Time of Crisis

Das römische Imperium ist im Aufruhr, der Senat streitet sich, einflussreiche Familien schachern um gute Positionen und Generäle mit ihren Legionen mischen auch noch mit rum. Die Barbaren fallen auch noch überall ein. Und hat sich da eben etwa auch noch ein Gebiet vom römischen Imperium losgesagt??? Das schreit nach einem neuen Imperator!

Deckbuilding mit Brett auf dem intrigiert, ausgebaut, marschiert und gekämpft wird. Es gibt drei Währungen die für unterschiedliche Aktionen ausgegeben werden können und auf den Karten sind auch noch unterschiedlichste Aktionen zusätzlich mit drauf.

Es ist ein Wettrennen um Punkte und die längste Zeit auf dem Thron. Konfrontation ist Haupttagungspunkt. Es gilt sein Deck zu verbessern, möglichst viele Gebiete zu besitzen und die auch noch irgendwie gegen Angriffe auf zwei Ebenen durch die Mitspieler und einfallende Barbarenhorden zu verteidigen. Und man darf sich auch noch aussuchen was man nachzieht...bis nur noch Schrott im Nachziehdeck ist den man grad so gar nicht gebrauchen kann :D

Hat mir sehr gut gefallen, die Runde von gestern hat sich auch direkt auf ne Revanche verständigt, ich bin gespannt ob es dann nochmal nen Schritt nach vorne macht und meinen bisherigen Deckbuilder-Eroberer "A Handful of Stars" vom Thron stoßen kann. Bisher 8/10

Brügge mit Erweiterung

Das wurde ja in letzter Zeit dauernd und mit Begeisterung in der Gruppe gespielt, da war ich natürlich neugierig. Man zieht Karten in unterschiedlichen Farben und die Karten ermöglichen einem dann gewisse Aktionen die entweder Kosten oder Wirkung in Abhängigkeit der Farbe haben. Mit den Aktionen baut man in Brügge Kanäle, Gebäude, lässt in die Gebäude Personen einziehen und heuert Handlanger an. Alles gibt irgendwie Siegpunkte, aber manches doch ein bißchen effektiver. Manche Karten funktionieren auch besonders gut mit manchen anderen Karten zusammen. Geld sollte sehr rar sein, wars durch eine gute Kombo meiner Karten ab der Mitte eher nicht.

Die Erweiterung fügt nen fünften Spieler hinzu, gibt noch eine Zusatzoption beim Kanäle bauen und jede Runde ein "Event", dass ein paar Mal benutzt werden kann.

Alles in allem ein schönes Spiel, dass einem eine Menge Möglichkeiten bietet, dabei aber auch ein wenig einschränkt und durch Würfel und Karten ziehen auch teilweise etwas unplanbar. Wenn ich ne Persönlichkeit spiele die rote Häuser haben will, brauch ich rote Karten um rote Handlanger zu kriegen mit denen ich dann weitere rote Karten in rote Häuser umwandeln kann. ...blöd nur, wenn man über die nächsten drei Runden nur eine einzige rote Karte kriegt.

Hat trotzdem Spaß gemacht und über kurz oder lang gleicht sich sowas ja üblicherweise auch immer aus. Würd ich problemlos nochmal spielen: 7/10


Love Letter mit Erweiterung

Thematisch gehts darum sich bei Adligen einzuschleimen und die anderen Schleimereien "aufzudecken" um am Ende entweder als letzter oder mit dem hochrangigsten Adligen "verbündet" zu sein.

Ich fand Love Letter als Absacker immer super. 3-4 Spieler sind 15-30 Minuten beschäftigt und währenddessen hat man geknobelt, gewitzelt, Zufälle gefeiert und taktiert.

Die Erweiterung ändert das total. Die Kartenzahl wird verdoppelt, die maximale Spieleranzahl auch und schon braucht man zu acht locker 2 Stunden bevor die Partie vorbei ist.

Hat auch Spaß gemacht, ist aber komplett anders und bei der Länge würde ich tendentiell eher was mit mehr Tiefgang anstreben und so kriegt die Erweiterung zum 8/10 Grundspiel leider nur 7/10.



Pioneers

Pioniere machen sich auf in den Wilden Westen, natürlich per Postkutsche. Wir organisieren diese Postkutschfahrten und versuchen Bedürfnisse von Städten zu erfüllen um so ein Wege und Einflussnetz aufzubauen um möglichst viele Punkte abzusahnen.

Weihnachtsgeschenk von den Schwiegereletern und die beweisen mal wieder eine gute Hand. Letztes Jahr haben sie mich mit Scythe instant total aus den Socken gehauen, diesmal das Spiel ausgepackt und erstmal keine Ahnung gehabt was da vor mir ist. Queen Games ist ein Verlag von dem ich vieles mag. Einfache Regeln, einfaches aber solides Spielmaterial...und dann hat man da manchmal ganz schöne Knobelbrocken. Bewertung auf BGG 7,2 und noch nie was von gehört...ich bin gespannt.

Gestern also Regeln inhaliert (super easy aber ausführlichst erklärt) und los gehts. Geld nehmen, Kram kaufen, Kutsche fahren und einen aussteigen lassen und dessen Spezialaktion nutzen. Danach noch rumfragen ob noch einer wen aussteigen lassen will. Klingt einfach, ist es eigentlich auch, wenn nur das Geld nicht ultra-knapp wäre, die anderen in ne Richtung fahren wo man eigentlich gar nicht hin will und auch nie die Passagiere in Reichweite sind, die man eigentlich vor hatte zu setzen.

Wie bei Brügge musste man sich sehr auf die aktuelle Situation einlassen und "das beste draus machen", allerdings ist im Gegensatz zu Brügge der Kram überhaupt nicht zufällig und unvorhersehbar, sondern rein abhängig von den Mitspielern, so dass man sich durch umsehen schon Gedanken machen kann wer wohl wen wo abliefern will.

Trifft sehr meinen Geschmack und macht aus wenigen Regeln mal wieder viel Denksport. Das könnte mit den nächsten Partieen sogar noch steigen, aber erstmal kriegts ne 8/10 mit Tendenz nach oben.


Dead Drop

Gestern abend noch mal kurz auf den Tisch gebracht und es gefällt mir besser und besser. So einfach in Spielmaterial und Regelwerk und hat trotzdem Gedächtnis, Kombinieren und Logik en Masse. Neben Dead Mans Draw mein liebster Absacker, deswegen wirds um einen Punkt aufgewertet: 9/10




Von Stefan Burkhardt

"Kennt ihr das... Ihr sitzt mit Freunden vor einem Spiel und wisst sofort "oh nein das kenne ich, dass ist übler Mist" und sucht verzweifelt nach einer Ausrede nicht mitspielen zu "dürfen".

So erging es mir die Tage mit Vienna. Ich war gerade mitten im Aufbau und der Sortierung von Euphoria und dann kam der Gastgeber auf die Idee noch was Kleines und Schnelles zu spielen ... 
Den ersten Anlauf konnte ich noch mit der Ausrede abblocken: "Ich muss Aufbauen und habe keine Zeit". So jetzt lag es aber direkt in der Nähe und lachte mich schon so hämisch an. 

