Viel los in unserem kleinen Spieletreff in den nächsten Wochen. Neben den üblichen Treffen jeden Dienstag im Wikipedia:Lokal K, Hackländer Straße 2 in Köln-Ehrenfeld und einzelnen spezielleren Events etwa diesen Sonntag für Twilight Imperium stehen in den nächsten Wochen ein paar speziellere Events an, für die wir einladen. Den Anfang macht der Gratis-Rollenspieltag am 23. März 2019:


Gratis-Rollenspieltag
Der Gratis-Rollenspieltag ist seit ein paar Jahren traditionell dem Pen&-Paper-Rollenspiel gewidmet, dieses Jahr findet er am 23. März 2019 statt. Es treffen sich Neulinge und erfahrene Rollenspieler, um fremde Welten zu erkunden. Klassiker wie Das Schwarze Auge und Dungeons & Dragons werden auch heute noch gespielt, wie weitere kamen in den letzten Jahrzehnten hinzu - und der Gratis-Rollenspieltag ist offen für alle. Für das Event stellen auch einige Verlage Material zur Verfügung - eine vollständige Liste gibt es auf der entsprechenden Website:

Als Brettspieltreffpunkt haben wir an diesem Tag geöffnet und widmen uns ensprechend zum einen dem klassischen Pen&Paper, wollen aber auch unsere Brettspieler nicht enttäusche  - es werden also auch Brettspiele mit Rollenspielbackground, Social Deduction Games und ähnliches gespielt. An dem Tag haben wir auch Gäste eingeladen:


Das Netzwerk How to be a Hero bringt ihr Paket für das gleichnamige P&P-Regelwerk ein und schicken einen Spielleiter gleich mit, der uns in die phantastische Welt der Heros einführt.

Außerdem gibt es einen Play Test für das Social-Deduction-Spiel Pirates - Feed the Kraken, mit dem Spiel Instabil in Kürze ihren kickstarter starten wollen:


Wir hoffen auf guten Zulauf - und freuen uns auf einen sehr abwechslungsreichen und spannenden Tag im Wikilokal. Wie immer sind wir Selbstversorger und die Veranstaltung ist kostenfreie - mitgebrachte Kuchen, Eintöpfe, Chipstüten und anderes werden gern angenommen und sicher vernichtet ;)

Zur Anmeldung geht's hier lang - wir freuen uns jedoch auch auf spontane Gäste.

Edit: Der Termin muss leider verschoben werden!

Irgendwatt is ja immer... Es gibt Probleme mit der Lokation und dem Catering, wir finden einen neuen Termin!

Gruß
Michael

Ps: Wir machen ne Ersatzparty 24.Feb 11 Uhr in unserem bekannten SpielCafe in Ehrenfeld.


+++++
Warum in die Ferne schweifen wenn das gute liegt so nah...

Unser aktives Kölner Spielertrüppchen bereist nahezu das ganze Land, sogar Con's auf anderen Kontinenten, da braucht es solch einen Event endlich auch im Schatten unseres Doms!

Am 24 Februar, kurz vor Karneval, treffen sich Brettspieler diesmal nicht in Essen, Nürnberg, Berlin, Ratingen oder Duisburg, sondern ab sofort auch im Herzen des Rheinlands, in Köln.

Wir laden ein!

Ne olle Turnhalle oder nen Betonkeller kann ja jeder!

Das Motto für dieses erste Treffen zur CologneCon lautet:

 "
Brettspieler treffen digitales Game-Design“

Im "Cologne Game Haus" werden sich Brettspieler und Autoren zusammen mit digitalen Game-Designern und dem Verein ComputerProjekt Köln e.V. treffen.

Es darf nicht nur gespielt und gefeiert werden. 
In einer ersten Zusammenkunft sollen gemeinsame Interessen und Arbeitsweisen bei der Planung und Kreation eines Spieles, unabhängig vom analogen oder digitalen Umfeld ausgelotet werden. 

Diesmal treffen wir uns nicht in unseren stets übervollen SpielCafe, sondern im COLOGNE GAME HAUS in Deutz, direkt gegenüber vom Eingang der Kölner Messe. Wir haben für euch eine der geilsten Lokations über den Dächern Köln gebucht. 


Und nun kommts!
Nicht nur der Eintritt ist für euch völlig kostenfrei!
Es gibt vüür 50 Gäste ömmesönx ein Catering!
Es wird nicht nur kostenfrei gespielt, sondern auch kostenfrei gegessen und kostenfrei getrunken!





Wie funktioniert Paper-Protoyping, oder Rapid-Prototyping bei der Herstellung eines Videospiels, welche Tools braucht ein Brettspiel-Designer?

Wo liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, und wie kann man die Interessen und Herangehensweisen kombinieren?

Viele wichtiger aber noch die Frage, was macht beim Spielen eigentlich Spaß und wie plant man diese Freude für andere Spieler, egal ob digital oder analog?

Zu einem ersten Treffen, bietet das Cologne Game Haus eine Fläche mir über 600qm mit ausreichend  Räumen für eine erste Pilotveranstaltung.

Achja.... die Bedingungen... KEINE!

Ihr müsst nirgendwo was anklicken, keine Verlage nennen, weder eure Adressen herausgeben, kein Abo abschließen, ihr werdet nirgendwo gespeichert und ich gebe immer noch nichts auf Abos uns Likes... es gibt auch keinen üblichen billigen Scheiß zu gewinnen. :-)


Ich bedanke mich bei der Stadt Köln als Förderinnen und Förderer!



Ab 11 Uhr!
24. Februar 2019 


Deutz-Mülheimer Str. 30
50679 Köln



1-4 Spieler, 80-150 Min. ab 12 Jahre
von Andreas Sprickmann
Sehr cooles Worker Placement Spiel mit Mechaniken die gut ineinandergreifen, tollem Artwork und einem frischen Thema.
Die Produktionsqualität dagegen ist wie bei Terraforming Mars: Da wurden Ideen umgesetzt, die toll klangen, aber in der Praxis dann leider doch auf die Nase fallen. Es sind “nur Kleinigkeiten”, aber da müssen rutschige Plastikscheiben gestapelt werden, die Playerboards sind hochglanz so dass alles verrutscht wenn man irgendwie gegen den Tisch kommt, es gibt die Resourcen in 1er und 3er...und die 3er sehen wie drei überlappende 1er aus, was dazu führt, dass man die ständig in der Hand hat wenn man nur 1 will und alles auf einem Haufen liegt. Die Playerboards sind so dünn, dass man das nichtmal wirklich Pappe nennen kann und die Iconographie ist auf der einen Seite leicht zu verwechseln und auf der anderen Seite inkonsistent und/oder überkomplex. Ich hoffe, dass der Verlag der das eindeutscht da nochmal nachbessert.

