ATLANTIS, ein bei Spielautoren und Verlagen offensichtlich beliebtes Thema, denn ich besitze FÜNF unterschiedliche Atlantisspiele!

Mit dieser Version hier sind es SECHS, es lagerte hier, und ich brachte es zu ihrer neuen Besitzerin Vanita, die die Spielregeln bereits von der APP Version her kannte.
Dieses hier ist ein kindertaugliches von Leo Colovini (sehr netter Kerl im übrigen, hatte ihn auf der Messe kennengelernt.) vom Amigo Verlag.


Irgendwie geht ja bei Atlantis ständig alles unter, und auch hier man muss die Beine in die Hand nehmen und soviel wie möglich an wertvollen Krempel zusammenraffen und retten.

Das Spiel ist aber knobelig, es geht um Siegpunkte auf Plättchen, welche man mit viel Geschick mittels seiner Spielkarten einsammel. Nimmt man diese weg, schafft man Wasserlöcher, über die man nur mit der Abgabe von Siegpunkten drüber kommt.

Stetig schätzt man ab, rette ich nun meine drei Leute als erster ins Ziel, müssen sie fürs abhängen bezahlen, oder mach ich lieber viele Siegpunkte. Dann gibts noch Brücken die man bauen kann, in einer Erweierung noch extra wertvolle Karten, und in einem Promo sogar Schiffe.

Das Spielmaterial ist robuste Pappe, die Regeln sind einfach, bieten aber auch Eltern genug Hirnschmals, so das sie gegen Ihre Kinder verlieren können. In einer Erwachsenenrunde könnte es zur Paralyse führen, wenn die Plättchen nicht doppelt aufeinander liegen würden, und man nicht weiß was drunter liegt.

Ein durchaus gutes Familienspiel, pädagogisch wertvoll verpackt ist, das die Kids spielerisch mehrere Aufgaben pro Zug rechnen müssen.

Ich glaub ich spiele die anderen Atlantis Spiele nun auch mal und starte eine Serie... :-)


Promoerweiterung








Rezension:

http://www.brettspiele-report.de/atlantis/

Hier noch die Schiffe Erweiterung:

http://www.brettspiele-report.de/images/atlantis/atlantis_erweiterung_messe_essen_spiel09_print.pdf










Da gibts ne neue TV Serie, wie Game of Thrones, nur im Weltall, ist geil. War mal ein Roman in Buchvorlage, gibt wohl mehrere..

Richtig ist, es gibt nun auch ein Brettspiel zur TV-Serie und den Büchern, aber die wenigsten wissen, dass die Romane von "The Expanse" als einem MMO Spiel entstanden, daraus dann ein Pen&Paper Rollenspiel und eben aus dem Spiel erst die Bücher usw.

Und nun gibts aus dem Ursprung also ein Brettspiel.

Welches Spiel hat schon solch eine Kurve über so viele Medien gemacht, und ist dann auch noch gut?
Expanse ist es, und zwar in allen Medien!

Darren baute auf, ich lästerte sofort über das Artwork, ist es doch in einem fröhlichem Schwarz, einem heiterem Schwarz, einem etwas lakonischem Schwarz aber auch einem sehr ruhendem, nicht ganz so aufdringlichem Schwarz gehalten.

Dazu gibts ein paar Kästchen, ein paar Symbole und Namen. Nichts was das Auge während des spielens ablenken könnte.

Im Ernst, das was hier vor uns lag sah aus wie ein Prototyp, von einem Autor, welcher nur schwarze Pappe hatte, sehr matte Farben und keinen Illustrator für sein Spiel fand. Selbst die Original Schauspieler auf den Spielerboards sind nur Daumennagelgroß. Selbst eine graue Bodenfliese erzählt mehr Geschichten als dieses minimalistische Kunstwerk, und wirkt dagegen wie ein psychodelischer LSD Trip.

Aber, wie ist das Spiel?

Ich dachte hier käme etwas thematisches, passend zur Serie, aber das Spiel ist abstrakt, ein Card driven Wargame, und so spielt es sich auch, irgendwie wie die Space Version von Twillight Struggle, nur zu Vierspielern, und einem besserem Mechanismus, der nicht so pechlastig ist.
Ich fragte Darren wie lange eine Partie dauert, er antwortete 1 bis 2 Stunden. Ne Stunde würden wir 4 Profis am Tisch dann schaffen, ich war noch zu zwei anderen Runden verabredet.

Vorab, das Spiel ist geil!

Es geht um Mehrheiten, man hat die Auswahl auf Karten, kann zwischen unterschiedlichen Aktionen wählen, Aktionspunkte oder Spezialeigenschaft, nimmt man die Aktionen, können ausgewählte Mitspieler die Eigenschaft ausführen. Und davon lieben immer mehrere offen aus, und immer zu unterschiedlich teuren Preisen.

Das Ding ist ne Kopfnuss, spielt sie im Kopf ab wie ne Exceltabelle. Welche der 17 Optionen ist für mich die beste. Ok kann man auf 3-4 runterbrechen. Aber was wenn mein Mitspieler seine Raumschiffflotte bewegt, oder mir mit seiner Fraktionseigenschaft den Einfluß raubt? Oder nehm ich lieber eine der anderen Karten, oder doch die Eigenschaft meines Zusatzraumschiffes, welches immer der bekommt der die wenigsten Punkte hat?

Die eine Stunde verflog, und zwar pro Person der 4 Mitspieler!

