nicht aus dem Auge zu verlieren, sich mit dem Produzenten gut zu stellen......

Alles in allem freue ich mich auf eine zweite, dann flüssiger von der Hand gehende Partie.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2788104317978813/



Ein Beitrag von Ranjit

Eigentlich wollte ich warten bis ich diesen Beitrag hier schreibe, aber aufgrund der aktuellen Ereignisse in Amerika werden vom 1.6. bis zum 8.6. alle Einnahmen die durch den Verkauf der PDF eingenommen werden an eine Hilfsorganisation gespendet.

Wichtiges vorab: Dies ist kein Spiel für Kinder und sollte nur von Erwachsenen gespielt werden

First of: https://timhutchings.itch.io/tyov
Jeder der mit mir befreundet ist hat den Link mindestens einmal gesehen und mindestens 2 Mal eine Geschichte darüber gehört. Ich bin so begeistert von diesem System dass ich seit Wochen nichts anderes mache.

Jetzt aber mal zum Bericht ansich:

Thousand Year Old Vampire ist ein Solo RPG in dem man eine Person spielt, die im Laufe ihres sterblichen Lebens zu einem unsterblichen Vampir wird. Von da an geht die Reise durch ein ganzes Jahrtausend oder sogar mehr! Es wird grausam und es wird aufregend und unfair, aber vor allem ist es etwas, worauf man zurückblicken kann.

Den Anfang macht das Erstellen eines Charakters, da wird der Hintergrund etabliert. Du willst unbedingt eine Vampirnonne haben die aus Schwerin im Jahr 1408 kommt? DEAL!
Du willst einen Vampirsamurai der in Edo geboren und dann Japan nach Jahrhunderten in den Zweiten Weltkrieg führt? Kein Thema, wie du willst!!!

Du hättest gerne einen Vampir Space Marine der Orcsblut trinkt? Okay...weird flex, aber wenn du willst kein Thema!

Du willst mit anderen und nicht alleine Spielen? Klar, kann man als Koop Spiel spielen und es ist unfassbar gut!!

Nachdem das Erstellen abgeschlossen wurde geht es schon bei Prompt 1 los und du würfelst mit einem W10 und einem W6. Anschließend noch simple Mathematik: W10-W6+Aktuelle Prompt nummer = neue Promptnummer. Dann ließt man und schreibt die Erfahrungen des Charakters auf indem man sich etwas kreatives ausdenkt. Sollte man auf einer Prompt landen, die man bereits gelesen hat, dann liest man Abschnitt 2, bzw. 3 und selbst wenn man das alles schon gemacht hat, geht man einfach zur nächsten Prompt über. Das spielt man so lange weiter bis das Spiel einem sagt, dass es vorbei ist oder verlangt, dass man etwas opfert, was man nicht opfern kann (resources/skills).
Das Regelwerk ist angenehm geschrieben und hat alles in allem eine überschaubare Länge. Ich kann jedem einen kleinen Versuch ans Herz legen und auch wenn man nichts solo spielt, so wie ich kann das schon sehr viel Freude bereiten, gerade der Journaling Mode, einer der zwei Spielmodi.

Dieses Dokument ist quasi eine Art Richtlinie die man benutzen kann um eine aufregende Geschichte zu erstellen, wie eine kreatives Schreibexperiment. Wie Fog of Love auch kann hier viel mit einer Art Rollenspiel der Spieler gemacht werden indem man aus der Sicht des Vampirs handelt und sich in die Rolle versetzt, es verlangt aber, anders als Fog of Love Null Schauspiel.

Obwohl der Anteil an Kreativität riesig ist, den man hineinstecken kann ist das nicht nur etwas für eingefleischte Rollenspielfans und kann selbst RPG-Muffel wie mich begeistern! Aber gerade diese RPG-Fans sind exakt die richtige Zielgruppe und man sollte sich einfach mal eine ruhige viertel Stunde nehmen um sich einzulesen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das eine super Sache für einen Stream wäre.

Jetzt kommt der Nachteil an der Sache: Es ist nur auf Englisch erhältlich.

Der Vorteil ist dass die Bezahlung optional ist und die PDF gratis verfügbar ist.

Also jeder kann es testen und ich habe sogar das gebundene Buch gekauft und werde dazu was schreiben. Anschließend kann ich noch Leute als Referenz angeben die es mit mir gespielt haben.

Bei Fragen, Tipps oder Anregungen sagt bescheid. Ich werde wohl auch das unvollendete Werk hochladen, damit man mal gucken kann wie das funktioniert.

Sollten auffällige Fehler vorhanden sein, gebt mir Bescheid. Ich hoffe ich habe nichts vergessen und habe mich nicht zu kurz gefasst.
Viel Spaß damit unterstütz was das Zeug hält, Autoren wie dieser sind der Grund warum wir schöne Communities haben können!

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2799491350173443/



















Ein Beitrag von Stefan Lüders

Projekt Tischbau - Ein Rückblick und ausführlicher Bericht der letzten Monate. Im Juni letzten Jahres haben meine Frau und ich darüber nachgedacht uns einen neuen Tisch zu kaufen. Hier war ich sicherlich die treibende Kraft, da ich sehr gerne mein großes Hobby Brettspiele mit einem Ess-/Brettspieltisch erweitern wollte. Tina hatte zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich Lust drauf hunderte von Euro in einen Tisch zu investieren, der unseren Ansprüchen Rechnung tragen sollte. Hier wuchs dann schnell die Idee, dass wir einen Tisch nach unseren Wünschen selber bauen. In einem Gespräch mit meinem Freund Christoph, bot dieser an diesen mit uns zusammen in der Firma seiner Familie zu bauen. Sein Vater hat seit mehreren Jahren das Hobby "Schreinerei" und hat sich im Laufe der Jahre in einem Teil seiner Firma einen Bereich geschaffen, in dem einige hochwertige Geräte und entsprechendes Werkzeug Platz gefunden haben.

So haben wir dann Ende Juni mit den ersten Planungen begonnen. In mehreren Stunden haben meine Frau, Christoph und ich dann im Zeichen- und Konstruktionsprogramm SketchUp einen Tischplan geschaffen, der unseren Vorstellungen entsprach. Die Anforderungen an den Tisch sahen wie folgt aus:
  • Größe: 200 x 120 cm
  • tieferliegende Tischplatte
  • herausnehmbare Abdeckplatten (die mittlere mit versenktem, innenliegenden Magneten)
  • abnehmbare Verkleidungen am Rahmen mit dahinter liegenden Werkzeugleisten, in die Tools wie Ablagebrettchen, Getränkehalter etc. angebracht werden können
  • abnehmbarer Rahmen
  • innenliegende LED-Beleuchtung, die sich in unsere Philips HUE Umgebung einbinden lässt
  • Stromversorgung am / im Tisch
  • Spielmatte im inneren Bereich
Die damalige Planung umfasste die Konstruktion des Gestells und des Rahmens, sowie der Einlagebretter mit Multiplexplatten und Dachbalken als Füße. Unsere preisliche Kalkulation für alle Materialien inklusive Farbe lag damals bei ca. 400 - 500 Euro.