Foto von Darren Rae
Kurze Spielübersicht: Es gibt 15 Aktionsfelder auf die man in jedem Zug einen seiner drei Arbeiter setzt und dazu spielt man eine von drei Karten die man auf der Hand hat. Passt die Farbe der Karte zur Farbe des Aktionsfeld wird sie ausgeführt. Damit organisiert man sich Resourcen mit denen man ein Tunnelnetzwerk ausbaut, dass zu bauende und auszubauende Unterwasserstädte mit großen Metropolen verbinden soll. Alle paar Runden produzieren die auch noch upgradebaren Ausbauten Resourcen und am nach 10 Runden und drei Produktionsphasen gibts noch eine Endwertung und dann hat der mit den meisten Punkten gewonnen. Komplexer Worker Placement Engine Builder mit Aktionskarten das es eine Freude ist.
Man hat nur 30 Worker. Die Aktionsfelder enthalten üblicherweise 2 Aktionen die miteinander kombiniert doppelt und dreifach vorkommen...aber bei 4 Spielern auch irgendwann weg sind. Vor allem in der Wunschkombination und in der passenden Farbe wozu man noch ne tolle Karte hat. Und ob man ein Aktionsfeld nur halb mit ner unpassenden Karte nutzt oder voll mit Karte sind 200% Unterschied in Effektivität.
Das bedeutet man muss EXTREM viel nachdenken und kombinieren und es dauert etwas bis man versteht wie das alles zusammenhängt und welche Räder ineinandergreifen. Entsprechend haben wir 4 1/2 Stunden an unserer ersten Partie gesessen, nachdem wir mit Aufbau und Regelerklärung durch waren.
2 - 5 Spieler, 60 Min. ab 10 Jahre
Worum geht es?

Ein Gastbeitrag von Denn Netti
Bei Forbidden Sky kommt ein starker Sturm auf die Himmelsstation zu. Die Spieler bzw. übrig gebliebenen Menschen vor Ort müssen gemeinsam versuchen, rechtzeitig von dort zu entkommen, bevor sie vom Wind heruntergeweht oder von Blitzen getroffen werden.

Dabei muss sich das Team gut absprechen und jeder Spieler setzt seine besondere Fähigkeit geschickt ein. Gabi und ich haben uns dieser Herausforderung gestern angenommen und dabei zunächst das Einsteigerlevel gewählt.

Zum Glück!

Als Elektriker und Bergsteiger versuchten wir den Weg zur Plattform zu ebnen und dabei die Oberleitungen für die Rakete, die als Fluchtmittel dienen sollte, so zu legen, dass der Stromkreis geschlossen werden konnte.

Dabei haben uns die Windstöße und die Blitzschläge uns immer kräftig geschädigt und beinahe wäre die Strapazität des Sicherheitsseils über ihre Grenze gewesen. Durch geschicktes Legen haben wir es noch so gerade geschafft die Kurze zu kriegen und stets Sicherheitsabstand zum Abgrund bewahrt.

Dennoch wurde die Gefahr stets größer, da bereits die Sturmstärke auf Gefahrenstufe 4 erhöht wurde. Kompliziert wurde es beim Legen der letzten Oberleitung, weil wir an einer Stelle nicht ganz alles vorausgesehen hatten und uns beinahe die Blitzschläge unser Lebenslimit nahmen. Doch wir haben es so gerade noch geschafft und konnten schließlich mit der Rakete entkommen, da der Stromkreis doch noch sicher zu Ende gelegt werden konnte.

 Fazit: Das Brettspiel Forbidden Sky (Schmidt Spiele) von Matt Leacock fanden wir sehr gut, weil einerseits das Material stabil, handgrifflich und die Details klar zu erkennen waren. Andererseits fanden wir die Mechanik - wie in Pandemie oder anderen Spielen wie bspw. die verbotene Insel - sehr passend, wobei die Verknüpfung mit dem Bau der Oberleitungen der eigentliche Kniff bzw. die Herausforderung war, die das Spiel letztendlich sehr spannend gestaltete. Das Spiel kann man auch vom Schwierigkeitsgrad erhöhen, bei der es vier verschiedene Blaupausen gibt, in der die Mindestanzahl an Bauteilen im Spiel verbaut werden muss.

Originalbeitrag:
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1910307689091818/


Sidereal Confluence: Trading and Negotiation in the Elysian Quadrant
 von Andreas "DasHü" Sprickmann

Was für ein Name, was für ein Spiel.
Kurze Vorgeschichte, ich hatte mir vor über einem Jahr mal Gedanken darüber gemacht was Siedler von Catan so besonders macht, dass es so viele Leute lieben und ob es nicht ein Spiel gibt, dass einfach "Catan in besser" ist...gabs aber irgendwie nicht. Und der Hauptgrund meiner Meinung nach ist das Handeln. Resourcen produzieren und Kram bauen um Siegpunkte zu kriegen gibts oft, aber selten ist offenes Handeln mit drin oder auch nur halbwegs sinnvoll. Und wenn, dann sinds Monster-Spiele wie Virgin Queen oder Mega Civilization. Und das war auch so ein Punkt, MegaCiv find ich recht überfrachtet und langatmig, aber das Handeln find ich eigentlich cool. Warum gibts sowas eigentlich nicht als Spiel? Oder gibts das schon? Und so machte ich mich auf die Suche und stieß auf Sidereal Confluence.
Verdammt, bisher nicht auf deutsch raus, momentan auch vergriffen und aus Amiland eh teuer wie sonst nix...überhaupt nicht meine Preisklasse. Vielleicht hats ja wer...nope. Oder gebraucht über Ebay oder BGG? Nope. Naja, wird schon irgendwann billiger, ich warte. Ein Jahr lang schau ich immer mal wieder wie die Preise aussehen, lange tut sich nix, irgendwann gibts mal einen kleinen Knick nach unten weils nen zweiten Printrun gab, aber immer noch ca. 90€. 
Und auf einmal hat Amazon es im Angebot und ich hatte grad meine Verlosung hinter mir und inklusive Versand und Zoll waren wir bei knapp über 70€...ach komm, du überlegst schon so lange dran rum, es hat wirklich gute Werte bei BGG, geht von 4-9 Spieler bei 2-3h Spielzeit...das kriegst du öfter auf den Tisch und sollte dir eigentlich auch gefallen, los gehts.
...und es kommt in 3 Wochen auch schon an D:
Letztendlich hats nur 2 1/2 Wochen gedauert, kam pünktlich zum Spielecafe letzten Dienstag...und dann wollts keiner auch nur anspielen. Bzw. doch 2 Leute, aber mit 3 gehts halt nicht 
Donnerstag dann um 23 Uhr noch auf den Tisch gebracht nach Gloomhaven mit 4 ums wenigstens mal anzuspielen, weil die Anleitung ist relativ kurz, aber...umständlich. Fazit: Lust auf mehr. VIEL Lust auf mehr. Runde für gestern fürs Cafe zusammengesucht, wir haben die Mindestzahl von 4, vielleicht finden sich ja noch spontan 1-2 Leute, wobei's mit weniger Leuten am Anfang verdaulicher sein soll.
...wieso verdaulich? Die Regeln sind eigentlich total simpel. Es gibt Resourcen in unterschiedlichesten Formen und Farben und man hat Konverter auf Karten die links zeigen was man braucht um zu kriegen was rechts abgebildet ist (z.b. 3*grün gegen 4*braun+1*weiß). Zuerst darf man frei mit den anderen handeln, inklusive (verbindlichen) Versprechen für die Zukunft und Karten verleihen. Dann werden die Konverter laufen gelassen und dann wird noch auf neue Forschung und Kolonien geboten. Fertig. Das versteht doch jeder der schonmal Siedler gespielt hat.
So hab ichs dann auch beworben und ich stehe immer noch zu dieser Aussage. Wer Siedler kann, versteht die Regeln.
ABER
Das Spiel erschlägt einen mit Material und Optionen. Jedesmal wenn einer was forscht holt JEDER die dazu passende Karte raus und hat jetzt einen Konverter mehr. Und zu Anfang der Erklärung kam hier noch einer dazu und da noch einer dazu und am Ende waren wir 7. In der letzten Runde hatte jeder ~20 Karten vor sich liegen und startet die Verhandlungsphase mit 10-20 Resourcen. Da wurde der Platz echt knapp.
Die Verhandlungsphase ist ein lautes Durcheinander, die Produktion ne akribische Konzentrationsprüfung und beim Bieten wirds schon fast langweilig. Und schon startet die nächste Runde (von 6).
Feedback von allen war, dass sie keine großen Probleme mit den Regeln hatten und alle Spaß hatten und das ist das wichtigste...aber es war auch echt anstrengend ^^
Kommen wir kurz zum Negativen: 
- Der Platzbedarf ist immens und auch kaum optimierbar. Die Konverter sind in der Mitte der Karte, d.h. da kann man auch kaum stapeln.
- Jeder hat nen ordentlichen Kartenstapel der eigentlich out-of-play ist, wo man immer die Forschungen raussuchen muss...da kam öfter "das hab ich nicht in meinem Stapel" obwohls natürlich doch drin war.
- Und die Gebote auf Kolonien und Forschungen passieren mit SCHIFFEN (!)...WARUM??? Und jede Rasse hat noch ihre eigenen Schiffe...obwohl die total austauschbar sind. Ob die Yengii jetzt ein eigenes Schiff oder eins der Eni Et bieten macht 0 Unterschied. Bei der Produktion genauso. Warum sind das nicht Megacredits? Ist für jeden auch viel einfacher zu verstehen.
Fazit: Großartiges Spiel, hat direkt nen Platz in meiner Hall of Fame verdient 10/10. Und das obwohl man an dem Spielmaterial noch manches verbessern könnte.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1630041487118441/
New Angeles
von Andreas "DasHü" Sprickman