Das erste Spiel des Abends war nun Geschichte. Ich war glücklich, der Triumph war meiner und der neue Besitzer des Spieles freute sich direkt über seine Neuerwerbung.
Damit hätte der Abend einen schönen Abschluss finden können.
Meine Müdigkeit und Gesundheit hätten sich gefreut. Leider wurde nicht vehement genug Nein gesagt auf die Frage ob  noch was geht. 
So jetzt lag aber dieses Spiel vom Anfang noch in der Nähe, ja es kam was kommen musste... Es kam auf den Tisch. 4 der 5 Spieler diskutierten heftig über die Regeln. Ich wollte eigentlich meinen Sieg feiern und heimfahren.
Naja also dann mitspielen und es mit Würde ertragen, aber leider war das übermüdet und verschnupft nicht so einfach. 
Ich fand es ja bei meiner ersten Partie schon übel und es wurde bei der zweiten Partie auch nicht besser. Im Gegenteil es wurde immer Schlimmer. 

Das Spiel war für mich totaler Mist und meine eigene Laune ging rapide zwei Stockwerke unter den Keller und war leider nicht mehr Sozialverträglich.
Dadurch resultierte dann natürlich auch ein negativer Effekt für meine Mitspieler, auch Ihnen gefiel das Spiel so gar nicht. Keine Ahnung ob das Spiel wirklich nichts kann ist oder eben es nur meine eigene Übellaunigkeit war.

Als Wiedergutmachung zauberte unser Gastgeber, welcher mit Ruhe und Würde meine Nervensägerei ertrug, Yedo aus dem Hut...
... Was soll ich sagen... Manchmal fährt man besser nach Hause.

Es ist nicht immer unbedingt das Spiel schlecht nur weil es einem nicht gefällt. Manchmal liegt es an der Spielrunde und manchmal auch ganz einfach an einem Selbst oder am eigenen Fitnesslevel.
Im Nachhinein betrachtet tun mir meiner Mitspieler aus dieser obigen Spielrunde echt leid ... Schließlich durften Sie meine Launen ertragen, für die ich verantwortlich war."


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Antwort von Michael Tabel,

Zuallererst mal... Stefs "Mimimi" hat mit einigen hunderten Views mehr Views als alle bisherigen 45 Artikel zusammen. Und das ohne Bilder, ohne Videos, nahezu ohne On-Topic Content. "Drama" scheint die Generation Privatfernsehen mehr zu interessieren als alles was wir brettspielthematisch auf den Kopf stellen.

Dazu passen auch die durchnittlichen Ansehzeiten unserer Youtube Videos.

Rezensionen und Brettspielvorstellungen werden im Schnitt kaum länger als 100 Sekunden angesehen. Die Top Ten unserer am meisten angeklickten und am längsten angesehen Videos sind die wo es kaum um Brettspiele geht. Es sind die wie ich ein ehemaliges Nonnenstift von innen filme, wo ich vier Hände voll schreiender Kleinkinder filme, oder zwei fette Kerle mit Strickbärten und nen Dampfplauderer mit Strohzylinder filme.

Stefs Mimini Post lockte 100 mal mehr Leser nur mir der Überschrift an, evtl. liegts daran, das ich die Kölner Brettspielgruppe ganz bewusst stark personalisiert habe.

Exakt das ist auf der Messe an unseren eigenen Messestand von einem Hamburger, den ich vorher noch nie gesehen habe an mich völlig begeistert herangetragen worden.

"Das ist der Wahnsinn!
"Nun sehe ich euch alle mal in echt!
"Das fühlt sich so an, als würde ich euch alle bereits seit Jahren kennen, da ist der Achim, da der  Stefan, da hinten steht "DasHü"!
"Das liegt daran, Michael, weil du einen ganz besonderen Schreibstil hast, es geht bei Dir nicht nur um Brettspiele, sondern ums brettspieleN, und um die Mitspieler. Nicht nur um Spielmechaniken und Spielmaterial, sondern wie du und deine Mitspieler sich bei einem Spiel fühlen."

Klar wusste ich das, aber das es zumindest EINER mal nicht nur wahrgenommen, sondern auch ausgesprochen hat, hat mich gefreut.

Ich sehe ja auch andere Brettspielgruppen und Treffen, die nicht gerade durchgängig das ganze Jahr immer ausgebucht sind, die außer posten kaum mal gemeinschaftliche Aktionen auf die Reihe bekommen. Ich bin mir der besonderen Unterschiede der Mitglieder der BrettspieleN.Köln und wie man eine solches Miteinander führt bewusst.

Es ist nicht immer alles schön, bei homophoben und rechtspopulistischen Gesinnungen, bei Betrug, Diebstahl und Verleumdung  reagiere ich deutlich und berechenbar, so jemand hat in unserer Runde nichts zu suchen. Es ist wie die 4.000 Bewerber die schon vor meinem Tisch saßen, neue Mitspieler müssen auch charakterlich zu unserer Runde passen.

Wir sind ein großes Team, sehen uns mehrfach die Woche, spielen nicht nur immer wieder zusammen, kaufen gemeinsam ein, transportieren uns gegenseitig den Kram, unternehmen auch Abseits des Brettspielens eine Menge, es bilden sich Freundschaften.

Freundschaften!

Wie habe ich meine Moderatoren/Mitadmins ausgesucht?

Ganz einfach, man muss sich gegenseitig vertrauen können, erst recht wenn man(n) mal nicht einer Meinung ist, evtl. auch mal persönlich betroffen ist, und in schwierigen Situationen untereinander immer einen respektvollen Konsens finden können. Das wurde mit Achim, Stef, Heiko, und mit "DasHü" hervorragend geprüft und hat immer gepasst. Deswegen wurde es zuallererst Heiko, dann Stefan, DasHü und sogar der stets mit eigener Agenda-Achim.

Aber mit Stef ist es anders.
Wir laufen beim 100 Meter Lauf zwar in der gleichen Liga, sind uns aber doch sehr ähnlich, müssen uns nicht mal zusammenraufen, macht euch klar, das hier ein überzeugter CSU Stammwähler und ein linksgrünversiffter Gutmensch oft mehrfach die Woche über Stunden friedlich zusammenhocken und grundsätzlich über alle Themen des Lebens anderer Meinung sein können.

Auch über ein Brettspiel!

Und darum gings es Stefan nicht nur.
Der ganze Abend war aus unserer Sicht der anderen Spieler völlig harmlos. Wir haben nicht mal bemerkt, warum Stef sich entschuldigen hätte müssen.

Wir haben drei Spiele an einem Abend gespielt, der Tag war lang, die Regelerklärungen durch das dauerhafte Zwischenbombardement an Fragen anstrengend aber der Abend war gefühlt für alle lustig, und durchaus ok. Auf meiner persönlichen "schlimmster Spieleabend" liegt er auf Platz 17.367.

Aber ich kann erklären was da sonst noch zusammen kam.

Wir waren zu viert verabredet, klassisches Lineup, Päärchenabend, Stef ich und unsere bessere Viertel.

Per Whatsapp bimmelt aber seit Wochen das einsame Gewimmer von Tommes auf meinem Smartphone. Ich hab schon den Klingelton abgestellt, damit es kein Dauerton ist.

Und wieder die Nachricht, in der er sich selbst irgendwo einladen möchte, ansonsten sich sofort vernachlässigt in seine Couchritze stürzen würde, wenn er nicht sofort irgendwo mitspielen könne.
Also ludt ich ihn ein, aber er brauchte noch 20 Minuten länger als geplant.

Ich steh vor meinen 16 Meter Spielregal, und suche etwas das man in 20 Minuten spielen kann, bis Tommes endlich kommt. Ahh... Vienna, richtig coole Idee, super einfaches Spiel, vor allem ist es nahezu identisch von der Spielmechanik zu dem Spiel, was wir gleich spielen wollen, taugt also prima als Vorbereitung.