Sehr zu empfehlen, und nun wo ich die Karten und Aktionen kenne, muss ich das unbedingt nochmal spielen!


https://boardgamegeek.com/boardgame/220792/expanse-board-game



So - bestimmt 2 Jahre bin ich an dem Ding vorbei gelaufen, hatte es immer mal in der Hand und konnte doch immer widerstehen... Diesmal nicht, nur 2 Euro inkl. 4 volle Batterien, selbst ich habe meinen Preis. Und selbst wenn ich es niemals mehr benutzen sollte, es hat bereits für 5 Euro Endorphine ausgeschüttet! :-) Das Ding ist exakt so laut und klingt so schrecklich wie ein Thermomix, aber immer wenn ich es auf den Tisch stelle lässt jeder alles stehen und liegen und will mindestens 3 mal hintereinander irgendetwas durchmischen! GRINS.

Die haben da absichtlich so ne Unwucht und ein Rutschgetriebe drin, die sind wirklich zufällig gemischt.

Ich habs selbstverständlich sofort aufgeschraubt und geguckt und sogar den Kartenstabel vorher sortiert und die ordnungsgemäß Mischung der Karten statistisch ausgewertet!

Beitrag von "dasHü":
Gestern abend hab ich mit Till und Wolle Nusfjord gespielt. Mit Rosenberg hab ich so ne Hassliebe, weil auf der einen Seite die Spiele viele Optionen ermöglichen und auf der anderen Seite man irgendwie nie auch nur halbwegs genug Aktionen hat und mindestens die Hälfte seiner Spiele jede Menge Upkeep-Aufwand haben.
Nusfjord ist da irgendwo in der Mitte. Mal wieder viele Optionen und Upkeep-Aufwand ist da, aber relativ straight forward, weil man nur Fisch verteilt und jeder seinen eigenen. Das fand ich durchaus erträglich.
ABER
Was so absolut gar nicht geht ist die Materialqualität der Ressourcen.
Das Holz ist ok. Ein paar mehr "5 Holz" Marker wären gut gewesen, aber da wir nur zu dritt gespielt haben gings (es gab für jeden einen).
Die Fische sind...klein. Dafür, dass man ständig mit ihnen rumhantiert, das meiste immer nur einen Fisch braucht, man gerne 10 oder mehr hat und ein Gebäude 25 braucht...wäre ein bißchen größer echt gut gewesen. Das wurde noch schlimmer, weil wir auf dem Klapptisch mit den Rillen gespielt haben wo ständig Fische durchfielen.
Und das Geld GEHT GAR NICHT! Die 1 Gold Münze ist ein Papp-Marker der 1-2mm dick und 3-5mm im Durchmesser ist. Durchs Ausstanzen sind sie an einer Seite auch noch schön abgerundet, so dass man die weder vom Spielbrett, noch von der Lagerscheibe und erst recht nicht ausm Spielkarton (wo wir die Resourcen gelagert haben, damit nicht alles durch die Rillen fällt) aufgenommen kriegt. Ich bin ja ziemlich faul und auch leidensfähig was gewisse Unannehmlichkeiten angeht, aber das war mir zuviel. Irgendwann bin ich aufgestanden, hab mein Pioneers geholt und wir haben die Münzen daraus benutzt. Am Nachbartisch wurde Battle for Rokugan gespielt und als ich nach dem Spiel rüber ging und mich beschwerte, kam erstmal Gekicher weil ich mich so übers Geld aufregte. Ich also zur Packung, eine Münze gehlt und gezeigt und allen fällt die Kinnlade auf den Tisch. Jap, das Geld ist wirklich so beschissen klein wie ich sage.
Das Spiel kostet momentan über 40€...und dann so ein Spielmaterial-Schnitzer. Das ist schon Terraforming Mars Level ärgerlich.
Warum ist man bei Fisch und Holz nicht den selben Weg wie "Auf den Spuren von Marco Polo" gegangen und hat kleine und große Fische/Holz? Warum nimmt man nicht die fast schon standardisierte Mindestgröße von 2cm für die Münzen?
Wenigstens lässt sich der dickste Schnitzer mit ein paar Pappmünzen für ein paar Euro beheben und man muss nicht Acryloverlays kaufen die so teuer sind wie das ganze Spiel.


Michael: Die Pappmünzen sind so winzig und dann noch konisch, also schräg ausgestanzt (ich weiß gar nicht wie das funktioniert) das man sie auch mit Fingernägeön nicht vom Tisch bekommt und die immer wieder abrutschen, so heftig, dassich sie als unspielbar bezeichnen würde. Ich würde mir den Spaß machen und die beim Verlag als "defekt" reklamieren. :-)

Die deutsche Spielautorenlegende Uwe Rosenberg hat in unserer Spielgruppe geantwortet, der "Fehler" wird behoben. :-)



This War of mine kannte ich als Computer und Konsolenspiel. Und irgendwie ist Spielspaß für dieses Spiel das falsche. Das Spiel ist bedrückend und deprimierend. Man muss seine Charaktere im Krieg klar kommen, nicht heroisch als Soldaten, sondern als Zivilisten, die einfach nur versuchen in den Ruinen zu überleben.

Das "Spiel" wurde auch als Brettspiel umgesetzt, und mit Andreas hatte ich es im Spielcafe als Absacker zumindest mal aufgebaut und die ersten Spielzüge gemacht.

Andreas hat es nun weiter gespielt und schrieb:

Letzte Woche Dienstag gegen 22 Uhr ausgepackt, aufgebaut...und dann schnell gemerkt, dass alle doch zu platt waren für so ein Kaliber.
Gestern dann mit Julia Versuch Nummer zwei angegangen und wir sind immerhin bis zum Morgen des dritten Tages gekommen ... bevor wir verloren hatten.
Bei dem Spiel gehts darum kooperativ Überlebende in einer belagerten Stadt zu spielen wo Straßenkämpfe an der Tagesordnung sind und Mangel in der Bevölkerung an einfach allem herrscht. Essen, Wasser, Brennmaterial, Baumaterial, Waffen, Medizin und auch mal Luxusgüter wie Kaffee, Tabak oder Alkohol. Die 1-4 Überlebenden werden gemeinschaftlich von den Spielern gesteuert und eigentlich ist es egal ob man es allein oder mit fünf anderen spielt, mechanisch ändert sich nichts. Weswegen es wohl in kleineren Gruppen aus 1-3 Personen am besten läuft.