Jeder spielt eine Megacorporation die in einer Freihandelszone relativ freie Hand hat um Kohle zu scheffeln, sich aber auch um die Belange der Bürger kümmern soll um diese Freiheit nicht zu verlieren. Das ganze spielt in der futuristischen Welt von Android: Netrunner und Co.

Erste Besonderheit: Es können mehrere (aber nicht alle) gewinnen aber auch alle zusammen verlieren. Jeder bekommt einen “Rivalen” zufällig zugewiesen und muss am Spielende mehr Kapital als dieser Rivale haben um zu gewinnen. Da der aber vermutlich wen anders als Rivale hat, gibts da nicht direkt Konflikte. Und es gibt einen “Verräter” der will dass es der Stadt so schlecht geht, dass die Regierung einschreitet...nachdem er eine gewisse Menge Kapital zusammen hat.

Es werden ~24 Züge gespielt die variabel in 6 Runden aufgeteilt sind. In einem Zug ist ein Spieler Hauptspieler, zieht Karten und macht eine Aktion als Hauptvorschlag. Danach dürfen die anderen Gegenvorschläge einreichen von denen einer am Ende gegen den Hauptvorschlag antritt. Die Spieler die keinen der beiden Vorschläge eingereicht haben können dann mit ihren Handkarten für die Vorschläge stimmen.

Der gewählte Vorschlag wird dann vom vorschlagenden Spieler durchgeführt, er kriegt noch einen üblicherweise mehrfach einsetzbaren Bonus und dann ist auch schon der nächste dran.

Nach jeder Runde (die wie gesagt aus einer variablen Anzahl Züge besteht) werden Güter produziert die die Nachfrage der Stadt befriedigen sollen und ein negatives Event abgehandelt und der Zustand der Stadt etwas verschlechtert.

Alle zwei Runden wird dann geschaut ob die Nachfrage erfüllt wird und jeder Spieler bekommt Siegpunkte entsprechend einer geheimen Zielvorgabe.

Was bis hierhin gar nicht so komplex klingt, wird in der Durchführung dann zu einem möglicherweise doch recht spannenden Verhandlungs- und Intrigenspiel. Möglicherweise sei hier nochmal extra betont, denn vor dem Spiel sprach jemand darüber wie unglaublich schlecht doch dieses Spiel sei, weil ja eigentlich nix passiert und so. Da bei uns EINE MENGE passierte, scheint das also doch etwas spielrundenabhängig zu sein.

Mancher Vorschlag ging ohne Gegenvorschlag durch, dann war der Zug aber auch fix vorüber. Aber bei den anderen Zügen wo es Gegenvorschläge gab, wurde taktiert, diskutiert und verhandelt bis zum letzten.

Letztendlich hat bei uns der "Verräter" gewonnen, da unser "Nachrichtenfuzzi" ;-) zu gierig war und unbedingt seine Geheimvorgabe 1-3 Krankheiten in der Stadt zu haben maximal erfüllen wollte. Wir hatten noch "Glück" und sind nicht direkt draufgegangen, aber wenn in einer Runde der Threat-Level um die halbe Leiste steigt wirds halt hinten raus ein bißchen eng... ;P

Die zwei Züge in denen ich versuchte die Krankheiten komplett einzudämmen (und letztendlich gescheitert bin) waren episch und großartig und führten im Anschluss noch zu viel Gesprächstoff. :)

Auch zwischendurch gabs immer wieder tolle Momente und ich bedanke mich bei allen beteiligten für den sehr unterhaltsamen Nachmittag.

Das Spiel kann man meiner Meinung nach recht gut mit Battlestar Galactica vergleichen, auch wenn es gleichzeitig kooperativer is (weils nur 0-1 Verräter gibt) und dann auch wieder doch nicht (weil jeder einen Rivalen hat, den er hinter sich lassen will). Viele Mechanismen und Strategien lassen sich übertragen. Es hat weniger Deduktion, dafür mehr Verhandlung und Diplomatie. Ein bißchen wie eine Mischung aus Winter der Toten, BSG und Game of Thrones.

Größter Nachteil (neben der "richtigen Gruppe"):
Die Spielzeit. Wir haben uns für 14 Uhr verabredet, Regelerklärung fing um kurz nach 14:30 an und von mindestens 15 Uhr bis 19 Uhr haben wir mit einer recht kurzen Pause gespielt und wir sind nicht mal über die volle Rundenzahl gekommen, weil in der Mitte der 5. Runde "überraschend" der Threat-Meter voll war.

Die Zeit verging schnell und ich hatte definitiv Spaß, aber das fällt definitiv in eine Kategorie wie MegaCiv oder Twilight Imperium wo man nen ganzen Tag einplanen sollte.

Da ich inzwischen eher zu kürzeren Spielen tendiere und die Gefahr, dass das Spiel komplett auf die Nase fällt nicht unerheblich ist, gibts von mir leider "nur" eine 7/10. Wenn FFG oder die Fanbase sich dran setzt und ne ausgewogene Variante mit nur 4 Runden zusammenstellt, könnten das locker 8 oder 9 werden.

https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1855429927912928/

Worum gehts bei unter 100 Sekunden?
Der Name ist Programm! Hier der Trailer!

Ringlding (BGG 5.7, 2-6 Spieler, ab 4 Jahre, 10 Min.)


