Ich mag keine Deckbulding Spiele.
Schuld daran ist Dominion. Nicht der Mechanismus, sondern das bei Dominion einfach nichts passiert. Man sammelt, man mischt, jeder spielt für sich, und irgendwann sagt jemand er habe gewonnen.

Evtl. finde ich Dominion aber auch so lahm, weil ich zugleich auch Thunderstone kaufte, welches ähnlich ist, aber Waffen und einen Endkampf hat. Man benutzt den gesammelten Kram halt, schon mal viel besser. Trotzdem, ich hab immer wieder Deckbuilder ausprobiert, und ich mag sie nur, wenn es nicht der Hauptmechanismus eines Spieles ist. Ich mag das deckbuilding in StarCraft, ich mag es in Trains, dass bisschen auch in Briefcase, alles Spiele, wo es nur ein Teil von vielen Mechaniken ist.

Was ich aber mag, und zwar vom ersten Moment an sind Bagbuilding Spiele. Da mischt man keine Karten, sondern wirft farbige Holzwürfel in einen Sack, zieht blind daraus, führt damit die Möglichen Aktionen aus, bis der Sack leer ist, und dann kommen alle wieder ein den Sack. Das mag ich bei Hyperborea, und auch bei Automobile uvw.

Was ich noch nicht kannte war das bagbuilding von Altiplano, und zwar, weil ich den Vorgänger Orleans vom selben Auto noch nicht gespielt habe. Hier wirft man nämlich seine Ressorcen in einen Sack, zieht daraus zufällig, und spielt damit das Spiel.

In einer Rezi stand, das Altiplano manchmal downtimes hat. Die ging in unserer fünfer Runde noch. Aber es hieß auch, das es zu fünft an die Grenze der Spielbarkeit kommt. Dem würde ich beipflichten den unsere Runde war mit 5 Stunden episch.

Und das Ende zieht sich. Eines der Spielfeldtableaus muss geleert sein, dies läutet dann das Spielende ein, aber jeder kommt noch einmal dran, bis die Runde zuende ist. Danach ist das Spiel aber immer noch nicht zuende, und jeder spielt NOCH EINE Runde. Das wird dann schon mühsam, dachte man doch man hat es hinter sich.

Das Spiel selbst gefällt mir!

Tolles Spielmaterial mit dem für mich bisher größten Startspielermarkerrekord!

Dann hat es noch so kleine Pappkisten für jeden Spieler, in die temporär alles an Kram kommt, was erst am Ende der Runde in den Sack gekippt wird. Einfach toll.

Zu Beginn wird man etwas erschlagen vom eigenen Spielerbrett, und dem ganzen Kram der auf dem Tisch aufgebaut wird.

Zudem sind die Spielerboards nicht nur mit Symbolen überladen, sie sind auch noch zu klein. Dem Brettchen hätten ein paar Zentimeter mehr nicht geschadet. Die Schachtel hätte das locker gefasst.
Andererseits müssen die Brettchen klein sein, weil der Tisch schon arg voll wird, von dem ganzen anderen Material. Zu 5 ist ein großer Tisch schon richtig gut gefüllt. Man schiebt ständig alles hin und her.

Das Spiel hinter dem Material selbst gefällt mir auch, wobei die Interaktion gar nicht so groß ist. Man behindert sich kaum, nahezu alles was man zuwenig hat und fehlt, ist genug von da, und man blockiert sich an sich auch nicht.




So konnte ich friedlich vor mir her spielen, meine Mitspieler bemerkten zwar, das ich meine Engine zum Aufbau ziemlich passend zum laufen bekam, ließen mich aber ungerührt so weiterspielen. Ich bekam Respekt gezollt, dass ich so viele Karten mit Siegpunkten sammelte. Ab der Mitte der 5 Stunden hatte ich nicht das Gefühl das ich das Spiel verlieren könnte. Dabei waren meine Mitspieler eifrig mit sich selbst beschäftigt.

Was mir auch gefällt, das Spiel hat mehrere Arten wie man es spielen und gewinnen kann. Ich zB kann diesmal ohne das "einlagern" aus, ich habe mit der größten meiner Papptafeln gerade mal 5 Punkte meiner 130 gemacht. Ich scherzte noch... "das hätte se weglassen können, dann hätte man auch Platz aufm Tisch." Und dann zeigte man mit auf dem Punkteblock, das sich DasHü dort mit über 200 Punkte in einen Highscore eintrug. Der hatte das Lager wohl vollständig gefüllt, und nichts anderes gemacht. :-)

Feines Spiel, die Regeln gar nicht mal komplex, aber doch genug Spieltiefe. Das werde ich sobald es geht nochmals spielen.
http://www.spielkult.de/altiplano.htm
http://www.angespielt.de/kritiken/altiplano

Small World  4x4 zugleich gespielte Brettspiele! - (von DasHü)
Vorweg, es war ein toller Abend. 
Gestartet sind wir von dem Gedanken "Manche Spiele haben so eine hohe Downtime, warum spielt man eigentlich nicht mehrere parallel so dass jeder irgendwo dran ist?". Da unterschiedliche Spiele bestimmt noch nen Haufen mehr Probleme bereiten, sind vier wackere Recken gestern erstmal mit viermal dem selben Spiel gestartet.
Da die Erweiterungen Bretter und mehr vom selben liefern fiel die Wahl auf Small World. Runde um Runde, Zug um Zug wurde nachgeschlagen, ausgesucht, erobert und umgruppiert was das Zeug hielt.
Eigentlich wollte ich ne feste Zugzeit vorgeben, nachdem sich jeder erstmal 6 Rassen und 6 Fähigkeiten pro Spiel durchlesen musste jedes mal wenn man ne neue Rasse aussuchen musste, dabei auch noch den aktuellen Stand aufm Brett analysieren UND dann auch noch seine erste Eroberung starten musste haben wir das quasi direkt gekippt.

