Von Heiko Klein -

Nachdem sich im Weltall, außerhalb der noch jungen Erde, während des Hadaikums, die ersten Bakterien entwickelt hatten und durch einen großen Meteoriteneinschlag zur Erde gelangen, mutierten sie zur Zeit des Archaikum zu komplexeren Formen weiter und spezialisierten sich, um sich den widrigen Umständen des Planeten anzupassen. Mehrere Milliarden Jahre dauerte es, bis die ersten Meerespflanzen wuch
sen und die große Sauerstoffkatastrophe ausgelöst wurde, die den Übergang zum Protero­zoikum einläutete. Eine unglückliche Verkettung von Ereignissen löste dennoch daraufhin ein großes Armageddon aus, welches Spieler blau erfolgreich für sich entscheiden konnte und diesem zum Sieg verhalf. Spieler gelb hatte es jedoch schon mehrere Züge vorher verbockt und hatte schlicht Pech im würfeln.

Bis zu vier Spieler stehen sich in Bios:Genesis im Anbeginn der Zeit gegenüber und symbolisieren mit ihren Farben die Bausteine des Lebens, die in der Ursuppe gemeinsam schwimmen und durch einen gewürfelten Pasch (nachdem die genannten Bausteine vorher aktiviert wurden) zu Leben erwachen. Denn bei jedem Pasch seiner mindestens zwei Würfel, es können aber auch wesentlich mehr sein, je mehr Spieler ihre Marker auf die Refugiumskarte gelegt haben. Bakterien, die mit Hilfe von Katalysatorscheiben weiter mutieren, und eventuell zu Makroorganismen werden, schlicht und einfach aussterben können, oder von Parasiten heimgesucht werden, müssen von ihren Spielern entwickelt werden. Glücklicherweise können Parasiten selbst auch von Parasiten befallen und verdrängt werden und wer zum Schluss den am höchst entwickelten Makroorganismus hat, der auch noch in der Nahrungskette am weitesten vorne steht und vielleicht sogar noch seine Bionten am effektivsten in den Lebewesen aller Spieler platzieren konnte, erringt am meisten Siegpunkte und gewinnt das Spiel, wenn nicht vorher....

An dieser Stelle hör ich auf. Das Spiel ist wahnsinnig aufregend und äußerst brutal. Bakterien sterben aus und entstehen auch wieder neu, Makroorganismen wie Pflanzen, Würmer oder anderes Getier sowieso, das Leben ist ständig in Bewegung und dabei müssen zig Regeln beachtet und eingehalten werden und auf Ausnahmen von diesen Regeln Rücksicht genommen werden. Wer sich einmal durch das kleine Regelheft, das dieser winzigen Spielschachtel beigelegt ist, wo kaum meine Computermaus reinpassen dürfte, durchgekämpft hat und ganz nebenbei noch drei Semester Biologie studiert, freut sich über ein Spiel, wo die Würfel über Leben und Tod entscheiden.

Glücklicherweise kann man seine Lebewesen gleich behalten und mit Bios:Megafauna weiter spielen. Es fehlen schließlich noch 600 Millionen Jahre Evolution!


Ich wollte das Spiel seit Jahren schon haben, also einfach nur besitzen, weil ich die PC Version damals auf meiner Festplatte hatte. Nach ein paar Monaten ablagern in meinem Regalen kommt es nun erstmalig auf den Tisch... und wir staunen nicht schlecht.

"Note: The RailRoad Tycoon board itself is gigantic (about 36x45 inches, 91x114 cm) and requires a huge table or playing on the floor."

Selbst auf Silkes breiteren Tisch lappen die drei Spielpläne über den Tisch. Selbst nur eines der drei Pläne ist noch dreifach geteilt und ist einzeln schon größer als so manches normale Spiel. 3x3 Spielpläne... und dann noch das ganze Plastik als Deko!
Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.
Und die Anleitung sagt immer wieder, was man an Kartenstapeln und Spielmaterial alles NEBEN die Karte legen soll. Scherzkekse, wenn man es auf einer Tischtennisplatte spielen würde vieleicht.
Die meinen das ernst, man soll es auf dem Boden spielen. Da sähe man wenigstens auch das andere Ende der Karte. Man muss eh ständig aufstehen und drum herum laufen.
Silke meinte eben sie holt Ihr Brille, sie sähe nichts. "DU bist doch kurzsichtig?"... "Ja, is ja alles so weit weg!" :-=)
Witzigerweise meint eine Rezension auch, das es auf dem riesigen Spielplan eng zu geht... und es stimmt...
Das Spielbrett setzt sich zusammen aus DREI riesigen Spielberettern, defini tiv zu breit für die normalen 90cm breiten Tische.Aber ist bei dem Gigantismus auch etwas spielbares in der großen Schachtel?