Achims Lieblingsspiel in Wacken! Karte ziehen, die Farbgummis wie abgebildet über die Finger ziehen, und der erste der auf die Glocke haut bekommt den Punkt. Bei falschen Gummis verliert man wieder einen. Bekommt man auch bei Krach, Dreck und Alk noch hin. Ein Spiel mit bunten Haargummis, perfekt für Fans der elektrischen Drahtseitenmusik! Partyspiel, funktioniert absolut immer! Träger der metallernen ondulierten Langhaarmatten, schlagt zu, schon allein wegen der Haargummis!
Regelvideo - Rezension


Secret Hitler (BGG 7.6, 5-10 Spieler, ab 13 Jahre, 30min)

Gut durchatmen! Hat nichts mit Hitler oder Nazis zu tun. Funktionierte so auch mit dem Thema Katze gegen Mäuse, hier sind es Reptilien. Aber der Titel ist provokativer. Und ja klar, Hitler wurde demokratisch gewählt. Es geht ums wählen, Rollen spielen und ums lügen. Ähnlich wie bei Werwölfe, nur ca. 1.000 mal besser, da es hier logische Anhaltspunkte gibt. Spätestens nach der ersten Runde glaubt man niemanden mehr überhaupt etwas! Super geniales einfaches Spiel, ich hab danach nie wieder Werwölfe gespielt. Kann man sich auch als Print&Play kostenfrei ausdrucken.
Videorezi - Textrezi - Moral-Interview


Sushi Go Party! (BGG 7.8, 2-8 Spieler, 20min., ab 8 Jahre)

Sushi Go Party ist eine erweiterte Version von Shushi Go!. Man kann mit dieser Version auch das normale Shushi Go spielen. In der Party Version ist von allem mehr drin. In beiden sammelt Punkte durch Sets. Durch das draften von Karten muss man abschätzen, was die Mitspieler wohl sammeln könnten. Nichts Abend füllendes aber netter Aufwärmer oder Absacker. Der Kerl mit Strohzylinder mag es. Hätte von mir keine 7.8 bekommen, eher eine volle 6.0.
Videorezi, Textrezi

Zu Teil1 Glückliche Adrenalin Trobils
"Der Mensch steht das gesamte Leben im Spannungsverhältnis eines Spielenden und eines Spielers."

Ich beobachte. Mich selbst, auch andere. 

Blogger, Youtuber, Rezensionisten, selbsternannte Koryphäen.


 "Der Homo ludens - dt. der spielende Mensch ist ein Erklärungsmodell, wonach der Mensch seine Fähigkeiten vor allem über das Spiel entwickelt: Der Mensch entdeckt im Spiel seine individuellen Eigenschaften und wird über die dabei gemachten Erfahrungen zu der in ihm angelegten Persönlichkeit. Spielen wird dabei mit Handlungsfreiheit gleichgesetzt. Es setzt eigenes Denken voraus. Das Modell besagt: „Der Mensch braucht das Spiel als elementare Form der Sinn-Findung."

Ich bemerke Veränderungen.
Was mit Ihnen geschieht.
In ihrem Verhalten.
Allüren.

"Friedrich Schiller hob in seinen Briefen Über die ästhetische Erziehung des Menschen die Bedeutung des Spielens hervor und sprach sich gegen die Spezialisierung und Mechanisierung der Lebensabläufe aus. Nach Schiller ist das Spiel eine menschliche Leistung, die allein in der Lage ist, die Ganzheitlichkeit der menschlichen Fähigkeiten hervorzubringen. Schiller prägte auch die berühmt gewordene Sentenz: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

Youtuber-Burnouts
Hausverbote
Trennungen
Dramen
Aus Spiel wird ernst,
Lebensmittelpunkt
Der tägliche Druck
Rücksichtslos
Ihre Gier, nach Aufmerksamkeit
und Pappschachteln.
Bombardements auf allen Kanälen.
Ohne Pause. 

"Aus Spiel werde »heiliger Ernst«, und wenn sich die Regeln erst richtig »eingespielt« hätten, seien sie nicht mehr ohne weiteres zu ändern und begännen ihrerseits Zwangscharakter anzunehmen. Seine Lust zu spielen kann sowohl zur inneren Freiheit des Spielerischen als auch zur fatalen Abhängigkeit eines Spielers führen."

Ich schaue mir meine Zimmer an und sie sind bis zum Rand mit Brettspielen gefüllt, die ich noch nicht gespielt habe. Ich frage mich, warum ich mir überhaupt die Mühe mache, eine Wunschliste der Spiele zu haben, die ich bekommen möchte - ich brauche sie eigentlich nicht mehr.

Mein Akquisitionstempo übertrifft bei weitem meine Spielfähigkeit, alles was ich noch dazu kaufe, ist der Stress eines sich ständig erweiternden Todos. Wenn ich zwei Jahre lang kein weiteres Spiel kaufe, kann ich trotzdem jede Woche mehrere neue Titel spielen.

An dieser Stelle denke ich, dass jeder vernünftige Mensch sagen würde: "Das ist genug".  Vernünftig wäre das aber schon vor langer Zeit gewesen. Ein kurzer Blick auf den 'Wert' bei BGG meiner Sammlung zeigt eine schlichte Zahl.   Es wird noch krasser, wenn ich denke, dass vielleicht etwa die Hälfte dieses Wertes hier unbespielt liegt und vielleicht immer wird, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden. Es gibt so viele Spiele in meinen Regalen, dass es lächerlich ist, dass ich mich immer noch zu mehr Spielen hingezogen fühle.

Wir haben dafür einen Begriff - "das Regal der Schande".  

Es wäre eine Sache, wenn es sich nur um Brettspiele handeln würde, aber sie sind nur die jüngste Manifestation jahrzehntelanger, zurückhaltendem hortens  Ich hatte ein paar hundert Bücher bei der letzten Zählung. Ich habe  Hunderte von Filmen, die ich gekauft und nie gesehen habe. Ganze TV-Serien, die ich in Box-Set-Form aufgenommen habe und dann nie dazu kam, sie aus der Folie zu nehmen. Lass mich nicht mit meiner ungespielten Steam-Bibliothek anfangen. Das alles wächst mit einer Geschwindigkeit, mit der ich unmöglich mithalten kann.

Genug ist genug.  Das ist psychologisch nicht gesund.  Besessen von reichlich Ablenkung und doch immer auf der Suche nach etwas Neuem. Ich bin nicht besonders daran interessiert, dass dies eine Geldsparübung wird. Ich beginne ein Erholungsjahr für Heilzwecke, denn ich trage die Narben eines Kampfes mit dem Konsumismus, und die Trophäen, die ich im Kampf verdient habe, nähern sich mir von allen Seiten.

Ich glaube nicht, dass ich Erfolg haben werde. Ich glaube, ich stecke zu tief drin.   Ich denke, dass ich mich innerhalb von Monaten nicht zusammenreißen kann, und diese Spirale des endlosen, erstickenden Erwerbs fortsetzen werde. Ich weiß, dass ich das tun werde, wenn ich das nicht zu Papier bringe, also bekommst du das in deine Augäpfel gesteckt.

Ich war noch nie ein Fan dieser Art von Übungen, denn ich finde normalerweise, dass sie das Gegenteil von dem erreichen, was sie erreichen sollen. Ich finde dann andere Ablenkungen.

Zuerst und vor allem dann muss man die Endziele eines solchen Projekts berücksichtigen.  Es reicht nicht aus, eine Herausforderung zu stellen - diese Herausforderung muss mit einem bestimmten Ziel im Hinterkopf sein, sonst untergräbt die Realität die Ziele. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was wir zu tun gedenken.

Hier ist also mein Ziel:
Ich möchte eine gesündere Beziehung zum Konsumverhalten entwickeln, indem ich das, was ich habe, und nicht das, was ich (vorübergehend) will, schätze.