Spieldauer!
Alles in allem haben wir vier Spieler über 9 Runden für alles zusammen ca. 3h gebraucht plus ne halbe Stunde aufbauen, 15 Minuten Regeln nochmal durchgehen und orientieren und über eine Stunde abbauen (aus zeitlichen Gründen hab ich Auf- und Abbau allein gemacht). Bei ner üblichen Spielzeit von 1,5-2h für 4 Spieler haben wir also ca. doppelt so lang für vier Partien gebraucht.
Ich hab Schälchen für die Spieler organisiert, damit man all seinen Kram beisammen hat, das hat relativ gut funktioniert, mit kleinen Tableaus wäre es aber noch besser gewesen. Hier waren unterschiedliche Schälchen für die unterschiedlichen Spieler und für jeden Spieler das selbe Schälchen bei jedem Spiel echt gut, weil man sich einfach merken konnte welche Schälchenart seine eigene ist und da nicht durcheinander kam. Wie gesagt, Tableaus würde noch mehr Übersichtlichkeit spendieren, da müssten man dann aber auch 4x4 haben und in der richtigen Größe um nicht noch ewig Platz zu verschenken.

Platzbedarf war...entsprechend.
Ein Klapptisch ausm Cafe reicht für ein Brett+Rassenauslage+Spielerbereiche...aber für vier davon muss man auch erstmal Platz haben. Und nen fünften braucht man auch noch für die ganzen Rassenplättchen und Fähigkeitsplättchen auf die man dann noch zugreifen muss.
Und die App "Small World Pedia" war Gold wert, denn so musste nicht jeder in den ganzen Anleitungen rumkramen, sondern jeder hatte ein alphabetisch angeordnetes Nachschlagewerk aufm Handy.

Wie war es?
Hart aber gut. Es gibt kaum Downtime, man ist ständig konzentriert, man muss ständig den aktuellen Stand neu analysieren und langfristige Planungen waren eigentlich unmöglich, weil man bis man einmal rum war wieder so viel im Kopf hatte, dass man eigentlich alles wieder vergessen hat. Diplomatie und taktische Absprachen existierten auch kaum, da jeder in "sein Spiel" (bei dem er grad dran war) vertieft war. Socialising gabs auch kaum.

Lessons learned?
- Rasse aussuchen im Zug wo man untergeht. Ändert das Spiel ein wenig, verteilt die Zugzeit aber wesentlich gleichmäßiger.
- Punkteleisten organisieren, das hantieren mit den Siegpunkten war viel Aufwand und man hat fast jeden Überblick verloren wer wo wie gut stand und konnte so fast gar nicht reagieren. Bei einer normalen Partie kann man wenigstens grob nachhalten wer weit in Führung liegt, das über Siegpunktleiste anzuzeigen verändert das Spiel weniger als gar keinen Plan zu haben meiner Meinung nach. Außerdem umgeht man so das Problem, dass die Punkte ausgehen. In Runde 7 oder 8 wurden die Siegpunkte im allgemeinen Vorrat knapp, so dass ich noch ein paar Larp-Münzen holte die für 50 Punkte standen.
9/10 Das mach ich auf jeden Fall noch mal, dann aber mit Auf- und Abbauhilfe 
Gekürzter Artikel aus einem Facebookbeitrag der Gruppe:
https://www.facebook.com/groups/brettspielenkoeln/permalink/1527882324001025/
Zwei Monate rumgefaulenzt...da ist ganz schön was zusammengekommen:

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Altiplano (2017)

Super Bagbuilder ähnliche Orleans. Nur hier geht man auch tatsächlich durch seinen Sack und muss nicht jede Runde aufs neue hoffen, dass man das Plättchen was man braucht auch zieht. Außerdem mehr Aktionen die man aber nur eingeschränkter nutzen kann. Dafür weniger Spielerinteraktion, denn abgesehen von der Limitierung der Resourcen und Ausbauplättchen, hat man quasi keinen Kontakt. Ich persönlich mag ja Multiplayer-Solitaire-Spiele auch, deswegen 9/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/234487/altiplano

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Bärenpark (2017)

Tile-Puzzle-Spiel das sehr an Uwe Rosenbergs Spiele erinnert. Kann aber mit denen meiner Meinung nach nicht mithalten, war mir irgendwie ein bißchen zu seicht: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/219513/barenpark

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Centauri Saga (2016)

Kooperativ versucht man mit Raumschiffflotten einen neuen Sektor zu erkunden und (im ersten Szenario) das Jumpgate durch das man gekommen ist wieder zu reparieren. Ständig tauchen neue Gegner auf, deren Bekämpfung so wie die Erkundung neuer Gebiete "Erfahrungspunkte" gibt, die die Flotte verbessern. Und hier und da gibts dann auch noch einen Boss der besonders fies ist.

War unterhaltsam, krankt aber am bei Koop-Spiele sehr häufig auftretenden Alphagamer-Syndrom. Da ich das nicht mag: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/170223/centauri-saga

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Charterstone (2017)

Wir sind inzwischen mehr als halb durch die Kampagne und alles in allem ist es nett, aber nicht überragend. Wenn neue Sachen ausgepackt werden ists immer wieder spannend, aber oftmals gibts doch nur "mehr vom selben". Die Story ist...dünn und kaum ins Spiel integriert. Das Gameplay ist aber dennoch abwechslungsreich, aber in nen Recharge-Pack würd ich eher nicht investieren: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/197376/charterstone

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China (2005)

Einfaches Area Control mit Karten bei dem man Häuser, Festungen oder Abgesandte platziert um möglichst lange Straßen, die meisten Häuser in einem Bereich oder die Majorität von Abgesandten in zwei nebeneinanderliegenden Gebieten zu haben. Spielt sich schnell, ist nicht zu komplex, aber auch nicht zu seicht, gerne wieder: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/18100/china

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Eight-Minute Empire (2012)

Schnelles lockeres Area Control bei dem man ausliegende Karten wählt und bezahlt um Würfelchen über ein Inselreich zu verteilen. Am Ende gibts dann für die meisten Würfel in einem Gebiet oder auf einer Insel und für manche Karten noch Punkte. Spielt sich wirklich in 8 Minuten und ist dafür dann doch recht taktisch: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/131366/eight-minute-empire