Bei Vienna und auch bei Euphoria, hat jeder 4 Würfel, würfelt diese und kann 1 bis 2 Würfel davon aufs Brett ablegen und damit Aktionen auslösen. Vienna ist eine "Doppellight" Version von Euphoria, wenn man ein Auge für Spielmechaniken hat.

Stef sagte nicht, dass er das Spiel bereits kannte, oder das er es Scheiße findet, er sagte "Ich bin raus, ich sortiere noch das Spielmaterial von Euphoria und muss noch aufbauen.". So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein obwohl man nebeneinander hockt.

Zu Beginn fragte ich noch, "Will jemand Kaffee?" Alle verneinten, also verzichtete ich auf meinen eigenen Kaffeewunsch, Tee wollte auch keiner, also Wasser.

Irgendwann kam Tommes dann, und er hatte sich wohl beeilt, weil auf seiner Glatze waren Schweißtropfen so groß wie Murmeln. Erst mal ne Serviette genommen und ihm ungefragt die Glatze trocken gerubbelt. Unter lautem Gelächter der anderen selbstverständlich. Ich hab noch ne Femtosekunde gedacht, ob dem Tommes das so recht war, aber ich werd nen Teufel tun und jede Mimose in Wattebällchen betten.

Also begann Esther wie immer sehr gut die Regeln zu erklären. Esther und Heiko sind mit weiten Abstand die besten Spieleerklärerinnen die ich kenne.

Aber Esther stockte, weil Tommes mit seinem üblichen 100 Fragen startete, noch bevor sie einen dritten Satz zu Ende sagen konnte. Kenn ich... dann springt Stef ein und übernimmt, tat er auch diesmal. Und die beiden wechseln sich dann harmonisch ab, es funktioniert wie ein einstudiertes Duett.

Wir konnten spielen. taten wir auch. Alles klappte, keine besonderen Vorkommnisse außer den üblichche zahlreichen Veralberungen, das gegenseitige Hops nehmen, die scherzhaften ironischen Unterstellungen.  Ich hatte gerade in meinem allerletzten Spielzug den Sieg bereits auf der Hand, da bekommt Stef ausgerechnet durch mich einen Siegpunkt geschenkt und beendet genau vor mir das Spiel. Geil!

Irgendwo dazwischen fragte Stef doch nach nem Kaffee, ich kochte zuerst das Wasser mit dem Wasserkocher und kochte flugs meine 17.367 Kanne Kaffee. Soweit so gut.

Hauptspiel gespielt, man schaut sich an, macht noch ne kurze Spielnachbesprechung, lachen, haben Spaß, aber die Gäste machen keine Anstalten zu gehen. Silke fragte, hören wir auf, oder spielen wir noch was kleines?

Ach da stand ja noch Vienna hinter meiner Stuhllehne.

Nun wo wir die Spielmechanik von Euphoria drin haben, brauch ich die von Vienna kaum erklären, die Symbole auf dem Brett sind so selbsterklärend, das Spiel ist für Kids ab 8 Jahre geht nur 4 schnelle Runden, taugt als Absacker, danach würfle ich meine Gäste raus, ich hatte zur hiesigen weiteren Gestaltung des Abends noch etwas mit Silke in einem 2er Spiel vor.

Irgendwann war der Kaffee leer, jemand meinte ich solle noch einen machen, Tommes übernahm. Ich war mal bei Tommes, er kochte uns Kaffee. Sowas habe ich noch nie gesehen. Der hat ne Bauanleitung für Kaffee an der Wand hängen und wiegt mit einer Küchenwaage jede einzelne Zutat minutiös bis auf subatomare Ebene alles ab.

Ich fragte noch ungläubig... "Was machst Du da?"

"Der Kaffee muss perfekt sein!"

Ok - jeder Jeck ist anders, und dieser hier ist noch jecker.

Nun machte Tommes Kaffee bei mir, ohne Waage, ohne Anleitung und vor allem ohne Kaffeemaschine, ich hab nur zwei Bodum Kannen, die Dinger wo man einen Metalfilter runterdrückt.
Tommes schaut mich hilflos an..."Ähhh wie geht das? Du weisst schon noch wie ich sonst Kaffee koche?"

Ja wusste ich noch, diese Scene bei ihm ist in mein Kleinhirn lebenslänglich eintätowiert und ich war mit Tommes in der Nippesser Kafferösterei. Für Tommes ist Kaffee was für mich ein multipler Orgamus ist. Anscheinend.

Also zeig ich ihm wie ich es abwiege, Kaffeedose in die Hand, Kaffeepulver "us dr lameng" mit einem großen Schwups in die Kanne... und ich versuchte gleichzeitig den nörgelenden Stef die Regeln von Vienna zu erklären. Was Thommes mit dem Kaffee machte sah ich nicht.

Auf einmal redeten alle über die noch nicht von mir erklärten Spielregeln und zwar gleichzeitig und durcheinander, niemand hörte zu.

Zwischendrinn bat mich Silke, ich solle doch schon mal Wasser für den Kaffee kochen. Ich füllte den Wasserkocher, stellte ihn an, es blubberte laut, "nee Wasser hab ich bereits", sagte Tommes,  das Wasser war schon in der Kanne. Wasserkocher wieder aus, weiter versucht die Regeln in den Millisekunden Sprechpausen der anderen versucht zu erklären... bis ich nur noch Stef hören konnte.

"ES WÄRE SCHÖN WENN NUR EINER DIE REGELN ERKLÄRT; UND ZWAR DER DER DAS SPIEL KENNT!"

Er war gut zu hören, aber das Geplapper stoppte nicht.

Steff griff zu seiner zweiten emotionalen Regung, ich wusste bis dahin gar nicht das er eine zweite besitzt!

Der Anfang ging irgendwie unter aber das Ende war wieder gut zu hören. "... SONST RUFE ICH MIR EIN TAXI UND FAHRE ALLEINE HEIM!"

Das war das Signal für Tommes, er schenkte Stef Kaffee ein, Stef nahm einen Schluck und ich dachte sein grimmiges verzogenes Gesicht gehörte zur Taxidrohung. Perfekte schauspielerische Leistung... ganz neue Facetten in Stefs Mimik! Ich bin begeistert!

Stef versenkte nahezu soviel Zucker und Milchpulver in seiner Tasse, wie man in der Flüssigkeit auflösen konnte, sagte aber nichts mehr, die Paste muss ihm den Mund verklebt haben!

Wir spielten Vienna die 4 Runden durch, Stef versuchte destruktiv zu spielen hielt aber bis zum ende mürrisch durch.

"So... nun nun stehen die auf, bedanken sich für den Abend und den tollen Kaffee." ...ja der Kaffee ist in der Gesamtbetrachtung wichtig, "...und ich kann mich Silkes Lieblings 2er Spiel widmen."

DENKSTE!

Hier wieder die unterschiedliche Wahrnehmung.... Stef schrieb, er wollte vor Vienna schon gehen blieb aber sitzen und antwortete "Wir können noch was spielen, ich hab noch bis 3 Uhr Nachts Zeit und niemand regte sich oder machte Anstalten zu gehen.

Also 10 Minuten meine Regale durchsucht, diesmal darf es keine Kaliber wie Vienna sein, das war ja nur ein Absacker. Ich hab YEDO aufgetischt, die Regeln müsste ich noch drauf haben. Ich musste dann doch ein paar Dinge nachblättern wo ich unsicher war, aber gespielt, und gewonnen und aus die Maus. Alles doch noch gut, die Gäste gingen.

Da stand noch die volle Kanne Kaffee, ach trink ich die noch Ex aus.