Und ich werde das bis dahin tun:
Nicht unnötige Dinge kaufen, während ich andere unnötige Dinge bereits zur Verfügung habe.

Ich möchte hier einen Schwerpunkt auf den Konsumismus legen, denn ein solches Selbstverbesserungsprojekt steht auch etwas im Widerspruch meinen Zielen. Ich möchte mir hier nicht ganz die Hände fesseln, nur für den Fall, dass ich die Möglichkeit habe, ein besonders interessantes Spiel zu erwerben. Ich werde Ausnahmen machen.

Aber abgesehen davon:
Keine neuen Brettspiele, während ich ungespielte Brettspiele in meinen Regalen habe.

Keine neuen Videospiele, es sei denn, ich spiele alle, die ich bereits habe. Dies gilt für Steam, Wii, Playstation usw. und auch fürs Smartphone. Keine neue Software im Allgemeinen, es sei denn, ich brauche sie wirklich, um eine bestimmte arbeitsbezogene Aufgabe zu erfüllen.

Keine neuen Filme oder Fernsehsendungen, bis ich die gesehen habe, die ich habe.
Keine neuen Hobbys. Punkt.
Keine neuen Alben, bis ich alle gehört habe, die ich besitze.

Eine Sache, mit der ich einige Schwierigkeiten haben werde ,ist das konsumieren von Netflix, Spotify, YouTube-Abonnements und Podcasts. Ich möchte nicht die Glückseligkeit der Entdeckung verlieren, die dadurch entsteht, dass ich einen neuen Song höre, den ich mag, und herausfinde, dass er von einem erstaunlichen Künstler stammt. Meine Regel für YouTube wird wahrscheinlich "keine neuen Abonnements" sein, und ebenso für Podcasts.

Problematischer ist der ständige Zustrom von Inhalten, die über das Internet kommen - Blogs, Websites und Social Media. Ich habe in letzter Zeit den Wert einer Social Media-Präsenz auf Dingen wie Twitter in Frage gestellt - während es viele Leute gibt, mit denen ich gerne chatte, scheint es nie, dass ich das Engagement habe, das die Aufmerksamkeit verdient, die ich ihm schenke. Sollte das Internet selbst als eine Quelle von Medien betrachtet werden, die sorgfältig eingeschränkt werden sollten?  Ich könnte leicht ein Ruhejahr mit nichts anderem als Facebook und untätigem Scrollen verplempern, aber das ist nicht das, was ich hier erreichen will.

Es gibt jedoch eine Gegenphilosophie, die all dies unterschreiben wird. Ich werde nicht bei Dingen bleiben, die mir keine Freude bereiten. Ich bin jetzt über fünfzig Jahre alt - statistisch gesehen könnte ich jede Minute tot umfallen. Ich bin sehr daran interessiert, die angesammelte Fülle meines Besitzes zu erforschen. (Ziemlich frei übersetzt und für gut befunden und verwoben aus diesem Artikel)

https://www.kloster-vinnenberg.de/05--10-08-2018-sommerakademie-c-g--jung.html
https://www.kloster-vinnenberg.de/images/upload/file/flyer-sommerakademie-c-g--jung-kloster-vinnenberg-1.pdf
Ich wollte das Spiel seit Jahren schon haben, also einfach nur besitzen, weil ich die PC Version damals auf meiner Festplatte hatte. Nach ein paar Monaten ablagern in meinem Regalen kommt es nun erstmalig auf den Tisch... und wir staunen nicht schlecht.

Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.
Die Anleitung sagt immer wieder, was man an Kartenstapeln und Spielmaterial alles NEBEN die Karte legen soll. Scherzkekse, wenn man es auf einer Tischtennisplatte spielen würde vielleicht. Die meinen das ernst, man soll es auf dem Boden spielen. Da sähe man wenigstens auch das andere Ende der Karte. Man muss eh ständig aufstehen und drum herum laufen. Silke meinte sie holt Ihr Brille, sie sähe nichts. "DU bist doch kurzsichtig?"... "Ja, is ja alles so weit weg! " :-)
"Note: The RailRoad Tycoon board itself is gigantic (91x114cm) and requires a huge table or playing on the floor."

















Witzigerweise meint eine Rezension auch, das es auf dem riesigen Spielplan eng zu geht... und es stimmt...

Das Spielbrett setzt sich zusammen aus DREI riesigen Spielberettern, defini tiv zu breit für die normalen 90cm breiten Tische.Aber ist bei dem Gigantismus auch etwas spielbares in der großen Schachtel?

Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.

Selbst auf Silkes breiteren Tisch lappen die drei Spielpläne über den Tisch. Selbst nur eines der drei Pläne ist noch dreifach geteilt und ist einzeln schon größer als so manches normale Spiel. 3x3 Spielpläne... und dann noch das ganze Plastik als Deko!

Beim lesen der Anleitung wurde ich stutzig, wie jetzt, der ganze Miniaturenkrempel mit den Wasserhäusschen für die Dampfloks, die Kohlelager, die Gebäude und die Weichenschilder sind nur.... DEKORATION? Denn diese dienen "nur" als Rundenzähler?

Meine Erwartung leicht gebremst, spielten wir los.

Es gibt vom Spiel auch noch einen Nachfolger, das Spiel ist identisch, hat ein paar Regelverbesserungen und zwei Felder auf dem Plan sind besser geballanced. Wir spielten erst mal bewusst die erste Revision.

Eine Proberunde an einem Freitagabend hinter uns gebracht, dank der deutschen Anleitung haben wir lange gebraucht und zudem falsch gespielt. Ich merkte bald, warum mein Vorbesitzer auch die ausgedruckte englische Anleitung dazu legte. Merke, Anleitungen sind entweder in englisch, oder falsch.

Als erstes hab ich Stefan den Krempel auf meinen Küchentissch gekippt und wir waren wir kleine Jungs und haben erst mal völlig ohne Spielregeln, nur mit dem Plastikmaterial gespielt. Angefixt sofort eine Runde nach Ostern geplant, Esther und Nikolaj sind dabei. Gespielt wird bei Silke weil meine Wohnung dafür zu klein ist. Ich hab beim schwimmen Andreas davon erzählt, er hat den 6ten Platz für sich reservieren lassen.Wir werden mit der Regel der zweiten Auflage spielen.

Vorab noch zu den verschiedenen Versionen.

Das Spielbrett ist einfach riesig, aber obwohl die Schienenteile fast schon zu klein sind, hat man trotzdem kaum genug Platz. zudem spielt man die ganze Zeit im stehen, weil man im Sitzen am Ende des Spielplanes kaum etwas sieht. Zusätzlich läuft man nur zu zweit die ganze Zeit um den Tisch herum, weil man nirgends dran kommt. Das Spiel zu zweit ist cool, hat kaum Downtime, aber auf der riesigen Karte, kommt es kaum zur Interaktion. Dafür ist das Feld einfach zu groß, jeder baut so für sich. So ab vier Spieler machts Spaß, ich würd her immer zu vollen 6 Spielern spielen.

Achja, die zweite Auflage vom Spiel ist ein paar Zentimeter kleiner, passt dann wohl auf deutsche Tische.

Worum gehts?
Wir sind Eisenbahner und bauen Strecken zwischen den Städten, zugleich transportieren wir farblich PASSENDE Ware von einer Stadt zu nächsten. 

Alles kostet Geld, wir starten alle mit NULL Dollar und können nur Aktienpakete herausgeben, und um so mehr, um so mehr Dividenden müssen wir von unseren Einnahmen der Ware wieder abgeben.