Wobei, eigentlich ist das weniger etwas das auf Spielmechaniken baut, sondern eine erlebte Geschichte auf die alles hinarbeitet. Die traurigen Schicksale der Überlebenden, die harten Entscheidungen die es zu treffen gilt und die gnadenlosen Folgen, quasi egal wofür man sich entscheidet.

This War of mine ist mindestens soviel Kunst wie Spiel. Traurige Anti-Kriegs-Poesie eingefangen in Karten, Würfeln und Miniaturen. Und in dem Story-Buch, dass mit seinen paar tausend Abschnitten das Spiel immer wieder anders macht.
Die Regeln sind nicht perfekt...müssen sie aber auch nicht sein. Die Einführung ist etwas holprig (erfahrenen Spielern würde ich definitiv empfehlen erstmal das komplette Tagebuch (so heißt das Regelheft) und die erste Seite im Skrpt (das Story-Buch) zu lesen) aber holt auch Spielneulinge ab.
Alles in allem toll gemacht und das Brettspiel kann stolz neben dem Computerspiel stehen und seine Daseinsberechtigung behaupten.


Ich geb mal noch keine Wertung ab, aber bisher steuert das sehr Richtung 9-10 Punkte.


Liane schrieb: 
Heute steht wieder This War of Mine auf dem Programm. Dieses Mal aber mit voller Ladung Kinder, Katze, Herz der Stadt und anfänglich keine Nahrung. Ja es ist ist düster aber auch super spannend und überraschend Komplex. Man sollte sich nicht abschrecken lassen durch Meinungen anderer, selbst ausprobieren ist hier angesagt! Dem einen liegt sowas dem anderen ist es zu hart, uns persönlich hat es sofort gefallen. Wir stehen auf sowas generell und spielen auch Winter der Toten 1&2 oder Zombicide sehr gerne. Aber tatsächlich hängt das Spiel einem nach, man denkt ständig, ach wenn ich die Nahrung anders verteilt hätte oder eher ein Wasserbecken gebaut hätte....... ! Ich habe sogar davon geträumt. Nichtsdestotrotz geil, tiefgründig, emotional, Herausfordernd, traurig und wie ich finde realistisch. So oder so ähnlich könnte es aussehen wenn solch ein Fall eintreten würde. Verzweiflung treiben Menschen zu den hässlichsten Dingen!

David schrieb:
Ich finde, der Vergleich mit "Winter der Toten" und "Zombicide" hinkt, da es sich bei "This war of mine" um ein sehr reales Setting und Thema handelt. Das ist vermutlich auch der Grund, der viele abschreckt. Habe das Brettspiel noch nicht gespielt, aber wenn es dieselbe Intensität zu vermitteln mag wie das PC/Konsolen Spiel, dann ist das schon harter "Tobak"........fand das beim Konsolen Spiel irre, fast schon beängstigend wie es das Spiel geschafft hat eine einzigartige Atmosphäre aber auch Verbundenheit mit den Charakteren zu erschaffen.

Elisabetta kommentierte:
Ich habe heute die erste Tag/Nacht Phase gespielt und bin begeistert. Schneller Einstieg und sehr spannend. Für mich ein Highlight, neben Gloomhaven, 7th Kontinent, KDM.
Videospielrezension

http://www.gamestar.de/artikel/this-war-of-mine-im-test-ein-echtes-antikriegsspiel,3080365.html

Brettspiel Unboxing (Vorsicht enthält winziges Minispoilerchen!)
https://www.youtube.com/watch?v=JtSVzAslcaM

Hier eine Brettspiel Rezension von Peter, dessen sachliche Kritiken ich sehr schätze, und oft teile, aber halt nicht immer. Peter fand mein Lieblingsspiel Scythe doof. :-)
https://peterrustemeyer.wordpress.com/2017/11/12/angespielt-this-war-of-mine/


Das Spiel aber polarisiert anscheinend. :-)

Markus schrieb: 
This War of Mine – Eine Enttäuschung in Hochglanz

...will ich This War of Mine eigentlich trotz meiner Enttäuschung noch gar nicht abgeben. Stattdessen wünsche ich mir diesem Spiel ein paar gute Freunde. Und wenn diese Freunde ähnlich empfinden wie ich und sich vielleicht ein bisschen Mühe machen, könnten die sich ja vielleicht die ein oder andere Modifikation ausdenken. Vielleicht schafft es der Freundeskreis mit einigen Hausregeln und basierend auf dem ganzen Material welches der Schachtel beiliegt, ein deutlich zugänglicheres und intuitiveres Spiel zu entwickeln. Zu Wünschen wäre es diesem echt spannenden Thema zumindest mal. Gerade dem Bereich Brettspiel tut ein ernstes Thema verbunden mit einer kulturellen Debatte sicherlich ganz gut. Sollte das nicht passieren, so gratuliere ich Awaken Realms trotzdem an dieser Stelle: Ohne Anpassungen stellt This War of Mine – Das Brettspiel wahrscheinlich mit seinem 700.000 Euro-Funding die teuerste Werbekampagne für ein 20 Euro Videospiel aller Zeiten dar...https://spielkinderessen.wordpress.com/2018/01/09/this-war-of-mine-eine-enttaeuschung-in-hochglanz/


Mein Lieblings-Jens ludt mich wieder zu unserer Zweierunde ein. Wir machen dies seit Jahren bereits, treffen uns nur zu zweit, manchmal gehen wir etwas essen, manchmal fahre ich zu ihm, oder wir sitzen bei mir im Garten und testen ganz in Ruhe neue Spiele.