Ich nahm nen Schluck Kaffee und es war als hätte ich auf der Straße eine Pfütze mit Hundescheisse ausgeleckt. Bah war das widerlich!

Thommes hatte auf das Kaffeepulver das lauwarme Leitungswasser aus dem Hahn gekippt, OHNE DAS ES KOCHTE!

Müsst ihr unbedingt mal probieren!
Ich mache es niemals wieder und stecke eher meinen Arm in einen Laubhäcksler!

Und Stef hat das eisern ausgetrunken!

Silke und ich gingen ins Bett und schliefen tatenlos sofort ein!

Am anderen Tag fragte selbige aufgeregt, ob ich das Posting vom Stef gesehen habe, der würde sich entschuldigen. Ich fragte nur "Häh, bei wem und wofür?"

Silke vermutete noch, das Stef sauer sei, weil wir beim Spiel Vienna versucht haben bairisch zureden, dabei äfften wir den östereichisch-wienerischen Dialekt nach, welcher sich von bairisch so sehr unterscheidet, wie Thomas Glatze und die Frisur von Tina Turner, oder der Taille von mir und Stef zu einer Magersüchtigen, oder der ekelhaften Plörre die Tommes da anrührte und etwas das man entfernt Kaffee nennen könnte.

An dem Abend war überhaupt nichts wofür sich jemand entschuldigen müsste, außer für den Kaffee!

Ich hab für mich mitgenommen, das Vienna als Aufwärmer für das spieltechnisch identische aber komplexere Euphoria evtl. funktioniert hätte, aber man eine "LightLight" Version nicht NACH einem Brocken spielen sollte.

Zwei Tage später, hocken Stef und ich stundenlang auf 120 cm zusammen vor der Kamera im Wiki, machten gemeinsam ein Video über.... VIENNA ...  ich hab Kaffee gekocht und wir lachen uns schlapp....

Gruß
Michael


Update, das Spiel ein weiteres mal gespielt!

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Ratz-Fatz-Rezis - von Andreas Hüttig

- London
Enginge Builder bei dem man in London Stadtteile entwickelt und eine schwierige Balance zwischen Krediten, Armut und Fortschritt finden muss. Stimmig aufbereitet, interessante Mechaniken, mal wieder ein sehr gutes Spiel das Darren Rae da gefunden hat: 8/10

- Gierige Goblins
Wildes Echtzeit-Rumstöbern in Plättchen um Minen zu füllen und seine Goblins geschickt zu platzieren, aber aufpassen, etwas Dynamit dabei haben ist gut, zuviel führt zu Unfällen! Und Helferkarten gibts auch noch.
Nettes Einsteigerspiel von Richard Garfield (dem Erfinder von Magic), die Runden sind kurz und kurzweilig: 7/10

- Voodoo Prince
Stichspiel bei dem man eigentlich keine Stiche will...obwohl eigentlich schon, denn gar keine zu haben ist am Ende auch schlecht. Aber früh geben sie den Gegnern Punkte.
Wer schon zu viel Wizard, Half-Pint-Heroes und Co. gespielt hat und neue Stichspiele sucht sollte sich das mal ansehen, wer oben genanntes noch nicht gespielt hat, kann aber auch zugreifen: 7/10

- Castle Panic
Kooperatives Orcs wegmachen bevor sie die Burg erreichen. Karten werden getauscht und eingesetzt, die Gegner aus nem Beutel gezogen und per Würfel platziert.
Bisher nur "nett", es gibt aber noch Addons die das ganze wesentlich verbessern sollen. Ich bin gespannt. So gibts "nur" 6/10

- Aargh! Tect
Zwei Teams gegeneinander, der Teamkapitän kriegt ne große Keule, hampelt rum und grunzt um irgendein Bauwerk von seinen Gehilfen vollendet zu kriegen. Macht man was richtig, gibts nen klaps mit der Keule, macht mans falsch kommen zwei. Wer zuerst fertig ist gewinnt. Großartiges Spiel für Parties und mit Alkohol, müssen wir aber auch auf jeden Fall mal im Brettspielcafe testen 
Viel zu lachen, direkt gefördert vom Spiel: 8/10

- Vienna
Würfel einsetzen um Majoritäten zu kriegen und am schnellsten das Siegpunktziel zu erreichen. Irgendwie wie Kingsburg nur schlechter: 6/10

- Dynasties
Karten ausspielen um Aktionen zu nutzen und mit Hilfe von Adeligen und Waren die eigenen Familienmitgliedern in wichtigen Positionen im europäischen Adelszirkus zu platzieren. Die Mechanik funktioniert gut, das Thema kommt trotzdem durch, mittelschweres Euro: 7/10

- Wikinger 878 A.D.
Die Wikinger kommen und die Engländer rüsten sich. Während die Wikinger immer in Horden kommen und Landstriche verwüsten, versucht man als Engländer das ganze einzudämmen und hinterher zurückzuerobern.
Wir habens zu viert gespielt, aber eigentlich würde ich behaupten es ist eher ein Zwei-Spieler-Spiel. Thematisch und Mechanisch solide, wunderbar asymmetrisch, nicht all zu viele Regeln aber dennoch ausreichend strategische Tiefe: 7/10

- Nusfjord
Worker Placement um Fischfang und Gebäudebau. Als typisches Rosenberg mal wieder viel zu wenige Worker, untypisch für Rosenberg: Das Spielmaterial lässt zu wünschen über. Die Fische sind klein, das Geld ist WINZIG (siehe meinen Rant). Trotzdem immer noch 6/10

- Chaos in der alten Welt
Die Chaosgötter der Warhammer Fantasy Welt streiten sich darum wer die Welt zuerst untergehen lässt. Tolles Area Control Spiel mit asymmetrischen Parteien die vom Quellmaterial her gut eingefangen wurde. Die Spielmechanik funktioniert auch gut, auch wenn es zumeist eher taktische als strategische Entscheidungen gibt. Greift zu, solange es noch Restposten gibt, FF hat die Warhammer Lizenz nicht mehr! Wirklich tolles Spiel und gerne immer wieder: 8/10

- Mombasa
In Kolonialarmeen investieren, Kaffee, Bananen und Baumwolle handeln, die Armeen auch noch kontrollieren und am Ende gibts nen riesen Punktesalat. Ein Brain-Burner an dem wir zu viert mit Erklärung fünf Stunden gesessen haben, aber die Zeit verging wie im Flug: 8/10

- Dam it!
Centuries in weniger komplex, dafür Einsteigerfreundlich und super zügig. Eine Partie dauert 20 Minuten und man steht trotzdem immer wieder vor schwierigen Entscheidungen. Für einmal wars toll, langfristig könnte es mich wohl unterfordern: 7/10

- Deckscape - Der Test
Ein Escape Room in einem Kartenstapel wo man gemeinsam Rätsel löst und gegen die Zeit kämpft. Die Rätsel waren von einfach bis knifflig, aber definitiv alle lösbar (auch wenn wir zwei Fehler gemacht haben, die wir hinterher glücklicherweise noch streichen durften) und wenn man gut durchkommt ist es in ner Stunde geschafft. Leider wie immer nur einmal spielbar, dafür kostentechnisch auch recht angenehm und man muss nichts zerstören. Spiel ich nie wieder (;D) aber würds durchaus weiterempfehlen: 7/10

- This War of Mine
Ein Spiel das zwar keinen Spaß macht, aber trotzdem großartig ist. Es berührt einen (wenn man sich darauf einlässt), zwingt einen immer wieder vor moralische Fragen, ist gemein, deprimierend und hat hunderte schlimmer Geschichten zu erzählen. Mit mehreren spielt man trotzdem nur das "Solo Spiel", aber die Diskussionen, Entscheidungen und Ausschmückungen lassen mich das trotzdem für 2-3 Leute locker empfehlen. Wahnsinnig tolles Spiel: 9/10


https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1466562036799721/


Ich hab Dead Drop für 2€ auf der Spiel gekauft, das Spiel besteht aus nem knappen Dutzend Karten, ner Anleitung und das alles war "formschön" in nem Zip-Lock-Beutel verpackt.