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Forbidden Island (2010)

Michael beschrieb es mal als "Pandemie light"...ich stimme zu. Die Spielmechaniken sind sehr ähnlich, statt Würfeln zu verteilen werden nur die Gebiete umgedreht und weggenommen und man muss Sets sammeln um Artefakte zu finden. Wenn mich die Alphagaming-Gefahr nicht stören würde wären beide Spiele bestimmt toll, so gibts nur 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/65244/forbidden-island

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Greed (2014)

Wir sind Mafia-Bosse und draften uns Gangster, Läden und Aktionen um möglichst viel Geld zu scheffeln. Schön hierbei ist, dass man erstmal zwei Karten für die Hand draftet und erst wenn man drei auf der Hand hat eine ausspielt. Gibt einem mehr Optionen und Freiheit, was ich echt gut fand. Die Spielmechanik ist auch hinreichend komplex, denn manche Sachen kosten Geld oder haben als Bedingung, dass man eine bestimmte Kombination aus Symbolen schon ausliegen hat und Symbolkombinationen geben dann auch noch Extrapunkte. 1,6k Ratings auf BGG...mal wieder so ne total unbekannte und unscheinbare Perle von Queen Games: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/151247/greed

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Here I Stand (2006)

Virgin Queen (aka Elizabet) hab ich ja schon mehrfach gespielt und mag es, finde es aber doch sehr zeitintensiv, Here I Stand ist der Vorgänger und musste daher unbedingt mal auf den Tisch. Beim Strategiespielwochenende wars dann endlich so weit und mit 6 Leuten haben wirs in 7 Stunden immerhin in Runde 5 geschafft. Eigentlich wollten wir nach Runde 5 eh aufhören und dann hätte Tim mit mehreren Punkten Vorsprung gewonnen, aber ich habs mit einer längeren Harakiri-Aktion mit der letzten Karte dann doch noch zu einem "sofortigen Sieg" geschafft.

HIS ist ein Card-Driven-Wargame wie VQ oder die COIN Spiele bei dem man entweder die Aktion auf einer Karte nutzt oder die oben abgedruckten Aktionspunkte zur Verfügung hat. Das Spiel ist SEHR komplex, fasst die Anleitung doch ca. 40.000 Wörter und bietet Gerangel auf dem Land und auf Wasser mit Piraterie, Bündnissen und Krieg, Handeln und Religionskonvertierungen hin udn her. VQ find ich mit der Heiraterei und Wissenschaft und Künsten noch einen Ticken besser, dennoch kriegt HIS 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/17392/here-i-stand

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Livingstone (2009)

Aktion-Selection über Würfel bei dem es darum geht Afrika zu erforschen und Reichtum zu sammeln. Das Thema kommt nicht wirklich durch beim spielen, aber das Spielmaterial ist hübsch und die Mechaniken funktionieren ganz gut. Ist aber alles irgendwie zu vorhersehbar und unstrategisch: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/40444/livingstone

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Lovecraft Letter (2017)

Jeder hat eine Karte auf der Hand, wer dran ist zieht eine und spielt dann eine der beiden. Man versucht sich gegenseitig aus dem Spiel zu schubsen oder am Ende die höchste Karte zu haben. Wie beim Vorgänger Love Letter (den ich sehr schätze), aber jetzt kommt noch der Wahnsinn dazu. Manche Karten sind Wesen aus einer anderen Welt und bringen einen an den Rand des Wahnsinns. Dort sind diese Karten nochmal extra stark...aber auch verdammt gefährlich, denn jede Runde könnte man selbst dem Wahnsinn zum Opfer fallen. Sehr gute Variante eines sowieso schon guten Spiels: 9/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/198740/lovecraft-letter

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Merkator (2010)

Man spielt Händler die in der Welt rumreisen um Waren zu bekommen, die man dann nutzt um Aufträge zu erfüllen die dann zu besseren Aufträgen führen. An sich ein sehr solides Spiel, bleibt aber scheinbar nicht im Gedächtnis, denn obwohl ich das erst vor 3 Wochen gespielt hab, musste ich wirklich lang überlegen um nochmal darauf zu kommen was man denn da so machte. 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/39684/merkator

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Mystic Vale (2016)

Ein Deckbuilder der besonderen Art, denn hier tauscht man Karten nicht einfach nur aus oder kriegt neue Karten hinzu, nein, hier werden die Karten selbst verändert. Mit durchsichtigen Folien die mit in die Sleeves gesteckt werden wertet man fast alles in seinem Deck auf um mit "den selben" Karten später mehr Resourcen und Aktionen zur Verfügung zu haben. Dazu hat es noch ein Push-Your-Luck System, denn man kann soviele Karten ziehen wie man will, wenn aber ein Symbol zu häufig kommt, verliert man quasi seinen ganzen Zug. Brilliante Idee, leider nur mittelmäßig umgesetzt, denn die Resourcen und Kartenmodifikationen selber sind sehr einfach. Ich hoffe die Erweiterungen bohren das nochmal gehörig auf, so gibts nur 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/194607/mystic-vale

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Neuroshima Hex! (2006) (Plus Babel 13 und Doomsday Machine Erweiterung)

Das Spiel hab ich in meinem Studium das erste Mal gespielt und fands sofort super. In den letzten Tagen kams direkt mehrfach auf den Tisch, weil ich Julia scheinbar angesteckt hab und es ist und bleibt ein Messerkampf auf ner Zeitungsseite. Man legt eigentlich einfach nur ein paar Plättchen auf einen Kampfbereich und auf den Plättchen sind dann Einheiten oder Unterstützungen die in unterschiedliche Richtungen angreifen oder unterstützen. Aktionen gibts auch noch und hier und da kommts zum Kampf, bei dem dann nacheinander durchgegangen wird wer wann aktiviert wird und was er dann genau macht. Und das hat man beim platzieren natürlich auch im Auge. Wenn ich den jetzt hierhin lege und so drehe, haut er schneller den kaputt, bevor der das hier kaputt schlägt, damit das dann auch noch Schaden machen kann auf das und...und so weiter. Spielt sich von 2-4 Spielern immer gut, die Fraktionen sind unterschiedlich und die Erweiterungen bringen dann noch Gelände und mehr Fraktionen und mehr Spieler ins Spiel. 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/21241/neuroshima-hex