Alter ab 12 Jahren
Es kommt nicht oft vor, aber wenn Jens mal ein Spiel doof findet, sagt er es, wir brechen dann ab, wir reden sachlich darüber was an dem Spiel
nicht gefällt, alles völlig harmonisch.

Wir unterbrechen uns nicht beim Regeln  erklären, wir können beide Regeln erklären, und auch das Spielen selbst und die Kompromisse und Korrekturen, welche man oft beim
erstmaligen Spiele antesten machen muss, es ist
einfach stets angenehm.

Jens und ich sind völlig unterschiedliche Typen, und trotzdem, oder gerade deswegen, ist das ist mit Abstand meine am meisten entspannte Spielrunde, um neue Spiele anzutesten.

Diesmal gabs Yokohama auf den Tisch. Das Regel erklären dauerte nur wenige Minuten. Ich habe sofort die Ähnlichkeiten zu dem Spiel Istanbul erkannt, so viel es nicht schwer sich ins Spiel herein zu finden.

Es ist aber kein Plagiat von Istanbul, es ist eher eine komplexere Version, die Istanbul nicht mal mit allen Erweiterungen erreicht. Ich mag Istanbul sehr, hörte mich nach der Testpartie  sagen: "Das würde ich sofort gegen all meine  Istanbul Schachteln eintauschen!".

Großer Unterschied ist, man muss seinen Weg, den sein Pöppel auf den Karten laufen möchte, vorher mit Assistenten vorbereiten. Und um so mehr Assistenten um so mehr Kram und Aktionen kann man machen. Alleine dieser Unterschied, macht das Spiel schon um einige Denkecken anspruchsvoller.

Mitspieler 2-4, Spieldauer, ca 1,5 Stunden 
 Und dann ist die Schachtel auch noch voll mit  Zeug. Von allem ist mehr da. Es gibt mehr zu  gucken, vielmehr zuplanen, und ich verstehe  manche Kritik, das es hier bei Ewiggrüblern zu  Downtimes kommen kann, weil man gar nicht alles beachten und berücksichtigen kann.

Jens war ich hingegen am Ende schon zu schnell  fertig mit meinen Zügen. aber zu zweit wird auch  kleiner aufgebaut.

Ich freue mich auf meine nächsten Partien mit mehr Spielern. Es ist etwas komplexer als Istanbul, aber doch unterschiedliche genug das man beide besitzen kann. Bei mir löst die durch die Komplexität übersehenen Möglichkeiten aus, das ich es sofort nochmal spielen möchte.

Rezension 



Kennt ihr das, wenn ihr im Kollegenkreis ständig über Brettspiele und Kartenspiele redet und nur unverständliche Blicke erntet? Wenn alle einen anschauen, als wäre man irgendwo in der frühen Pubertät stehengeblieben, wenn man vom heldenhaften Kampf der Zwerge gegen die vorrückenden Orks und Trolle redet, oder fasziniert von der Suche nach den Edelsteinen in den Höhlen bei Diamant berichtet? .... ich nicht! Meine Kollegen sind - zumindest teilweise - mittlerweile angesteckt und gestern abend fand der zweite Spieleabend im Meetingraum unseres kleinen Instituts im Chemiepark statt.

Der erste Spieleabend war ein Test - ein Montagabend im November mit einem Beutel voll Spiele, von denen dann in 7er-Runde "Agent Undercover" und "Saboteur" gespielt wurde. Kurz darauf kamen dann die Rückfragen: "Wann machen wir das nochmal?"

Gestern war es dann so weit, die zweite Runde konnte starten, auch wenn wir diesmal nur fünf Mitspieler waren. Auch diesmal war der Beutel gut ausgestattet - von kleinen Kartenspielen wie Druids, Gier und The Game bis zu Majesty, Dice Town und Outlock! war einiges dabei - nicht zu komplex, sollte ja nur ein Spaß nach der Arbeit werden. Recht schnell fiel die Wahl allerdings auf das komplexeste der mitgebrachten Spiele: Flash Point - kooperatives Feuerlöschen mit den von Stefan wundervoll bemalten Miniaturen. Bevor wir uns allerdings an die Aufgabe machten, Personen aus einem brennenden Inferno zu retten, brauchten wir einen kleinen Anheizer: Paku Paku. Fünf Leute begannen also, hektisch Würfel zu werfen und zu schieben sowie Teller und Schalen zu stapeln, um nur möglichst kein Paku Stop zu hören und Minuspunkte einzusammeln. Das Spiel kam in dieser Runde genauso gut an wie bei meinen Kids und wird wohl seinen Platz auf dem Einkaufszettel von A. finden. Danach dann aber in die Uniformen und auf zum brennenden Haus (Anfängerszenario). Alle Brände wurden souverän gelöscht, alle Bewohner des Hauses gerettet - das alles mit einem ungeheuren Würfelglück, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat.

Und nun? Was macht man mit dem angebrochenen Abend? Klar: King of Tokyo auf den Tisch und dann auf zum großen Monsterkloppen. Anfängliches "Häh!" wurde durch verstehendes Grinsen abgelöst, die Monster auf Tokyo losgelassen. In einem Zug knallt E. dann A. und C. raus, bleben der andere A. und ich übrig - und ich werde kurz danach auch noch gekickt. Gewinner wurde der zwei A., nach Punkten! Und wo wir schonmal in Japan sind: Zwei Runden Sushi Go! runden das Ganze Happening kulinarisch und spielerisch ab - und auch das ein Treffer.