Spielt sich wie ne Excelliste, bemerkt man aber nicht, ist nicht so kopflastig wie die 1830er Serie, macht Spaß. Interaktion gibts dann aber doch, denn es kommen Operationskarten hinzu, und die wählt der Starspieler. Und dieser wird in einem Bietverfahren ermittelt.

Achtung, das ist eine der Spielmechaniken die man zu Beginn als nicht so wichtig einschätzt, liegt die Richtige Karte aus, kann diese aber Spielentscheidend sein. Es gibt sogar mindest eine richtig gute Kombination. Würde ich eine der Karten sehen, würde ich sie allein deswegen schon ersteigern, damit niemand die Kombo erhält.

Wir bauen also so herum, immer auch um den Tisch herumlaufend, darüber schwadronierend ob man nicht lieber doch auf dem Teppichboden spielt. Silke gewinnt und will es sofort ein drittes mal spielen.

Die Regeln selbst sind eher einfach, das Spiel wird wohl komplexer, wenn 6 Spieler mitspielen. Zudem gibts noch zwei unterschiedliche Eventdecks, also Karten mit zusätzlichen Regeln. Netterweise gibts das eine fertig als PrintnPlay, und das andere hab ich auch.

Da finde ich bei BGG eine Erweiterung, und zwar NOCHMALS einen 3mal3 Spielplan, und zwar den fehlenden Westen der USA, und sogar eine Regel wie man beide zusammen spielen kann.


Uff... da gibts noch weitere Erweiterungen, um nach unten noch Mexiko anzubauen, und nach oben noch Kanada.Damit bliebe nur noch der Wohnzimmerboden, aber man müsste erst die Möbel wegräumen. Und da ist noch Europa und Asien zu haben. Jaja, is klar.

Das Spiel gefällt ist wegen dem Eisenbahnthema sehr thematisch, aber ich hadere immer noch damit, das der geile Miniaturenkrempel nur Deko ist. Aber auch da habe ich was gefunden. Ich klickte weiter durch BGG, finde die Anleitung zur Erweiterung und siehe da, dort gibts noch weitere Erweiterungen und die "Deko" Miniaturen bekommen doch Funktionen. YEAH!

Das eine ist ein Depot, so das man Ware lagern kann, mein Wasserturm betankt die Loks nochmal, so das sie zweimal fahren dürfen, das Gebäude ist ein Hotel, welches mit Waren beliefert werden möchte, usw.
Silke meinte ich dürfte das Spiel niemals verkaufen, sollte die Schachtel zur Sicherheit direkt bei ihr lassen. Dauerhaft. Ich versuche bereits die Erweiterungen zu bekommen. :-)

Normalerweise spiele ich kein Spiel zweimal hintereinander, aber meine Mitspielerin bestand am nächsten Tag darauf es nochmals zu spielen.
Wenn wir das zu 6 durch haben, kann ich als nächstes 1830 auf dem Tisch bringen. Das ist quasi die nächste Stufe der Eisenbahnspielevolution zu Railroad Tycoon.

Rezension bei Hal9000
https://de.wikipedia.org/wiki/Railroad_Tycoon_(Brettspiel)


Worum gehts bei unter 100 Sekunden?
Wir stellen unsere Perlen aus unseren Regalen vor!
Der Name ist Programm!  
Hier der Trailer!

Glück Auf! - Das große Kartenspiel (BGG 7.2 - 2 bis 4 Spieler, ca. 50-80 min.)


Den Schachtelaufdruck muss man ernst nehmen denn dieses Spiel ist nicht nur eine abgespeckte Version den Brettspieles, sondern ein eigenes Spiel mit dem selben Thema, und es ist tatsächlich groß und braucht sehr viel Platz auf dem Tisch. Zu zwei Spielern war schon unser Esstisch voll an dem wir sonst zu 6 spielen. Mit 4 Spielern wurde es richtig eng auf dem Tisch!
Und das Spiel macht Spaß. Es ist kein Stichspiel sondern man baut mit den Karten ein Brettspiel auf. Quasi den zweiten Teil des Brettspieles. Im Brettspiel fördert man die Kohle aus der Erde, in Kartenspiel transportiert man die Kohle weg.

Rezi: https://www.spieletest.at/gesellschaftsspiel/24235/Gl%C3%BCck-Auf---Das-Grosse-Kartenspiel
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/192945/coal-baron-great-card-game
Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=b_iMgILfq4Q


Adrenalin (BGG 7.2 - 3 bis 5 Spieler, ca 30-60 min.)


Ein Ego-Shooter als Brettspiel so wie man ihn vom Computer Counterstrike her kennt. Jeder hat einen Charakter, man kämpft gegeneinander in einem Dungeon, sammelt Waffen und Munition und ballert sich gegenseitig ab. Wer übrig bleibt hat gewonnen. So einfach ist das. Und doch soviel Spaß macht das. Denn Adrenalin hat keine lange Aufbauphase, es geht sofort los und es zählt jeder gegen jeden, da wird nicht lange gefackelt entweder man drückt ab oder wird abgedrückt. Mehr Interaktion geht nicht. Nichts für Harmoniesüchtige!

Und gerade aktuell ist ein "DLC" rausgekommen!

Rezi: https://www.spielkult.de/adrenalin.htm
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/202408/adrenaline
Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=a_3-QWkMI5s



Askin 4 Trobils (BGG 7.1 - 2 bis 8 Spieler, ca. 15 min pro Spieler)

Der Spieldesigner mag Orange, er mag Möhrenkuchen und Science Fiction Raumschiffe!

Und er mag schnelle Workerplacements ohne große Downtime. Jeder hat zu Beginn nur ein Raumschiff, das bewegt er von seiner Raumstation aufs Runde Spielbrett, und wenn man kein Schiffchen mehr hat ist die einzige mögliche Aktion eine Leeraktion in dem man alle seine Schiffe wieder zurück holt.

Als Aktionsfelder gibts unterschiedliche Rohstoffe, Fallen, Charaktere, oder zusätzliche Raumschiffe. Ist ein Aktionsfeld belegt, "bumpt" man seinen Mitspieler raus und der bekommt sein Schiff und damit eine Aktion geschenkt. Es darf also verhandelt werden, bei 8 Spielern wirds dann schon mal laut und spaßig. Den heimgeflogenen Krempel tauscht man gegen Aufträge und die geben Siegpunkte und in der Galaktischen Mitte auch noch Credits.

Klingt simpel, ist es auch, ist schnell erklärt, lässt sich mit 7, mit beiliegendem Promo mit bis zu 8 Spielern spielen und doch muss man taktieren.

Es sollte noch eine Erweiterung kommen, aber die Spieldesigner verdienen Ihr Geld momentan als Grafiker. Stef ist immer mal mit denen in Kontakt aber man weiß nicht ob da noch etwas kommt.

Rezi: https://www.kickstarter.com/projects/1205300753/asking-for-trobils?lang=de
BGG: https://boardgamegeek.com/boardgame/156442/asking-trobils
Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=e7ghD9sIq-w (english)

In drei Wochen dann das "haarige Hitler Shushi!" ;-)


Fotos von Anuschka Hartmann
Dies ist ein Experiment!

Spiele sollte man mindestens in jeder möglichen Spieleranzahl gespielt haben, um überhaupt beurteilen oder gar verurteilen zu können, ob ein Spiel etwas taugt. Tue ich normalerweise auch.