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Nottingham (2006)

Ein Kartenspiel bei dem man Sets sammelt indem man Karten zieht und behalt oder als Aktion nutzt um sie mit wem anders zu tauschen. Ganz nett, aber richtig gefesselt hat es leider nicht: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/21754/nottingham

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Okey Dokey (2016)

Ein Kartenspiel bei dem man Musik macht...zumindest thematisch. Das Thema scheint allerdings auch nicht wirklich durch, hauptsächlich gehts darum Zahlenreihen kooperativ zu legen. Nicht trivial einfach, aber auch nicht bockeschwer und optisch ganz nett gemacht, gepackt hats mich aber auch nicht wirklich: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/211940/okey-dokey

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Onitama (2014)

Jeder hat 4 Lehrlinge und einen Meister die sich auf nem 5*5 Brett gegenseitig schlagen und gewonnen hat wer entweder den gegnerischen Meister schlägt oder mit seinem zum gegnerischen Schrein durchkommt. Gezogen wird nur in Mustern die Karten vorgeben, von denen pro Spiel 5 ausliegen und jeder hat 2. Insgesamt liegen dem Spiel 16 Karten bei und es gibt eine Erweiterung mit nochmal 16 Karten. Spielt sich ein bißchen wie Schach in klein. Man kann vorausdenken, aber auch nicht zu viel, man muss im Blick behalten was man selbst hat, was der Gegner hat und was man selbst oder der Gegner nach gewissen Aktionen so kriegt an Karten. Sämtlichen Informationen sind offen was den Taktiker in mir schön gefordert hat. Das Spielmaterial ist auch noch stimmig und solide: 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/160477/onitama

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Rise to Nobility (2018)

Eigentlich ein ganz schickes Workerplacment bei dems darum geht Häuser zu bauen in die dann Familien unterschiedliche Völker einziehen lässt, aber irgendwie war mir das alles zu generisch. Es gibt 6 unterschiedliche Ressourcen und die machen genau gar keinen Unterschied. In nix, außer dass Familie A die Rohstoffe 1, 2 und 3 braucht, Familie B die Rohstoffe 2, 4 und 6 und Familie C die Rohstoffe 1, 3 und 6. Alles wird gleich produziert und verstärkt, alles gibt die selben Punkte. Sonst ist alles gut gemacht. Die Mechaniken greifen gut ineinander und das Artwork ist toll, aber wegen verschwendetem Potential "nur": 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/218293/rise-nobility

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Saga (2004)

Kleines und zügiges Kartenspiel bei dem in der Mitte 6 Länder mit Verteidigung liegen und man nen Pack Karten auf der Hand hat den es gilt loszuwerden. Kombiniert man mehrere Karten aka Ritter und erreicht einen Wert der über dem Wert der entsprechenden Verteidigung liegt, kriegt man das Land und verteidigt es ab jetzt. Das gibt Siegpunkte und extra-Fähigkeiten. Verliert man ein Land, kriegt man aber die ganzen Verteidiger wieder auf die Hand, was am Ende des Spiels evtl. Minuspunkte handelt. Nicht hübsch aber sehr funktional: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/9202/saga

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San Juan (2004)

Auch so ein Blast from the past aus meiner Studienzeit. Puerto Rico als Kartenspiel. Man baut Karten als Gebäude, die Kosten bezahlt man mit Handkarten. Die Gebäude geben Boni oder produzieren Ressourcen, die man dann wieder für Handkarten verkaufen kann. Ganz einfaches Prinzip und macht dank der unterschiedlichen Karten die echt ALLES irgendwie verbessern können trotzdem ne Menge Spaß: 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/8217/san-juan

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Seikatsu (2017)

Hübsche wertige Plättchen aus nem Sack ziehen und dann geschickt platzieren um möglichst viele Punkte zu kriegen. Während des Spiels zählen die Vögel, am Ende des Spiels die Blumenumrandungen und Koi Karpfen sind Joker. Möglicherweise besser mit 2-3 Spielern (ich schätze nicht), zu viert in zwei 2er-Teams wars doch sehr zufällig und mangelte an gleichwertigen Optionen. Ist aber sehr hübsch und die Produktionsqualität ist gut, deswegen gibts noch: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/216428/seikatsu

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Smash Up (2012)

Ein strategisches Kartenspiel der besonderen Sorte. Jeder nimmt sich zwei Rassendecks und mischt sie zusammen. So kämpfen Ninja-Zombies gegen Robot-Saurier und Pluschtier-Hexen um die Vorherrschaft in einigen Gebieten. Kreaturen haben Kampfstärke und Fähigkeiten und sonst gibts noch Aktionskarten. Alles passt zum Thema, Pop-Referenzen überall, gute Grafik und solides Gameplay: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/122522/smash

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Stone Age: The Expansion (2011)

Das Grundspiel ist ein gemütlicher Workerplacer mit dem man Einsteiger wie Fortgeschrittene gleichermaßen begeistern kann. Man hat einige aber nicht zu viele Aktionen, man hat relativ viele Worker, es wird gewürfelt und man kann den Zufall relativ gut minimieren und Sonderkarten mit besonderen Boni gibts auch noch. Und die Erweiterung macht das Spiel jetzt direkt mal um LÄNGEN besser. Und das in dem quasi nur eine weitere Entscheidung hinzugefügt wird. Statt Nahrung gibts jetzt auch noch Schmuck beim jagen und man kann sich frei entscheiden wieviel man jeweils mitnimmt. Und auf einmal ist Nahrung echt...knapp. Nicht gezwungenermaßen wie bei Agricola, sondern weil man selber auf Kante näht. Großartig: 9/10 (hat das Potential zu 10/10, mal sehen was die nächsten Partien so sagen)

https://boardgamegeek.com/boardgameexpansion/107576/stone-age-expansion

P.S: Da es die deutsche Version kaum noch gibt, hab ich mir die italienische gekauft und die deutsche Anleitung ausgedruckt. Das Spielmaterial ist komplett Sprachunabhängig und bei so nem einfachen Spiel hat man die Regeln eh kaum in der Hand.