All in all ein wunderbarer Abend unter Kollegen und das nächste Meeting wird sicher in nicht allzu ferner Zukunft stattfinden.

P.S.: Eigentlich hätte ich über diesen Abend gar nicht geschrieben, aber E. freute sich so auf den Bericht in der Brettspielgruppe ;)
Ein Beitrag von Markus Michael

Gestern gab es ne Runde Tulip Bubble bei uns - ein 
Versteigerungsspiel rund um den Tulpenhandel des niederländischen 17. Jahrhundert. Ähnlich der aktuellen Bitcoin-Blase oder der Dotcom-Blase vor einiger Zeit spekulierten die Menschen damals auf die rasanten Wertsteigerungen ihrer Waren. In Holland waren es zu der Zeit Tulpen, deren Zwiebeln teilweise zum Wert eines Jahreseinkommens gehandelt wurden.

Es gibt bei Tulip Bubble verschiedenartige Tulpenfarben, jede noch in unters
chiedlichen Variationen. Die Spieler versuchen in Konkurrenz mit den anderen Spielern diese Tulpen zu ersteigern. Sowohl ein Zufallsereignis pro Runde als auch die Verfügbarkeit einzelner Farben manipulieren den Preis, also sinkt dieser bei vielen Tulpen einer Farbe in der Auslage und er steigt bei geringer Verfügbarkeit.


Dadurch das man somit also gezielt die Marktpreise manipulieren kann, lässt sich schnell der Besitzwert der anderen Spieler in den Keller crashen. Hat man seine eigenen Besitztümer auf einem für sich lukrativen Niveau lassen sich die Tulpen wieder verkaufen - entweder einzeln zum aktuellen Marktpreis an die Bank oder an eine Auswahl verschiedener Händler. Die Händler kaufen die Tulpen zwar nur in Sets mit bestimmten Bedingungen, vergüten diesen Deal dafür aber mit einem satten Bonus.
Bei unserer Partie zu dritt waren sowohl mein Bruder als auch ich angetan, aber wir mögen eh so Spiele. Viel interessanter: Der dritte im Bunde, eigentlich ein absoluter Nichtspieler, war auch zufrieden. Bei ihm war es eher der spekulative Aspekt, der einen Reiz ausübte. Spielbar ist es von 3 bis 5 Spieler, Dauer ca. 1 Stunde.
Ich möchte versuchen, dieses Rollenspiel zu spielen, welches aus mehreren Rollenspielgruppen besteht, die alle einzeln spielen, aber doch gemeinsam interagieren, Spieler zu anderen Gruppen wechseln können, usw.
Star Trek bietet sich dazu gerade zu an, da es hier verschiedene Raumschiffe gibt, das Regelwerk unterstützt verschiedene Raumschiffsklassen und per Subraum stehen alle Schiffe untereinander in Kontakt. Mehrere Spielgruppen zu einer lockeren großen zusammenzubringen, löst auch das Problem der gemeinsamen Terminfindung, der Absagen, usw. Es ist cool aus einem größeren Pool von Spielern zugreifen zu können. 

Man tut einfach so, als sei man mehrere hundert Leute auf dem Schiff, und es kommt halt immer mal jemand zur Dienstschicht, oder dem Landungstrupp dazu, liegt in Stasis auf der Krankenstation, wurde imaginär oder real auf ein anderes Schiff versetzt usw.

Für Nicht Trekies ist es kein Problem, in Star Trek gibts Zwerge, Krieger, Elben, Zauberer und mächtige Dämonen!
Evtl. bietet sich der Gratisrollenspieltag im Spielcafe an, um kurz über Details zu besprechen und das System vorzustellen:  http://startrekrs.jimdo.com/downloads/


So, abermals keine Zombies, sondern wildgewordene Kampfroboter die auf alles schießen was noch lebt!
Wir sind nun ein festes Ründchen von 5 Spielern, die es mit einem Rollenspiel im Star Trek Universum versuchen. Und es war eine echt schwierige Geburt. 5 Leute zu finden war nicht schwer, aber regelmäßige gemeinsame Termine zu finden fast unmöglich. 

Eine erste lustige Runde kam zusammen, einer kam in Star Trek Uniform, und wir hatten einen Rollenspiel-Meister aus der Fantasie Ecke, der sich mit dem Star Trek System nicht auskannte, und seine Ritterburgen einfach ins Weltall verlegte.

Ob Elfen oder Dunkelelfen, Klingonen oder Krieger, Zwerge oder Ferengie, Zauberer oder Betazoiden ist von den Klassen kein großer Unterschied. Aber zuerst war unser Schiffsarzt politisch nicht einwandfrei und musste ersetzt werden, dann wurde unser Captain  Schwanger und unser Meister hatte sich nach der ersten Runde unangekündigt selbst gelöscht.
Viel Geduld später hatten wir einen neuen Meister, eine ostsfriesische Vulkanierin, die tatsächlich auch im realen Leben ein Counselor ist, und einen kleinen fiesen Ferengie als Techniker, die verschollene blauhäutige Bolianerin ist als Cardassianerin auch wieder aufgetaucht und unser Grüppchen ging mit mir als höchst impulsiven Klingonen in die dritte Runde. Wir tun uns immer noch schwer, kämpfen nicht nur immer wieder gegen Kampfroboter sondern auch mit dem Spielsystem, aber das schweißt unsere kleine Crew nur mehr und mehr zusammen.
Selbst der winzige Ferengi ist im Kampf nützlich, so muss er sich bei Beschuss nicht bücken und kann uns selbst ohne goldgepresstes Latinum immer auf seine sehr spezielle Art stets Ausrüstung und Verpflegung besorgen.
Was solls, einen Ferengi töten bringt eh keine Ehre.
Qapla!