...für 2€ macht man ja kaum was falsch und ich hab irgendwie 3-4 kleines Spiele da gekauft und auch nocht 2-3€ runtergehandelt...also wars schon quasi fast umsonst.

Und das Spiel kam dann gestern auf den Tisch...und es war erstaunlich gut.
Vier Karten mit Wert 0, dreimal 1, zweimal 2 und 3 und jeweils einmal 4 und 5. Mischen, eine kommt verdeckt in die Mitte, pro Spieler eine weitere offen in die Mitte, der Rest wird gleichmäßig unter den Spielern verteilt.

Ziel ist es die verdeckte in der Mitte zu ermitteln.

Ist man dran tauscht man entweder mit einem anderen Spieler eine Karte, tauscht eine Karte mit der Mitte oder hält einem zwei Karten hin und wenn er ne Karte hat deren Wert der Summe der beiden Karten entspricht, gibt er einem die Karte und man gibt ihm eine der beiden gezeigten.

Und optional kann man danach noch zwei Karten offen neben die verdeckte Spielen und geheim drunterschauen. Haben die zwei Karten in Summe den Wert der verdeckten (5 zählt als 0) kriegt man nen Punkt, sonst legt man alle seine Karten offen in die Mitte und ist raus.

Wer als erstes drei Punkte hat, hat gewonnen.

Gibts auch als Print&Play im Internet oder man nimmt einfach aus nem Poker-Set vier Bilder (zählen 0), drei Asse (1), zwei Zweien und Dreien und jeweils ne Vier und ne Fünf. Aber das Original gibts in 8 tollen Varianten, von Western über Spione bis zu Monstern ist alles dabei und durchaus hübsch gezeichnet.

Gedächtnis, kombinieren, bluffen...für 13 Karten kann das Spiel NE MENGE! Ist irgendwie wie Hanabi gegeneinander. Irgendwie. Wird in Zukunft definitiv öfter als Absacker auf den Tisch kommen: 8/10

 https://boardgamegeek.com/boardgame/161926/dead-drop

Print&Play
https://boardgamegeek.com/filepage/105080/dead-drop-pnp-cards-rules-english


Vor ein paar Wochen haben wir als brettspielen.koeln bzw. im Rahmen unseres Brettspielcafés im Wikipedia-Treffpunkt Lokal K in Ehrenfeld eine Anfrage zur Teilnahme an der Dominion-Jubiläums-Meisterschaft und der Eintragung des Lokal K als Hot Spot gestellt.

Mittlerweile kamen die ersten Antworten: Wir sind dabei (!!) und werden in die Karte der Hot-Spots eigentragen (bisher nicht geschehen). Ich habe zudem eine offiziöse Tabelle und ein paar Regeln bekommen, es sollen aber weitere Downloads u.ä. kommen - ich bleibe am Ball und informiere euch natürlich über alles.

Die offiziellen Regeln zur Teilnahme und andere Informationen gibt es auf der Website.

1. Dominion-Turnier im Lokal K
Hier ein paar Impressionen von dem spontan zusammengerufenen 1. Dominion-Turnier im Hot Spot Ehrenfeld ergo Lokal K / brettspielcafé am 1. Januar: Wir waren 8 Leute, konnten also an zwei Tischen spielen.
Als Start gab es erstmal eine Runde Pako Saco zwischen mir und meinem Sohn - wurde live hier übertragen. Danach trudelten Dirk , Felix und David ein und wir konnten die erste Runde mit 5 Leuten spielen: Basis+Seaside und der Dirk hatte ein fieses Deck aus Piratenschiffen, Embargos, Hexen, Bürokraten, Milizen, Taktikern, Eingeborenendörfern, Inseln, Kellern und ... Burggräben zur Verteidigung zusammengestellt. Dauerete entsprechend bei so vielen Angriffsoptionen und vor allem die Piratenschiffe, Flüche der Hexen und die Embargos haben das ganze ziemlich verlängert.

Derweil trudelten Uschi, Sarah und Judith ein und überbrückten die Wartezeit mit einer Runde Bunny Kingdom (niedliche Karnickel, muss ich auch noch ran). Nach der oberen Runde gesellte ich mich dann zu den Damen während die vier Jungs ihr fieses Programm in zwei weiteren Runden ausfeilen konnten. Bei uns lag das Basisspiel auf dem Tisch in einer 15 Jahre alten Version - noch vor der SdJ-Verleihung von Sarah gekauft! Hier gab es weniger Aggression, dafür mehr +Aktionen: Dieb, Hexe, Spion, Burggraben, Markt, Dorf, Keller, Mine, Werkstatt und Miliz. Uschi feilte zuletzt an der Spion-Spion-Dieb-Kombi, konnte Sarahs Sieg damit aber nicht verhindern.

Alle Ergebnisse des Tages wurden dokumentiert - Fotos und Tabellen sind nun auch offiziell an die Spieleleiter der Meisterschaft verschickt und können hoffentlich regelkonform in die Wertung eingehen.

All in all: Zu Dominion darf man geteilter Meinung sein - wir zumindest hatten sehr viel Spaß mit dem Klassiker, den vor allem Salvador Nik ja seit Monaten regelmässig ins Lokal schleppt. 2018 wird es dienstags entsprechend noch etliche Runden geben, wir wollen unser Dominion ja ins Finale spielen
Ich hatte dieses Spiel per Zufall bei Kickstarter entdeckt und konnte dann auch noch Birgit dazu überzeugen, mitzubacken.

Spielidee:
Die Spieler verkörpern jeweils einen Kult, die einem großen Alten zugesprochen sind. Sinn des Spiels ist es, seinen Alten am meisten Ansehen (Siegpunkte) zukommen zu lassen und die anderen Kulte zu schwächen. Hierbei spielen die Spieler gegen das Spiel in Form von Investigatoren, die dem Bösen auf der Spur sind.

Spielmaterial:
Das Spielbrett ist in vier Stadtbezirke aufgeteilt. In jedem Stadtteil gibt es Orte um "Rituale" zu beschwören (sehr schöne Monster in drei unterschiedlichen Stärken). Orte um ein seinen Machtmarker zu legen, seine Aktionssteine zu plazieren und eine Leiste für die Investigatoren.
Zusätzlich gibt es in jedem Stadtteil noch zwei bereiche für einen Kartenstapel.

Spielmechanismen:
Cthulhu ist eine wilde Mischung aus verschiedensten Mechanismen. Die Kartenstapel lassen es schon erahnen; wir haben es mit einem Deckbuilding-Spiel zu tun. Pro Spiel sind 6 oder 8 (abhängig von der Spielerzahl) unterschiedliche Kartenstapel im Spiel. Gleichzeitig haben wir es mit Ressourcen-Management zu tun. Am Anfang jeder Runde werden 5 Ressourcen-Würfel gewürfelt (bis zu 3 mal), um seine Ressourcen zu erwürfeln, die man für diese Runde hat. Gleichzeitig sind die Handkarten auch als Ressourcen nutzbar.