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Super Fantasy Brawl (2018) - Prototyp

Neuer Prototyp, yay! Diesmal ist es ein 1vs1 Spiel das in League of Legends oder Dota Manier jedem vier Helden mit unterschiedlichen Fähigkeiten in die Hand drückt um die gegnerische Burg zu zerstören, nachdem man mindestens einen Turm auf einer Lane zerstört hat. Die Helden sind gut gemacht, das Kampfsystem find ich SUPER!

https://boardgamegeek.com/boardgame/194517/super-fantasy-brawl

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The Expanse Board Game (2017)

Ein Card-Driven-Wargame wie Here I Stand oder Virgin Queen, nur wesentlich reduziert und in ca. 2h spielbar. Es spielt in der Welt der Serie, hat aber mit der Story kaum was zu tun und optisch kommt es sehr schlicht in dunklen einfachen Farben und nur drei der vier Spielerfarben (weiß, blau und orange) heben sich stark ab. Die Karten haben Motive aus der Serie und beziehen sich auch teilweise auf Ereignisse der Serie. Verdauliches aber optisch schlichtes Spiel für Taktiker und Strategen, für Fans der Serie geeignet aber kein Muss: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/220792/expanse-board-game

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The Shipwreck Arcana (2017)

Ein Deduktionsspiel mit ner Menge Mathe und logischem Denken. Genau mein Ding. Nicht für jeden, aber mir hat es wirklich wirklich gut gefallen. Wir haben es um 22 Uhr gespielt was einige dann doch überforderte, aber ich fands klasse: 9/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/220517/shipwreck-arcana

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Trains (2012)

Ein Deckbuilder bei dem man mit den Karten dann Marker auf einer Karte einsetzt um sein Schienennetz auszubauen. Grundsätzlich ne gute Idee, allerdings doch etwas simpel und in letzter Zeit hab ich das selbe Konzept wesentlich wesentlich besser gesehen (A Handful of Stars z.B.). Damals bestimmt gut, dank starker Konkurrenz heute leider nur: 6/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/121408/trains

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Trains and Stations (2013)

Würfeln, neuwürfeln, auf der Karte einsetzen und evtl. Punkte machen. Wenn man sich mit mehreren zusammen tut, gibts sogar schneller Punkte. Durch Verhandlungen und Diplomatie nimmt ein einfaches Konzept ganz schön fahrt auf: 7/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/138317/trains-and-stations

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Viticulture (2013) (mit Tuscany)

Worker Placement um Weintrauben anzubauen, zu ernten und in Wein zu keltern. Liegt mir als Kind der Mosel thematisch schonmal super, spielmechanisch lässt es auch kaum Wünsche offen und die Aufmachung ist auch "hübsch": 9/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/128621/viticulture

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Wendake (2017)

Indianerstämme breiten sich in der Prärie aus um Resourcen zu sammeln und Gebiete zu dominieren. Dazu muss man noch mit Masken hantieren und Rituale abhalten. Und das ganze um dann auf zwei Doppel-Leisten jeweils das niedrigere gewertet zu kriegen. Ach ja und die Aktionen muss man auch noch auf nem 3x3 Feld in Zeile, Spalte oder Diagonale werten und dann umdrehen. Macht vieles anders und ne ganze Menge richtig: 9/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/229265/wendake

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Woodlands (2014)

Ein Echtzeit-Teillege-Spiel bei dem man Märchenabschnitte "nachspielt" in dem man zum Beispiel einen Weg von einem eingezeichnetem Rotkäppchen zu den Erdbeeren die sie im Wald sammelt legen muss. Das Problem ist, die Sachen sind auf ner Klarsichtfolie eingezeichnet die in der Spielfeldmitte liegt und man muss sich die Sachen aufs eigene Feld "denken". Sind alle fertig oder die Zeit abgelaufen geht die Klarsichtfolie rum, man legt sie aufs eigene Feld und schaut wieviele Erdbeeren Rotkäppchen erreichen kann und dafür gibts dann Punkte. Als nächste gehts dann zu Großmutters Haus und zwischendurch muss man gute Pilze sammeln und schlechte Pilze umgehen (die geben nämlich Minuspunkte). Eigentlich mag ich ja Hektikspiele gar nicht so gern, aber Spielmechanik, Aufmachung und Co. haben ich trotzdem überzeugt: 8/10

https://boardgamegeek.com/boardgame/165182/woodlands

Zu unserem Strategiewochenende war auch der Papa von Knopfspiele.de zu Besuch. Selbstverständlich musste dazu das Spiel Krieg der Knöpfe auf den Tisch. Maximalst motiviert war mir völlig egal wer das Spiel gewinnt. Hauptsache ich hatte mehr Knöpfe als er! :-) Hier verlinkt ein Bericht aus den Knopfaugen von Daniel, was wir Dienstags in Köln treiben.
Von Heiko Klein -

Nachdem sich im Weltall, außerhalb der noch jungen Erde, während des Hadaikums, die ersten Bakterien entwickelt hatten und durch einen großen Meteoriteneinschlag zur Erde gelangen, mutierten sie zur Zeit des Archaikum zu komplexeren Formen weiter und spezialisierten sich, um sich den widrigen Umständen des Planeten anzupassen. Mehrere Milliarden Jahre dauerte es, bis die ersten Meerespflanzen wuch
sen und die große Sauerstoffkatastrophe ausgelöst wurde, die den Übergang zum Protero­zoikum einläutete. Eine unglückliche Verkettung von Ereignissen löste dennoch daraufhin ein großes Armageddon aus, welches Spieler blau erfolgreich für sich entscheiden konnte und diesem zum Sieg verhalf. Spieler gelb hatte es jedoch schon mehrere Züge vorher verbockt und hatte schlicht Pech im würfeln.