Was war passiert?

Die Enterprise 1701 D wurde angegriffen. Captain Picard befahl die Evakuierung des Schiffes, die Crew ist jeweils zu vier Mitgliedern in die in die Rettungskapseln. Unsere Kapsel muss durch ein instabiles Wurmloch gesogen worden sein, aus der der unbekannte Angreifer kam. Auf der anderen Seite sind wir recht unsanft auf einem Mond gelandet. Ein Scan ergab keinerlei Atomsphäre auf diesem Mond.

Der Klingone war noch im Blutrausch und stürmte im Raumanzug aus der Kapsel, nach der Suche nach dem Feind. Das einzige was wir fanden, war ein gestrandetes, lt. den Scans ca. 3.000 Jahre altes Raumschiff.

Dort drin, bekamen wir es mit Kampfrobotern zu tun, die wir mit etwas Mühe ausschalten konnten. Unser amoklaufende Klingone konnte den alten Pott tatsächlich starten und wir hoben vom Mond ab und sahen....                                                                ...fast NICHTS!

Es gab keinen einzigen weiteren Stern am Himmel. Unser Mond kreißte um seinen Planeten, um eine Sonne die einen weiteren Planeten hatte, aber sonst war nichts in Scanreichweite. Wohin hatte das Wurmloch uns verschlagen. War es noch unsere Galaxie, oder unser Universum?
Wir gaben den Kurs ein zum Planeten, und durchsuchten den alten Pott nach brauchbaren. Dabei stellten wir fest, das die alte Mühle fast völlig abgewrackt war und überall nur noch die Minimalen Systeme hatte, gerade so um zum nächsten Planeten zu kommen. 
Der Planet war von dichter Flora umgeben, ein Dschungelplanet aber ohne erkennbares Leben. Aber doch, ein Scann mit einer von uns reparierten Konsole, der Pole hatte ein paar wenige Bauten entdeckt und zeigen wenige Lebenszeichen. Also in etwas Entfernung einen Landeplatz gefunden und mittels Fußmarsch durch die Botanik.

Wir fanden... Raumpiraten auch unterschiedlichen uns unbekannten Wesen. Auch diese waren hier gestrandet und das instabile Wurmloch hatte uns alle hierher verschlagen.

Die Piraten waren uns wohlgesonnen, da sie uns massiv überlegen waren, und baten uns vorerst zum Getränk.
Es war ein seltsames Gesöff und ausgerechnet unserem vulkanischen Doc ging es danach so schlecht, das wir ihn erst mal auf die Krankenstation unseres Schiffe bringen mußten, damit sie ihren Rausch ausschlafen konnte.

Die Piraten erklärten uns nach ein paar "Kniffel" Spiele, welches man nicht mit Würfeln sondern mit geladenen Waffen spielte, das es noch weitere alte Raumschiffe wie unsere auf dem Planeten gab, die aber völlig ausgeschlachtet und verrostet seinen. Aber in der Umlaufbahn der Sonne, läge ein riesiger Schlachtkreuzer, der zwar seine guten Tage hinter sich hatte, aber in dem es noch Teile für unser Schiff geben könnte.

Wir gaben einen Kurs zu dem Kreutzer in unser Schiff ein und flogen los, bis ein Alarm uns einen blinden Passagier meldete. Ein eine ziemlich hässliche Cardassianerin, noch um einiges hässlicher als unser Ferengi, war mit an Bord gekommen, was sich noch als nützlich erwies.
Sie taugte zwar sonst zu kaum was, man konnte ihr auch keinesfalls vertrauen, aber sie konnte die Nahrungsmittelreplikatoren bedienen, und einen StarFleet Standard Notationkuchen programmieren. Außerdem kam aus dem Replikator mit der Restenergie noch Tee, sogar Captain Picards heißgeliebter Earl Grey. Einen Sternenflotten Tricorder und ein paar Phaser hatten wir in der Rettungskapsel noch aufgetrieben. So konnten wir an den Schlachtkreuzer andocken, öffneten das Schott und liefen sofort in zahlreiche Phasersalven...

                                                   to be continued...


Wie begann diese Runde?
Wir hatten erst mal einige Meister zu verschleißen! :-)


So - erste konstituierende StarTrek RPG Sitzung, in 30 Min die Charaktäre, meinen "Erst schiessen dann fragen"-Klingonen, eine völlig unfähige Technik-Bolianerin, einen lakonischen teranischen Arzt, und einen Möchtegern-Komandanten, der sich nicht gegen einem im Blutrausch befindlichen Klingonen durchsetzen konnte.

Schaut auf den Kuchen womit Reeh ta uns überrascht hatte!!!111elf!!!!

Vier Stunden für das erste von Meister für uns entworfene Scenario, - unser Raumschiff wird angegriffen, alle nur noch in die Shuttles, das Schiff explodiert, wir entkommen gerade so durch das Wurmloch nahe DS9 irgendwo in den Deltaquadranten, stürzen auf einen Mond, das Shuttle ist hin, wir finden einen uralten Frachter, kämpfen uns durch allerlei Kampfroboter und Rätsel, zerfleischen und nahezu gegeneinander, (es ist keine gute Idee einen Klingonen in Berserker-Rage durch Schläge zu beruhigen) bringen den Pott zum laufen, sehen zwar eine Sonne, und drei Planeten, aber sonst keinerlei Sterne im Universum...

4 Stunden, viele Lacher, (Hm... wir beide haben die Phaser, aber die anderen beiden wollen nicht mit uns, sondern unbewaffnet bei dem amoklaufenden Kampfrobotern bleiben), keine Minute Langeweile...