Ende September wurden dann die ersten Einkäufe getätigt. Während des Baus wurde, auch auf Grund von Christophs Vater, klar, dass wir den Rahmen nicht aus Mulitplex machen wollen. Also besorgten wir noch Leimholzplatten aus Buche, aus denen wir die Bretter für den Rahmen und die Einlegeplatten fertigen wollten. Im Rahmen der darauf folgenden Monaten haben wir mal regelmäßig mal unregelmäßig an dem Tisch gearbeitet. Christophs Vater stand uns mit viel Rat aber auch mit Tat zur Seite. Man merkte schnell, dass er selber für dieses Projekt brannte. Nach einigen Monaten des Baus kam dann am Samstag der Tisch in Einzelteilen zu uns und wurde gestrichen, gewachst und Sonntag Abend montiert. Probleme: Während so eines Projekts kommt es natürlich auch zu Problemen, die sich am Anfang nicht absehen lassen. Es ist nicht immer Gold was glänzt.
1. Einlegebretter Während der Bauphase standen wir bei den Einlegebrettern vor dem Problem, dass diese sich geschüsselt haben. Dies bedeutet, dass diese sich je nach Raumtemperatur Luftfeuchtigkeit verbogen haben. Dies haben wir durch T-Profile aus Stahl, die wir auf den Unterseiten der Bretter angebracht haben zum größten Teil in den Griff bekommen. Eins der Bretter liegt nicht zu 100% plan auf. Hier warten wir jetzt ein paar Wochen und schauen, ob es sich noch legt.

2. LED Beleuchtung Für die innenliegende LED Beleuchtung haben wir entsprechende Bänder von Philips besorgt. Hier besteht das Problem, dass es diese nur in 2 Metern oder aber in einer 1-Meter-Verlängerung gibt. Hierzu ist es in unserem Fall erforderlich, dass man von einem Fremdanbieter entsprechende Stecker zur Verbindung besorgt, damit das Licht im Tisch überall gleichmäßig verteilt leuchtet. Da wir noch auf die Steckverbinder warten, steht hier die Montage noch aus. Bilder mit Beleuchtung liefere ich nach.

3. Ölen / Wachsen Als wir begangen das Leimholz des Rahmens und der Einlegebretter, nachdem es mit 240 Körnung geschliffen und anschließend der Staub entfernt wurde, mit Hartwachsöl zu behandeln, stellten wir schnell fest, dass das Holz die Farbpigmente unterschiedlich stark aufnahm. Dies hatte zur Folge, dass wir uns Samstag Abend entschieden noch mal einen Baumarkt aufzusuchen und und Dekorwachs (intensiv und deckend) zu besorgen und damit das Holz zu behandeln. Dies führte dann anschließend zu dem Ergebnis, welches ihr auf den Bildern seht.

4. Oberfläche Die Oberfläche des Rahmens ist unterschiedlich rau. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir die Behandlung draussen vorgenommen haben und eine komplette Staubfreiheit nicht garantieren konnten, hat sich einiger Mist in das Wachs gelegt, was die Oberfläche rau macht. Hier steht noch ein Finish mit einer sehr feinen Körnung aus.

5. Preis Alles in allem haben wir jetzt Rund 900 Euro in den Tisch investiert. Hier rate ich 100 % bei einer Kalkulation aufzuschlagen, da durch Probleme und neue Ideen im Laufe der Konstruktion Situationen entstehen können, die weitere Materialbeschaffungen notwendig macht. Wenn man dann weniger bezahlt dann freut man sich.
Fazit: Ich muss ehrlich gestehen, dass Tina und ich Sonntag Abend ein paar Tränchen vergossen haben. Zum einen weil wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind, zum anderen weil gerade für mich ein wirklich tolles und großes, handwerkliches Projekt zu Ende gegangen ist, welches mir unfassbar viel Spaß gemacht hat. Wer mich kennt, weiß, dass ich absolut kein Handwerker bin. Jedoch habe ich im vergangen Jahr so unfassbar viel über Material und Werkzeuge gelernt, dass ich mir jetzt eher zutrauen würde, Arbeiten im Haus selbst vorzunehmen. Alles in allem ist der Tisch genauso funktional wie einer der großen Hersteller. Sicherlich kann man an der ein oder anderen Stelle sauberer arbeiten bzw. noch etwas verbessern, jedoch erzählt der Tisch jetzt schon eine Geschichte, die für uns wichtig ist. Würden wir etwas anders machen? Mit der Erfahrung und dem Wissen, was wir sammeln konnten, kommen wir auf jeden Fall zu dem Schluss, dass wir den Rahmen und die Einlegebretter nicht aus Vollholz sondern aus Kontruktionsholz, welches dann im Anschluss mit Furnierholz beschichtet wird, bauen würden.

Während des Baus kamen Christoph und ich auf die Idee, dass man bei der Planung noch Lautsprecher mit einem WLAN-/Bluetoothempfänger hätten einbauen können. Dies würde ich tatsächlich zukünftig in Betracht ziehen. Dies ist aber sicherlich Schmuck am Nachthemd.
Und jetzt?

Jetzt werden Christoph und ich uns mit der Planung und Konstruktion der Tools machen. Damit sind wir sicherlich auch noch beschäftigt. Tina hat auch noch Bedarf einem Couchtisch angemeldet, damit dieser besser zum großen Tisch passt. Uns wird bestimmt nicht langweilig. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Christoph und seinen Vater ohne den ein solches Projekt für Tina und mich nicht möglich gewesen wären.
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Ein Spielbericht von Denn Netti

Bei Medioevo Universale handelt es sich um ein Zivilisationsentwicklungsspiel, in der man versuchen muss, viele Punkte wie möglich in einer von den Spielern festgelegte Runden- oder Spielzeit zu sammeln oder ggf. nach Erhalt von x Siegpunkten das Spiel sofort beendet wird.

Jede neue Runde setzt sich aus 7 Phasen zusammen, die unterschiedlich lang durchgeführt werden. Bei einigen Phasen kann jeder Spieler gleichzeitig seine Aktionen durchführen, in wenig anderen, aber dafür entscheidenen Phasen muss die Spielerreihenfolge eingehalten werden.

Das Spiel lebt von verschiedenen Aspekten der Technologieentwicklung, Area Control, Handelswaren an x Orten verkaufen und Kaufen etc. Bewegungen mit Truppen oder Waren können nur mit entsprechenden Mobilitätseinheiten durchgeführt werden, da die ländlichen Gegebenheiten unterschiedlich sind und entsprechend unterschiedliche Voraussetzungen in den jeweiligen Regionen herrschen (im Falle einer zusätzlichen Spielvariante von vielen anderen Varianten).