Bis zu vier Spieler stehen sich in Bios:Genesis im Anbeginn der Zeit gegenüber und symbolisieren mit ihren Farben die Bausteine des Lebens, die in der Ursuppe gemeinsam schwimmen und durch einen gewürfelten Pasch (nachdem die genannten Bausteine vorher aktiviert wurden) zu Leben erwachen. Denn bei jedem Pasch seiner mindestens zwei Würfel, es können aber auch wesentlich mehr sein, je mehr Spieler ihre Marker auf die Refugiumskarte gelegt haben. Bakterien, die mit Hilfe von Katalysatorscheiben weiter mutieren, und eventuell zu Makroorganismen werden, schlicht und einfach aussterben können, oder von Parasiten heimgesucht werden, müssen von ihren Spielern entwickelt werden. Glücklicherweise können Parasiten selbst auch von Parasiten befallen und verdrängt werden und wer zum Schluss den am höchst entwickelten Makroorganismus hat, der auch noch in der Nahrungskette am weitesten vorne steht und vielleicht sogar noch seine Bionten am effektivsten in den Lebewesen aller Spieler platzieren konnte, erringt am meisten Siegpunkte und gewinnt das Spiel, wenn nicht vorher....

An dieser Stelle hör ich auf. Das Spiel ist wahnsinnig aufregend und äußerst brutal. Bakterien sterben aus und entstehen auch wieder neu, Makroorganismen wie Pflanzen, Würmer oder anderes Getier sowieso, das Leben ist ständig in Bewegung und dabei müssen zig Regeln beachtet und eingehalten werden und auf Ausnahmen von diesen Regeln Rücksicht genommen werden. Wer sich einmal durch das kleine Regelheft, das dieser winzigen Spielschachtel beigelegt ist, wo kaum meine Computermaus reinpassen dürfte, durchgekämpft hat und ganz nebenbei noch drei Semester Biologie studiert, freut sich über ein Spiel, wo die Würfel über Leben und Tod entscheiden.

Glücklicherweise kann man seine Lebewesen gleich behalten und mit Bios:Megafauna weiter spielen. Es fehlen schließlich noch 600 Millionen Jahre Evolution!


Ich wollte das Spiel seit Jahren schon haben, also einfach nur besitzen, weil ich die PC Version damals auf meiner Festplatte hatte. Nach ein paar Monaten ablagern in meinem Regalen kommt es nun erstmalig auf den Tisch... und wir staunen nicht schlecht.

"Note: The RailRoad Tycoon board itself is gigantic (about 36x45 inches, 91x114 cm) and requires a huge table or playing on the floor."

Selbst auf Silkes breiteren Tisch lappen die drei Spielpläne über den Tisch. Selbst nur eines der drei Pläne ist noch dreifach geteilt und ist einzeln schon größer als so manches normale Spiel. 3x3 Spielpläne... und dann noch das ganze Plastik als Deko!
Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.
Und die Anleitung sagt immer wieder, was man an Kartenstapeln und Spielmaterial alles NEBEN die Karte legen soll. Scherzkekse, wenn man es auf einer Tischtennisplatte spielen würde vieleicht.
Die meinen das ernst, man soll es auf dem Boden spielen. Da sähe man wenigstens auch das andere Ende der Karte. Man muss eh ständig aufstehen und drum herum laufen.
Silke meinte eben sie holt Ihr Brille, sie sähe nichts. "DU bist doch kurzsichtig?"... "Ja, is ja alles so weit weg!" :-=)
Witzigerweise meint eine Rezension auch, das es auf dem riesigen Spielplan eng zu geht... und es stimmt...
Das Spielbrett setzt sich zusammen aus DREI riesigen Spielberettern, defini tiv zu breit für die normalen 90cm breiten Tische.Aber ist bei dem Gigantismus auch etwas spielbares in der großen Schachtel?

Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.
Beim lesen der Anleitung wurde ich stutzig, wie jetzt, der ganze Miniaturenkrempel mit den Wasserhäusschen für die Dampfloks, die Kohlelager, die Gebäude und die Weichenschilder sind nur.... DEKOARTION?Denn diese dienen "nur" als Rundenzähler?
Meine Erwartung leicht gebremst, spielten wir los.
Es gibt vom Spiel auch noch einen Nachfolger, das Spiel ist identisch, hat ein paar Regelverbesserungen und zwei Felder auf dem Plan sind besser geballanced. Wir spielten erst mal bewusst die erste Revision.
Eine Proberunde an einem Freitagabend hinter uns gebracht, dank der deutschen Anleitung haben wir lange gebraucht und zudem falsch gespielt. Ich merkte bald, warum mein Vorbesitzer auch die ausgedruckte englische Anleitung dazu legte. Merke, Anleitungen sind entweder in englisch, oder falsch.

Normalerweise spiele ich kein Spiel zweimal hintereinander, aber meine Mitspielerin bestand am nächsten Tag darauf es nochmals zu spielen.
Vorab noch zu den verschiedenen Versionen.
Das Spielbrett ist einfach riesig, aber obwohl die Schienenteile fast schon zu klein sind, hat man trotzdem kaum genug Platz. zudem spielt man die ganze Zeit im stehen, weil man im Sitzen am Ende des Spielplanes kaum etwas sieht. Zusätzlich läuft man nur zu zweit die ganze Zeit um den Tisch herum, weil man nirgends dran kommt.
Die zweite Auflage vom Spiel ist ein paar Zentimeter kleiner, aber nicht viel.
Das Spiel zu zweit ist cool, hat kaum Downtime, aber auf der riesigen Karte, kommt es kaum zur Interaktion. Dafür ist das Feld einfach zu groß, jeder baut so für sich.


Worum gehts?