Insgesamt gibt es 3 Verschiedene Ressourcen. Mit Ihnen kann man Rituale Beschwören, Karten kaufen, Kämpfe positiv beeinflussen oder "Terror verbreiten". Bei den Monstern und den Kämpfen handelt es sich um ein Mehrheiten-Biet-Spiel und ein bisschen Area Control.

Spielablauf:
Zu erst wird eine Stadt-Karte gezogen, die diese Runde beeinflusst. Sie kann das Handkartenlimit, die Ressourcen oder andere Schlüsselelemente des Spielverlaufs positiv, als auch negativ, beeinflussen.
Danach zieht man Handkarten und würfelt mit den Ressourcenwürfeln.
Anschließend legt jeder Spieler reihum nacheinander jeweils eine seiner vier Aktionsscheiben in ein Stadtteil seiner Wahl bis alle 4 Schreiben pro Spieler gelegt sind. Pro Stadtteil bildet sich somit ein Stapel aus Aktionsscheiben. Diese Aktionsscheiben sagen jedoch bis jetzt nur, in welchem Stadtteil der Spieler etwas machen möchte, aber nicht, welche Aktion durchgeführt wird.

Haben alle Spieler ihre Steine gelegt kann der aktive Spieler eine Scheibe aus einem Stadtteil entfernen, die ganz oben auf dem Stapel liegt. Sprich, die letzte gelegte Scheibe, ist die erste erste Scheibe die aktiviert wird. Hier spielt Planung eine große Rolle. Was will der Gegner machen? In welcher Reihenfolge muss ich die Aktionen durchführen, damit ich die richtigen Ressourcen zur Hand habe usw.
Meist Spielen die Gegenspieler aber anders als gedacht und die Planung ist hinfällig. Ärgerlich, aber nicht Genick-brechend.

Aktionen können sein, Rituale von einem Standort zu einem anderen zu bewegen, Rituale zu beschwören, Karten zu kaufen oder zu Kämpfen. Bei Kämpfen wird die Kraft der Rituale von allen Spielern im Stadtteil verglichen, Handkarten und Ressourcen ausgespielt. Der Gewinner entfernt alle gegnerischen Figuren. Falls der Gewinner derjenige ist, der den Kampf eingeleitet hat, kann er nun "Terror verbreiten" und einen Machtmarker in den Stadtteil legen (was Siegpunkte bringt).

Manche Aktionen führen Investigatoren in die Stadt, was das Kaufen von Karten oder Beschwören von Ritualen teuer macht, sprich, das Spiel wird nach einer Zeit immer schwerer und Karten immer teurer.
Nach 10 Runden ist das spiel vorbei (Laut Verpackung 90-120 Minuten....niemals wird das klappen) und der Spieler mit den Meisten punkten gewinnt...

Fazit:
Ich mag das Spiel..Die Aufmachung und das Material sehen sehr gut aus. Der Mix aus unterschiedlichen Mechanismen greift sehr gut ineinander. Planung ist auf jeden Fall wichtig, wobei man doch sehr von den Aktionen der anderen Spielern abhängig ist. Es hat für mich aber die Perfekte Mischung aus Planung und Chaos.

Ich finde die Downtime erträglich, aber das ist sicherlich von den Mitspielern abhängig. Ich würde dieses Spiel nicht mit Menschen spielen, die extrem an Planungs-Perfektionismus leiden.
Ich find dieses Spiel sehr gut und freue mich darauf, es endlich mal zu viert zu spielen.

PREVIEW: Cthulhu: Rise of the Cults
https://www.youtube.com/watch?v=7DGyJo9-6Vo

Pax Renaissance
Wir bewerten Spiele ja meist von 1-10 wie bei BordgameGeeks. Eine 1 ist mies, um so höher um so besser, sprich man kauft nichts unter 6 Punkten, das sind meist Gurken. Zusätzlich achte man noch darauf was für eine Art Spiel es ist, pure Taktik, reines Glücksspiel, ein Partyspiel oder braucht man eine Strategie um zu gewinnen.

Als nächstes evtl. noch das Alter der Zielgruppe, ist es eher für Kinder oder nur etwas für schon etwas ältere Kinder, oder taugt es auch als Familienspiel.

Dann gibt es aber Spiele, die sind weder familientauglich, noch besitzen sie auch nur ein Quäntchen Glück, und man findet selbst unter Vielspielern kaum Spieler die solche Spiele mitspielen würden.

Ich mag solche Strategieklopper ja, so wie Twillight Struggle, Indonesia, Friedrich oder der Hirnficker Virgin Queen. Die meisten dieser Spiele kenne ich durch Nicholas McHdy. Man erkennt sie bei BGG  an der Angabe "Weight", und diese meint nicht etwas das Gewicht der Schachtel, sondern welche Komplexität von 0 bis 5 das Spiel hat. Der absolute NoBrainer Louping Lui hat eine glatte 1.0, mein Liebling Virgin Queen hat eine 4.37, Twillight Struggle, lange Jahre das beste Spiel, und immer noch das beste Strategiespiel , als auch das beste 2 Spielerspiel, hat eine 4,54.

So mancher Vielspieler scheitert bereits an einer 3,5, das vorliegende Pax Renaissance hat eine 4.25 und wurde mir von Nic angekündigt als eine Miniversion von Virgin Queen, und es spielt auch zeitlich historisch korrekt genau davor.

Also Morgens früh um 9 Uhr zu Nic, und mir regeltechnisch mal wieder den Kopf vollblasen lassen.


Hatte ich erwähnt, das ich in allen möglichen Spielen nur ein einziges mal gegen Nic etwas gewinnen konnte? :-)

Diesmal hatte Nic mir nicht nur die Regeln erklärt, mich mit Taktiktipps überfordert, sondern auch fast für mich mitgespielt. Mittendrin klingelte dr DHL Mann und brachte und noch die Erweiterung bis an den Spieltisch. Erst als ich 2 Minuten vor Schluss erkannte das ich gewinne, und Nic nichts mehr dagegen tun konnte, machte sich bei mir Freude breit.

Da ich die Regeln hier nicht erklären kann, hier ein Link zu einer deutschen Rezension.

https://muwins.ch/2017/02/02/pax-renaissance/




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Uhhh, ein Kartenspiel zu filmen, mit Karten in der einen Hand, und dem Handy in der anderen ist keine so dolle Idee... schaut es euch trotzdem an, man sieht etwas vom Spielmaterial und auch welches Spielgefühl wir hatten. Irgendwo hab ich mein noch unbenutztes Stativ rumfliegen....
Folie ab, Karton geöffnet und da finden sich seltsame gefalzte Quadrate in der Schachtel.

Mitspieler: 2-4 Alter: ab 10 Jahre Dauer ca. 60-90 Min

Ahh das ist kein Spielmaterial, sondern die kann man falten die Dinger passen genau in die Schlitze des Inlays und man hat viele Kartenfächer zum sortieren. Allerdings viel zu viele, das schaut aus, als würde da noch Karten für eine Erweiterung reinpassen. Gibts aber momentan keine. Vorab, bringt eine heraus, ich würde sie kaufen! :-)

Worum gehts?


Kohle!

Und zwar in Essen. Der eine oder andere Brettspieler kennt die kleine Stadt im Pott ja durch die jährlichen Besuche der weltweit größten Brettspielmesse. Im Spiel gehts es um das fördern und transportieren von Kohle, dem erledigen von Aufträgen, und dem optimalen planen der benötigten Ressorcen, Arbeiter, Multiplikatoren und Transportmittel.

Warum das "große" Kartenspiel?