Der erste Eindruck hat uns überwältigt, die fette Schachtel in Übergröße ist zur Hälfte voll mit Pappe und der Rest ist voll mit Plastik.
Beim lesen der Anleitung wurde ich stutzig, wie jetzt, der ganze Miniaturenkrempel mit den Wasserhäusschen für die Dampfloks, die Kohlelager, die Gebäude und die Weichenschilder sind nur.... DEKOARTION?Denn diese dienen "nur" als Rundenzähler?
Meine Erwartung leicht gebremst, spielten wir los.
Es gibt vom Spiel auch noch einen Nachfolger, das Spiel ist identisch, hat ein paar Regelverbesserungen und zwei Felder auf dem Plan sind besser geballanced. Wir spielten erst mal bewusst die erste Revision.
Eine Proberunde an einem Freitagabend hinter uns gebracht, dank der deutschen Anleitung haben wir lange gebraucht und zudem falsch gespielt. Ich merkte bald, warum mein Vorbesitzer auch die ausgedruckte englische Anleitung dazu legte. Merke, Anleitungen sind entweder in englisch, oder falsch.

Normalerweise spiele ich kein Spiel zweimal hintereinander, aber meine Mitspielerin bestand am nächsten Tag darauf es nochmals zu spielen.
Vorab noch zu den verschiedenen Versionen.
Das Spielbrett ist einfach riesig, aber obwohl die Schienenteile fast schon zu klein sind, hat man trotzdem kaum genug Platz. zudem spielt man die ganze Zeit im stehen, weil man im Sitzen am Ende des Spielplanes kaum etwas sieht. Zusätzlich läuft man nur zu zweit die ganze Zeit um den Tisch herum, weil man nirgends dran kommt.
Die zweite Auflage vom Spiel ist ein paar Zentimeter kleiner, aber nicht viel.
Das Spiel zu zweit ist cool, hat kaum Downtime, aber auf der riesigen Karte, kommt es kaum zur Interaktion. Dafür ist das Feld einfach zu groß, jeder baut so für sich.


Worum gehts?

Wir sind Eisenbahner und bauen Strecken zwischen den Städten, zugleich transportieren wir farblich PASSENDE Ware von einer Stadt zu nächsten.
Alles kostet Geld, wir starten alle mit NULL Dollar und können nur Aktienpakete herausgeben, und um so mehr, um so mehr Dividenden müssen wir von unseren Einnahmen der Ware wieder abgeben.
Spielt sich wie ne Excelliste, bemerkt man aber nicht, ist nicht so kopflastig wie die 1830er Serie, macht Spaß. Interaktion gibts dann aber doch, denn es kommen Operationskarten hinzu, und die wählt der Starspieler. Und dieser wird in einem Bietverfahren ermittelt.
Achtung, das ist eine der Spielmechaniken die man zu Beginn als nicht so wichtig einschätzt, liegt die Richtige Karte aus, kann diese aber Spielentscheidend sein. Es gibt sogar mindest eine richtig gute Kombination. Würde ich eine der Karten sehen, würde ich sie allein deswegen schon ersteigern, damit niemand die Kombo erhält.
Wir bauen also so herum, immer auch um den Tisch herumlaufend, darüber schwadronierend ob man nicht lieber doch auf dem Teppichboden spielt. Silke gewinnt und will es sofort ein drittes mal spielen.
Die Regeln selbst sind eher einfach, das Spiel wird wohl komplexer, wenn 6 Spieler mitspielen. Zudem gibts noch zwei unterschiedliche Eventdecks, also Karten mit zusätzlichen Regeln. Netterweise gibts das eine fertig als PrintnPlay, und das andere hab ich auch.