Wir sind Eisenbahner und bauen Strecken zwischen den Städten, zugleich transportieren wir farblich PASSENDE Ware von einer Stadt zu nächsten.
Alles kostet Geld, wir starten alle mit NULL Dollar und können nur Aktienpakete herausgeben, und um so mehr, um so mehr Dividenden müssen wir von unseren Einnahmen der Ware wieder abgeben.
Spielt sich wie ne Excelliste, bemerkt man aber nicht, ist nicht so kopflastig wie die 1830er Serie, macht Spaß. Interaktion gibts dann aber doch, denn es kommen Operationskarten hinzu, und die wählt der Starspieler. Und dieser wird in einem Bietverfahren ermittelt.
Achtung, das ist eine der Spielmechaniken die man zu Beginn als nicht so wichtig einschätzt, liegt die Richtige Karte aus, kann diese aber Spielentscheidend sein. Es gibt sogar mindest eine richtig gute Kombination. Würde ich eine der Karten sehen, würde ich sie allein deswegen schon ersteigern, damit niemand die Kombo erhält.
Wir bauen also so herum, immer auch um den Tisch herumlaufend, darüber schwadronierend ob man nicht lieber doch auf dem Teppichboden spielt. Silke gewinnt und will es sofort ein drittes mal spielen.
Die Regeln selbst sind eher einfach, das Spiel wird wohl komplexer, wenn 6 Spieler mitspielen. Zudem gibts noch zwei unterschiedliche Eventdecks, also Karten mit zusätzlichen Regeln. Netterweise gibts das eine fertig als PrintnPlay, und das andere hab ich auch.

Das Spiel gefällt ist wegen dem Eisenbahnthema sehr thematisch, aber ich hadere immer noch damit, das der geile Miniaturenkrempel nur Deko ist.
Da finde ich bei BGG eine Erweiterung, und zwar NOCHMALS einen 3mal3 Spielplan, und zwar den fehlenden Westen der USA, und sogar eine Regel wie man beide zusammen spielen kann. Damit könnte man dann nur noch auf einer Tischtennisplatte spielen!
Ich klicke weiter durch BGG, finde die Anleitung zur Erweiterung und siehe da, dort gibts noch weitere Erweiterungen und die "Deko" Miniaturen bekommen doch Funktionen. YEAH!
Das eine ist ein Depot, so das man Ware lagern kann, mein Wasserturm betankt die Loks nochmal, so das sie zweimal fahren dürfen, das Gebäude ist ein Hotel, welches mit Waren beliefert werden möchte, usw.
Uff... da gibts noch weitere Erweiterungen, um nach unten noch Mexiko anzubauen, und nach oben noch Kanada.Damit bliebe nur noch der Wohnzimmerboden, aber man müsste erst die Möbel wegräumen. Und da ist noch Europa und Asien zu haben. Jaja, is klar.
Als erstes hab ich Stefan den Krempel auf meinen Küchentissch gekippt und wir waren wir kleine Jungs und haben erst mal völlig ohne Spielregeln, nur mit dem Plastikmaterial gespielt. Angefixt sofort eine Runde nach Ostern geplant, Esther und Nikolaj sind dabei. Gespielt wird bei Silke weil meine Wohnung dafür zu klein ist. Ich hab beim schwimmen Andreas davon erzählt, er hat den 6ten Platz für sich reservieren lassen.Wir werden mit der Regel der zweiten Auflage spielen.
Silke meinte ich dürfte das Spiel niemals verkaufen, sollte die Schachtel zur Sicherheit direkt bei ihr lassen. Dauerhaft. Ich versuche bereits die Erweiterungen zu bekommen. :-)
Wenn wir das zu 6 durch haben, kann ich als nächstes 1830 auf dem Tisch bringen. Das ist quasi die nächste Stufe der Eisenbahnspielevolution zu Railroad Tycoon.





























Wow - das war EPISCH!
Nicht nur das Spiel, auch Tinas Spieltisch, und erst recht in Kombination!

Aber auch das Spiel!
Und wenn man Trekki ist, geht kaum ein Weg an diesem Spiel vorbei.Ich hatte es vor 2 Jahren auf der Spielmesse kurz in Händen, nur für 3 Spieler, es sah ein wenig  aus wie StarCraft mit den Planetenscheiben, es gab keine Rezensionen, keine Erweiterungen, dann noch 100 Euro, ich habs liegen lassen.

Das bereue ich seit dieser Partie und muss das Spiel unbedingt haben, und zwar mit allen 7 Erweiterungen und 10 Franktionen!!!

Das man im Spiel die gelegten Spielplaneten bewegen kann, und das Spielfeld so dynamisch ist, kenne ich noch von keinem Spiel.


Überhaupt ist das Spiel super thematisch, man erkennt alles aus den Serien wieder, auch die Charaktere auf den Ereigniskarten und die Fraktionen spielen sich mit Ihren Fähigkeiten auch so wie gewohnt. Ferengies sind geil nach Profit, können sich den Spielsieg nur erkaufen, Klingonen können sich aus einem Kampf nicht zurückziehen, NIEMALS, die Föderation ist durch die erste Direktive etwas eingeschränkt, darf niemanden überfallen und schon gar keine UnterWarp Zivilisationen besuchen, hat dafür aber einen Vorteil beim forschen und exploren.



Das ist ein 4X Spiel, und zwar ein geiles, mit meinem Lieblingsthema. Die Runde der Mitspieler war auch perfekt, der einzige Wermutstropfen... ähhh nein Rommulanisches Ale, war, das wir um 2 Uhr Nachts nach 5 Stunden abbrechen mussten. Das Spiel taugt nicht für einen Wochentag in Vollbesetzung, wo es noch niemand vorher gespielt hatte.

Gerne wieder, jederzeit, auch "nur" zu dritt, zu viert, zu fünft, oder alle gegen die Borg. Ich würds sogar mal an einem ganzen Wochenende mit allen 10 Fraktionen spielen!

Scotty, beam es her!
Energie!