Im Spielverlauf ist die Kampfphase sehr zeitintensiv, da es hier auch wieder unterschiedliche Aspekte zu beachten gilt:

Welche Einheiten habe ich und welche feindlichen Einheiten stehen im Gebiet?

Kann ich ggf. Sonderfähigkeiten meiner Einheiten einsetzen, sofern der Gegner nicht die gleichen Typen besitzt?

Inwiefern soll oder kann ich Schaden machen, wenn ich Katapulte oder andere Geschossen entsprechend mit Soldaten besetze, um x Schaden zu machen?

Wodurch habe ich ggf. als Angreifer doch eher schlechte Karten aufgrund des negativen Attributwertes durch die Spielerreihenfolge bedingt?

Wie viel e Einheiten muss ich ggf. opfern, um doch das Land halten zu können oder Schaden aufhalten, um Einheiten zu schonen etc etc.?

Nach ca. 35 min war dann die erste Kampfhandlung durch und es wird dann so lange weiter gekämpft bis ggf. einer flüchten möchte, aufgibt, gefangen genommen wird (was auch nicht einfach ist) oder bis zum bitteren Ende in einer Schlacht mit Barbaren, die eh durch die Lande schleifen und herumwüten. Nicht nur dies kann im Fokus des Spiels stehen, sondern auch Diplomatieverträge, geheime Verträge oder Karten, die verschiede Ereignisse/Dinge aktivieren können, beeinflussen das ganze Spiel so sehr.

Ich habe die Spielanleitung auf englisch gelesen, dann mit der deutschen Spielanleitung verglichen und viele Dinge sind auch gut beschrieben. Was mich eher daran gestört hat, war die Strukturierung der Anleitung. Man hätte kurz und knapp erstmal in einer Übersicht darstellen können, wie man mit was überhaupt in welchen Phasen x Siegpunkte durch die einzelnen Phasen erhalten kann.

Dann zu den verschiedenen Phasen hätte ich mir noch weitere examplarische Beispiele gewünscht, denn wir hatten sehr viel Diskussionsbedarf in der Kampfphase, weil dann wiederum nicht eindeutig klar war, wie denn nun was genau zu beachten bzw. welcher Vorrang welche Figur denn wirklich hat, wenn man x Typen A, y Typen B ... usw in einem Feld hat.

Das Spielmaterial an sich sowie die Münzen sind top, aber das ist nicht alles eben. Einige Abzüge aufgrund der Spielanleitung, denn die Spieldauer wäre ggf. erheblich kürzer, wenn viel mehr Beispiele in der Anleitung dabei gewesen wären, für die Fälle, die es geben kann.

Wir haben um 12:00 Uhr angefangen, haben dann fast ca. 5,5 Stunden Regelstudium knallhart durchgezogen, und dann gerade einmal 3 Spielrunden gespielt und am Ende hieß es auf der Uhr 22:50 Uhr. Ich könnte noch weiter ausholen, aber ich lasse das jetzt mal so stehen.

Das war meine subjektive Sicht auf diese Spielpartie. Vielleicht kann jemand, der es auch hat und auch schon Partien gespielt hat, sich einmal melden für einen Austausch der Spielerfahrungen.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2759922760796969/




Nauticus - vor Jahren gekauft, mal angespielt und für ganz nett befunden.

Viel Pappmaterial, einfache Regeln, aber ein kleines bisschen ein Brainfucker. Das Spiel möchte, da doch recht beinflussbarer  Glückfaktor, immer wieder neu komplett durchgerechnet werden.

Sowas liegt mir...

Gestern Abend haben wir es erst nochmal zu zweit als Pappbrett gespielt und heute dann mal kostenlos online auf yucata.de mit meiner Silke, sowie einer mir vormals unbekannten, aber sehr netten Britta, zu dritt.

Desto öfter ich das kleine Spielchen spiele, um so mehr mag ich es.

Es ist nämlich interaktiver aus es ausschaut! Man muss genau darauf achten, welche Aktion man startet, wie man damit, da alle Mitspieler dieselbe Aktion gleichzeitig ausführen müssen, möglichst viel schadet. Oft ist es sinnvoller, statt seinen eigenen Kram zu bauen, dem anderen die Punkte bringende Aktion verfrüht vorzuziehen.

Kurz, ein Arschlochspiel... was ich bei der ersten Partie so gar nicht bemerkte. Da spiele noch jeder so solo und friedlich für sich.

Was an den digitalen Versionen nützlich ist... die bringen einem während dem Spiel, so ziemlich hart, auch noch in der letzten Runde, die eindeutigen Zweideutigkeiten der Spielregel bei.

Ich konnte gerade mit meinem fettesten Viermaster, vollbeladen mit der wertvollsten Ware, dessen Kurs an der Börse gerade am höchsten steht, NICHT ausladen und verkaufen, weil man dann doch nicht pro Warensorte, sondern pro Ware einen Arbeiter benötigt. Meine Mitspieler hatten kaum was zum ausladen... und ich den Schaden deswegen allein. Gnaaa... Arschlochspiel, sagte ich das bereits?

Zum Glück hatte ich dann trotz des Spielfehlers doch noch locker gewonnen.

Beim durchsuchen meiner Gruppen finde ich doch glatt einen älteren Beitrag von mir, ich hatte das Spiel sogar mehrfach schon gespielt, sogar in meiner damaligen Marathon-Solo Aktion!

Immer seltsam, sich selbst nach ein paar Jahren zu lesen, welche urigen Ersteindrücke man mal von einem Spiel hatte.


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Marathontag 32 Spiel 1 - Nauticus 4 Spieler


Nach unserer 2er Einführungsspiel, nochmal Nauticus, diesmal in der Vollbesetzung mit Kevin, der das Spiel bereits kannte und sehr mag, mit Silke und mit Tadele der es als einziger noch nicht kannte.

Regeln erklärt, klassisches Eurogame, der Hauptmechanismus erinnert an Puerto Rico, und diesmal wusste ich ja, das man möglichst das fette 4er Schiff bauen muss um viele Punkte zu erhalten. Also stützten sich erst mal alle auf die sehr begrenzt vorhandenen Mittelteile!
Das Spiel sieht zwar hübsch hellbau aus, und hat nette Grafiken, aber der Schein trügt, es ist nämlich ein Taktikspiel, welches keine großen Strategien erlaubt. So gilt es sich ständig auf eine neue Situation einzustellen und seine Taktik anzupassen.