Das Spiel gefällt ist wegen dem Eisenbahnthema sehr thematisch, aber ich hadere immer noch damit, das der geile Miniaturenkrempel nur Deko ist.
Da finde ich bei BGG eine Erweiterung, und zwar NOCHMALS einen 3mal3 Spielplan, und zwar den fehlenden Westen der USA, und sogar eine Regel wie man beide zusammen spielen kann. Damit könnte man dann nur noch auf einer Tischtennisplatte spielen!
Ich klicke weiter durch BGG, finde die Anleitung zur Erweiterung und siehe da, dort gibts noch weitere Erweiterungen und die "Deko" Miniaturen bekommen doch Funktionen. YEAH!
Das eine ist ein Depot, so das man Ware lagern kann, mein Wasserturm betankt die Loks nochmal, so das sie zweimal fahren dürfen, das Gebäude ist ein Hotel, welches mit Waren beliefert werden möchte, usw.
Uff... da gibts noch weitere Erweiterungen, um nach unten noch Mexiko anzubauen, und nach oben noch Kanada.Damit bliebe nur noch der Wohnzimmerboden, aber man müsste erst die Möbel wegräumen. Und da ist noch Europa und Asien zu haben. Jaja, is klar.
Als erstes hab ich Stefan den Krempel auf meinen Küchentissch gekippt und wir waren wir kleine Jungs und haben erst mal völlig ohne Spielregeln, nur mit dem Plastikmaterial gespielt. Angefixt sofort eine Runde nach Ostern geplant, Esther und Nikolaj sind dabei. Gespielt wird bei Silke weil meine Wohnung dafür zu klein ist. Ich hab beim schwimmen Andreas davon erzählt, er hat den 6ten Platz für sich reservieren lassen.Wir werden mit der Regel der zweiten Auflage spielen.
Silke meinte ich dürfte das Spiel niemals verkaufen, sollte die Schachtel zur Sicherheit direkt bei ihr lassen. Dauerhaft. Ich versuche bereits die Erweiterungen zu bekommen. :-)
Wenn wir das zu 6 durch haben, kann ich als nächstes 1830 auf dem Tisch bringen. Das ist quasi die nächste Stufe der Eisenbahnspielevolution zu Railroad Tycoon.





























Wow - das war EPISCH!
Nicht nur das Spiel, auch Tinas Spieltisch, und erst recht in Kombination!

Aber auch das Spiel!
Und wenn man Trekki ist, geht kaum ein Weg an diesem Spiel vorbei.Ich hatte es vor 2 Jahren auf der Spielmesse kurz in Händen, nur für 3 Spieler, es sah ein wenig  aus wie StarCraft mit den Planetenscheiben, es gab keine Rezensionen, keine Erweiterungen, dann noch 100 Euro, ich habs liegen lassen.

Das bereue ich seit dieser Partie und muss das Spiel unbedingt haben, und zwar mit allen 7 Erweiterungen und 10 Franktionen!!!

Das man im Spiel die gelegten Spielplaneten bewegen kann, und das Spielfeld so dynamisch ist, kenne ich noch von keinem Spiel.


Überhaupt ist das Spiel super thematisch, man erkennt alles aus den Serien wieder, auch die Charaktere auf den Ereigniskarten und die Fraktionen spielen sich mit Ihren Fähigkeiten auch so wie gewohnt. Ferengies sind geil nach Profit, können sich den Spielsieg nur erkaufen, Klingonen können sich aus einem Kampf nicht zurückziehen, NIEMALS, die Föderation ist durch die erste Direktive etwas eingeschränkt, darf niemanden überfallen und schon gar keine UnterWarp Zivilisationen besuchen, hat dafür aber einen Vorteil beim forschen und exploren.



Das ist ein 4X Spiel, und zwar ein geiles, mit meinem Lieblingsthema. Die Runde der Mitspieler war auch perfekt, der einzige Wermutstropfen... ähhh nein Rommulanisches Ale, war, das wir um 2 Uhr Nachts nach 5 Stunden abbrechen mussten. Das Spiel taugt nicht für einen Wochentag in Vollbesetzung, wo es noch niemand vorher gespielt hatte.

Gerne wieder, jederzeit, auch "nur" zu dritt, zu viert, zu fünft, oder alle gegen die Borg. Ich würds sogar mal an einem ganzen Wochenende mit allen 10 Fraktionen spielen!