PS: Wer es Coop, oder Solo spielen mag, braucht die Borg Erweiterung!
https://www.youtube.com/watch?v=gLEDSXXihpA

PSS: Sean Sweigart, einen der beiden Designer von STA, ist nach der Veröffentlichung des Spieles verstorben. Live long an Prosper!

Rezension
http://weiterspielen.net/star-trek-ascendancy-galeforce-nine/

RezensionVideo:














Zwei Dinge.
Marsspiele gabs viele in den letzten Jahren.
Ich mag diese Tiny und Pocketspiele!

Wegen mir könnten alle Spielschachteln so klein sein. Ich habe nichts gegen gut gefaltete Spielpläne, oder wenn diese modular aus kleinen Postkarten aufgebaut werden.

Was ist diesmal in der kleinen Box?

Ein paar Karten und ein paar Holzwürfel und Scheiben.

Die Karten haben es in sich. Fünf davon bilden das "Spielbrett", vier davon die Spielertableaus, vier weitere die Spielanleitung und Wertung, der Rest sind die Projekte, oder Marsmodule, je nachdem welchen der drei Teile der Karte man nutzen möchte.

Drei?
Nein vier!
Die Kartenrückseite spielt auch mit und bildet eine "0", resettet mit einer Spezialfunktion einen Überbietmechanismus.

Wie spielt es sich?
Schnell, eine Partie ca,. 10 Minuten, man kann mehrere hintereinander spielen.

Es geht um Mehrheiten, auf dem Mars, beim Treibstoff, und bei der Besiedlung. Das Spiel endet, wenn ein Spieler seine 7 Kolonisten von der Erde aufs Raumschiff, und von diesen auf den Mars befördert hat. Gewonnen hat aber wer bis dahin die meisten Punkte hat.

Also beobachtet man nicht nur die Möglichkeiten seiner ZWEImalZWEI Karten, sondern auch die seiner Mitspieler.

Zweimalzwei?

Ja, von den immer nur 4 Karten, hält man zwei als Projekte auf der Hand, darf dann nur die obere Aktion spielen. Die anderen beiden wählt man als Module aus, legt sie verdeckt vor sich ab. Von denen spielt man die untere Aktion und die feste Aktion des Modules wo man sie anbaut. Ist dabei die Zahl der Karte größer als die wo man sie dran/drauf legt, darf man zusätzlich einen Kollonisten auf dem Mars schicken.

Ich habs zu zweit gespielt und zu dritt, es spielt sich in beiden gut, geht bis zu vier Spielern. Es gibt noch Interaktion, in dem man auch die verdeckten Module der Mitspieler spielen kann. Fies! Damit habe ich sogar gewonnen. :-)

Es gibt eine Solovariante, welche ich nicht getestet habe und zitiere:

"Die beiliegende Solo-Variante für Einzelspieler ist ganz interessant, weil der Spieler einigen Einfluss auf den virtuellen Gegner hat.  Durch die Wahl der eigenen Karten kann manchmal die Besiedelung eines bestimmten Gebäudes durch den virtuellen Gegner verhindert werden. Allerdings sollte die genommene Karte auch einem selbst nutzen. Dies ist eine vertrackte Aufgabe, die auch für erfahrene Spieler nicht leicht ist.
http://www.spielkult.de/pocketmars.htm

LetzPlay Video:



Prestel ist ein deutscher Bildband- und Kunstbuchverlag mit Sitz in München. Seine Geschichte geht zurück auf die seit 1774 bestehende Kunsthandlung F. A. C. Prestel.

Der Verlag hat auch Brettspiele mit dem Thema Kunst herausgebracht. Eines davon hatten wir nun zu zweit gespielt. Unten verlinke ich eine Rezension einer Spieleseite, die sonst Spiele immer 3 Punkte zu hoch bewertet. Mittelmäßige Spiele bekommen da gerne mal ne 8-9 von 10 Punkte, die woanders keine 5-6 bekommen.Hier vergab die Seite nur 3 Punkte, was woanders eine glatte 0 wäre. Nach meiner Beobachting von zahlreichen Spielen, stimmt ewas mit der Bewertung der Seite nicht? Oder ist das Spiel ^diesmal wirklich so mies?

Folie abgemacht, Spielmaterial betrachtet, dicke Pappe, robust, das überlebt locker zahlreiche Kinderhände. Holzpöppel statt Plaste, auch gut.Als Beipack bekommt man noch zwei Kataloge über den Kunstkrempel des Verlages. Das macht Stimmung, sollte das Spiel doch irgendwie Kunst sein?Hm... das Artwork ist ok, ich bin kein Kunsthistoriker, haut mich nicht um, ist halt ein Garten, passt zum Spiel, die Plättchen könnten auch zu Carcasonne gehören.
Spiel aufgebaut, Regeln gelesen, keine große Hürde.
Entgegen der nachträglichen öffentlichen Regelerklärungen, verstehe ich das Handbuch sofort, finde die reklamierten unklarheiten gar nicht. Drei Figuren, ein König, eine Kelle die Baugruben gräbt, und ein Gärtner der Beete anpflanzt. Nahezu selbst erklärend.

Und das Spiel?
Kommt mir bekannt vor.
Spielt sich wie Rosenkönig, welches ich sehr mag, nur geht dieses hier nicht nur zu zweit, sondern 2, 3, oder 4 Spieler.

Irgendwie ist es aber auch wie Tash Kalar, eines meiner liebsten Spiele, dort legt man auch nach Karten ähnliche Muster.

Also ich mag es, wird nicht mein Lieblingsspiel, taugt aber durchaus, ich spiel halt auch mal mit Kindern, oder mit Wenigspielern. Aber es bestätigt meine Beobachtung aus ein paar tausenden gelesenen Rezensionen. Die Spieltest.at und ich sind nicht kompatibel. Schund wird hoch gelobt, anderes viel zu sehr abgewertet.

https://www.spieletest.at/gesellschaftsspiel/1335/Prestel-Schlossgarten,-Der

https://boardgamegeek.com/boardgame/14119/der-prestel-schlossgarten