Weil es bereits ein Brettspiel gleichen Namens gibt und "grosse" weil davon ein Kartenspiel abgeleitet wurde, es aber deutlich gemacht werden soll, dass es nicht nur eine abgespeckte Version ist. Das "große" Kartenspiel aber auch deshalb, weil es sogar mehr Platz auf dem Tisch benötigt als das Brettspiel! Wie hatten nur zu zweit bereits unseren extrabreiten Tisch soll, auf dem wir sonst locker zu 6 spielen. Das Kartenspiel ist nämlich fast keines, man baut mit den Karten in der Tischmitte einfach das Spielbrett nach, dazu noch seine eigene Ablage vor sich UND man hat noch Karten auf der Hand. Wenn man gewollt hätte, hätte man auch die Spielertabeaus noch durch Karten hinlegen können, und das Spiel hätte in eine normale Kartenspielschachtel gepasst.

Wo liegt genau der Unterschied zwischen Brett und Kartenspiel Version?

Die Kartenspielversion hat ein besonderes Gimmick weniger. In der Brettspielversion hat jeder Spieler einen Aufzugsschacht und holt damit die Kohle aus dem Bergwerk. Die Kartenspielversion muss ohne diesem Schacht auskommen, die Kohle ist bereits auf den Loren und diese zieht man profan von einem Kartenstapel. Dafür spielt sich die Kartenversion aber auch viel flüssiger, die Brettspielversion hat deutliche Downtimes.

Ich mag das Spiel, wobei es zu zweit, wie viele Spiele, etwas taktischer ist. Nur zu zweit schaut man halt auch was man dem Mitspieler so liegen lässt, oder kann über 1-2 Spielzüge überblicken, was er einem nicht wegschnappen wird. Bei mehreren Spielern ist das was man selbst an Kram benötigt mit höherer Wahrscheinlichkeit bereits vergriffen.

Auch die Mechanik, das ein Aktionsfeld, wenn durch einen Arbeiter bereits belegt, nicht blockiert ist, sondern nur teurer mit immer einen zusätzlichem Arbeiter aktiviert werden kann, macht das Spiel zu einem Knobler. Die Mechanik würde auch so manches andere Workerplacmentspiel aufwerten.

Kritik von Spielama war, das beim Brettspiel nicht nur zwei, sondern immer vier Loren usw offen ausliegen, und es damit nicht so glückslastig wäre. Wie heißt das Spiel nochmal? "GLÜCK auf", da darf der Name doch Programm sein, oder?  :-)

 Allerdings gibt es in beiden Spielversionen eine spezielle Aktion um das Glück zu minimieren, in dem man einen Stapel in den obersten Karten durchsuchen kann. Die Kritik find ich unpassend, spricht gegen den Spieltitel und gegen die implementierte Spielmechanik. Zusätzlich hindert einen ja niemand, auch beim Kartenspiel nicht nur 2 Stapel, sondern 4 offen auszulegen.

Was bei dem Spiel aber immens wichtig ist, ist das Karten mischen! Und zwar nicht nur so ein bisschen wie beim Skat oder Doppelkopf, sondern hier muss so gemischt werden, das möglichst keine 2er und 3er Farben beieinander liegen. Dies ist eines der Mechaniken, solche gleiche Karten zu bekommen. Ich würde sogar empfehlen, die Karten im Stapel so zu sortieren, das KEINE der Farben aufeinander folgt und evtl. einmal grob mischen.

Eine Kritik am Brettspiel war, das es die hässlichsten Geldscheine seit es Brettspiele gibt hat. Sogar noch schlimmere als die von Monopoly. Die fühlen sich nicht nur mies an, die sehen sogar noch hässlicher aus und sind zudem alle gleich groß und alle in der selben Farbe. Das ist so 80er Jahre, das man im Kartenspiel direkt mal auf das Gefummel mit dem Geld verzichtet hat. Man kauft die Karten einfach ohne Geld.

Nun kritisiere ich selbst auch mal was, und zwar fiel mir beim auspacken bereits auf, das der Deckel der Schachtel nicht ganz zu ging. Das liegt daran, das der Wertungsblock ziemlich dick ist, und das Inlay weder Platz dafür lässt, weder drin noch oben drauf. So bleibt die Schachtel wegen den Block immer etwas offen. Er würde in die Aussparungen der Spieltableaus passen, wenn er nur etwas kleiner wäre. Da hat jemand nicht mitgedacht. Allerdings benötigt man den Wetungsblock nicht, die Punkte bekommt man auch sehr gut ohne gezählt. Entweder weg damit, oder ein Blatt als Beispiel rein oder laminieren. Bei BGG hat deswegen jemand seine Spieltableaus entsprechend ausgeschnitten, krass gruselig. :-)

Die Spielregeln selbst sind in ein paar wenigen Minuten erklärt, und danach muss man auch nichts mehr nachlesen. Es spielt sich flüssig, ist auch für Wenigspieler geeignet. Als Vielspieler fand ich es etwas zu wenig, aber das liegt nicht an der Kartenspielversion, auch die Brettspielversion ist eher leichte Kost. Ich würde trotzdem beide Versionen jederzeit wieder mitspielen.




#Mkelspielt! - Zooloretto
Heute ein Klassiker, ein Spiel des Jahres von 2007 welches sogar mein brettspielhassender Sohn gern mal mitspielt. Jeder Spieler baut seinen Zoo mit Gehegen, Ständen und... na klar, mit verschiedenen Tieren aus. Dazu müssen die Mitspieler stets Entscheidungen treffen, ob man einen Karren weiter belädt, oder man ihn selbst nimmt, oder jemand einem etwas wegschnappt.

für 2 bis 5 Spieler, ab 6 Jahren, Spieldauer: ca. 45 Minuten.
Zudem muss man gut planen, welche Tiere man in welches Gehege platziert, damit alle Gehege voll werden, nur so gibt es Siegpunkte. Fehlt nur ein Tier, gibts weniger Punkte, fehlt ein weiteres gar keine, es sei denn man baut Eis und Zuckerwattenstände für die Besucher an ein Gehege, dann gibts pro Tier einen Punkt. Dazu kann man mit Geld noch ganze Tierarten in den Gehegen austauschen. Das war nun fast schon an Regeln.


Wer Tiere im Stall lässt, und nicht in ein Gehege unterbringen kann, bekommt Minuspunkte. Es gibt auch paarungsbereite männliche und weibliche Tiere, welche sofort Nachwuchs zeugen und besonders wertvoll sind. Selbstverständlich dürfen nur Tiere der gleichen Art in ein Gehege, ein Leoparden Männchen und eine Flamingodame wollen sich eher nicht paaren.

Das Artwork ist kindgerecht, das Spielmaterial robust, die Spielmechanik einfach, aber trotzdem knifflig aber auch glückslastig genug, damit Eltern gegen Ihre Kinder auch mal verlieren können.

Dazu gibt es noch eine echte große Erweiterung, und zahlreiche Minierweiterungen, die den Charakter des Spieles immer ein klein wenig verändern, und zB mehr Interaktion reinbringen.

Die Webseite vom Autor Michael Schacht birgt so manchen kleinen Schatz als ausdruckbare Erweiterungen, und Empfehlungen welche der Werweiterungen zusammen passen. Wenn man genüg stöbert zeigt er auch wie das Spiel als Prototyp entstanden ist, wie und warum es sich verändert hat, und welche Gründe es für ein gutes Spiel zu beachten gilt.  http://www.zooloretto.com/

Wer mehr Zooloretto möchte, kauft sich die Erweiterung Aquaretto, dann kommen Wassertiere dazu.