Scotty, beam es her!
Energie!

PS: Wer es Coop, oder Solo spielen mag, braucht die Borg Erweiterung!
https://www.youtube.com/watch?v=gLEDSXXihpA

PSS: Sean Sweigart, einen der beiden Designer von STA, ist nach der Veröffentlichung des Spieles verstorben. Live long an Prosper!

Rezension
http://weiterspielen.net/star-trek-ascendancy-galeforce-nine/

RezensionVideo:














Zwei Dinge.
Marsspiele gabs viele in den letzten Jahren.
Ich mag diese Tiny und Pocketspiele!

Wegen mir könnten alle Spielschachteln so klein sein. Ich habe nichts gegen gut gefaltete Spielpläne, oder wenn diese modular aus kleinen Postkarten aufgebaut werden.

Was ist diesmal in der kleinen Box?

Ein paar Karten und ein paar Holzwürfel und Scheiben.

Die Karten haben es in sich. Fünf davon bilden das "Spielbrett", vier davon die Spielertableaus, vier weitere die Spielanleitung und Wertung, der Rest sind die Projekte, oder Marsmodule, je nachdem welchen der drei Teile der Karte man nutzen möchte.

Drei?
Nein vier!
Die Kartenrückseite spielt auch mit und bildet eine "0", resettet mit einer Spezialfunktion einen Überbietmechanismus.

Wie spielt es sich?
Schnell, eine Partie ca,. 10 Minuten, man kann mehrere hintereinander spielen.

Es geht um Mehrheiten, auf dem Mars, beim Treibstoff, und bei der Besiedlung. Das Spiel endet, wenn ein Spieler seine 7 Kolonisten von der Erde aufs Raumschiff, und von diesen auf den Mars befördert hat. Gewonnen hat aber wer bis dahin die meisten Punkte hat.

Also beobachtet man nicht nur die Möglichkeiten seiner ZWEImalZWEI Karten, sondern auch die seiner Mitspieler.

Zweimalzwei?

Ja, von den immer nur 4 Karten, hält man zwei als Projekte auf der Hand, darf dann nur die obere Aktion spielen. Die anderen beiden wählt man als Module aus, legt sie verdeckt vor sich ab. Von denen spielt man die untere Aktion und die feste Aktion des Modules wo man sie anbaut. Ist dabei die Zahl der Karte größer als die wo man sie dran/drauf legt, darf man zusätzlich einen Kollonisten auf dem Mars schicken.

Ich habs zu zweit gespielt und zu dritt, es spielt sich in beiden gut, geht bis zu vier Spielern. Es gibt noch Interaktion, in dem man auch die verdeckten Module der Mitspieler spielen kann. Fies! Damit habe ich sogar gewonnen. :-)

Es gibt eine Solovariante, welche ich nicht getestet habe und zitiere:

"Die beiliegende Solo-Variante für Einzelspieler ist ganz interessant, weil der Spieler einigen Einfluss auf den virtuellen Gegner hat.  Durch die Wahl der eigenen Karten kann manchmal die Besiedelung eines bestimmten Gebäudes durch den virtuellen Gegner verhindert werden. Allerdings sollte die genommene Karte auch einem selbst nutzen. Dies ist eine vertrackte Aufgabe, die auch für erfahrene Spieler nicht leicht ist.
http://www.spielkult.de/pocketmars.htm

LetzPlay Video:



Prestel ist ein deutscher Bildband- und Kunstbuchverlag mit Sitz in München. Seine Geschichte geht zurück auf die seit 1774 bestehende Kunsthandlung F. A. C. Prestel.

Der Verlag hat auch Brettspiele mit dem Thema Kunst herausgebracht. Eines davon hatten wir nun zu zweit gespielt. Unten verlinke ich eine Rezension einer Spieleseite, die sonst Spiele immer 3 Punkte zu hoch bewertet. Mittelmäßige Spiele bekommen da gerne mal ne 8-9 von 10 Punkte, die woanders keine 5-6 bekommen.Hier vergab die Seite nur 3 Punkte, was woanders eine glatte 0 wäre. Nach meiner Beobachting von zahlreichen Spielen, stimmt ewas mit der Bewertung der Seite nicht? Oder ist das Spiel ^diesmal wirklich so mies?