Es gibt auch eine Glückskomponente, nämlich wer zu erst im Uhrzeigersinn eine entsprechende Aktion das erste mal ausführt. Dieser bekommt nicht nur als einziger einen dringend benötigten Bonus, er grätscht damit den Mitspieler manchmal mit der falschen Reihenfolge in die geplanten Spielzug.

Zu zweit spielte sich das Spiel noch einigermaßen übersichtlich, so das man immer noch einen passenden Zug findet, was man zu viert fast völlig vergessen kann. Zu zweit hatten wir das Plättchen mit der einmaligen außerordentlichen Aktion nicht benötigt, aber mit mehr Spielern bemerkt, wie wichtig diese eine Aktion ist!

Bekommt man nämlich das drohende Ende nach der 5ten Runde, seinen dicken 4er Kahn nicht zu ende gebaut, gibt auch die fetten 35 Punkte nicht, und auch die 20 Punkte für die mühsam erworbenen Waren kann man nicht mehr verschiffen.

Zum Glück gelang mir das noch gerade so im letzten Moment, was aber nicht für einen Sieg reichte. Zuerst überholte mich sogar der das gesamte Spiel über in Minuspunkten liegende Kevin noch um genau einen einzigen Punkt, weil er zuerst eine Krone/Arbeiter Siegpunkte Kombo fand. Ich gab ihm sogar noch einen Tipp, im Gegenzug dafür, dass er mir vorher half, wie er noch seine überzähligen Arbeiter versilbern konnte.

Aber man muss auch gut verlieren können!

Konnten wir auch alle, und zwar gegen Tadele, welcher das pastellartige Spielchen spielte wie eine Excelliste und jeden Zug nicht nur durchkalkulierte wie eine Jahresbilanz, sondern auch noch an dem Tag das Glück des tüchtigen auf seiner Seite hatte und immer passend einkaufen konnte, selbstverständlich ohne vorher einzulagern, wie wir anderen.

Reminder.... lessons learned - NICHT einlagern, auch wenn die Ware dann kostenfrei ist. Das ein und auslagern kostet mehr, billig ist nicht immer preiswert!

Fazit, nettes Spiel, wiederspielbar, eines das in der Menge der neu erschienen Spiele untergegangen ist.

Gern wieder!
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Ich hatte sogar einen weiteren Bericht geschrieben, mal sehen wie ich es da fand: 


Die Anleitung kündigt es an, das man es nochmal ein paar mal wiederholen wird, und immer wenn jemand fragt, "Kommt auch das ins Lager?", man stets antworten soll, "Ja auch das kommt ins Lager!"

Wir segeln durch rote Meer, gut das die Tischdecke rot ist, denn sonst ist fast alles an Nauticus hellblau.

Beim auspöppeln bemerkt man bereits worum es geht, es sind Schiffsbug und Heck, einige Mitten, viele Masten und noch mehr Segel in den Stanzrahmen der hübsch bedruckten dicken Pappe, und eben noch mehr Waren und auch Geld.

Was muss man damit wohl machen?

Klaro, Schiffe mit passenden Masten und Segeln bauen, Ware einkaufen verschiffen und möglichst mit Gewinn wieder verkaufen.

Klingt unspektakulär, macht aber dank der drehenden Scheibe in der Mitte, den immer wieder zufällig gelegten Aktionen und vor allem mit den Interaktionsmöglichkeiten, den Mitspieler genau die Aktion in der unbrauchbarsten Reihenfolge auszulösen doch Spaß.
Ein solides Arbeiterplazierungsspiel, wobei der erste der eine der 8 Aktionen wählt, immer einen Bonus erhält, meist Arbeiter, Schiffsteile, Masten, Waren usw. Die nächsten Mitspielen können diese Aktion auch ausführen oder passen, wobei das passen auch wichtig ist,. Man kann zu sich verändernden Preisen und je nach Menge zu immer teuren Preisen kaufen oder bekommt noch etwas kosenlos dazu.. Von den 8 Aktionen werden lediglich 7 ausgeführt, dann beginnt eine neue Runde.
Online Version auf www.yucata.de
Wer passt, kann einen seiner 3er, 2er oder 1er Minuspunkte in eine zwischenpunktwertige Krone wandeln. Es empfiehlt der stete Blick, ob nun mit einer 3-5 kettigen Aktion, oder mal mit passen sinvoller Punkte gerettet werden können.

Und was haben wir vergessen?

Nicht das nicht nur alles was man kostenlos bekommt ins Lager kommt, sondern das man auch Dinge kaufen darf, welche man aktuell nirgendwo unterbringen und gekaufte Waren können auch auf unfertige Schiffe geladen werden. Dafür darf man Schiffe nur ausladen, wenn diese vollständig beladen wurden und nur dann Ware ausliefern wenn man das Schiff komplett ausladen kann. Hat man zuwenig Arbeiter kann man gar nicht ausladen. Und erst wenn ein Schiff vollständig entladen wurde, darf man wieder laden.

Dafür kommt die verkaufte Ware auch nicht wieder zur allgemeinen Ablage, sondern man behält diese und die zählt am Ende mit zu den Siegpunkten. So wird die Ware knapp und mit mehr Mitspielern kommt es bewusst zu einem Mangel was man zu veränderten Preisen kaufen kann.
Da macht das große Plättchen mit der Bonusaktion auch Sinn, da man sonst bei konfrontativen Mitspielern kaum eine passende Aktionskombo hinbekäme.

Also wieder mal ein anderes Spiel gespielt als der Designer es sich ausdachte, weil wir erst mal ein Anleitungsvideo schauten und dann nur noch offene Fragen in der Anleitung blätterten. Es kam uns aber auch logisch vor, denn wer belädt schon halbe Schiffesrümpfe mit Ware?

Ahh... und mit der Suchfunktion im PDF hab ich nun auch gefunden wofür das Ankerplättchen da ist, außer das man es bei Spielbeginn beiseite legen soll, hat es doch noch eine Funktion.

Das Spiel ist ok, vom Schwierigkeitgrad leicht zu verstehen, bietet aber doch komplexere planerische Möglichkeiten, hat eine kleinere Glückskomponente und dauert nicht so lange, so das man es auch in der Woche mal Abends spielen möchte.



http://www.brettspiele-report.de/nauticus/
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2738660236256555/

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1068098313312764/



https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1077695912353004/
 Ein Spielbericht von David Haupt

Verdammt...... Elisabeth (jede Ähnlichkeit mit fiktiven oder realen Personen sind rein zufällig und entbehren jeglicher Absicht😉), meine Elisabeth.. und nebenbei noch die Tochter des Gouverneurs.. ist von schädlichen Piraten in der Karibik entführt worden.

Und das Lösegeld, was diese ruchlose Bände für die aufgerufen hat, habe ich nicht beisammen.... noch nicht.