Unser letzter Meister hatte abermals keinen Schimmer von Startrek, was gar kein Problem war. In Startrek gibt es Elfen (Vulkainer), Dunkelelfen (Romulaner), Zwerge (Ferengi), und tolle starke und ehrenvolle Krieger (Klingonen). Statt alte verlassener Schlösser nach einem Goldschatz und einem Heiltrank zu durchsuchen, durchwühlen wir halt alte Raumschiffe nach Kristallen für unseren Warpantrieb oder ein Medopack.


Bisher waren wir immer nur zu viert, immer mit wechselnder Besatzung. Beim letzen mal hatte sich ausgerechnet unsere antialkoholische Vulkanierin, in einem Piratennest, an einem einsamen Ende eines instabilen Wurmloches, mit romulanischem Ale volllaufen lassen, worauf sie erst mal ein paar tage auf der Krankenstation in einer Art Stasis verbrachte.


Bei den Piraten lungerte aber auch eine Cardassianerin herum, und zwar in Sternenflottenuniform, sehr dubios, da es keine Cardassianer in der Flotte gibt. Aber sie schloss sich uns an und kämpfte in einem 3.000 Jahre alten zerschossenem Ancient Kampfkreuzer, loyal an unserer Seite.

Bei einem übergroßen und überbewaffneten Kampfroboter auf der Brücke des Raumkreuzers, griffen wir gemeinsam dann an, zusammen mit der noch ziemlich verkaterten Vulkanierin, und bekamen unsere Schutzschilde so ziemlich zerschossen, weil jeder Treffer aus diesen Ancient Doppellanzen, unserem gesamten Team stets allen Schaden machte. Ich als klingonischer Teamführer, war in Berserkerrage und wollte nur noch im Kampf sterben, als ausgerechnet die Ferengi in unserem Team, den Vorschlag machte, das wir uns doch aufteilen, und von vier verschiedenen Richtungen zugleich angreifen sollten.

Pah.... einen Ferengi töten bringt zwar keine Ehre, aber der Zwerg hatte nicht nur recht, er kämpfte für einen Ferengi recht stattlich und kannte sich zudem noch gut mit dem ausserirdischen Zahlensystem gut aus...

Da waren wir nun, abgekämpft, zuerst abgeschossen und in Fluchtkapseln einem Angriff entkommen, von einem verlassenen Mond mit einem alten Frachter in ein Piratennest, und von dort aus zu diesem durch Meteroiten durchlöchterten Kampkreuzer, in einem System, welche nur eine Sonne und nur zwei Planeten hatte, und sonst keine weiteren Sterne sichtbar waren.

Wir werden aus dem alten Kreuzer alles ausbauen und unseren Frachter aufrüsten, ohne einen Warpantrieb kommen wir hier nicht weg.
Der 2 Euro Flohmarkt Invest, in das Star Trek Video Brettspiel hat sich zum Recyceln fürs Rollenspielen schon mal gelohnt 




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Ein Beitrag von Heiko Klein:

Wenn drei Spieler an einem Tisch sitzen und sich gegenseitig mit Churchill, Roosevelt oder Stalin anreden, kann das nur eins bedeuten: Wir spielen Churchill von GMT Games!
Wir sitzen vor einem zweigeteilten Spielbrett, auf der linken Seite sieht man einen Konferenztisch, auf der rechten zwei abstrakte Stilisierungen der beiden Schauplätze des Zweiten Weltkriegs.

Das Spiel kann in entweder fünf oder zehn Konferenzen gespielt werden, in denen jeder Spieler aus einer Gruppe möglicher Themen sich diejenigen heraussucht, die in seinen Augen in dieser Konferenz besprochen werden sollten. 

Durch Karten, die jeweils verschiedene Unterhändler darstellen und verschiedene Aktionen und Operationspunkte aufweisen, ähnlich wie man es aus anderen Card-driven-wargames kennt, lässt sich der Ausgang dieser Themen beeinflussen. Zum Beispiel können die drei Spieler darüber diskutieren, was mit Teilen der russischen Industrieproduktion geschieht.

Churchill will diese eher an der Westfront einsetzen, Stalin braucht diese an der Ostfront, um den Vormarsch aufzuhalten. Nachdem jeder Spieler seine Unterhändler dieser Runde ausgespielt hat, werden die ausdiskutierten Punkte nach einem bestimmten Algorithmus auf den beiden Kriegsschauplätzen der rechten Spielplanhälfte umgesetzt und die nächste Runde beginnt. Für das Erreichen bestimmter Ziele bekommen die Spieler am Ende des Spiels Siegpunkte und derjenige mit den meisten gewinnt - es sei denn er hat mehr als doppelt so viel Punkte wie der zweite, dann gewinnt nämlich dieser. In Konferenzen von solcher Tragweite will niemand über den Tisch gezogen werden. Der Krieg muss beendet werden, aber jeder will sich respektiert fühlen.
Die Kartenmechanik kennt der ein oder andere von Spielen wie Twilight Struggle, Simulationen von Kriegen sind in Brettspielen auch ein alter Hut. Wenn es Kalte Kriege oder simulierte Aufstände sind, die es zu bekämpfen gilt, ist das ungewöhnlich, aber bekannt. Aber simulierte Konferenzen, die den Krieg nur zum Thema haben? Unglaubliche Begeisterung machte sich in mir breit, thematisch unglaublich dicht und man fühlt sich so nah am Thema.