Folie abgemacht, Spielmaterial betrachtet, dicke Pappe, robust, das überlebt locker zahlreiche Kinderhände. Holzpöppel statt Plaste, auch gut.Als Beipack bekommt man noch zwei Kataloge über den Kunstkrempel des Verlages. Das macht Stimmung, sollte das Spiel doch irgendwie Kunst sein?Hm... das Artwork ist ok, ich bin kein Kunsthistoriker, haut mich nicht um, ist halt ein Garten, passt zum Spiel, die Plättchen könnten auch zu Carcasonne gehören.
Spiel aufgebaut, Regeln gelesen, keine große Hürde.
Entgegen der nachträglichen öffentlichen Regelerklärungen, verstehe ich das Handbuch sofort, finde die reklamierten unklarheiten gar nicht. Drei Figuren, ein König, eine Kelle die Baugruben gräbt, und ein Gärtner der Beete anpflanzt. Nahezu selbst erklärend.

Und das Spiel?
Kommt mir bekannt vor.
Spielt sich wie Rosenkönig, welches ich sehr mag, nur geht dieses hier nicht nur zu zweit, sondern 2, 3, oder 4 Spieler.

Irgendwie ist es aber auch wie Tash Kalar, eines meiner liebsten Spiele, dort legt man auch nach Karten ähnliche Muster.

Also ich mag es, wird nicht mein Lieblingsspiel, taugt aber durchaus, ich spiel halt auch mal mit Kindern, oder mit Wenigspielern. Aber es bestätigt meine Beobachtung aus ein paar tausenden gelesenen Rezensionen. Die Spieltest.at und ich sind nicht kompatibel. Schund wird hoch gelobt, anderes viel zu sehr abgewertet.

https://www.spieletest.at/gesellschaftsspiel/1335/Prestel-Schlossgarten,-Der

https://boardgamegeek.com/boardgame/14119/der-prestel-schlossgarten




ATLANTIS, ein bei Spielautoren und Verlagen offensichtlich beliebtes Thema, denn ich besitze FÜNF unterschiedliche Atlantisspiele!

Mit dieser Version hier sind es SECHS, es lagerte hier, und ich brachte es zu ihrer neuen Besitzerin Vanita, die die Spielregeln bereits von der APP Version her kannte.
Dieses hier ist ein kindertaugliches von Leo Colovini (sehr netter Kerl im übrigen, hatte ihn auf der Messe kennengelernt.) vom Amigo Verlag.


Irgendwie geht ja bei Atlantis ständig alles unter, und auch hier man muss die Beine in die Hand nehmen und soviel wie möglich an wertvollen Krempel zusammenraffen und retten.

Das Spiel ist aber knobelig, es geht um Siegpunkte auf Plättchen, welche man mit viel Geschick mittels seiner Spielkarten einsammel. Nimmt man diese weg, schafft man Wasserlöcher, über die man nur mit der Abgabe von Siegpunkten drüber kommt.

Stetig schätzt man ab, rette ich nun meine drei Leute als erster ins Ziel, müssen sie fürs abhängen bezahlen, oder mach ich lieber viele Siegpunkte. Dann gibts noch Brücken die man bauen kann, in einer Erweierung noch extra wertvolle Karten, und in einem Promo sogar Schiffe.

Das Spielmaterial ist robuste Pappe, die Regeln sind einfach, bieten aber auch Eltern genug Hirnschmals, so das sie gegen Ihre Kinder verlieren können. In einer Erwachsenenrunde könnte es zur Paralyse führen, wenn die Plättchen nicht doppelt aufeinander liegen würden, und man nicht weiß was drunter liegt.

Ein durchaus gutes Familienspiel, pädagogisch wertvoll verpackt ist, das die Kids spielerisch mehrere Aufgaben pro Zug rechnen müssen.

Ich glaub ich spiele die anderen Atlantis Spiele nun auch mal und starte eine Serie... :-)


Promoerweiterung








Rezension:

http://www.brettspiele-report.de/atlantis/

Hier noch die Schiffe Erweiterung:

http://www.brettspiele-report.de/images/atlantis/atlantis_erweiterung_messe_essen_spiel09_print.pdf










Da gibts ne neue TV Serie, wie Game of Thrones, nur im Weltall, ist geil. War mal ein Roman in Buchvorlage, gibt wohl mehrere..