Denn nun gilt es mit dem mir zur Verfügung stehenden Handelsschiff möglichst vor meinen boshaften, unwürdigen Konkurrenten Häfen anzulaufen, Waren aufzuladen und teuer zu verkaufen..... mit meinem Piratenschiff (ja ja.... Doppelmoral) konkurrierende Handelsschiffe aufzubringen und zu berauben... und die Kriegsschiffe des Gouverneurs gegen meine Konkurrenten aufzustacheln.
Wahrlich kein einfaches Unterfangen.... ich muss ständig auf der Hut sein, muss mich weiter entwickeln um schlagkräftiger zu werden..... all das in der Hoffnung als erstes das nötige Kleingeld für das Lösegeld zusammen zu bekommen...

Black Fleet (erschienen 2014) aus dem Verlag "Space Cowboys" ist ein Spiel für 3 bis 4 Spieler und dauert ca 60 bis 90 Minuten.

Hierbei handelt es sich um ein schön gestaltetes Familienspiel. Dabei steuert man bis zu drei Schiffe, neben den beiden eigenen Schiffen (Handelsschiff und Piratenschiff) noch eines der beiden neutralen Kriegsschiffe.


Interaktion wird hier groß geschrieben und macht in meinen Augen den spielerischen Hauptreiz dieses Spieles aus.

Über einen Kartenmechanismus bestimmt man, welche Schiffe man wie bewegt.... schippern so verschiedene Häfen an um Ware aufzuladen (sehr schön die Plastik Modelle der Schiffe die hierfür extra Ladeflächen aufweisen) und man kann im Laufe des Spiels helfende Eigenschaften durch bezahlen frei schalten.

Das Spiel ist leider nicht mehr im Handel erhältlich und soweit ich weiß auch auf dem Gebraucht Markt schwer zu bekommen. Ich bin froh, dass ich es noch in meiner Sammlung habe. Denn gerade bei Wenig- und Familienspielern sorgt es immer für ein a und o wenn ich es auspacke und auf den Tisch bringe.... und auch spielerisch weiß es zu gefallen.

Hier gehts zu einer vollständigen Rezi:

https://www.spielkult.de/blackfleet.htm
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2757178687738043





























Ich befasse mich schon länger mit dem Gedanken, angestoßen laaaange vor Corona einmal durch Torben, wem ich denn mal den ganzen Brettspielkram übergeben könne, in welcher Form und das man mit der Gründung eines Vereins, die ganze Orga der Events nicht immer alles allein machen müsste...

Gestern dann eine Frage von Peter in die gleiche Kerbe und diesmal ist es dank Pandemie noch näher, in meinem Umfeld gabs es bereits Tote.

Folgender Dialog:


+++
Peter: "Darf ich mal was sehr persönliches fragen? Was tiefgründiges?

Michael:  "Du machst mich neugierig."

Peter: "Daniel und ich haben uns gestern i.A. mal Gedanken um Vorsorgevollmachten u.s.w. gemacht und da stand die Frage im Raum: was soll mit der Spielesammlung passieren wenn wir beide nicht mehr sind. Einstimmig sind wir für einen guten Zweck. Aber was ist da passend?? Kinderheim? Hast du da Ideen?"

Michael: "Daran hab ich auch schon oft nachgedacht, gerade weil ich massiv viele Spiele gehortet habe. Ich hab noch keine richtig gute Lösung, die meisten meiner Spiele sind eher nicht für Kinder."

Peter: "Naja, du kannst es deinem Sohn vermachen.

Michael: "Der hasst Brettspiele. 🙂
Aber der Erlös sollte ihm zu gute kommen. In unserem Fall wäre er mein Erbe, und das Familiengericht würde jemanden bestellen und der hätte keine Ahnung was er mit 4 Zimmern voll mit Spielschachteln machen sollte. Die einzeln zu verwerten macht für einen Verwerter wenig Sinn, in Summe auch nicht."

Michael: "Vor allem.... der Gedanke war noch weit weg. Nun ist Mikas Mutter gestorben und wir haben ne weltweite Pandemie.... der Gedanke wird also dringender. Ich glaub am besten wäre, man versteigert die Spiele, welche nicht für Kinder geeignet sind und spendet dann für einen guten Zweck den man selbst gut findet.

Michael: Ein paar Spiele welche didaktisch passen können ja in Heime, Schulen usw."

Peter: "Das dann testamentarisch oder ähnlich verfügt? Weil, versteigern kann man selbst ja nicht mehr.... ich bin da ja sehr strange: solange der Platz da ist, werde ich kein Spiel verkaufen. Egal, ob es gespielt wird oder nicht. Nur Doppeltes kann weg."

Michael: "Is bei mir doch genauso... ich schleppe gerade tütelweise neue Spiele in die Wohung meiner Freundin, und die meckerte Gestern das erste mal. Zuletzt sagte sie, wir könnten zusammen ziehen, aber meine Wohnung soll ich als Spiellager behalten. "

Peter: "Meine Sorge ist, das es nicht verramscht werden soll. Das muss ja jemand mit Sachverstand für die gute Sache an den Mann/Frau bringen."

Michael: "Man könnte zu Lebzeiten jemanden benennen der es dann versteigern soll und ihn vorher fragen. Andreas könnte dies in meinen Brettspielgruppen tun,  oder wieder wie zuletzte auf der Bühne zB. der Spielscheune vom Ali Baba-Spiel. Ich muss ihn aber noch fragen."

Michael: "Könnte man so etwas öffentlich in der Brettspielen.Köln diskutieren?"

Peter: "Also meinetwegen kann man das ruhig in der Gruppe thematisieren, wenn gewünscht."

Michael: "Darf ich Dich dazu teilweise zittieren?"

Peter: "Ja, kein Ding."

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Also Gruppe... wohin mit unserem Kram, falls es einen von uns dahin rafft?

Doch nen Verein gründen, und der kümmert sich dann auch um solche Spielnachlässe?

Wohin mit den Spielen?
- Heime
- Schulen
- SpielClubs
- an BuT Bezieher abgeben
- versteigern und wohin spenden

Die 7 Mindestmitglieder für einen Verein hatte ich vorab mal angefragt und bekomme genug Leute zusammen.

Oder, wir machen es auch ohne Verein und bieten es als weitere unsere Hilfen und Projekte an?

Ps: Peter und Daniel, falls ich euch beide überlebe, erst mal als Notlösung, ich würde ich mich um die Versteigerung kümmern und das so, dass die Spiele in gute Hände kommen. Ihr solltet vorher entscheiden, wohin mit dem Erlös und dies entsprechend hinterlegen. Zum Erbrecht melde ich mich per PM.

Hier gehts zur Diskussion:

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2743334712455774/
Paradoxerweise spiele ich momentan seit Corona wieder mehr als noch vor Corona.

 Nur unsere Pandemierunde ist etwas eingeschlafen. Wir wollten Pandemie Legacy Teil 2 ja eh nur noch einmal im Jahr eine Partie spielen.... aber das uns mal ne echte Pandemie dazwischen kommt?