Da es aber immer mal wieder die Diskussion gibt, wie angeblich journalistisch mies so mancher Rezensionist rezensioniert, versuche ich es nun mal genau andersherum und stelle es von den Füßen bewusst mal auf den Kopf.

Ich erstelle einen Artikel eines Spieles, welches ich weder gespielt, noch die Anleitung gelesen, kein Video geschaut, keine Rezi gelesen und nicht mal die Schachtel gesehen habe, und zwar in unter 100 Sekunden. Dazu vermische ich dreist per copynpaste die kurzzeiligen Adhoc-Antworten von Auschka, Marc und Alex auf meine Frage  und deren Fotos aus einer Facebookdiskussion. Dies wird einer Hommage und ich bedanke mich bei den dreien!
Hier der Link zur Originaldiskussion:

Ich mache noch ein zweites Experiment.
Nehme ich nämlich sachliche Überschriften zu meinen Artikeln, habe ich im manchmal nur 100 Views , denke ich mir völlig verblödete Clickbait Überschriften aus, sind es manchmal über 7.000 Leser!

edit: Diesmal ist die Überschrift des Artikels aber Programm! Das Experiment funktioniert. Da ich nicht wusste ob die drei überhaupt öffentlich genannt werden wollten, hatte ich es zuerst bei den Vornamen belassen. Selbst Recherche und Klärung der Nutzungsrechte benötigen allein mehr Zeit als nur 100 Sekunden. Hundert Sekunden lässt man sonst jemand mindestens Zeit zum antworten. Also das sollte man auf gar keinen Fall machen!  Auch dies fiel unter den Zeitdruck des Experiments "Wie man es nicht machen sollte!".  Bei den dreien habe ich mich darauf verlassen, dass sie Ihren Kram öffentlich in meine Gruppe gepostet hatten. Anu durfte ich für die Fotocredits in die Öffentlichkeit zerren.

Momentan fixt mich meine 100 Sekunden Idee total an. Ich rühre also nochmals ziemlich offensichtlich die Werbetrommel. Hier gehts zu unserem kommenden 100 Sekunden Videoprojekt! http://www.brettspielen.koeln/2018/11/100-mal-100-mal-unter-100-sekunden.html

Btw, ich brauche noch ein Spiel welches man in exakt 100 Sekunden spielen kann!

Foto von Anuschka Hartmann

Captains of the Gulf

(2-4 Spieler, ca. 2 Stunden, Ab 12 Jahre)
Endlich mal nach zig Varianten von immer dem selben Thema Wikinger, Zombies, Raumschiffe, und Ackerland mal ein neues frisches Thema. Es geht um Fischfang! Das schreckt so manchen Veganer ab, lockt aber die Hobbyangler!

"Das Spielmaterial ist sehr schön und das Spiel hat einige gute Mechanismen, welche man teilweise durch andere Spiele von Spielworxx bereits kennt. Captains of the Gulf nutzt ähnlich aufgebaute Aktions-Karten wie La Granja."

Bei einem guten Spiel wie La Granja kopiert, ist besser als schlecht gemacht, und Spielworxx macht ja keine schlechten Spiele, oder?

Foto von Anuschka Hartmann
"Wir fanden den Verlauf des Spieles etwas eintönig. Es gibt nur eine Möglichkeit zu Punkten und dieses wiederholt sich in der gleichen Reihenfolge immer wieder. Geld- und Aktionsmangel sowie Kartenglück (und Pech) führen dazu, dass man wirklich harte Entscheidungen treffen muss und nur wenig Investitionen umgesetzt werden können - wie das eben so ist in der Fischereiwirtschaft: das ist ein hartes Geschäft."

"Ob das spielerisch nun Spaß macht? Hm."

"In der gestrigen Runde ist ein Spieler aus einem anfänglichen Tief über sicher mehr als 30 Aktionen nicht mehr rausgekommen. Wenn man Anfangs nicht schnell an Geld kommt hat man es sehr schwer. Varianz im Spiel ist wirklich wenig. Ein Problem ist auch, dass man in der ersten Hälfte mehr Bonusaktionen ausführen möchte aber nur eine pro Runde ausführen kann. Später, wenn man sie nicht mehr wirklich braucht bekommt man einen zweiten Marker und kann zwei pro Runde ausführen. Er lag aber dann auch schon sehr weit hinterher, so dass es nicht mehr wirklich was genutzt hätte."

Foto von Anuschka Hartmann
"So hat dann der Spieler mit der günstigen Starthand gewonnen. Ggf. wäre es sinnvoll, die Starthand zu draften, aber das sieht die Anleitung nicht vor. Hinzu kommt: Teils fragliches Regelwerk und eindeutig zu wenig Markierplättchen."

"Enormes Ziehglück, keine Variabilität, dadurch wenig unvorhersehbare Interaktion."

"Für ein abschließendes Fazit müsste ich es nochmal spielen.  Allerdings bin ich nach der ersten Partie eher enttäuscht als begeistert." "Ein Mitspieler sagt, er muss es nicht unbedingt noch mal spielen."

So... 117 Sekunden, ich musste die Fotos noch hochladen. Die Zeit für die Korrektur von Tippfehlern Und Layoutproblemen spare ich mir ja eh immer.

Man bekommt eine Rezi und einen Verriss also in knapp 2 Minuten hin, ohne zu wissen worüber man überhaupt redet. Urteilt selbst, ist solch eine Info nun völlig wertlos? Kann man sie von der üblichen Machart  unterscheiden?

Das Spiel kann gut sein, wie gesagt ich kenne es nicht. Es hat 8/10 Punkten bei BGG und wäre damit eher ein Knaller. Zig meiner Lieblingsspiele haben deutlich weniger bei BGG bekommen. Kann man BGG immer trauen? Das Spiel ist neu, wie wenig Spielervotings (jetzt sind es gerade mal 33) genügen eigentlich die öffentliche Meinung mit solch einem Rating zu verzerren?

Es folgt evtl. ein zweiter Artikel mit den unerwarteten Ergebnissen!

Zuerst werden ich das Spiel nun versuchen mehrfach in mindest,- und maximaler Spieleranzahl zu spielen. ;-)

https://boardgamegeek.com/boardgame/255455/captains-gulf
Noch ein weiterer YoutubeKanal?
Wozu das denn?

Wir versuchen was neues, Videos in

Zum 100. Jubiläum unseres Kölner BrettspielCafe hauen wir nach und nach  100 Videos raus die alle unter 100 Sekunden sind. Damit wir niemanden vollspammen, tun wir dies immer nur höchstens alle 3 Wochen mal und immer nur drei Videos in einem Beitrag. Versprochen!

Noch ein Versprechen, wir lehnen jede Beeinflussung von Verlagen ab und nehmen keine kostenfreie Rezensionsexemplare an. Die ersten Videos sind noch nett, aber wir werden definitiv auch Spiele verreißen und die Gründe nennen. Werbeartige Lobhudelei gibts in der Branche genug.

Warum 100 Sekunden?
Wir haben uns die Viewzeiten auf Youtube angeschaut.  Die mittlere Zeit bis die User wegklicken liegt bei knapp 2 Minuten. Wir haben auch mit anderen Youtubern und vielen Spielern gesprochen wie sie Videos über Brettspiele konsumieren. Auch die Analysen bestätigen, dass viele oft nur hinten zum Fazit scrollen, und wissen möchte ob ein Spiel gut oder schlecht ist. Erst wenn man es gekauft hat oder spielen möchte, schaut man sich ein halbstündiges Video komplett an. Also hatte ich spontan die Idee, machen wir doch ein Format draus und versuchen in unter 100 Sekunden so viel wie möglich über den Inhalt einer Spielschachtel zu erzählen.