Die Siegbedingung als Alleinstellungsmerkmal, man sieht nicht häufig, dass Spieler dem Gegner helfen und ihm Siegpunkte bewusst übrig lassen. Ich war mehr als begeistert von dem Spiel, weiß aber zugleich, dass man noch mehrere Male spielen muss, ehe man ein Gefühl dafür bekommt, welche Aktion was eigentlich genau bewirkt.

https://boardgamegeek.com/boardgame/132018/churchill
Wir nehmen teil am Gratis Rollenspieltag
am 24.Februar 2018
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Eintritt frei, es bringt jeder mit was er spielen, trinken, essen möchte. Es gibt eine Einbauküche, einige Getränke und eine Kaffeekasse aus der neue Getränke gezahlt werden. In der Straße ist ein Kiosk, und mehrere Freßbuden.

U-Bahnhaltestelle Leyendeckerstr, von dort aus sind es nur 42,1 Sekunden bis zum Brettspielen Köln Cafe im Wikilokal.K in der Hackländerstr.2 50825 Köln Ehrenfeld

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Was ist der Gratisrollenspieltag?

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Habt Spaß!
Michael Tabel

Ein Beitrag von Tim Kampavalmistaa:

Ein wenig skeptisch war ich zu Beginn schon.

Erneut ein Wikingerspiel?? Nach Blood Rage, Vikings gone wild, Jorvik, Ein Fest für Odin und im Namen Odins ist das Genre in letzter Zeit ein wenig überfrachtet und ermüdend. Nur ein erneuter Kickstarter, um damit Geld zu verdienen oder doch etwas innovatives?

Wie gesagt, ich war skeptisch und habe mich erst einmal entschieden, den Kickstarter VIKINGAR von Jack Bro Spiele aus Kanada nicht zu backen. Als jedoch die Stretchgoals stiegen und mir auffiel wie viel Mühe man sich mit den Backern gab und mit welchen Details man hier zu Werke ging, sowie der wirklich günstige Preis von 35€ hat mich dann doch überzeugt einzusteigen.

Als das Spiel dann geliefert wurde, war ich sehr positiv überrascht! Das Material war absolut hochwertig! Es gab kleine Wikingerhaus-Meeples, speziell gestaltete Drachenboot-Meeples, tolles Artwork und auch die Spielmechanik hatte einige Features, die nicht alle Spiele bieten. 


Doch der Reihe nach.
Worum geht es in Vikingar?
Wir sind der Anführer eines Wikinger-Stammes und erkunden mit unseren Drachenbooten neue Welten. Ähnlich wie bei dem Computer-Spiel Civilization „entdeckt“ man nach und nach die Welt. Man startet auf von einer eisigen Insel in der Mitte der Karte und muss zuerst den Gefahren / Ereignissen trotzen.
Was gibt Odin einem mit auf den Weg? Gute Winde? Oder gar Ungeheuer? Alles ist mlöglich und für jede Erkundungsfahrt muss eine Ereigniskarte gezogen werden.

Bei Erfolg wird ein Stück der Karte aufgedeckt und man wird Land entdecken. Eine Küste mit Kirche? Ein Land mit einem Dorf oder einer Stadt? Ein Tempel? Oder vielleicht ein Fabelwesen mit dem man seinen Ruhm mehren kann und seinen Stamm aufwerten kann?

Man hat die Möglichkeit zu wählen. Will man die Stadt überfallen oder das Kloster? Oder ist man friedlich gesinnt und richtet hier einen Handelsposten ein, der einem langfristig Einkommen beschert oder brennt man alles nieder?

Wichtig ist es, den Ruhm zu mehreren. Hierzu gibt es mehrere Pokale, die man erreichen kann. Wohlstand, Plünderer, Kämpfer aber auch für den Verlierer gibt es einen Pokal. Irgendwie halten die Nordmänner ja zusammen. So gibt es auch einen Nichtangriffspaket im Eismeer. Man einigt sich vor dem Spiel, wie viele Pokale für den Sieg notwendig sind. Das ist die eine Siegbedingung. Die 2. Ist, man muss den Weg nach Walhalla finden.

Hierzu wagt man sich bis an den Rand der Welt, (wir wissen, die Welt ist eine Scheibe und das Meer wird von der Schlange Jörmundgand zusammengehalten). Wer findet zuerst den Pfad ins das Heiligtum der Götter?
Herzstück ist der Würfelmechanismus. Wer mich kennt weiß: ich HASSE würfeln! Ich behaupte weiterhin, dass niemand mehr Würfelpech hat als ich. Würfel- und Glücksspiele gewinne ich nie. Man läßt mich zuweilen immer sehr gerne für den „Spielgegner“ würfeln, da man dann recht sicher weiß, dass man den Kampf gewinnt.

Aber zurueck zum Spiel. Hier gibt es einen anderen Mechanismus!
RUNEN! Wie einst zu Zeiten Erik des Roten werden die Götter mit Runen befragt. Diese werden geworfen und je nachdem auf welchen Seiten sie liegen und wie sie stehen oder sich überlappen ergibt sich hieraus das Ergebnis! Klasse!

Früher gab es schon mal ein Spiel in dem man Schweine würfeln musste, aber das war wirklich mal eine Innovation.

Das Material ist weitesgehend aus Holz. Die Runenwürfel sind groß und hochwertig. Meeples für die Drachenschiffe und Häuser wurden extra für das Spiel designed.

Fazit: Das Spiel macht Spaß!
Preis / Leistung ist klasse und das Spiel hat mich überrascht. Exploration, ein wenig Worker Placement, ein wenig Kampf, ein wenig seinen Stamm entwickeln. Eine wirklich gelungene Mischung, die mit Sicherheit noch öfter auf den Tisch kommen wird!


Tim Kampavalmistaa, ist der Soundhexer, welcher den Soundtrack zu unserem Youtubeintro beisteuerte, und mich Fast um einen Punkt bei Scythebezwinger, aber nur fast! :-)

http://jackbro.com/vikingar/