Mir lief schon so vor 2-3 Jahren, zuerst langsam und unbemerkt, und zuletzt recht heftig die Lust aus den Schuhen, ich kaufte Spiele nur noch, spielte sie aber kaum mal. Die Spielmesse in Essen hatte ich nun das zweite mal ausgelassen. Nach unserem eigenen Messestand dort, lies die Begeisterung "Messe" doch arg nach.

Seitdem unerwarteten Tod der Mutter meines Kindes, hatte ich seit letzten Herbst fast gar keine Lust mehr und es wurde ne Pflichtnummer.

Bad mood, zu laut im SpielCafe, keine Konzentration und irgendwie fühlten sich auch alle immer neuen Spiele nur noch wie "schon xmal gespielt" an. Hunderttausende unterschiedliche Spiele, aber nur 20-30 Spielmechaniken, rotierend immer wieder nur als Vikinger, Zombies, Raumschiffen oder Chtuhluh.

Nach nun 6-7 Jahren, mit immer 3-4 Spielen pro Woche, oft sogar pro Tag, darf einem ein Thema auch mal langweilen.

So schlief dann auch der ganze Rest etwas ein. Die Webseite, der Youtubekanal, das Instagram, das antesten von neuen Prototypen und das planen von immer neuen Events. Was hab ich alles schon angefangen und ist unvollendet wieder verreckt...

Zum Glück hatten Achim und Andreas weiter das Cafe auf und zu geschlossen.. Als die beiden weniger Zeit hatten, bin ich nur noch zum auf und zuschließen hin. Ich hatte kurz vor Corona schon auch andere Spieler gefragt ob sie mal auf und zu schließen würden. Als ich keinen fand, spielte ich bereits mit dem Gedanken, dass mit dem Spielcafe mal ne Zeit ausfallen zu lassen.

statt Brettspieltisch...
Ca. 1-2 Wochen später kam Corona.

Wenn das hier tatsächlich mein Multiversum ist, ihr seid alle nicht real und ich träume euch und eure Götter nur, dann habt ihr die Pandemie mir zu verdanken.

Auch auf das digital spielen und in Konferenzen reden, sich so sehen hatte ich die ersten beiden Monaten kaum Lust.



Das transporTabeln der versteigerten Spiele läuft noch weiter, meine gewohnten Mitspieler sehe ich so wenigstens kurz mit 2-3 Meter Abstand im Treppenhaus.

Zum dasHü fahre ich regelmäßig Kaffee trinken. Aber wir beide spielen schon seit Jahren kaum mal zusammen, wir quatschen über alles mögliche, aber kaum noch über Brettspiele. Irgendwie war darüber mal alles gesagt. Ich hab Andreas fast häufiger im Schwimmbad gesehen als im SpielCafe.

Aber jetzt... nach 2 Monaten Corona hab ich tütenweise Spiele mit zu meiner Silke geschleppt, und wir testen wieder ungespielte Spiele aus. Und ich vermisste irgendwann dann doch meine gewohnten Spielrunden, das smaltalken, das zwischenmenschliche, das gewohnte gegenseitige necken und veralbern beim spielen.
Also hab ich dann doch meine festen Spielrunden in die digitalen Spielewelten gelockt und mit Whatsapp, Skype, Dischord, Zoom usw hantiert. Spiele nur per Voice erklärt, mündlich Konferencen moderiert, und die Nachteile der digitalen Umsetzungen kennen gelernt.

Aber auch die Vorteile.

Wie gnadenlos hart einem hart eine digitale Version einem die bisher so häufig gemachten Spielregelfehler aufzeigt. Computer diskutieren und interpretieren nicht. :-)

Wenn man man die Hürde genommen hat, trifft es sich digital sogar sehr viel unkomplizierter. Es kostet durch die wegfallende Anfahrt weniger Zeit. Mit VoiceKonf, oder sogar VideoKonf ist das, was das gemeinsame am Tisch sitzen ausmacht, irgendwie doch, zumindest teilweise vorhanden.

Nun hatte ich wieder Lust bekommen, immer die Pappversion vorher anzuspielen, und danach die digitalen Versionen und es zu vergleichen. Silke ist auch wieder angefixt.

Vor Corona mussten wir immer die knape Freizeit aufteilen auch auf coole externe Events. Nun sind wir durch ne weltweite Pandemie bedingt fast absolute Stubenhocker.

Irgendwie ist es total cool, den Inhalt von 2-3 Spieleläden in seiner Bude, Keller und Garage zu haben. Es fühlt sich so an, als wäre mein Boardgamehording der letzten 6 Jahre so eine art "prepping" für eine Pandemie gewesen.  

Und ohne das ich es selbst bemerkte, spiele ich nun wieder 2-3 Spiele jeden Tag, mache wieder Fotos für Insta, Videos für Youtube, fummle an einem neuen Videotrailer, schreibe weiter an der Satzung für die Vereinsgründung, rechne nochmal ein bestimmtes Projekt durch, telefoniere wieder mit dem Liegenschaftsamt, lass mir das Brettspielen.Köln Logo auf nen Mundschutz sticken., bin wieder an einem Podcast dran und bastle an längst verstaubten Kram weiter.


Bald transporTabel ich endlich einen Stapel Spiele zu Arne nach Bremen, dem Autor von Era of Tribes. Den Besuch hatte ich vor drei Jahren schon angekündigt und immer kam was dazwischen.
Wir werden brettspielen bis wir gemeinsam müde unter den Tisch rutschen. Oder einfach nur stumm unsere Biere trinken und den Muscheln beim schubsen zuschauen.

Das Hobby Brettspielen wird das bisher einzige sein, welches ich wohl nicht wieder aufgeben werde.

Achja, ich war zuletzt mit Achim allein 1-2 Stunden im Spielcafe.
Wir haben uns gegenseitig zugeschaut wie unsere Bärte wachsen...

Ihr wisst schon, dass es ohne euch Besucher ziemlich langweilig dort ist?


Achim schrieb heute:

"Mal Hand auf's Herz: Wer spielt aktuell eigentlich noch?

Mit dem Aussetzen der Treffen - im Café oder auch in privaten Gruppen - sieht es zumindest bei mir extrem mau aus. Ich habe etliches hier rumstehen - teilweise auch einiges Neues und etliche Klassiker, aber spielen kann ich quasi vergessen.  Selbst solch eigentlich kleinen Spielchen wie "The Crew" bekomme ich seit Wochen nicht auf den Spieltisch, da es grundsätzlich an einer Viererrunde hapert...