Richtig ist, es gibt nun auch ein Brettspiel zur TV-Serie und den Büchern, aber die wenigsten wissen, dass die Romane von "The Expanse" als einem MMO Spiel entstanden, daraus dann ein Pen&Paper Rollenspiel und eben aus dem Spiel erst die Bücher usw.

Und nun gibts aus dem Ursprung also ein Brettspiel.

Welches Spiel hat schon solch eine Kurve über so viele Medien gemacht, und ist dann auch noch gut?
Expanse ist es, und zwar in allen Medien!

Darren baute auf, ich lästerte sofort über das Artwork, ist es doch in einem fröhlichem Schwarz, einem heiterem Schwarz, einem etwas lakonischem Schwarz aber auch einem sehr ruhendem, nicht ganz so aufdringlichem Schwarz gehalten.

Dazu gibts ein paar Kästchen, ein paar Symbole und Namen. Nichts was das Auge während des spielens ablenken könnte.

Im Ernst, das was hier vor uns lag sah aus wie ein Prototyp, von einem Autor, welcher nur schwarze Pappe hatte, sehr matte Farben und keinen Illustrator für sein Spiel fand. Selbst die Original Schauspieler auf den Spielerboards sind nur Daumennagelgroß. Selbst eine graue Bodenfliese erzählt mehr Geschichten als dieses minimalistische Kunstwerk, und wirkt dagegen wie ein psychodelischer LSD Trip.

Aber, wie ist das Spiel?

Ich dachte hier käme etwas thematisches, passend zur Serie, aber das Spiel ist abstrakt, ein Card driven Wargame, und so spielt es sich auch, irgendwie wie die Space Version von Twillight Struggle, nur zu Vierspielern, und einem besserem Mechanismus, der nicht so pechlastig ist.
Ich fragte Darren wie lange eine Partie dauert, er antwortete 1 bis 2 Stunden. Ne Stunde würden wir 4 Profis am Tisch dann schaffen, ich war noch zu zwei anderen Runden verabredet.

Vorab, das Spiel ist geil!

Es geht um Mehrheiten, man hat die Auswahl auf Karten, kann zwischen unterschiedlichen Aktionen wählen, Aktionspunkte oder Spezialeigenschaft, nimmt man die Aktionen, können ausgewählte Mitspieler die Eigenschaft ausführen. Und davon lieben immer mehrere offen aus, und immer zu unterschiedlich teuren Preisen.

Das Ding ist ne Kopfnuss, spielt sie im Kopf ab wie ne Exceltabelle. Welche der 17 Optionen ist für mich die beste. Ok kann man auf 3-4 runterbrechen. Aber was wenn mein Mitspieler seine Raumschiffflotte bewegt, oder mir mit seiner Fraktionseigenschaft den Einfluß raubt? Oder nehm ich lieber eine der anderen Karten, oder doch die Eigenschaft meines Zusatzraumschiffes, welches immer der bekommt der die wenigsten Punkte hat?

Die eine Stunde verflog, und zwar pro Person der 4 Mitspieler!

Sehr zu empfehlen, und nun wo ich die Karten und Aktionen kenne, muss ich das unbedingt nochmal spielen!


https://boardgamegeek.com/boardgame/220792/expanse-board-game



So - bestimmt 2 Jahre bin ich an dem Ding vorbei gelaufen, hatte es immer mal in der Hand und konnte doch immer widerstehen... Diesmal nicht, nur 2 Euro inkl. 4 volle Batterien, selbst ich habe meinen Preis. Und selbst wenn ich es niemals mehr benutzen sollte, es hat bereits für 5 Euro Endorphine ausgeschüttet! :-) Das Ding ist exakt so laut und klingt so schrecklich wie ein Thermomix, aber immer wenn ich es auf den Tisch stelle lässt jeder alles stehen und liegen und will mindestens 3 mal hintereinander irgendetwas durchmischen! GRINS.

Die haben da absichtlich so ne Unwucht und ein Rutschgetriebe drin, die sind wirklich zufällig gemischt.

Ich habs selbstverständlich sofort aufgeschraubt und geguckt und sogar den Kartenstabel vorher sortiert und die ordnungsgemäß Mischung der Karten statistisch ausgewertet!