#Mkelspielt - Kingdomino

Familientaugliche Spiele, die einen 50 jährigen strategischen Vielspieler spielerisch auf dem selben Spiellevel fordern und zugleich genauso fesseln wie einen 6 jährigen Wenigspieler gibts nicht viele. King Domino ist solch eines.



 Genre: Familie (Legespiel)
 Erscheinungsjahr: 2016
 Spieleranzahl: 2 bis 4
 Alter: ab 6 Jahren
 Spieldauer: 15 bis 30   Min.Gebaut wird immer in max   5x5 Raster, für 2 Spieler gibt   aber  auch eine Variante, mit   einem 7x7 Duell. Auch hier kein   abendfüllendes Spiel, taugt aber auch als Aufwärmer oder Absacker, oder wir in unserem Fall, zu direkt mehreren Partien hintereinander.

Das Spiel ist sehr eingängig, aber keinesfalls setzt es im Regal Staub an. Kein Wunder das es den Spiel des Jahres Preis 2017 gewonnen hatte.


Apropo gewonnen, bei uns hatte beim ersten mal spielen zwei mal hintereinander Nils gewonnen und der ist gerade erst 6 geworden. Gerade für Schulbeginner taugt das Spiel, denn man muss zweistellige Zahlen in der Größe sortieren, Domino spielen, aber nicht das Zahlen zusammen passen, sondern es große Flächen ergibt, und dazu auf einen Multiplikator von 2 bis 3 achten.

Es gibt noch Promos zum Spiel, kleine Königsburgen aus Pappe, welche die vorhandenen ersetzen, welche aber keine neuen Spielregeln mitbringen. Wir benutzen sie dazu, um anzuzeigen wer bereits einmal gewonnen hat.


In der Rezension von Spielkutl, reklamiert man eine mögliche Materialermüdung. Ich behaupte genau das Gegenteil, denn die Pappe ist knapp doppelt so dick wie bei einem normalen Legespiel und dazu mit einer stabilen Hochglanzfolie überzogen. Zum einen greifen die sich ganz gut, und ich denke die überleben locker so manches Kinderleben.

http://www.spielkult.de/kingdomino.htm

"Wer “Kingdomino” sein Eigen nennt, kann auch bei Queendomnio bedenkenlos zugreifen. Das Spiel folgt dem Erfolgsrezept des Vorgängers, bietet aber mehr Spieltiefe, mehr Material und nutzt auch noch optional das Material des Vorgängers. Wozu? Damit man es mit sechs bis acht Spielern mit Teams spielen kann, oder die Solo-Version mit bis zu sechs Spielern machbar ist."
http://www.brettspiel-news.de/index.php/brettspieltest/1306-queendomino-das-grosse-kingdomino-im-test


Das Cover und das Motiv von Blox lädt einen Vielspieler nicht gerade zu spielen ein. Man stapelt bunte Plastikklötze auf einem langweilig gestalteten Spielbrett. Ziemlich abstrakt ohne jedes Thema. So etwas muss man mögen.

Wir wollten etwas einfaches spielen, Nils (6) wollte mitspielen, ich flog kurz über die Regeln und dachte mir, könnte passen. 


Erschienen: 2008
Spieler: 2 bis 4 Spieler
Spielzeit: 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahre

Also das Spiel aufgebaut, kurz erklärt worum es geht, nämlich passend mit Karten seine Pöppel zu platzieren oder zu bewegen, Türme zu nehmen oder aufzubauen und Punkte zu machen.

Als wir dann los spielten bemerkte ich, dass das doch kein so einfaches Spiel ist, und das Spiel doch einiges an Interaktion und dadurch taktischer Spieltiefe besitzt. Wir mussten Nils vor allzu offensichtlichen eigenen Spielzügen schützen, da er im zweiten oder dritten Zug einen immensen Nachteil gehabt hätte.

Ich schaue auf die Schachtel, ab 10 Jahre. Aha!

Und mit um so mehr Pöppeln auf dem Brett, wurde das Spiel immer knobeliger, immer mehr eigene aber noch mehr potenzielle Möglichkeiten der Mitspieler gab es zu beachten und gleichzeitig zu verhindern,

Kurz, das Spiel sieht irgendwie 90er aus, aber birgt mehr Spielspaß als das Spielmaterial, das Artwork oder das Cover vermuten lassen.

Btw, das Spielmaterial ist so schlecht gar nicht. Die Klötze sind aus Vollplastik und reichlich schwer, haben dazu noch eine Kreuznut und das Pendant auf der Unterseite, so das sich die Dinger nicht nur gut anfassen, sondern auch stabil stapeln lassen.

Kein Abendfüllendes Spiel, aber als Aufwärmer, Absacker oder zwischendurch immer wieder gern!

Achja...
Ein schönes familientaugliches Spiel ist es noch dazu, den Nils(6) brauchte unsere Hilfe nach der zweiten Runde doch nicht mehr, UND ER HAT GEWONNEN!  :-)

http://www.cliquenabend.de/spiele/311000-Blox.html



#Mkelspielt - MyVillage

Wie mein Mitspieler anmerkte, gab es Vorgestern bei mir ein Kuriosum! Ich habe zum allerersten mal ein Spiel am selben Tag per Post bekommen, am selben Tag die Folie abgemacht und zugleich am selben Tag die Anleitung gelesen und es auch am selben Tag gespielt!
Das alles dauert gern mal 1-2 Jahre bei mir, bis es dann mal auf den Tisch kommt. Oft Wandert es erst mal ins Regal, wird vergessen, wiederentdeckt, eine Rezension gelesen, damit ich weiß, welche Spieler zum Spiel passen könnten und wen ich einlade. Irgendwann lese ich dann mal die Anleitung, finde spontan ein anderes Spiel interessanter usw.

Vorab: Ich mag Village das Brettspiel, ich mag auch die Erweiterung Village Inn, und ebenso die Erweiterung Village Port.

Als es damals hieß, es kommt ne dritte Erweiterung raus, hab ich mich gefreut und hätte auch die gekauft. Allein schon damit es komplett ist.

Kam aber keine Erweiterung mehr, sondern ein neues Spiel Namens Myvillage. Ich hatte es damals in der Messe in Händen, aber meine Tüten und das Auto waren schon übervoll, also kritisch dran gerüttelt und der Schachtelrückseite nur 5 Sekunden gegönnt.

Brauch ich noch ein Village Spiel, welches so ähnlich ausschaut, aber eventuell nur ne abgespeckte Version ist? Ich hab mich spontan dagegen entschieden.

DAS war ein Fehler!

Wie ich nun weiß, mag ich MyVillage auch, und es ist mitnichten nur eine abgespeckte Version, es ist ein völlig anderes Spiel. Es hat zwar ein ähnlichem Thema, mit identischen Symbolen und Ressorcen, sogar wiedererkennbaren Mechaniken.

MyVillage fühlt sich für Villagespieler "zuhause" an, aber nimmt einen doch mit auf eine andere Art der Reise. Irgendwie detailierter. Es geht zwar wieder darum seine Leute auszubilden, sie arbeiten und Kariere machen zu lassen, vor allem den Markt zu bedienen und schließlich beim sterben zuzusehen, es sieht aber dann doch ganz anders aus.

Vor allem benötigt man nun viel Platz auf dem Tisch, den nun hat jeder Spieler nicht nur einen eigenen kleinen Bauernhof, sondern jeder sein eigenes Dorf, welches es auszubauen gilt.

Kurz, tolltes Spiel, mit diesmal nur 14 Euro in Milans Angebotskalender ein sehr guter Invest, das kommt öfter auf den Tisch!

Die die es mit mit bestellt haben, mach ich gern bei einer Proberunde den Erklärbär.