Online-Spiele: Das reizt mich dann wieder nicht .... So wird jedes Wochenende, an dem ich mir mal wieder vornehme, was zu spielen, zu einem Desaster - Vorfreude, die sich bereits am Freitagabend in Wohlgefallen und Streit auflöst; und damit ist das restliche Wochenende dann auch verkackt - unfullfilled expectations .... Wenn das so weitergeht wandert meine Sammlung demnächst auf den Dachboden und das Hobby Spiel wird wieder vollends eingemottet. ....

.... und was soll das hier jetzt? Ich wollte nur mal rumheulen und sagen, dass ich euch und die Spiele vermisse!"

Gugong - Ein Spielbericht Von David Haupt

Nun entstamme ich schon einer mächtigen, chinesischen Familie.... und was hat es mir bislang genutzt? Nichts. Der Kaiser nimmt einfach keine Notiz von mir. Aber wie auch.
Er sitzt abgeschirmt in der verbotenen Stadt, auch Gugong ("Kaiserpalast" oder "Ehemaliger Palast" ) genannt. Abgeschirmt durch ein Heer von Beamten.... wen wundert es da, wenn man versucht durch Bestechung diese Abschirmung zu durchbrechen um zum Kaiser vorzudringen und sich sein Wohlwollend zu sichern.

Doch mit der Bestechung ist es so eine Sache. Man ist ja nicht alleine auf die Gunst des Kaisers aus. Ich muss also durch das Land reisen, Beamte beim Bau der Mauer bestechen, Dekret erlassen, wertvolle Jade Steine sammeln, in den Häfen entlang des Kaiserkanals Handel treiben, natürlich Intrigen schmieden.... und zu guter letzt zusehen, dass ich bei all den Anstrengungen überhaupt den Palast erreiche, um beim Kaiser vorgelassen zu werden.
Fürwahr, ein anstrengendes Unterfangen bei dem mir die anderen mächtigen chinesischen Familien versuchen zuvor zu kommen.

Gugong ist ein Spiel für 1 bis 5 Spieler aus dem Jahre 2018. Autor ist Andreas Steding und erschienen ist es im Verlag Game Brewer. Die Spieldauer wird mit ca. 90 Minuten angegeben, das Alter ab dem es gespielt werden kann ab 12 Jahren.

Bei Gugong handelt es sich um Strategie Spiel mit verschiedenen Elementen. Zentrales Element sind die Geschenk Karten, mit denen man die Beamten besticht. Wie ich finde ein sehr schöner Mechanismus: Man startet mit einem Set von Geschenk Karten (diese tragen Nummern von 1 bis 7) auf der Hand. Wenn man am Zug ist muss man eine seiner Karten von der Hand mit einer der sieben Karten auf dem Spielplan austauschen. Die Karten selbst zeigen jeweils eine Aktion, die Karten auf dem Spielplan liegen bei Orten die auch eine Aktion ermöglichen. Ob man die Aktion(en) umsonst ausführen darf hängt davon ab ob man mit einer niedrigeren Karte tauscht.

Durch diese Aktionen kann man sich dann am Bau der Mauer beteiligen, durch das Land reisen, Jade Steine erwerben und und und. Wichtig dabei ist auch nicht auch dem Auge zu verlieren, sich mit seinem Boten Zugang zum Palast und damit zum Kaiser zu verschaffen. Gelingt einem dies nämlich nicht, kann man das Spiel nicht gewinnen.


Im Großen und Ganzen gefällt mir Gugong ganz gut. Es ist kein Uberflieger, die angegeben ca 90 Minuten Spieldauer halte ich ab 4 Spielern für eine Illusion und das Spiel tischt bekanntes gut miteinander verzahnt auf. Wie schon gesagt gefällt mir der zentrale Mechanismus außerordentlich gut. Was aber absolut herausragend ist, ist die Material Qualität. Ich hoffe, das kommt auf den Fotos einigermaßen rüber. Absolut fantastisch ist das Inlay.... so passt dann auch alles in die prall gefüllte Box.... die auch entsprechend schwer ist.

Gugong ist ein schönes, gutes Spiel. Kein Uberflieger, aber das Material lässt es bei mir auf Dauer ein zuhause finden.

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Sanctum von David Haupt

Mir reicht's.... ich hab die Schnauze gestrichen voll.... immer mit dieser kleinen Gruppe von Taugenichtsen und Großmäulern gemeinsam in Dungeons ziehen, den anderen laufend den Arsch retten, sich dabei immer wieder dumm anmachen und angrabschen lassen.... und dann zum Schluss noch die Beute teilen und den Ruhm bekommen dieser nichtsnutzige Zwerge, dieser aufbausende Ritter und dieser aufgeblasen Magier.

Damit ist jetzt Schluss! Jetzt ziehe ich alleine los...Ruhm, Ehre und Beute nur für mich alleine. ICH AUCH..... habe ich Ihnen zum Abschied in ihre verdutzten Gesichter geschrien.. ICH AUCH!
Nun bin ich auf dem Weg, um den berüchtigten, gefährlichen Dämonlord Malghazar zu bezwingen und mir unermessliche Reichtum zu sichern..... allerdings wird mir langsam etwas mulmig.... zugegebenermaßen.


Ich bin zwar des Königs ältere Schwester.. aber so ganz alleine auf dem Weg durch dunkle Wälder und kalte, bedrohliche Gebirgswelten ist mir dennoch ab und an ein wenig schauerlich zu Mute.
Gut, dass ich mir in meinen bisherigen Kämpfen die eine oder andere Fähigkeit zugelegt habe.... aber ich werde diese ausbauen müssen. Denn schon auf der ersten Etappe meiner langen und beschwerlichen Reise musste ich mich zweier kleiner fieser Dämonen entledigen.
Und ich werde das Gefühl nicht los, dass außer mir noch jemand unterwegs ist zum Dämonlord.... ich muss mich beeilen und mich wappnen, kräftiger werden um die immer häufiger und stärker werdenden Geschöpfe der Finsternis zu besiegen.

In Sanctum für 2 bis 4 Spieler übernimmt jeder die Rolle eines Helden. Dabei kann man zwischen einer Jägerin, einem Gesetzlosen, einem Unheilstöter und einer Tänzerin wählen.
Jeder der Helden startet mit unterschiedlichen Fähigkeiten die weiter entwickelt können, mit einem Vorrat an Ausdauer, einem sogenannten Fokus Vorrat und natürlich mit einer Anzahl von Lebenspunkten.

Bei Sanctum muss man wissen, dass man Solitär spielt.... Also nicht vereint als Gruppe kämpft. So macht man sich abwechselnd auf den Weg und ist am Zug, um voran zu schreiten und Monster zu bekämpfen. Das voran schreiten erfolgt dabei über Etappen Spielpläne. Erreicht man den V. Etappen Spielplan, erreicht man die Mauern der Stadt Sanctum. Diese müssen eingerissen werden... Anschließend geht es in der VI. Etappe gegen den Dämonlord.