Wir kaufen gern auch gebrauchte Spiele, in der Brettspielen.Köln Gruppe finden blitzschnelle preiswerte Verkäufe und "ab 1 Euro" Versteigerungen statt. Da muss man fix sein, möchte sich schnell informieren und mal nur ein Fazit wissen. Ich hatte auch mein eigenes Nutzverhalten beobachtet. Meist scrolle ich bei den Videos von anderen  sofort bis ans Ende, und möchte nur das Fazit und mal die Pöppel und das Brett sehen.

Außerdem schaue ich oft die Tagesschau in deren "Tagesschau in 100 Sekunden" und finde das genügt mir oft an täglicher Dosis Trump, Erdogan und AfD. Auch weil Videos an der Smartphone Flatrate saugen, ist man für kurze Videos froh.

Was wollen wir zeigen?
Den Inhalt der Schachtel, gerade soviel, das man nicht die Katze im Sack kauft, mit kurzem Statement von uns. Wieviele Mitspieler? Ab wieviel Jahren? Straßenpreis? Gibts ne Erweiterung? Machts Spaß? ect.

Was soll es nicht sein?
Keine Rezensionen, keine Spielerklärung, kein Spielaufbau, keine Strategietipps, die gibts an anderer Stelle schon reichlich. Das können die Kollegen viel besser.

Wir sind völlige Anfänger, gar nicht so einfach, wie man an unseren ersten holprigen Versuchen sieht. Aber wir haben gleich 100 Videos mit 100 Sekunden auf einmal gedreht. Nach 10.000 gedrehten Sekunden und 1000.000 Sekunden zum schneiden bekommen wir hoffentlich etwas Routine. :-)

Lacht uns ruhig aus, wir hatten beim drehen Spaß und uns beim schneiden fast in die Hosen gepinkelt vor lachen... :-)

Hier gehts zu Teil 1
1. Glückliche Adrenalin Trobils in 100 Sekunden!
Manchmal helfen Flavourtexte und die einführende Story dabei, sich in die thematische Situation eines Spiels einzufinden und vor allem im Spiel mit Kindern kann damit tatsächlich etwas aufgebaut werden, was Spannung knistern lässt. Die Bilder auf den Karten und dem Spielplan sind häufig aufwändig gestaltet und sollen ebenfalls die Stimmung des Spiels weitergeben - seien es die cthullhoide Bedrohung bei „Arkham Horror“ oder die Macht der Zaubersprüche bei MAGIC. Andere helfen sich mit einem thematischen Soundtrack, der bei einigen Escape-Room-Spielen via App gleich mitgeliefert wird. Doch kann man das auch bei einfachen Kartenspielen erreichen?

Story vs. Mechanik

Die Story hinter dem Spiel wird ja meist recht stiefmütterlich betrachtet - ob man Felder beackert, als Wikinger Siedlungen überfällt oder als Fliesenleger Wände verkleidet, irgendwie geht es im Spiel irgendwann unter und verschwindet hinter der Spielmechanik und den Punkten, die es zu erhaschen gilt. Während man bei einer Runde „Winter der Toten“ evtl. noch eine Bedrohung durch die Omnipräsenz von Zombies aufbauen kann oder sich bei „Pandemie“ tatsächlich einer virtuellen Bedrohung durch eine sich gefühlt unaufhaltbare Epidemie entgegengestellt sieht, geht die Story bei den meisten anderen Spielen eher unter. Wer fühlt sich bei „Half Pint Heroes“ tatsächlich in eine Schlägerkneipe versetzt und wer fühlt bei Imhotep tatsächlich die dauerhaft brennende Sonne und den fliessenden Schweiß beim Pyramidenbau?

Fight for your right .... to party!

Sechs Spieler haben je 13 Karten
Nehmen wir doch mal das kleine Spielchen „Party Bugs“ von abacus, entwickelt von Martino Chiacchiera. Die Hintergrundgeschichte ist schnell abgetippt:

„Die Kakerlaken sind los und feiern eine wilde Kostümparty bei euch. Spielt eure Karten clever aus, um möglichst die Kakerlaken mit niedrigen Werten in eure Auslage zu bekommen. Zwei Kakerlaken mit gleichen Werten könnt ihr sogar komplett loswerden. Am Ende gewinnt der Spieler mit dem niedrigsten Gesamtwert in seiner Auslage.“

Ein Satz für die Story, obwohl die Stoff für ein ganzes Kinderbuch hergeben könnte?
Versuchen wir doch mal in Worte zu fassen, was uns die von Michael Menzel so herrlich illustrierten Karten erzählen:

Die verschlafene Maus kann es nicht fassen, schon wieder feiern die Nachbarn eine Party. Verschlafen zündet sie ihre Kerze an und tritt vor die Tür, an Schlaf ist nun eh nicht zu denken. Sie betritt den Ballsaal der Kakerlaken, die eine ausgelassene Kostümparty feiern. In der Mitte des Raumes erstrahlt die an die 1970er erinnernde Disco-Kugel, sie reflektiert das Licht der auf sie gerichteten bunten Strahler und erzeugt ein fulminantes Lichtspektakel. Auf der Tanzfläche tummeln sich derweil hunderte Schaben in vielerlei Verkleidung und tanzen ausgelassen zu Discoklassikern von Abba, den Bee Gees und John Travolta & Olivia Newton-John. Gerade wirbelt ein fescher Vampir das Rotkäppchen in einer wilden Drehung knapp an dem am Rand stehenden und Bowle schlürfenden Monster von Frankenstein vorbei. Ein Vampir schmiegt sich an Catwoman und Prinzessin Leia und Kleopatra hotten mit Napoleon und Harry Potter ab.
Der Party-King sprengt die Party

Immer mal wieder öffnen die Paare die Mitte des Raumes unter der Kugel und einzelne Paare mit exakt gleichen Kostümen treffen sich zu einem Synchrontanz, der dem Kultfilm Pulp Fiction entnommen zu sein scheint, und verlassen danach gemeinsam die Tanzfläche, und gelegentlich treffen auch unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich wie bei einem Blind Date erstmal aufeinander einstellen und dann ebenfalls, meist kichernd, in dunkle Ecken verschwinden. Der Star des Abends ist jedoch Party-King, der in seinem Elvis-Kostüm fulminante Hüftschwünge zeigt und dabei die anwesenden Jungs und Mädels mit seinem Blick so sehr betört, dass er nach jedem Auftritt gleich jeweils drei von ihnen von der Tanzfläche in sein Separee lockt.

Nach und nach verschwinden immer mehr Paare und Gruppen von der Tanzfläche und bevölkern die Bar, die dunklen Sitzecken und die Balkone - der DJ schaltet um auf Schmusesongs und aus den Boxen haucht Serge Gainsbourg sein „moi non plus“ als Antwort auf das „Je t’aime“ seiner Partnerin Jane Birkin. Nur die Maus seht noch allein im Eingang - und beschliesst, dass nun wohl der perfekte Zeitpunkt ist, wieder ins Bett und endlich in das Reich der Träume zu gleiten.

Blind Date - eine Mini-Erweiterung vom abacus-Katalog

Und schon haben wir eine wunderbare Story zu einem Spiel, das bei uns seit ein paar Wochen regelmäßig auf dem Tisch liegt.