Ein Beitrag von Tim Kampavalmistaa:

Ein wenig skeptisch war ich zu Beginn schon.

Erneut ein Wikingerspiel?? Nach Blood Rage, Vikings gone wild, Jorvik, Ein Fest für Odin und im Namen Odins ist das Genre in letzter Zeit ein wenig überfrachtet und ermüdend. Nur ein erneuter Kickstarter, um damit Geld zu verdienen oder doch etwas innovatives?

Wie gesagt, ich war skeptisch und habe mich erst einmal entschieden, den Kickstarter VIKINGAR von Jack Bro Spiele aus Kanada nicht zu backen. Als jedoch die Stretchgoals stiegen und mir auffiel wie viel Mühe man sich mit den Backern gab und mit welchen Details man hier zu Werke ging, sowie der wirklich günstige Preis von 35€ hat mich dann doch überzeugt einzusteigen.

Als das Spiel dann geliefert wurde, war ich sehr positiv überrascht! Das Material war absolut hochwertig! Es gab kleine Wikingerhaus-Meeples, speziell gestaltete Drachenboot-Meeples, tolles Artwork und auch die Spielmechanik hatte einige Features, die nicht alle Spiele bieten. 


Doch der Reihe nach.
Worum geht es in Vikingar?
Wir sind der Anführer eines Wikinger-Stammes und erkunden mit unseren Drachenbooten neue Welten. Ähnlich wie bei dem Computer-Spiel Civilization „entdeckt“ man nach und nach die Welt. Man startet auf von einer eisigen Insel in der Mitte der Karte und muss zuerst den Gefahren / Ereignissen trotzen.
Was gibt Odin einem mit auf den Weg? Gute Winde? Oder gar Ungeheuer? Alles ist mlöglich und für jede Erkundungsfahrt muss eine Ereigniskarte gezogen werden.

Bei Erfolg wird ein Stück der Karte aufgedeckt und man wird Land entdecken. Eine Küste mit Kirche? Ein Land mit einem Dorf oder einer Stadt? Ein Tempel? Oder vielleicht ein Fabelwesen mit dem man seinen Ruhm mehren kann und seinen Stamm aufwerten kann?

Man hat die Möglichkeit zu wählen. Will man die Stadt überfallen oder das Kloster? Oder ist man friedlich gesinnt und richtet hier einen Handelsposten ein, der einem langfristig Einkommen beschert oder brennt man alles nieder?

Wichtig ist es, den Ruhm zu mehreren. Hierzu gibt es mehrere Pokale, die man erreichen kann. Wohlstand, Plünderer, Kämpfer aber auch für den Verlierer gibt es einen Pokal. Irgendwie halten die Nordmänner ja zusammen. So gibt es auch einen Nichtangriffspaket im Eismeer. Man einigt sich vor dem Spiel, wie viele Pokale für den Sieg notwendig sind. Das ist die eine Siegbedingung. Die 2. Ist, man muss den Weg nach Walhalla finden.

Hierzu wagt man sich bis an den Rand der Welt, (wir wissen, die Welt ist eine Scheibe und das Meer wird von der Schlange Jörmundgand zusammengehalten). Wer findet zuerst den Pfad ins das Heiligtum der Götter?
Herzstück ist der Würfelmechanismus. Wer mich kennt weiß: ich HASSE würfeln! Ich behaupte weiterhin, dass niemand mehr Würfelpech hat als ich. Würfel- und Glücksspiele gewinne ich nie. Man läßt mich zuweilen immer sehr gerne für den „Spielgegner“ würfeln, da man dann recht sicher weiß, dass man den Kampf gewinnt.

Aber zurueck zum Spiel. Hier gibt es einen anderen Mechanismus!
RUNEN! Wie einst zu Zeiten Erik des Roten werden die Götter mit Runen befragt. Diese werden geworfen und je nachdem auf welchen Seiten sie liegen und wie sie stehen oder sich überlappen ergibt sich hieraus das Ergebnis! Klasse!

Früher gab es schon mal ein Spiel in dem man Schweine würfeln musste, aber das war wirklich mal eine Innovation.

Das Material ist weitesgehend aus Holz. Die Runenwürfel sind groß und hochwertig. Meeples für die Drachenschiffe und Häuser wurden extra für das Spiel designed.

Fazit: Das Spiel macht Spaß!
Preis / Leistung ist klasse und das Spiel hat mich überrascht. Exploration, ein wenig Worker Placement, ein wenig Kampf, ein wenig seinen Stamm entwickeln. Eine wirklich gelungene Mischung, die mit Sicherheit noch öfter auf den Tisch kommen wird!


Tim Kampavalmistaa, ist der Soundhexer, welcher den Soundtrack zu unserem Youtubeintro beisteuerte, und mich Fast um einen Punkt bei Scythebezwinger, aber nur fast! :-)

http://jackbro.com/vikingar/

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