Mir hat die erste Partie gut gefallen. Zwar spielt man Solitär vor sich hin. Für uns war es aber ein spannendes Wettrennen. Und es machte auch Spaß dem anderen zuzuschauen wie er sich im Kampf schlug. Besonders gut gefällt mir das Begabungsverzeichnug und wie man seine Fertigkeiten weiter entwickelt.

Zudem finde ich das Material gelungen.... wenn auch der Preis ein wenig üppig ist.



https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/2722629521192960/
Zoom.....es ist der 7. Juli 1991.
Von David Haupt.

Ich finde mich im Finale des bedeutendsten Tennis Turniers der Welt wieder: Wimbledon. Mein Gegner: Boris Becker. Ausgerechnet mein deutscher Rivale, das Aufschlagwunder.
Nach 4 hartumkämpften Sätzen steht es im entscheidenden fünften Satz 2 zu 2 nach Spielen, Vorteil Becker. Ich serviere und Boris hat seinen ersten Matchball.

Natürlich gehe ich beim ersten Aufschlag volles Risiko und spiele auf Ass.... was leider misslingt.
Nun der zweite Aufschlag. Wieviel Risiko soll ich gehen? Spiele ich den Ball einfach mitten ins gegnerische Feld? Oder doch möglichst nah an die Linie oder hinter das Netz? Meine Finger zittern leicht, Nervosität macht sich bemerkbar.

Mein Aufschlag ist gut, geht aber nur genau mittig ins Aufschlagfeld. Dadurch hat Boris jetzt eine gute Position. Er schnippst den Ball lang in eine der beiden Ecken. So bedrängt entscheide ich mich nun Risiko zu gehen und mich aus dieser Bedrängnis zu befreien. Ich schnippse den Ball ebenfalls lang, ganz lang.... fast zu lang. Er bleibt genau auf der Linie liegen....

Set & Match bringt das Tennis Feeling extremst gut rüber. Hier mit wenigen und wirklich sehr einfachen Mitteln ein Spielvergnügen erzeugt, was im Brettspiel Bereich in Bezug auf sportliche Umsetzungen gar nicht oder nicht all zu oft gibt.

Dem Spiel liegen zwei "Bälle" bei. Da hat sich jemand Gedanken gemacht! Denn unter den einen klebt man mitgelieferten Filz. Was diesen "Ball" langsamer macht und man somit entscheiden kann ob man auf schnellem oder langsamen Belag spielen will.

Das Feld ist in Zonen unterteilt und es gilt per schnippen des "Balls" (Holzscheibe) beim Aufschlag in das Aufschlagfeld zu kommen. Dabei ist das Aufschlagfeld in vier bzw fünf Bereiche unterteilt. Je nachdem in welchen Bereich ich meinen Ball platziere schlage ich ein Ass (natürlich das kleinste Feld und am Rande des Aufschlagfeldes, also schwieriger zu Treffer und ein höheres Risiko auf einen Fehler) oder ich erhalte eine unterschiedliche Anzahl von Punkten (0 bis max 2 im Aufschlagfeld). Die Punkte die ich dadurch erhalte treiben einen kleinen Ball voran der sich am Spielfeldrand auf einer Skala von 0 bis 3 bewegt... in meine Richtung und in die Richtung meines Gegenspielers. Wer zuerst die 3 erreicht macht den Punkt.

So entwickelt sich einflottes, rasantes Match. Man versucht natürlich möglichst gut seine Bälle zu platzieren muss aber je nach Spielstand abwägen wieviel Risiko man geht. Und die Situationen, in denen man unter Druck steht und aus dieser Situation heraus einen fantastischen Long Line Ball genau auf die Grundlinie bringt sind klasse und emotional einfach geil.

Vorteil dieses Spieles ist es sicherlich auch, dass es in zwei Minuten aufgebaut ist und man sofort los spielen kann. Auch Doppel sind übrigens möglich und machen eine Menge Spaß.

Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der mal was anderes sucht, emotionsgeladene Duelle mag, einen Faible für Sportspiele hat und Lust an Schnipp Spielen hat

Das Spiel kostet online derzeit ca 30 EUR.... wenn man es denn wo bekommt.



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Ein Spiel von 1974
Unser SpielCafe bleibt bis Ende April vorerst geschlossen.

Wir spielen online!
Schaut vorbei!

DasHü hat sie die Mühe gemacht die Infos zu erstellen und organisiert die Onlinetreffen!

Virtuelles Brettspielcafe

Wegen Coronaprävention.

Wir haben schon einen Brettspielen.Köln Discord Server und ich würde vorschlagen wir nutzen den einfach um uns zu treffen und virtuell ein paar Spiele zu spielen.

DISCORD:
Da muss man sich auf jeden Fall (so man noch keinen hat) einen (kostenlosen) Account erstellen. Das ganze ist ohne Werbung und ohne Kostenfallen, allerdings wird um sich zu finanzieren ein Abo angeboten mit dem man ein paar mehr Emojis und Streamingoptionen hat.

Link zur App für Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.discord

Link zur App für iOS:
https://apps.apple.com/…/app/discord-chat-for-g…/id985746746

Link zur Software für Windows/Linux:
https://discordapp.com/download

Discord geht auch im Webbrowser (angenehmer find ich aber die Software/App):
https://discordapp.com/app

Einladung zum Server: https://discord.gg/BcJKtBU  (neuer, der alte Link war abgelaufen)

TABLETOP SIMULATOR:
Steam für Windows, Linux und Mac gibts hier:
https://store.steampowered.com/about/

Auch hier wird ein kostenloser Account benötigt.
Den Tabletop Simulator gibts dann hier zu kaufen:
https://store.steampowered.com/a…/286160/Tabletop_Simulator/
Tabletopia und Tabletop Simulator bieten viele Spiele kostenlos (Tabletop Simulator kostet grundsätzlich 20€, bzw. ein bißchen weniger wenn man sich mit 4 zusammen tut).
TABLETOPIA:
Kann man per Browser spielen:
https://tabletopia.com/
Und in Steam gibts das auch als Software zum installieren:
https://store.steampowered.com/app/402560/Tabletopia/
(ist kostenlos, benötigt aber auch die oben genannte Steam Software und einen kostenlosen Steam Account)

Vorstellung der Simulatoren
https://www.facebook.com/Tabel.Michael/videos/3259134527450022/

Weitere Alternativen sind Brettspielwelt.de, Yucata.de und Boardgamearena.com, da sind die Spielmechaniken mit drin, es gibt wesentlich weniger Spiele (aber immer noch genug) und das ganze ist nur 2D. Boardgamearena ist zur Zeit meines Wissens nach auch auf zahlende Mitglieder beschränkt. Yucata kommt etwas altmodisch daher und ist auch etwas schwieriger zu lernen.

Lieben Gruß
Michael